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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-02-02 · 5 (2.2.1912) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
5 (2.2.1912)
Date
1912-02-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
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«eite 74 Dr. Vloch» Wochenschrift Nr. 6 ein für allemal aus der Gerichtspraris eliminiert. Laut dieser oberstgerichtlichen Entscheidung wurde angeordnet, daß die jüdischen Parteien in Hinkunft bei Abnahme des Gerichtseides nicht mehr in die Synagoge geführt werden dürfen. In einer Zirkularnote an die Richter des Landes wurde es diesen zur Pflicht gemacht, jeden Eid ohne Rücksicht auf die Konfession der zu beeidenden Partei im Gerichtssaale bei der Verhandlung abzunehmen. Auch die Eidesformel für Juden wurde dementsprechend modifiziert. Besoldung von Kultusvorstehern in Berlin. Dem preußischen Herrenhause ist ein Entwurf, betreffend die Vertretung der Berliner Synagogengemeinde, zugegangen. Danach soll die Zahl der Vorstandsmitglieder der Berliner Synagogengemeinde durch die Satzung dieser Gemeinde auf die Höchstzahl von 15, die Zahl der Repräsentanten auf die Höchstzahl von 45 festgesetzt werden können. Auch kann die Satzung bestimmen, daß die Vorstandsmitglieder bis zu einem Drittel ihrer Gesamtzahl gegen Besoldung angestellt werden. In der Begründung dieser Vorlage wird darauf hingewiesen, daß die Höchstzahl von sieben Vorstandsmitgliedern, die durch die bisherige Gesetzgebung der preußischen Synagogengemeinden gestattet war, und die Bestimmung, daß die Mitglieder ihr Amt unentgeltlich zu verwalten haben, der Berliner Synagogengemeinde die außerordentlich umfassende Verwaltung fast unmöglich machen. Deshalb hat die Berliner Synagogengem>einde beantragt, ihr durch Gesetz die Erhöhung der Zahl ihrer Vorstandsmitglieder zu ermöglichen. Diesem Wunsch, der nach Lage der Verhältnisse als berechtigt anerkannt werden muß, soll durch die Vorlage Rechnung getragen werden. vermischtes. Kranzablöfuugsspcndeu zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I., Eettenstetteugaffe 4 für arme kranke Glaubensgenossen. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosalia Wolf: Von Robert Kolisch K 20, Ernst Lemberger K 20, Dezsö Spielberger K 20, O. K. K 20.—, Robert B-ck K 20 —, Otta Katz K 10, Otto Stern K 10, Robert W. K 10. Zusammen K 130. Anläßlich des Ablebens der sel. Babette Schlesinger: Von S. S. K 20, Familie Jac. Silberstein K 30, Charlotte Glestnger K 20, Emil Goldberg K 10. Zusammen K 80. Anläßlich des Ablebens der sel. Jos-fine F a b r i: Von I. König K 20, Emil König K 10, Josua König K 10. Zusammen K 40. Anläßlich des Ablebens des sel. Michae' Färber: Von Adolf Politzer K 10, Arnold Deutsch K 10. Zusammen K 20. Anläßlich des Ablebens des sei. Wilhelm P r e g e r: Von Familie Juer K 20, Lindenbaum Mor. K 10, Dr. Antal von Lazko XL 50. Zusammen K 80. Anläßlich des Ablebens des sel. Moritz Praschkauer: Von Doris Praschkauer K10, Lucie und Max Winter K 10. Zusammen K 20. Anläßlich des Ablebens der sel. Ottilie Böhmer: Von Familie Spitz L 20. Julius Markstein K 10, I. Spitz K 10, Adolf Pollak K 10, B. Böhmer K 10, Max Böhmer K 10, Stegfried Böhmer K 10, Sami Löwinger K 6, Dr. Vöhmer K 10. Zusammen K 95. ' Anläßlich des Ablebens des sel. Salomon D i e t r i ch st e i u: Von Moritz Pollak K 10, Netti Dietrichstein K 10. Zusammen K 20. Anläßlich des Ablebens der sel. Fanny F l a t t e r: Von A. Flatter K 20. Wie«. (Verlobung.) Herr Wilhelm T o ch, Religionslehrer der israel. Knltusgemeinde, hat sich mit Fräulein Grete E i ch n e r verlobt. Wie». Am 15. Februar 1912 begeht Herr Sigmund Weiusteiu, Oberoffizial der israel. Kultusgemeinde, das Fest er filbernen Hochzeit mit seiner Gattin Anna, geb. Rittermann, Wien. Die öffentliche Plenarsitzung des Vorstandes der isr. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengaffe 4, II. Stock (Sitzungssaal) findet Dienstag, den 6. Februar 1912, 6 Uhr abends, mit folgender Tagesordnung statt : 1. Aenderung einzelner Bestimmungen des Kultusgemeinde-Statutes. 