Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 29 (1912)
- Issue
- 17 (26.4.1912)
- Date
- 1912-04-26
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 286 Dr. Blochs Wochenschrift Nr. 17 Bei I111 stein u. Co., Berlin SW 68, sind erschienen (ä 1 Mk.): Georg Bangs Liebe. Roman von Karl R o s n e r. Der Dichter geht dem lauten Lärm des Tages aus dem Wege, aber mit einer stillen Kraft, die von Herzen kommt und zu Herzen geht, nimmt er unseren Anteil für die Menschen gefangen, deren Schicksal er uns mitfühlen, miterleben läßt. So begleiten wir denn auch gern den jungen Georg Bang auf seinem Lebenswege, der ihn aus dem stillen Wiener Elternhaus in das arbeitsreiche Leben der Buchhandlungsmetropole Leipzig führt, und freuen uns seines Werdens und Wachsens zum Manne und zur Erfüllung seiner schönsten Träume. Thomas Kerkhoven, Roman von Korfiz Holm. Holms prächtige von reichstem Gefühl beseelte Schilderungen aus dem Künstlerleben, seine unvergleichliche Art, die seelischen Wandlungen bedeutender Menschen in ihren Tiefen zu erkennen und darzustellen, verleiht seinen Romanen den besonderen Reiz einer machtvollen Eigenart. Im »Thomas Kerkhoven«, in dem sichdie Eindrücke aus des Dichters haitischer Heimat mit der lebendigen Schilderung Münchner Künstlerkreise auf das glücklichste vermischen, lernen wir eines seiner besten und sympathischsten Werke kennen. 08r Mensoh aller Zeiten, Natarp and Kultur der Völker der Erde (Vollständig in 4u Lieferungen, je M. 1, München-Berlin. Allgemeine Verlagsgesellschaft m. b. H.) Die voi liegende 8. Lieferung behandelt das Alter des Menschengeschlechtes. Inhalt und Ausstattung stehen wie bisher in allen Lieferungen auf der Höhe. Von besonderem Interesse ist die Abbildung: Die iaustkeile und Mousterieutypen aus dem unteren Niveau der Gudenushöhle in Nieder Österreich. — o — Die Entstehung des Alten Testaments von Professor Dr. W. S t a e r k in Jena. Zweite, umgearbeitete Auflage. (Sammlung Göschen Nr. 272.) Leipzig, G. J. Göschen’sche Yerlagsbandlung. Preis in Leinwand gebunden 80 Pfennige. Die „Stimme“, Centralblatt für Stimm- und Tonbildung (Trowitzsch & Sohn, Berlin SW 48), beginnt das neue Quartal mit (einem wertvollen Artikel des Prof. Aug. Iffert „Quantität und Qualität der Laute im Gesänge“. Es folgt eine interessante Arbeit von Dr. Martin Seydel-Leipzig „Hysterie und Stimmbildung“. Eine geistreiche Abhandlung aus der Feder des Seminaroberlehrers Handtke „Intonation und Gesangsaussprache“ wird besonders das Interesse der Schulgesanglehrer hervorrufen, und ein ausführlicher Bericht über „Leipziger Stimmbildung auf der Internationalen Hygiene- Ausstellung Dresden“ orientiert über die bedeutenden Fortschritte des letzten Jahrzehnts. Jede Nummer der „Stimme“ liefert den Beweis von der hohen Bedeutung dieser Fachzeitschrift, die wir allen Gesangbeflissenen immer von neuem nachdrücklich empfehlen. Die religionsgeschichtlicke Bedeutung Rabbi Akibas. Vortrag, gehalten von Rabb. Prof. Dr. J. Hirsch. Der Kampf um die Emanzipation der Juden. Vortrag, gehalten von Rabb. Prof. Dr. A. Deutsch. Prag, 1912. Publikation des Vereines „Afike Jehuda“. Selbstverlag des Vereines. 1 K. „Jung Juda“, illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. XIH. Jahrgang, Nr. 8. Prag, den 19. April 1912. (2. Ijar 5672.) Inhalt: W. Müller: Jojakim. — Ben Jeliuda: 3. Buch Moses, Kap. 19. — Der Maler Pinhas. — H. Loewe: Der junge König (Fortsetzung). — Die Insel Elba (Illustration). — Josef Hart: Die Zwillinge (Fortsetzung). — Aus der Zeichenmappe. — Der Hofmeister und sein Zögling. — Verschiedenes. — Uebersetzungs-Aufgabe und Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, H., Stephansgasse 629. Dr. A. Marmorstein, Rabbiner, Sko tschau, .Oesterr.- Schlesien. Religionsgeschichtliche Studien, II. Heft. Die Schriftgelehrten. Selbstverlag des Verfassers. 1912. „Die Hilfe“, Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Dr. Friedrich Naumann. Nr. 16, 18. April 1912. Aus dem Inhalt: Wilhelm Heile: Das Selbstbewußtsein des Reichstages. — Lynceus Italiens: Italienischer Imperialismus. — Hermann Ivötschke: Kirche und Bodenreform. — Rosa Kempf: Frauenerwerbsarbeit und Geburtenziffer. — Sprechsaal: Schulpolitik im Reicbsland. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Atheismus. — Robert Breuer: Das Volk in der Kunst. — Johannes Schlaf: Die geozentrische Tatsache. — Friedrich Naumann: Aus London I. — Alfons Paquet: Kamerad Fleming, Roman. — Adolf Behne: Die Berliner Sezession. