Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 25 (21.6.1912)
- Date
- 1912-06-21
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 Dr. Blochs Wochenschrift Seite 433 bringen, welche die Inschrift trägt: „Heinrich Heine, deutscher Dichter und Essayist (1799 bis 1866) lebte hier 1827." Die Wertschätzung, deren sich der gerade in der antisemitischen Zentrumspresse bisher arg geschmähte Heinrich Heine neuerdings erfreut (siehe auch die Briestastennotiz der vorigen Nummer der „Milt."), ist in der Tat rührend. Jetzt zitiert auch die „Köln. Volkszeitung" (2. 5.) seine Aeußergug über das Duell: „Die Duelle, obwohl sie von den Staatsgesetzen, von der Religion und selbst auch von der Vernunft mißbilligt werden, sind dennoch Blüten schöner Menschlichkeit" und bemerkt hierzu: „Fürwahr ein treffender Hohn aus die Unsitte des Duells." K. F., Bp. Laut den im jüngsten Mürzheft des ungarischen landesstatistischen Amtes veröffentlichten Daten haben die jüdisch-christlichen Mischehen in Ungarn im Monat März die bisherige höchste Ziffer erreicht. Es wurden nämlich in diesem Monat in Ungarn nicht weniger als 76 Mischehen zwischen Juden und Christen geschlossen. In 45 Fällen hat der Bräutigam und in 31 Fällen die Braut dem Christentum angehört. Eine Vereinbarung über die Religion der Minder wurde in nur 8 Fällen getroffen, und zwar in allen zugunsten der christlichen Religion. Die Degeneration des neologen Judentums in Ungarn schreitet mit rapider Schnelligkeit. L. B. Die Jerusalemer hebräische Zeitung „Hacheruth" (Die Freiheit), die bisher dreimal wöchentlich erschien, ist in eine Tageszeitung umgewandelt worden. Außer der „Hacheruth", deren Herausgeber ein spaniolischer Jude ist, erscheint in Jerusalem noch ein anderes hebräisches Tagblatt, „Haor" (Das Licht), herausgegeben von E. Ben<Iehuda, dem bekannten Verfasser des von Langenscheidt verlegten großen hebräischen Wörterbuchs (Thesaurus Totius Hebraitatis). Daneben erscheinen in Jerusalem noch die beiden hebräischen Zeitungen „Moriah" (zweimal wöchentlich) und das Wochenblatt „Haachduth" (Einheit), Organ der jüdischen Arbeiterpartei „Poalei Zion". Fanny Jeiteles Mediziner-Stiftung. Anzahl der Plätze: Vier irn Betrage von je K 188.—. Bcwerlmngsbereehtigt sind: Jüdische Hörer der medizinischen 'Wissenschaften. Gesuelisbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Fn*- qucntationszcugnis, Index, Maturitätszeugnis, Kolloquien und liigorosenzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1912. Einreichstolle: I., Seitenstettengasse 4, IE. Stock, Einreichungsprotokoll der israelitischen Kultusgemeinde. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, JE St.) unentgeltlich zu haben sind; diese Gesuchsbögen enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Fanny Jeiteles Juristen-Stiflung. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage von jo K l 88. —. Beworbiingsbemditigt sind: Jüdische Hörer der juiidisch-politischen ,Wissenschaften. Gesuehsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Erequentationszeugnis, Index, Maturitätszeugnis, Kolloquien, Staatsprüfung«-, eventuell auch liigorosenzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1912. Einreichstelle: I., Scitenstettengassc 4, II. Stock, Einreichungsprotokoll der Israelitischen Kultusgemeinde. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (L, Seitenstettengasse 4, IE. St.) unentgeltlich zu haben sind; diese Gesuchsbögen enthalten auch nähere iur die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Fanny Jeltelesf Theologen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je Iv 188.—. Bewerbungsberechtigt sind: Ilabbinats - Kandidaten, welche zugleich ordentliche Hörer der philosophischen ■Wissenschaften sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Moralitätszeugnis, Kolloquien, bezw. Tentarnenzeugnisse, Indizes. