Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 38 (20.9.1912)
- Date
- 1912-09-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38 Dr. Bkochs Wochenschrift Seite 645 Von kais. Rai Arnold Fröhlich s. d. Allianz 100 Kr. für den Frauenhori 50 „ für das Blindeninstitui 25 .. für das Taubstummeninstitut 25 „ für den Verein Brusileidender 25 „ für den „Lehrmädchenhort" 25 .. 250 Entnahme der Sammelbüchsen bei Frau Rosenberg für die Ausspeisung von Schulkindern 17.66 Kr. für Arme 31.73 „ für Taubstumme 14.95 „ 64.34 .. Von Silbermann fü arme Bräute 50 Entnahme der Sammelbüchse im Fünfhauser Tempel für Arme _ 34.55 „ Von Jsak und Betti Diamant, Bukarest, für das " Kinderspital 20 Von Anonymus für fromme Zwecke 10 Ferner gelangten an den Vorstand nachfolgende Zuschriften: Dankschreiben der Frau Eugenie Frank für die Kondolenz des Vorstandes anläßlich des Hinscheidens des Herrn Vertreters Eemeinderat Mar Frank; Dankschreiben des Herrn k. k. Hofrates Dr. Karl G r ünh u 1 für die Glückwünsche des Kultusvorstandes anlästßlich des Jubiläums seiner 40jährigen Wirksamkeit als Universitätsprofessor; Dankschreiben des Mitgliedes der historischen Kommission Herrn Abraham E p st e i n für die Teilnahme dtzs Vorstandes anläßlich des Hinscheidens seiner Gattin; Dankschreiben des Oberbibliothekars der k. k. Universitätsbibliothek Dr. Michael H o l z m a n n für 'die Glückwünsche des Vorstandes anläßlich seiner Ernennung zum Oberbibliothekar: Dankschreiben >des Herrn k. k. Kammer-Virtuosen Alfred Grünfeld für die Glückwünsche des Kultus-Vorstandes anläßlich seines sechzigsten Geburtstages; Dankschreiben des Herrn Dr. Alfons Freiherrn von R o t h - ichild für die Glückwünsche des Vorstandes anläßlich seiner Verlobung; Dankschreiben -er Triester Kultusgemeinde für die Glückwünsche des Kultusvorstandes anläßlich der Einweihung des neuen Tempels; Dankschreiben der Direktion der Volks- und Bürgerschule in Purkersdorf für den Beschluß des Vorstandes, betreffend die Honorierung der Religionslehrer für den Religions-Unterricht in den Sommermonaten; Dankschreiben des Herrn kais. Rat A. S a b o r s k y für die Kondolenz, des Kultusvorstandes anläßlich des Ablebens seines Vaters des Herrn Josef Saborsky; Dankschreiben der Frau Charlotte Heller für die Kondolenz des Kultusvorstandes anläßlich des Hinscheidens ihres Vaters des sel. Herrn S. Heit; Dankschreiben des Herrn Rabbiners S. Fürst für die Teilnahme des Kultusvorstandes anläßlich des Hinscheidens seines Sohnes des sel. Herrn Rabbiners M. Fürst; Dankschreiben des Bethausvorstehers Herrn Theodor K o h n für die Glückwünsche des Kultusvorstandes anläßlich seines 70. Geburtstages; Dankschreiben des Religkonslehrers Herrn Leopold Fehl für die Glückwünsche des Vorstandes anläßlich seines 70. Geburtstages; I Dankschreiben des Herrn Prof. Julius Epstein für die Gratulation des Kultusvorstandes anläßlich seines 60. Geburtstages. l Wien?. (Kais. Rat Emanuel von Singer.) Die „Wiener Zeitung" verlautbart die Erhebung des Redakteurs kais. Rates Emanuel v. Singer in den Adelsstand. Die Auszeichnung findet um so mehr Beachtung. als seit vielen Jahren zum erstenmal Wieder ein Journalist in den Adelsstand erhoben wurd». Herr von Singer wurde bereits durch die V-erleibukng der Eisernen Krone dritter Klasse und durch die allerhöchste besondere Anerkennung ausgezeichnet. Wien. Verehrliche Redaktion! Zu Ihrer Korrespondenz aus Liptü-Rosenberq Nr. 37 bitte ich erweiternd richtig zu stellen, daß der jüngst verstorbene, überaus verdienstlicke Rabbiner Emanuel Elsaß, eine talmudische Autorität, seine erste Würdigung durch den auszüchnenden Umstand empfing, daß er die Tochter weil, des Oberrabbiners von Liptö-Szent-Miklos, des hochgerühmten Epigonen der Talmüd-Gaonim, Rabbi Ber Mikolasch-Rikolauer (Autors des „Minchal-Oni"), dessen Bildnis bis zu dieser Stunde mehr als ein Halbjahrhunderl nach dessem Tode, in keinem frommjüdWien Hause m der Gegend seiner einstigen Wirksamkeit fehlt — zur Frau bekam, und ihr Ergebenster — Enkel des genannten unvergeßlichen Oberrabbis von Liptö-Szent-Miklos — die reichen Vorzüge weil. Rabbiners Elsaß persönlich schaßen lernte, mit welchen der von Ihren geschätzten Blättern oft gewürdigte ergebenst Gefertigte seinen Oheim beklagt. Wien im Tischri 5673. Ergebenst Prof. Ed. Nasch er. Wien (Ehrung eines Schulmannes.) Nach 