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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-02-16 · 7 (16.2.1912) · page 18

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
7 (16.2.1912)
Date
1912-02-16
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 114 Dr. Blochs Wochenfchrfft Ar. t sein guter Genius, vermag aber nicht, ihn von den längst geplanten Judenverfolgungen abzuhalten. Der Brand Borns, der Flammentod der 400 Gekreuzigten ist meisterhaft geschildert. Acte selbst wählt, sich ihrer Schuld bewusst, den Tod in den Flammen. Die zweite Novelle „Sistra“ schildert das Verhältnis des reichen Lüstlings Marcus Abutius zu einer Iisdienerin, die, eine jener kalten Naturen, kein Verständnis für seine heissglühende Liebe hat; ein modernes Thema, das so vielseitig und gehaltvoll durchgeführt ist, dass man die „Sistra“ mehrmals lesen kann und ihr stets neue Schönheiten abgewinnt. Die Novelle „Ebräische Hände“ gibt ein Spiegelbild des Lebens, das die Juden im römischen Exil führten. Fürstin Berenice, die Tochter des Hohen Priesters, ist die Geliebte Titus geworden; vergebens versucht sie es, den Cäsar zu bewegen, ihre Glaubensgenossen in ihr Heimatland zurückkehren zu lassen; sie müssen Frohndienste im kaiserlichen Dienst leisten, Paläste bauen, in denen Cäsar seine Orgien feiert. Die Schilderung dieser Szenen, die Knechtung der Unterdrückten ist von herzergreifender Wahrheit. Die Autorin hat es verstanden, sich in den Geist jener Zeiten zu versetzen, sich für die Geschicke eines geknechteten Volkes zu begeistern. Die Frauen, die sie uls schildert, Acte, Berenice, Jerusa, alle Töchter Israels, kämpfen, leiden mit ihren dem Untergange geweihten Glaubensgenossen, wiewohl sie im kaiserlichen Born erste Bollen spielen. Der Konflikt zwischen angestammter Beligion und dem Wunsche, sich in bevorzugter Stellung am Hofe des Cäsars zu behaupten, ist dramatisch durchgeführt, man glaubt die Personen, die die Autorin schildert, auf der Bühne vor sich zu sehen, ihre Sprache zu verstehen, die sterbende Zeit mit zu erleben. Das Buch hat einen kulturellen Wert und ist geeignet, in jeder jüdischen Hausbibliothek seinen Ehrenplatz zu behaupten. Ida Barber. Babbiner Dr. E. Kalischer: Gedenkrede auf Ludwig Pkilippson bei der Bonner Hundertjahrfeier seines Geburtstages (28. Dezember 1911). Veröffentlicht durch den Vorstand der Synagögengemeinde Bonn. Verlag von Richard Wolffberg, Bonn. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau der Statistik der Juden, Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur B u p p i n. Redigiert von Dr. Bruno Blau. 8. Jahrgang. Heft Nr. 1. Jänner 1912. Inhalt: I. Abhandlungen; 1. Max Gr tinfel dt, Wismar : Die Juden in Meklenburg-Schwerin von 1810—1910. — 2. Dr. oec. publ. Jacob S e g a 11, Berlin : Stand der jüdischen Bevölkerung in Deutschland auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 (II. Bayern) — II. Statistisches Archiv: Selbstmorde in Preussen i. J. 1909 nach der Konfession. — Städte in Bayern i. J. 1910 mit mehr als 500 Juden. — Zahl der Juden in Württemberg 1910. — Konfession der Schüler in den höheren Lehranstalten in Baden den Jahren 1900—1910. — Zahl der Juden im Grossherzogtum Baden 1910. — Die Verteilung der Konfessionen im Grossherzogtum Hessen nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1910. Bevölkerungsbewegung in Rumänien 1909—1910 mit Bückblik bis 1871. _,,Jung-Juda“. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. X3H. Jahrgang. Nr. 3. Prag, den 2. Februar 1912. (4 Schebat 5672.) Inhalt: Max Kirchstein: Deborah. — Haphtarah für den Liedersabbath. — Josef Ritter von ¥ertheimer: Nebich. — Der Olymp (Illustration). — G. König: Eine rätselhafte Briefadresse. — Ida Bock: Chamischo Ossor im Walde. — Der Hofmeister und sein Zögling. — Oskar Stein: Der Sabbathgast. (Schluß.) — Verschiedenes. — Briefkasten. — Uebersetzungsaufgabe und Rätsel. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stepbansgasse 629. „Ost und West.“ Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Organ der Alliance Israelite Universelle. XII. Jahrgang, Heft 2. Februar 1912. Inhalt: Rabbiner Dr. Max Eschelbacher: Das jüngste Bild vom Judentum (H). — Revue der Ereignisse: Man markiert. — Gouvernement England. — Illustration zu Rußlands Judenpolitik in den letzten Monaten. — Erich Karl B o r c k: Aus dem Nachlaß von Samuel Hirszenberg (mit 14 Illustrationen). — Rüben Fahn: Aus dem Leben der Karaiten (II). — Dr. G. Levi: Volkslieder der Juden. — Literarische Rundschau. — Karl Schwarz: Max Pretzfelder (mit 4 Illustrationen). — Felix Stössinger: Theater. — Sch. Gore 1 ik: David Bergeisohn. — David Bergeisohn: Der Taube. — Jüdische Hochzeitsmelodien: Bedenkens Tanz (Noten). — Mitteilungen aus dem Bureau der Alliance Israelite Universelle: Die Beschlüsse des Zentral-Komitees der Alliance Israelite Universelle in