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasso 4, II. Stock, Einreichungsprotokoll der Israelitischen Kultusgemeinde. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, II. St.) unentgeltlich zu haben sind; diese Gesuchsbögen enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Fanny Jeiteles Heiratsausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von Iv 588. Bewerbnngsbereehtigt sind: Arme in Wien ansässige jüdische Bräute. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandsbestätigung, Sittenzeugnis, Polizeimeldezettel. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1912. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, IE. Stock, Einreichungsprotokoll der Israelitischen Kultusgemeinde. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 4, IE. St.) unentgeltlich zu haben sind; diese Gesuchsbögen enthalten auch "nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 1. Juni 1912. Das Kuratorium der Fanny Jeiteles Stiftungen. Israelitische Kuliusgemelnde Wien. Z. 2668 ex 1912. Wien, im Juni 1912. Schluss des Jugeudgottesdienstes Schuljahr 1911/12. a) Volks- und Bürgerschulen Bethau3 1., Seitenstettengasse 4 11., Tempelgasse 3 11., Malzgasse 16 111., Unt. Viaduktgasse 13 V. . Siebeubrunnengasse 1 VI. , Sehmalzhofgasse 3 VIII. Nendeggergasse 12 IX. , Mülluergasse 21 X. , Humboldtgasse 29 XI. , Braunhubergasse 7 XIII,, Penziugerstrasse 132 XV. , Tnrnergasse 22 XVI. , Hubergasse 8 XVI., Hubergasse 8 XVIII., Sehopenhaacrstr. 39 XIX. , Dollinergasse 3 XX. , Klnckygasse 11 XXI. , Schindlergasse 4 Beginn Tag Stunde 29. Juni U Uhr 25 II. 29. U „ 25 „ 6. Juli | U » 25 „ 29. Juni 2 Nchm 6. Juli S n „ 29. Juni 11 » 20 M. 29. 3 „ 40 N. 29. „ H » 20 M. 29. „ 11 * 20 „ 29. n U » 20 „ 29. n 2 30 N. 28. „ Freitag Abds. 29. 3 Uhr Nchm 29 „ 3 * „ 29. 3 „ 15 N 6. Juli 3 „ 15 „ 29. 3 „ 45 „ 29. 3 * 45 „ 29. „ 11 » 25 M. 6. Juli 11 * 25 29. Juni Lizeen 2 30 „ Schüler iKnab. u. Mädch. Knaben Mädchen Knaben Mädchen Knab. u. Mädch. Knaben Mädchen Knab u. Mädch. Knaben Mädchen Knab. u. Mädch. b) Mittelschulen und 1., Seitenstetteugaaae 4 29. Juni 3 Uhr — Min. II, Tempelgasse 3 29. „ 3 „ — „ VI. Schmalzhofgasse 3 29. „ 3 „ — „ IX., Mülluergasse 21 29. „ 3 „ — „ X., Humboldtgasse 29 2L 2 a 30 XIII., Peuzingerstrasse 132 22. „ 1 — „ XV., Turnergasse 22 29. „ 3 „ — „ XVI., Hubergasse 8 29. n 3 „ 15 „ XVIII., Schopenhauerstrasse 39 29. „ 2 „ 45 „ XIX., Dollinergasse 3 22. „ 3 „ — „ XXL, Schindlergasse 4 29. n 2 » 30 DieSchnljugenderscheintimFestgewaude. Nach dem Gebete für den Landesvater wird von den Schülern bei offener Bundeslade die I. und IV. Strophe der Volkshymne gesungen. Der Vorstand. KONKURS. Bei der Chewra - Kadiscba in Baden kommt bis zum 1. Jänner 1913 eine Dienerstelle zur Besetzung. Bewerber muss vollständig gesund und kräftig sein und soll das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben. Derselbe muss auch der deutschen Sprache in Wort und Schrift kundig sein und sich über eine sittlich-moralische Lebensführung durch bewährte Zeugnisse ausweisen können. Dienstespflichten und Salär werden nach Uebereinkommen geordnet. — Gesuche sind an den Präses der Chewra-Kadischa, Herrn Moritz Leitner zu richten. Baden, 4. Juni 1912. Moritz Leitner, Präses. Suche für meine Schwester, 5“lÄ aus hochfeiner, streng religiöser Familie, mit selbsterspartem Vermögen von 6000 Mk., später mehr, äuss. wirtschaftlich, herzensgut und sehr kinderlieb, pass. Partie, am liebsten Witwer mit jüngerem K'nde. — Gefl. Offerte unter „8. W.“ an die Expedition d. Blattes. Suche für meine Tochter SSCfrEÄS geschäftstüchtig, ebensolchen israelitischen Bewerber, Kaufmann oder Reisenden von 30—40 Jahren. Mitgift 10.000 Kr. nebst Ausstattung. — Unter „Kaufmannstochter 28“, Graz, Hauptpostlagernd.