Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-09-06 · 36 (6.9.1912) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
36 (6.9.1912)
Date
1912-09-06
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3020846-3021981-3022018--21446-3046540
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 610 M. MWH WvchiMchM Nr. ,,Is aelitisches Familienblatt“, Hamburg. , . ,',Dr. Grunwäld bat es meisterhaft verstanden,- deir- Inhalt und den Geist unserer Alltags-, Sabbat- und Festgebete in eine poetische Form und Sprache zu kleiden. Die einzelnen Betrachtungen zu verschiedenen Festgelegenheiten sind getragen vom Geist des Talmud und Midrasch. Und hierin liegt der große Wert dieser Ausgabe. Es sollen nämlich der gebildeten jüdischen Frau neben unseren alten Gebeten auch die großen sittlichen. Wahrheiten des talmüdischen und rabbinischen Judentums übermittelt werden. Ein Gebetbuch ist hierzu am vorzüglichsten geeignet. Auch hat Dr. Grunwäld bei der Auswahl der Gebetstücke und deren Ordnung der Seelenstimmung der Frau in hohem Maße Rechnung getragen. Die von ihm und seinen Mitarbeitern verfaßten Kasualgebete und Betrachtungen. zeugen von hoher psychologischer Wertung der Frauenseele. Daher ist die „Beruria“ am vorzüglichsten geeignet, die 71212 — die Gebetstimmüng bei der Frau auszulösen. Die „Beruria“ ist das Gebetbuch für die gebildete jüdische Frau.“ „Frankfurter Israelitisches Famiiienblatt“. (Nr. 40; 18. Oktober 1907.) - „Es ist ein Vergnügen, in diesem Buche zu blättern. Zum ersten Male eine „Techinah“, die unseren heutigen Ansprüchen nach, jeder Richtung entspricht. In Prosa wie in Poesie ein tadelloses Deutsch und moderfn — im guten Sinne des Wortes — im ganzen Zuschnitt.“ Weitere Urteile. „Ein reicher Kranz duftigster Geistesblüten, aus dem Zusammenwirken von vier bedeutenden Faktoren: Geist, Gemüt, Fantasie und vielseitige Belesenheit — so erscheint das hochinteressante, überaus reichhaltige Buch, das hier zur Anzeige gelangt. Wir empfangen den wohltuendsten Eindruck sofort beim Durchlesen der ersten Blattseiten und halten uns überzeugt, daß dies bei jedem denkenden Leser ebenso der Fall seih werde. Der gelehrte Verfasser legt sein erhebendes Andachtsbuch auf jeden Lesetisch im Heiligtum des jüdischen Familienhauses nieder, dessen Mitglieder sich an der erfrischenden Geistesquelledes Buches Trost,Belehrung und Erbauung holen werden. - Es ist immer erfreuend, wenn begabte Männer unseres Stammes sich nicht bloß auf den exklusiven Höhen gelehrter Forschungen bewegen, sondern es auch für ihre heilige Pflicht betrachten, jeder nach seinen Kräften auf die Wiederbelebung des tiefsinnigen religiösen Geistes in Schule und Haus kräftig hinzuwirken. Und sehr sinniger Weise setzte der Verfasser an die Spitze seines Buches den Namen jener edlen, charaktergroßen Frau aus der Vergangenheit unserer Geschichte — den Namen „Beruria“ — der durch die Stärke ihres religiösen Glaubens und die reiche Kenntnis jüdischen Schrifttums als leuchtendes Vorbild allen Frauen und Müttern dient. Emes. (Rabbiner Dr. Adolf Schmiedl.)“ * * Herr Dr. Alexander Marmorek in Paris in einem Schreiben an den Verfasser ddo. 2. September 1907: „Was wir alle wollen, die im Kampfe für das Judentum stehen, ist die moralische Hebung unseres Volkes, das Erwecken und Wachhalten des Bewußtseins seiner eigenen Würde. Möge Ihr schönes Werk, Herr Doktor, seinen Zweck voll und ganz erfüllen und jenen, für die es bestimmt ist, nicht bloß Trost und Starke in schweren Stunden verleihen, sondern auch den Charakter stahlen, damit sie den schweren Zeiten der Niedrigkeit^ des Verrats und des Abfalls so vieler unter uns sich selbst und ihrem Volke treu bleiben!