2. Reform des Religionsunterrichtes an den obersten Klaffen der Mittelschulen. Der Präsident. Bortrag aus jüdischer Geschichte, Literatur und Kultur. Donnerstag, den 8. Februar 1912, 1ji8 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architekten-Vereines, I., Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Oberrabbiner Dr. Julius Wellest aus Altofen statt. Thema: „R. Isak Or Sar ua aus Wien". Ein rabbinisches Lebensbild. — Eintritt frei, ohne Karten. Wien. (Fünfundrwanzigjähriges Geschäftsjubiläum.) Herr Josef May, Inhaber der Firma May L Herold in W en. feierte am 28 Jänner das 25 jährige Geschäftsjubläum. Herr Josef May. durch seine gediegene Fachkenntnis, strengste Solidität und kaufmännische Tüchtigkeit in der Geschäftswelt wohlbekannt, brachte aus bescheidenen Anfängen sein Unternehmen auf respektable Höhe, so daß die Firma heute zu den Bestfundlerten und geachtetsten des Wiener Platzes zählt. Dem Inhaber, welcher sich auch auf humanitärem Gebiete einen Namen geschaffen, gingen seitens seiner Angestellten, vieler Korporationen, sowie Freunden uud bekannten zahlreiche telegraphische und schriftliche Glückwünsche zu. In erster Linie erschienen als Abordnung des Personals der alte miljubilierende Buchhalter und Kalsier Herr Moriz Scheiber und der hiesige Vertreter des Hauses Herr N. Samuel und überreichten nach einer kurzen, herzlichen Ansprache ein prachtvolles Geschenk. Das Kaiserin Elisabeth Lehrmädchen- und Arbeiterinnen-Heim war durch seinen verdienstvollen Präsidenten, kaiserl. Rat Dr. Krüger, sowie die Vorstandsbamen vertreten und hielt der Präsident an den Jubilar, welcher auch Vorstandsmitglied dieses Vereines ist und zu dessen verdientesten Förderern) die Gattin des Jubilars, Frau Regine May, gehört, eine tiefempfundene Rede. Wien. Das „Ballkomitee" des Isr. Humanitätsvereines für den X. Gemeindebezirk Wiens veranstaltete Sonntag den 21. Jänner 1912 in den Saallokalitäten des Cafe Prü-tl, I., Wollzeile seinen I. Komitee-Abend, der sich eines überaus zahlreichen Besuches seitens des Favoritener Publikums, sowie zahlreicher Gäste aus allen Wiener Bezirken erfreute. Das reichhaltige, ausgezeichnete Programm, das ernste und heitere Borträge bot, ließ die Stimmung bald zu einer wirklich animierten werden, wofür die Freude am Tanz, dem hierauf bis in die frühen Morgenstunden lebhaft gehuldigt wurde, einen weiteren Beweis bot. Das Junge-Herrenkomitee, das sich unter der Leitung seines Obmannes Herrn Josef Weis um das Gelingen des Abends hervorragend bemüht hat, darf dem iw Februar 1912 stattfindenden Ballfeste mit berechtigten Erwartungen entaegensehen. Ein starker Besuch ist dem Komitee vor all-m im Interesse der außerordentlich edlen Bestrebungen des Vereines wärmstens zu wünschen. Wien. (Populär - wissenschaftliche Freitag- Abendvorträge imBet-Hamidrasch „Talmud Thora", II, Malzgasse 16. Auch Frauen zugänglich.) Am 2. Februar: Herr Rabbiner H. Schenk: „Die Psalmen" und am 9. Februar: Herr Prof. Moritz Antscherl : „Dre Bedeutung der Apok hohen." Beginn jedesmal um 7a8 Uhr abends. Wien (Jüdischer Volksliederabend.) Der okadem Verein „Jüoische Kultur" veranstaltet anfangs März einen großangelegten jüdischen Volksliederobend. Die Vorarbeiten sind bereits in Angriff genommen worden. Näheres wird noch bekanntgegeben werden Wien. (WohltätigkeitSakademie.) Der humanitäre Verein zur Unterstützung armer Kurbedürftiger, (Wien, II/1, Große Stadtgutgass- 7. Telephon 15210) veranstaltet am 15. Feb'uar 1912 im Saale des Hotel .Bayrischer Hof" eine Akademie mit nachfolgendem Tanz. Das Reinerträgnis wird zur Bestreitung der Kur armer Kranker in den Kurorten sowie zur Beschaffung von Freiplätzen für arme Kurbedürftige in den Hospizen verwendet. Bei der Akademie werden nach einem vom VorstandSmitgliede des Vereines, Herrn Komponisten Edmund Eysler, zusammenoest, llten P-ogramm Mitwirken: die Damen: Grete Ly Frl. Petko, Lotte Erol und Mizzi Filler sowie die Herren: Noe. Großmann, Kumpa und Jaeobsen. Die Tanzmusik besorgt die Kapelle des Jnf.-Reg. N". 82. - Emvlttskarten zu 3 Kronen sind zu haben beim Obmann Herrn Dr Jfidor Braun, Wien, Ujl, Große Stadtgutgaffe 7, ferner im Restaurant HerUnger, II.. Zrrkusgaffe 3, im Cafe Adler, I., Schottenring 12, im Cafe Jglauer, Taborstraße 47, im Cafe Nizza II, Kaiser Josefsstraße. Wien. D-r Verband jüdischer Frauen zur Förderung der Kulturarbeit in . alästina veranstaltet in den Räumen des jüdischen N.-Fonds, Jv., Türkenstraße 9. eine Schaustellung ortentalischerSpitzenundErreugnissederKunstgewerbesch u l e „B ez al e l". Die Besichtigung findet vom 11. bis 18. Februar 1912, täglich von i0—1 Uhr vorm, und von 3—6 fihr nachm, statt.

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