Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 20 (17.5.1912)
- Date
- 1912-05-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 20 Dr. Mvchs Wochenschrift Seite 339 ln the Light of the XIV th and XV th Centimes (translated fi'om Hie German by Bella Löwy). — Leon Simon: Jewish Sectaries, LI: The Karaites. — Reviews of Books: Selected Essays pf Achad Ha’am; The Parting of the Roads; Encyclopaedia of Religion and Ethics, Vol. IV, ete. etc. — Vol. III., Nr. 13. May, 1912. Geo. Routledge & Sons, London. Barnarlo, der große Kinderfreund. Vortrag der Er an Gisela Zirner-Zwieback. Hietzinger Frauenwohltätigkeitsverein am 2. Mai 1911. Wien, 1912. Verlag des Vereins. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Israelite Universelle. XII. Jahrgang. Heft 5. Mai 1912. Inhalt: Dr. med. Theodor Zlocisti: Die Juden und die deutschen Universitäten. — Revue der Ereignisse. — Illustrationen zu Rußlands Judenpolitik im letzten Monat. — Julius Goldberg: Unser Frühling. — Karl Schwarz: Simson in der bildenden Kunst (mit 12 Illustrationen). — Prof. Dr. Kalischer: Eine Ge-, schichtslüge über Leopold Zunz. — David Bergeisohn: Der Taube (Schluß). — Landesrabbiner Dr. Silberstein: Die neueste Erfindung eines jüdischen Hofmusikers (mit zwei Illustrationen). — Literarische Rundschau. — Mitteilungenaus dem (deutschen Bureau der Alliance Israelite Universelle: Aufruf des Parisei' Central-Comites der A. I. U. für die marokkanischen Glaubensgenossen. — Die Juden von Eez. — Notiz. — Felix Stößinger: Theater. — Inserate. — Verlag Ost und West, Leo Winz, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 32. „Die Hilfe". Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedrich Naumann. Nummer 111 9. Mai 1912. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Proletarischer Imperialismus. — Paul Rohrbach: Koloniale Rassen-, Frauen- und Ehefrage. — Rudolf Burckhardt: Die Alkoholfrage und die deutsche Reichsversicherung. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Komödie. — Eugen Kalkschmidt: Reiselust I. — Erich Schlaikjer: Am Abend im Theater. — Hermann Bönke:, Herrn Schlafs geozentrische Hypothese. — Alfons Paquefc:, Kamerad Fleming. Roman. — Politische Notizen. — Fortschritt (Buchverlag der „Hilfe“), G. m. b. H.,^ Berlin-Schöneberg. Rabbiner Dr. C. Seligmann. Denkschrift zu dem im Auftrag der israel. Gemeinde in Frankfurt a. M. bearbeiteten neuen israelitischen Gebetbuch. Verlag von J. Kauffmann, Frankfurt am Main. Kriefkasts«. F. K. Der hebräische Verlag »Misman Lasman« gab dieser Tage unter dem Titel „Mandelstammia" eine Broschüre heraus, welche sehr interessante persönliche Charakterzüge des jüngst verstorbenen Gelehrten und Politikers Professor Dr. Mandelstamm in Kiew enthält. Professor Mandelstamm war besonders wegen seiner Schlagfertigkeit berühmt. Als ihm einst eine Professur an der Kiewer Universität mit der Bedingung angeboten wurde, daß er zum Chrtstentum übertrete, antwortete er ohne Ueberlegung: „Wollt Ihr einen Professor haben, so kann ich Euch dienen, wünscht Ihr aber einen Russisch-Orthodoxen, so kann ich Euch meinen Kutscher empfehlen, denn er ist ein überzeugter Russisch-Orthodoxer." Als Professor Mandelstamm noch Zionistenführer war und mit einem Kiewer reichen Juden über den Zionismus sprach, ironisierte der Millionär: ich bin sofort bereit, Zionist zu werden, jedoch unter der Bedingung, daß Ihr der erste seid, der nach Palästina auswandert. Worauf Mandelstamm sofort replizierte: „Da bin ich doch anders als Sie. Als Sie mir den Antrag stellten, die Arztensstelle in dem Spital, das Sie errichteten, zu übernehmen, da stellte ich nicht die Bedingung, daß Sie der erste Kranke sein müffen in dem Spital". „GermanikUs". Ihre Entrüstung gegen die „Oesterreichische Wochenschrrft" rst