Paris. — Die Gründung eines Landes-Komitees der A. I. U. in Deutschland. — Die Anglo-Jewish Association in Connection with the Alliance Israelite Universelle. — Notizen. — Schach. — Inserate. — Verlag „Ost und West“, Leo Winz, Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 32. KriefKaste«. Kleine Existenz. Die verstorbene Baronin Klara von Hirsch hat auch für Ungarn eine Stiftung zur Gründung kleiner Existenzen errichtet. Wie groß das Stiftungskapital ursprünglich war, ist uns nicht bekannt; die Stiftung wird vom ungarischen Ministerium für Kultus und -Unterricht verwaltet. Die Geschäfte der Stiftung werden von einem Kuratorium geführt, dessen Präsident einer der Verteidiger im Tisza-Eszlarer Prozesse Dr. Bernhard Friedmann ist. Der Vizepräsident ist Baron Wilhelm von Guttmann. Journalist. Es ist wohl wahr, daß in England Juden im Allgemeinen keinen bedeutenden Einfluß auf die große Presse haben. Trotzdem ist es unleugbar, daß. jüdische Journalisten sehr viel dazu beigetragen haben, die englische allgemeine Presse auf das heutige Niveau zu bringen. In dem jüngst erschienenen Werke „Masters of English Journalism“ von T. H. S. Escott wird eine große Anzahl von Juden angeführt, die zu den hervorragendsten Journalisten Englands gezählt werden. Sie finden dort den jüdischen Baron Albert Grant, Henry Oppenheim, Max Schlesinger, Julius Beer und vor allem den Begründer des „Daily Telegraph", Josef M. Levy und Baron Lyonel de Rothschild verzeichnet, dessen journalistische Fähigkeiten besondere Anerkennung finden. Auch die in dem sehr gründlichen Werke als Meister der Journalistik hervorgehobenen berühmten Lord BeaconSfield (Disraeli), M. de Blowitz und Lord Burnham sind jüdischer Abkunft. L. B. in P. Man kann die Diamant-Industrie ganz ruhig eine' jüdische Industrie nennen. Nicht deshalb, weil die meisten Diamantschleifer in Amsterdam, sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeiter, Juden sind, sondern weil es als erwiesen erscheint, daß dieses Gewerbe seinerzeit von jüdischen Flüchtlingen aus Lissabon, wo die Diamantindustrie im Mittelalter blühte, nach Amsterdam gebracht wurde. Es wird behauptet, daß die portugiesischen Juden die Diamantschleiferei seinerzeit aus Alexandrien importiert hätten. Wir verweisen Sie übrigens auf ein dieser Tage erschienenes englisches Buch „The Diamond" von W. R. Cattelle. Notizen. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler. „Hotel Stefanie" II., Taborstraße. 12. Freitag den 16., Samstag den 17. und Dienstag den 20. Februar: „Ha d ass a", Operette von Lateiner. Sonntag den 18., Montag den 19. und Donnerstag den 22. Februar: E 8 r a, Operette von I. Lateiner. Sonntag den 18. Februar, nachmittags ^4 Uhr: „Kol-Nid re", Operette von Lateiner. Mittwoch den 21. Februar: „Held der Armee", Operette von S. Feinmann. Kundmachung. Die Stimmberechtigten Herren Aktionäre der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft werden hiemit zu der am 4. März 1. J., um 5 Uhr abends, im Gebäude der Gesellschaft, Freiung Nr. 8, stattfindenden neunundfünfzigsten ordentlichen General-Versammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen werden. 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1911. 2. Bericht des Revisionsausschusses. 3. Antrag des Verwaltungsrates auf Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsrates. 5. Wahl von vier Mitgliedern des Revisionsausschusses. (§ 52 der Statuten.) Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche als solche drei Monate vor dem Zusammentritte der Versammlung in den Aktienbüchern der Gesellschaft eingetragen waren und an der General-Versammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien vom 9. Februar 1. J. angefangen bis längstens 19. Februar 1912, 4 Uhr nachmittags, bei der Liquidatur der Nied er österreichischen Escompte-Gesellschaft zu erlegen. Die Aktien sind, arithmetisch geordnet, mittelst. einer einfachen Konsignation einzureichen, und dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener General-Versammlung die Aktien rückgestellt werden. Je zehn Aktien geben das Recht auf eine Stimme. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Namen des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimationskarte auszustellen. Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft. Danksagung. Anläßlich des heute der hiesigen Kultusgemeinde abgeführten Erträgnisses meiner Broschüre: Jugenderinnerungen eines 78 jährigen und Schilderungn aus dem Prerauer Ghettoleben ist es mir ein Herzensbedürfnis, sämtlichen p. t. Empfängern dieser Broschüre im eigenen Namen und namens der Olmützer Chewra Kadischah innigen Dank zu sagen für ihre hochherzigen Spenden. Es ist meine Ueberzeugung, daß durch dieselben mehr der wohltätige Zweck, als der innere Wert meines.Elaborates zum Ausdruck kommen sollte.

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