Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 19 (10.5.1912)
- Date
- 1912-05-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 308 Dr. Blochs Wochenschrift Nr. 19 macology University ok London. Jas. P. Hill, Professor cf Zoology and Comparative Anatomy, University of London. M. J. M. Hill, LL. D., Sc. D., F. R. S., Astor Professor of Mathematics, University of London. F. C. Montague, Astor Professor of History, University College, London. Karl Pearson, LL. D., F. R. 8., Galton Professor of Eugenies, University of London. Arthur Platt, Professor of Greek, University College, London. Robert Prieboch, Professor of German, University of London. Ernest H. Starling, M. D., F. R. 8., Professor of Pliysiology, University of London. G. D. Thane, LL. D., Professor of Anatomy and Dean of tke Faculty of Medical Sciences, University of London. M. Caspari, ReaÜfer in Ancient History, University of London. Herbert B. Workman, D. Lit., Principal Westminster Training College. Sir Oliver Lodge, LI. D. F. R. 8., Principal University of Birmingham. E. A. Schäfer, LL. D., F. R. S., Professor of Physiology, University of Edinburgh. H. M. B. Reid, D. D., Professor of Divinity, University of Glasgow. Newport, J. 'D. White, D. D., Deputy for tlie Regius Professor of Divinity, University of Dublin, and Canon of St. Patrick’s, Dublin. Ellis Edwards, D. D., Principal of the Calvinistic Methodist Theological College, Bala, North Wales. Ivirsopp, Lake, M. A., D. D. Professor of Early Christian Literature and New Testament Exegesis, University of Leiden. Sir Archibald Geikie, K. C. B., F. R. 8., President of the Royal Society. Sir William Crookes, O. M., F. R. S., Francis Darwin, F. R. 8. Henry He ad, M. D., F. R. 8. Sir E. Ray Lankester, K. C. B., LL. D., F. R. 8., Member of the Institute of France; Correspondent of the Academy of Scienses, St. Petersburg. Sir J. Norman Lockyer, K. C. B., D. Sc., LL. D., F. R. 8., Foreign Member of the Academy of St. Petersburg. Sir William Ramsay, K. C. B., LL. D., F. R. 8., President of the British Association. Sir Thomas Barlow, K. C. V. O., F. R. 8., M. D., President of the Royal College of Physicians. Sir Henry Morris, Bart., F. R. C. 8., President Royal Society of Medicine. Rickmann J. Godlee, F. R. C. 8., President of the Royal College of Surgeons. Silvanus P. Thompson, F. R. 8., LL. D., Principal and Professor of Physics in the City and Guilds Technical College, Finsbury. Sir Edward J. Poynter, Bart., D. C. L., Litt. D., President of the Royal Academy. Sir L. Alma Tadema, O. M., R. A. Sir Thos. Brock, K. C. B., R. A., Past President, Royal Society of British Sculptors. Sir Alfred East, A. R. A., President Royal Society of British Artists. Sir Luke Fildes, R. A,. Sir ,'G-eo. Frampton, R. A. Sir Ernest George, A. R. A., Past President of the Royal Institute of British Architects. Professor Sh Herbert Von Herkomer, C. V. O., Hon. D. C. L., R. A. Sir James D. Linton, President of the Royal Institute of Painters in Water Colours. Sir W. B. Riehmond, K. C. B., R. A. Sir Frank Short, R. A., President Royal Society of Painter Etchers. Sir Ernest Waterlow, R. A., President Royal Society of Painters in Water Colours. Sir Aston Webb, C. B, C. V. O., R. A. Thomas Hardy, O. M., President of the Society of Authors, London. Alfred Austin, Poet Laureate. Sir Arthur Conan Doyle. Frederic Harrison. Anthony Hope Hawkins. Friedrich von Hügel. Jerome K. Jerome. John Masefield. T. P. O’Connor, M. P. Sir Gilbert Parker, D. C. L., M. P. Sir Arthur' Pinero. Sir Arthur Quiller-Couch. G. Bernhard Shaw. G. H. Trevelyan. H. G. Wells. John Murray. G. W. Prothero, Editor „The Quarterly Review“. Harold Cox, Editor „The Edinburgh Review“. William Leonard Courtney, M. A., Editor „The Fortnightly Review“. L. P. Jacks, Editor „The Hibbard Journal“. G. R. 8. Head, Editor „The Quest“. J. St. Loe Strachey, Editor „The Spectator“. H. W. Massingham, Editor „The Nation“. The Hon. H. L. W. Lawson, M. P., Editor „The Daily Telegraph“. A. G. Gardiner, Editor „The Daily News“. Robert Donald, Editor „The Daily Chronicle“. Carmichäel Thomas, Chairman „Daily Graphic“ and „Graphic“. J. L. Garvin, Editor „Pall Mall Gazette“ and „Observer“. J. A. Spender, Editor „The Westminster Gazette“. Ernest