doch deplaciert. Am 26. Oktober 1911 hielt Graf Sternberg im „Verein zur Abwehr des Antisemitismus" einen Vortrag (Abdruck in Nr. 6471 des „Neuen Wiener Journal" vom 27. Nov. 1911), in dem er Herrn K. H. Wolf anders fennzeichnete. Wenden Sie sich an diesen. Ch. in U. B. Alle Einsendungen zu publizieren reicht der Raum nicht. Red. C. Kramer in Sobiesla«. Zu unwichtig. Prof. Dr. I. R. in M. W. Die Töchter sowohl als die Schwiegersöhne des verewigten Präsidenten David von Gutmann gehören dem Judentum an bleiben ihm anhänglich. Aufruf! Im Dorfe Groß-Berenau bei Iglau. in Mähren lebte bis vor kurzem die 113jährige Frau Klara Pollak mit Ihrem Sohne und Tochter, welche beide ca. 65-, resp. 78 jährig sind, beide sehr gebrechlich und sich und ihre Mutter der. Sohn mit Ziehharmonika spielen, die Tochter die Spenden einsammelnd, kümmerlich fortbrachten. Wie jedem bekannt, konnte in früheren Zeiten die Armut in einem Dorfe zu keinem Erwerb herangebildet werden. Auch spricht für sie, daß sie trotz allem als die einzigen Juden im Dorfe ihren Glauben retteten. Nun starb vor kurzem die 113 jährige Frau und nun sind die 2 Hinterbliebenen selbst sehr gebrechlich geworden und könnte ihnen durch edle Spenden, die sie zu einem kleinen Haushandel verwenden könnten, geholfen werden. Edle Glaubensgenossen, helfet nach Möglichkeit, denn ein Einzelner (Fm.) kann da leider nicht helfen, weil die Verhältnisse es nicht erlauben. Wer jemals als einzelner Jude auf dem Dorfe lebte und nun sich vielleicht seine Lage verbesserte, möge sich dieser Armen erbarmen. Spenden zu senden an Mathilde Kohn, Wien, V., Reinprechtsdorferstraße 57. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Kuratorium der L P. Königsberq’schen Stillung. Kundmachung. Im L. D. Königsberg’schen Mädchen-Erziehungs-Iustitute in Wien gelangen 5 Stiftplätze zur Besetzung. Aufnahme finden mittellose israelitische Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren. Gesuche, belegt mit Geburtsschein, Impfschein, Gesundheitszeugnis, Mittellosigkeitszeugnis und insbesondere auch mit den Nachweisen über gute Unterrichtserfolge (Schalzeugnisse) sind bis 24. Mai 1912 im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde in Wien,!., Seitenstettengasse 4, 3 Stock, einzubringen. Auf verspätet eingelangte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Das Kuratorium der L. D. Königsberg’schen Stiftung. Konkurs. Für das zu errichtende Kinderspital in Wien gelangt die Stelle seines Dirigierenden Primararztes zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle haben ihre mit den Personal- Dokumenten, mit den Nachweisen über ihre wissenschaftliche und praktische Befähigung zur selbständigen Leitung eines Kinderspitales und einem Curriculum vitae versehenen Gesuche bis längstens 30. Mai 1912 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Der Pflichtenkreis des zu Ernennenden als Primararzb ist analog jenem der Primarärzte an den k. k. Kranken- Anstalten; die Bestimmungen hinsichtlich des administrativen Wirkungskreises werden durch das zu verfassende Organisationsstatut der Anstalt festgelegt werden. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von K 2500.—, ein Quartiersbeitrag von K 600.— und eine Funktionszulage von K 500.— für die Versehüng der Direktionsgeschäfts verbunden; die Anstellung ist eine definitive und gelten für den Bestellten die Bestimmungen der Dienstpragmatik und des Pensionsnormales für die Administrativ-Beamten der israelitischen Kultusgemeinde. Der zu Berufende, welcher bei den Vorarbeiten für die Errichtung des Kinderspitales mitzuwirken haben wird, gelangt mit der Betriebseröffnung des neuen Spitales in den Genuß der Bezüge. Wien, 9. Mai 1912. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien.