Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-03-29 · 13 (29.3.1912) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
13 (29.3.1912)
Date
1912-03-29
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3020846-3021981-3021995--21031-3046102
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 21Ö Dr. Blochs Wochenschrift Nr. 10 Das neueste Doppelheft gilt dem berühmten bayrischen Volksschriltsteller Maximilian Schmidt und dem Badener Dichter Alfred Pollak, die beide mit Bild, Biographie und umfassenden lyrischen und novellistischen Proben vertreten sind. Zahlreiche Beiträge von F. Herold, M. Cohn, J. Z 1 a t n i k etc. und der Herausgeber Dr. Robert Reinhard und G. A. Grote bilden nebst dem laufenden Romane »Herrenmoral« von Marie von Pistohlkors, einem Preisausschreiben und den Satzungen des neuen großen De utsch-österreichischen Volksbildungsvereines den reichen Inhalt dieser jährlich um 6 Kronen (postfrei) vom Verlage 6. A. Grote in Hannover beziehbaren Halbmonatsschrift. Wir empfehlen die »Quelle« jedem Kultur freunde wärmsten s, da diese Zeitschrift nur Beiträge unserer besten Dichter, sowie wertvolle Kunst- und Musikbeilagen bringt. Hei rieh Einstädter. Aus jüdischem Hause. Erzählungen. Verlag von J. Kauffmann, Frankfurt am Main. KrhfKaste«. R K. Zu den französisch-spanischen Bei Handlungen hat das spanische Parlament als seinen Delegierten den Abgeordneten Bauer entsendet. Derselbe, ein Cousin des verstorbenen Bankdireftors Bauer in Wien, ist der einzige Jude im spanischen Parlament und Mitglied mehrerer parlamentarischer Fachkommissionen. B. L. Von den 110 Sozialdemokraten des deutschen Parlamentes bezeichnen sich in ihren Lebensoprismcn Haase (Königsberg), Dr. Cohn (Nordhauscn). Dr. Frank (Mannheim) als „Jüdisch", D a w i d s o h n (Grünberg-Freistadt) als „israelitisch", Wurm als „mosaisch". Der bekannte Abgeordnete Arthur Stadt Hagen (Niederbarnim), der in den früheren Reichstagsalmanachen sich als „Israelit" angab. erscheint nunmehr als „religionslos", während der neue Vertreter Magdeburgs, Rechtsanwalt Otto L a n d s b e r g, „konfessionslos" ist. Sind. med. Karl M. Die Notiz war in der „Ungarländ. Jüd. Ztg.« zu lesen und halte folgenden Wortlaut: Es ist in jüngster Zeit festgestellt worden, daß der Hund das Herannahen des Tooes eines Menschen fühle, was er besonders vor dem Tode seines Herrn durch ein klägliches Heulen zum Ausdruck bringt. Dies findet seine Erklärung darin, daß der Hund schon beim Agonisieren des Menschen durch seinen besonders fein ausgebildeten Geruchssinn, den Beginn der Zersetzung des Körpers, resp. des Auflösungsprozesses verspürt. Und merkwürdig ist es, daß unsere Weisen diese Eigenschaft des Hundes bereits vor nahezu zwei Jahrtausenden erkannten, was auch der Sinn des Spruches »Klowim zowchim mäläch hämoves bir« (Berachoth 10) sein wird. ( Wenn die Hunde heulen, ist der Todesengel im Ort.") Dr. A Die Auswahl der Kandidaten ist eine schwierige Aufgabe, zumal in einer politischen Periode, wie die gegenwärtige. Nach langer Erwägung können wir Ihre Kritik als vollständig berechtigt nicht erachten. Notiz. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie" PL, Tavorstratze 12. Nur noch 3 Tage. Freitag den 29. u. Samstag den 30. März: Zum ersten Male „H a u s f r i e d e", von M. Richter. Sonntag den 31. März: Letzte Nachmittagsvorstellung?u halben Preisen „Lüge und Wahrheit" von I. Lateiner. Sonntag abends 8 Uhr: Letzte Vorstellung der diesjährigen Spielsaison. Benefize des Herrn M. Spiegler, Frau S. Weinberg» Herrn Reisman und Herrn Podzamee. Großer Lachabend: I. Abt., 1. Akt aus „König Lear", II. Abt., I. Akt aus „Satan im Parad is", III. Abt., II. Akt aus „Ku n e L e m e l", IV. Abt. C h u m e tz V e r. b reuen. Mtseder Verein „Einheit“ und rituelle Mensa academica judaica In Wien, II., Malzgasse 12. Passab steht vor der Tür, das Fest der Befreiung und des Frühlings. Zahlreiche Bittsteller klopfen bei uns an, um in unseren Hallen den Seder und die Feiertage in alter jüdischer Weise zu begehen und sich an Speise und Trank zu laben. Wer immer kann, sehe sich unsere Sederabende an! Es ist ein altes Stück jüdischen Volkslebens, das sieh ihm darbietet. Da hört er wieder die Jahrhunderte alten Weisen, mit denen die „Hagada“ vorgelesen wurde, da fühlt er die Verbindung seines Volkes mit den Vorfahren nnd Urahnen. Er sieht auch Typen der Urzeit, Männer, wie sie einst wohl in den Ebenen Kanaans wandelten, oder zu Zeiten des Balschem den podolischen Landrücken sinnend durchzogen. Man sagt heute: reinrassige Gestalten. — Die Speiseballen der „Einheit“ sind so eine Darbietung jüdischer Ge schichte und jüdischer Gegenwart. Sie sind den Besuchern an den Sederabenden geöffnet und ihr Besuch lohnt. Aber woher soll der Verein die Mittel nehmen, um die zahlreich andrängenden Bitten um Passahkost zu befriedigen? Seit Wochen wird der Vorstand gebeten, angefleht und ersucht, unentgeltliche Ausspeisuug vorzunehmen. Das kann die „Einheit“ nicht, denn Sie hat dazu keine Gelder. Sie arbeitet ohnedies mit einem Defizit. Vor Passall also, vor dem Feste der Befreiung nnd des Frühlings, richten wir an alle Juden in Wien nnd überall die Bitte: „Brechet dem Hungrigen Brot“ (Jesaias), richtet anf den Bedrängten, gebet uns Gelder für die Armen, die Passah bei uns feiern und bei uns essen wollen. Wien, im Nissan 5672. März 191?. Der Vorstand: Phil. Dr. 8. Krenberger Bernhard Hofbauer Schriftführer. Obmann. Herr u. Frau Kabb. Dr. D. Feucbtwang beehren sich, Freunde und Bekannte herzlichst zur mS» 13-Feier ihres Sohnes Wilhelm Gottfried einzuladen, welche Samstag am 6. April 1912, Vormittag, im Tempel XVIII., Schopenhauerstrasse Nr. 39 stattfindet. Gratulationsempfaug: Samstag am 6. und Sonntag am 7. April, vor- und nachm., XVIII., Edelhotgasse 36. Danksagung. Ausser Stande, die vielen Beweise freund-, schaftliclier und warmer Anteilnahme anlässlich des Ablebens der Gattin, Mutter, Schwester und Tante . Frau Bertha Bondi geh. Hirsch einzeln zu beantworten, sprechen wir hiermit unseren innigst gefühlten Dank aus Im Namen sämtlicher Angehörigen Markus Bondi. Wien, Mainz, Rotterdam, Haag, Prag, Tarnowitz, Karlsruhe, Halberstadt. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Zur Vermeidung des grossen Andranges in den Gemeindetempeln zur „HASKARa“ werden vom Vorstande der Israel. Kultusgemeinde Wien wie alljährlich auch am diesjährigen Pessachfeste (Dienstag, den 9. April) um halb 9 Uhr Früh im Saale des Hotel „Post“, Wien, Fleischmarkt 16 und „ „ „ „ „Zentral“, „ II., Taborstr. 8, I. Stock anlässlich der Maskir-An dachten feierliche Gottesdienste veranstaltet. Der Eintritt ist frei. — Karten werden nicht ausgegeben. Wien, im März 1912. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Eine in den Dreissiger=<Iahren steh. Frau wünscht sich neuerlich zu verehelichen nnd bittet um ernste Anträge bis 8. April an die Exp. des Bl. unter „Rechtschaffen“. Bei streng religiöser inteil, famiiie in Deutschland wird ein Knabe im Alter von 10—14 Jahren in liebevolle Pension genommen Konfessionelle Realschule am Platze. Zuschriften an die Administration dieses Blattes unter ^Erziehung "77“.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.