37jähriger, unh:frch belobter Tätigkeit an ein und derselben Schule ist der an der Knabenschule, XXI.. Lerpoldsplatz 9, wirkende städtische Lehrer Herr Adolf Ehrenfest in den Ruhestand getreten. Aus diesem Anlasse wurden dem allseits beliebten Schulmanne sowohl seitens der Schulleitung. des Lehrkörpers als auch an; dem Kreise der Eltern von ehemaligen und gegenwärtigen Schülern herzl'che Beweise der Sympathie und Anerkennung zuteä. Nahezu vier Jahrzehnte wirkt Herr Ehrenfest als israelitischer an öffentlichen Volks- und Bürgerschulen und auch in dieser Eigenschaft erfreut er sich aller Anerkenn'mq und W"t»Hitznna. Wien Am 1. Oktober 1912 wird die Kensu arndimi.n j-idaii-a, IX., Pramergasse 31, eröffnet. Diese Wohlfahrtsinstitution verfolgt den Zweck, den jüdischen Studenten der Wiener Hochschulen während der Dauer ihrer Immatrikulation, als auch zwei Jahre nach erlangtem Absolutorium eine billige und nahrhafte Kost zum Selbstkostenpreis zu bieten. Für Mitglieder betrügt ein Mittagmahl 52 Heller, ein Nachtmahl 40 Heller im Abonnement; die übrigen Kollegen entrichten 56 Heller für ein Mittag- und 44 Heller für ein Nachtmahl- Die Speisezeit für das Mittagsmahl ist zwischen ^/T2 und 2 Uhr. für das Nachtmahl zwischen l/27 und ^9 Uhr. Die Mitgliedschaft kann täglich zwischen 12 und 2 Uhr im Vereinslokal. IX., Pramergasse 31, angemeldet werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 2 K pro Jahr. Abonnements werden zwischen dem 1. und 5. und 15. und 20. eines jeden Monats ausgegeben. Wien. (Jüdischer Handlungsgehilfenoerband.) Dienstag, den 24. M.. findet im Vereinslokal. II.. Taborstraße Nr. 11 b. ein Vortrag des Herrn Dr. Leop. Plaschkes statt. Thema: „Jüdische Zeitfrage n". Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. — Anfangs Oktober beginnen wieder n n e n r g e l t l i ch e Unterrichtskurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Böhmisch, sowie Buchhaltung, Stenographie und Tarifwesen. Anmeldungen hierzu werden täglich zwischen 8 und 9 Uhr abends entgegengenommen. Wien. (Die Kinder der jüdischen Heimstätte in Wien. XV., Herklotzgasse 21) verlebten die heurigen Ferien in Neu-Raußnitz (Mähren), wurden daselbst in den Räumen der deutschen Volksschule der Jsraelitengemeinde untergebracht und vom dortigen Schulleiter, Herrn Rudolf Beck, beaufsichtigt und rationell beschäftigt. Am 8. September, am letzten Tage des Aufenthaltes der Kinder, fand eine Abschiedsfeier statt, bei welcher den Kindern eine reichhaltige Jause, vom Männer-Krankenvereine veranstaltet, verabreicht wurde. Zur Abschiedsfeier hatten sich eingefunden: der Herr Bürgermeister der Jsraelitengemeinde, der Herr Oberkantor S t ö ß l e r. Herr Hermann L a m p l, die Herren Viktor Deutsch, Eduard Frei. Emanuel Bauer und andere Kinderfreunde. Nach eingenommener Jause dankte Schulleiter Beck im Namen der Kinder dem Herrn Bürgermeister, 'der während der ganzen Zeit seine freien Stunden den Kindern liebevoll widmete, und den Herren und Damen, die die Kinder häufig mit Obst und Backwerk reichlich beschenkten. Hierauf dankte der zum Abholen der Kinder erschienene Leiter der Heimstätte, Herr Benedikt Kreisky, dem Herrn Bürgermeister für sein Wohlwollen, das er den Kindern in reichem Maße angedeihen ließ, dem Herrn Schulleiter Rudolf Beck für die ersprießliche pädagogische Leitung während der Ferien und den übrigen Herren, die sich der Kinder liebreich annahmen. Herr Bürgermeister L ö w schilderte die segensreiche Tätigkeit der hochgeschätzten Frau L a n d e i s in der Heimstätte, in der Ausspeisung für arme Schulkinder und im Kaiser Franz Josef-Kinderhort, und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die edle Dame. Mit der Absingung des Liedes „Franz Josef hoch" schloß die einfache, schöne Feier^ Innigster Dank sei auch dem Herrn Oberkantor S t ö ß l e r für das Einstudieren mehrerer Chöre und dem Herrn Eduard Frei für die häufige Begleitung der Kinder auf ihren Spaziergängen, sowie der hochverehrten Frau L. D r e r l e r in Brünn aus diesem Wege dargebracht. B. K. Wien. (Jüdischer Turnverein Fünfhaus.) Der Turnbetrieb wurde in allen Teilen wieder ausgenommen. Herrenturnen: Montag und Donnerstag. 8—9 Uhr. Damenturnen: Dienstag und Freitag, 8—9 Uhr, Zöglingsturnen: Mittwoch und Samstag, 8—9 Uhr, Kinderturnen: Mittwoch und Samstag. halb 6 bis halb 7 Uhr. Mitgliederaufnahme jede Turnstunde.