“ Professor Abrahams in Cambridge schreibt im Londoner „Jewish Chronicle“ vom 13. September 1907: „Der Tit,el des Buches ist sejhr glücklich gewählt; es ist bestimmt, unseren Schwestern behilflich zu sein, jede auf ihre Weise eine Beruria zu werden, die das höchste Ideal der Weiblichkeit verkörpert. Solch ein Buch brauchten wir dringend in englischer Sprache.“ Herr Dr. Oppenheim, Brünn schreibt unter dem 16. September 1907: „Ich wünsche, daß „Beruria“ als gerne und mit tiefer Empfindung gelesene Postille sich in den jüdischen Familien einbürgere und daß sie als Familienbuch den Erfolg erziele, den Sie im Auge hatten: Gläubigkeit, Gottvertrauen und jüdischen Sinn unserer Jugend und unseren Frauen einzupflanzen.“ „Das Buch soll als Ko n fix m a t i öii s-g a b e jüdischer Knaben und Mädchen, wie als'Schulprämie verabreicht werden und jüdischen Bräuten an Stelle der alten Techinna und so. allmählich eine Popularität und Beliebtheit erlangen.“ 1 * * * Prof. D. August Wünsche in Dresden: „Ein poetischer Zug weht in den Gebeten; Fast wollen mir die Prosa^ stücke in dieser Beziehung noch besser gefallen, als manche poetische. Alle Situationen des Lebens haben in diesem Werke einen schönen Gebetansdruck gefunden, der zum Herzen spricht und die Bedeutung in lebendiger Schilderung vor die Seele führt.“ * * * Der greise Dichter (Friedrich Spielhagen nennt „Beruria“ „ein schönes und sinniges Buch“. * * Universitätsprofessor Dr. Martin Philippson in Berlin schreibt an den Verfasser: „Tiefempfundene Poesie, glühende Begeisterung für unsere Lehre und unsere unvergleichliche Gebet-Ueberlieferung, von echt religiösem Geiste getragene Philosophie vereinigten sich hier zu einer Um- und Neuschöpfung, die geradezu bewundernswert ist. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen dies, zugleich mit meinem aufrichtigen Dank, auszusprechen. Auch die so notwendige stille und doch einschneidende Polemik gegen die übermütig herrschende Tochterreligion fehlt nicht. Möchte doch das vortreffliche Erbauungsbuch seine segensreiche Wirkung auf viele Tausende unserer Schwestern ausüben, die Gläubigen unter ihnen stärken und erheben, die Schwankenden befestigen, die Abgewandten wiedergewinnen! Gerade der weibliche Teil unserer Gemeinschaft hat solche Gabe bitter nötig!“ Frau Rabbiner Dr. Bertha Kayserling schreibt: „Mir ward durch Ihre „Beruria“ ein Sabbath wahrhafter religiöser Erhebung und echt poetischen Genusses. Möchte das Buch unter den Frauen Israels große Verbreitung finden und somit Trost und Erbauung spenden und Liebe zum Judentum befestigen!“- Die literarisch-bibliographische Revue „Jerusalem“ n. Jahrgang. Heft l: nran nn “1110,1 '2 »nvnnb mi dti-üö .dj?id 2'k22 nnnab ib rbv /öibb Zur gefälligen Beachtung! Wirersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche . noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zn wollen. Die Administration. Israelitische Kultusgemeinde Wien-Hauptkassa. KUNDMACHONG! Es wird hiemit zur Kenntnis gebracht, dass an den hohen Festtagen im Grossen Sofien-Saale, III., Marxergasse 13 Grossen Musikyereins-Saale, I., Dumbagasse 3 Hotel Continental, II., Taborstrasse 4 feierliche Gottesdienste stattfinden werden. Jene Parteien, welche auf die Sitzplätze, die sie im Vorjahre inne hatten, auch heuer reflektieren, können die betreffenden Karten vom 26. August bis 30. August d. J. an der Betsitzkartenkassa der Kultusgemeinde, I., Seitenstetteng. 4,1. Stock täglich von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags beheben. Ab 2. September gelangen die nicht im Vor verkaufe behobenen Karten zum allgemeinen Verkaufe. Wien, im August 1912. Israelitische Kultusgemeinde Wien.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.