Parke, Manager and Director, „Star“ and „Morning Leader“. James Douglas, Literary Editor of the „Star“. Bertram Christian, Assistent Editor of the „Morning Leader“. Stuart Hodgson, Leader Writer, „Morning Leader“. C. P. Scott, J. P., Governing Director of the „Manchester Goordior“. „Oestrrrrichisch-Ifraelitischr linton“. Bei ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung fand am 17. April d. 2. im Saale des „Hotel Guth" die 27. ordentliche Generalversammlung der „Oesterreichisch- 2sraelitischen Union" statt. Präsident Dr. Samuely begrüßte die Anwesenden mit herzlichen Worten, insbesondere die Herren: Reichsratsabgeordneten Dr. Julius Ofner, Gemeinderat Dr. Hein, ferner den Vizepräsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Landesschulrat Dr. Gustav Kohn, die Kultusvorsteher kais. Rat Kauders und Brod rc. Der Präsident gedenkt der kaiserlichen Auszeichnung, welche Herrn Landesschulrat Dr. Gustav Kohn in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um das öffentliche Wohl durch die heute publizierte; Verleihung des Ordens der Eisernen Krone zuteil geworden, und spricht demselben unter einmütiger Zustimmung der Versammlung die herzlichsten Glückwünsche der „Union" aus. Sodann erstattet Sekretär Siegfried Fleischer den folgenden Rechenschaftsbericht: Geehrte Generalversammlung! Unser diesjähriger Rechenschaftsbericht fällt in eine bewegte Zeit. Auf eine zwanzigjährige Periode politischer und wirtschaftlicher Reaktion, die sich über ganz Europa erstreckte, scheint ein neuer Aufschwung der liberalen 2deen folgen zu wollen. 2.n Frankreich, in England, in Deutschland, ja selbst in Spanien ist dies deutlich wahrnehmbar, und auch in Oesterreich haben die vorjährigen Reichsratswahlen einen überraschenden Stimmungsumschlag der Bevölkerung nach links manifestiert. Die Wahlen in Wien endeten mit einer katastrophalen Niederlage der christlich sozialen Partei, und auch in d er Provinz erfuhr die Vertretung der freiheitlichen Weltanschauung eine wesentliche Verstärkung. Nicht an den Wählern lag und liegt es, wenn diese Wandlung in der Arbeit des Parlaments und in der Haltung der Regierung fast gar nicht zum Ausdruck gelangt. Die geraden politischen Linien sind in Oesterreich stets durch den nationalen Streit verkrümmt worden. Sowohl im deutschen Nationalverband wie im Verbände der tschechischen Parteien müssen sich zahlreiche ehrlich freisinnige Abgeordnete einer dem Volksempfinden vollkommen entfremdeten nationalen Diplomatie beugen, die auf der einen Seite mit dem Klerikalismus, auf der anderen Seite mit dem brutalsten Rassenantisemitismus liebäugelt. Am schärfsten gelangt diese Verfälschung des Volkswillens in der Ausschließung fast sämtlicher Vertreter des Wiener Freisinns aus dem deutschen Nationalverbande zum Ausdruck, während sich von diesem zu den auf eine klerikale Bauernpartei reduzierten Christlich-Sozialen noch sehr intime Fäden spinnen. Nichtsdestoweniger hoffen wir, daß bei den unmittelbar bevorstehenden Wiener Gemeinderatswahlen die Christlich-Sozialen neue Einbußen erleiden werden. Die „Oesterreichisch-Israeli^ tische Union" hat zu den Iunisiegen erheblich beigetragen, und sie erfüllt auch in der jetzigen Wahlbewegung ihre Pflicht. . Allerdings muß man sich vor der Täuschung hüten, als ob mit der Niederringung einer einzelnen antisemitischen Partei auch schon der Antisemitismus selbst beseitigt wäre. Zu tief ist dreißig Jahre lang dieser Giftstpff den Völkern Oesterreichs eingeimpft worden, als daß er nicht selbsttätig Weiterwirken sollte. Nicht politische oder nationale Parteien allein, sondern die ganze bürgerliche Gesellschaft ist bereits von alten und neuen Vorurteilen gegen die Juden durchtränkt, und wir machen täglich die Erfahrung, daß auch die Staatsverwaltung sich diesen Vorurteilen nicht entziehen kann oder will. Wie alle aus Handel und Gewerbe bezüglichen Gesetze der letzten Jahre auf die Beschränkung des jüdischen Erwerbslebens zugeschnitten sind, so haben unsere Glaubensbrüder überall in Stadt und Land gegen schwere Beeinträchtigungen ihrer wirtschaftlichen Existenz zu kämpfen. Vielfach werden Gesetze und Verordnungen von den Behörden gegen die Juden einseitig oder willkürlich ausgelegt und gehandhabt, vielfach tritt eine gewisse Läs-