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. KrirfKaste«. H. W. in T. Solche private Luntichreiben eignen sich zur Publikation nicht. Beginnen wir mit der Veröffentlichung eines einzigen solchen Schreibens, dürften wir mit ähnlichem Material aus Wien selber überflutet werden. Rabbiner Dr. Simon Wolfsohn in Lomnitz. Wollen ©ic uns freundlich st Jahrgang und Nummer angeben und wir sind bereit. Syrien das betreffende Exemplar zuzusenden. O. E. lieber Päpste jüdischer Abstammung müssen Sie Historiker befragen. Dr. M P. Daß die Hoteliers von Kitzbühel in der „Neuen Freien Presse" sich empfehlen lass.'n und dann die jüdischen Gäste beschimpfen, entspricht der Rassenmoral der deutschnatioralen Arier von Kitzbühel. Die Redaktior der „Neuen Freien Presse' kann unmöglich edes einzelne Inserat kontrollieren. Notizen. Wiener Lebens- und Renten - Versicherungsanstalt. Die 30. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt wurde am 16. d. M. unter dem Vorsitz des Verwaltungsratspräsidenten Herrn Paul Ritter v. Schoeller abgehalten. Der vorgelegte Bericht des Vorstandes gedenkt zunächst in warmen Worten des Ablebens des verdienstvollen Vorstandsmitgliedes Herrn Karl Szende v. Szendrö und weist sodann darauf hin, daß sich die Anstalt auch im Berichtsjahre 1911 in befriedigender Weise weiter entwickelt, ihren Geschäftsstock erheblich vermehrt und die Reserven und Rücklagen um ein Bedeutendes vergrößert hat. Die Neuproduktion des Jahres 1911 beträgt rund 18 Millionen Kronen versichertes Kapital und rund 30,000 Kronen Rente; der Reinzuwachs beläuft sich auf rund 6 2 Millionen Kronen versichertes Kapital, so daß Ende 1911 der Gesamtversicherungsbestand rund 145 Millionen versichertes Kapital und 430,000 Iv Rente umfaßt. Die Gewährleistungsfonds der Anstalt betragen Ende 1911 45 Millionen Kronen. Von dem Gewinnfonds der Versicherten per 486,104.05 K gelangt ab 15. Juli a. c. ein Gewinnanteil in der Höhe von 40 Prozent der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Parteien zur Verteilung. Die seitens der Anstalt bisher geleisteten Auszahlungen beziffern sich auf rund 42 Millionen Kronen. Nach Erteilung des Absolutoriums wurden die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per 418,489.74 K genehmigt und wird der Coupon Nr. 30 ab 17. April a. c. mit 32 K eingelöst. Von den nach Abzug der achtprozentigen Dividende per 240,000 K und der statutarischen Dotationen per 27,004.42 K verbleibenden 151,485.32 Kronen werden 50,000 K dem Fonds der mit Gewinnanteil Versicherten überwiesen und 25,000 K dem Pensionsinstitut der Beamten und Diener der Anstalt zugeführt, während der verbleibende Restbetrag von 76,485.32 K auf Rechnung des nächsten Jahres vorgetragen wird. Wiener Versicherungsgesellschaft. Unter dem Vorsitze des Verwaltungsratspräsidenten Herrn Paul Ritter von Schoeller hat diese Gesellschaft am 16. April ihre XXXI. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Der vorgelegte Bericht des Vorstandes gedenkt zunächst des Verlustes, den die Gesellschaft durch das im September v. J. erfolgte Ableben des verdienstvollen Vorstandsmitgliedes Karl v. Szende erlitten hat und widmet dem Verblichenen einen ehrenden Nachruf. Bezüglich des Geschäfts verlauf es ist dem Jahresberichte zu entnehmen, daß sich das Jahr 1911 fast ausnahmslos bei allen Versicherungsanstalten des Kontinents durch eine ununterbrochene Reihe schwerer Brandkatastrophen, namentlich industrieller Etablissements, selten schadenreich gestaltet und überdies auch der ungewöhnliche Tiefstand der Anlagewerte zum Jahresschlüsse nicht verfehlt hat, das Endergebnis ungünstig zu beeinflussen. Dank dem gewinnbringenden Verlaufe des Hagelgeschäftes und der pro 1911 erzielten bedeutenden Mehrprämieneinnahme in der Feuerbranche ist die Gesellschaft dennoch in der Lage, ein recht befriedigendes Resultat auszuweisen und bei reichlicher Dotierung aller Reserven eine gleich hohe Dividende wie im Vorjahre zur Verteilung zu bringen. In der Feuerversicherungsbranche wurden Werte im Belaufe von 2,686,049,917 K versichert und eine Prämieneinnahme von 13,894,402.86 Iv erzielt, von welcher nach Kürzung der abgegebenen Rückversicherungen für eigene Rechnung 6,904,163.89 Iv verbleiben. Zuzüglich der im Jahre 1911 vereinnahmten Polizzengebühren beziffert sich die Prämieneinnahme für eigene Rechnung auf 7,043,621.69 K. Dagegen betrugen nach Kürzung der vereinnahmten Schadenanteile von den Rückversicherern die für eigene Rechnung bezahlten Schäden 5,220,821.38. In der Transportversicherungsbranche wurden nach einem Versicherungswerte von 27,611,149 K zuzüglich der Polizzengebühren 467,946.25 K vereinnahmt, dagegen beliefen sich