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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1912-01-12 · 2 (12.1.1912) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
29 (1912)
Issue
2 (12.1.1912)
Date
1912-01-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 84 Dr. Wwchs WochMschrift Nr. S Teilnehmer der Versammlung waren: Rabbiner Doktor Bauer (Wien). Proftffor Dr. Biach (Brüx). Jnsp. I. Braun (Wien), W. Breuer (Wien), Rabbiner Jnsp. Dr. Feuchtwang (Wien), k. u. k. Feldprediger Dr. Frankfurter (Wien), Rabbiner Dr. Frankl-Grün (Wien). Prof. Dr. Frankl (Prag), Sekretär Fuchsgelb (Wien). Pros. Dr. Goldhammer (Wien), Oberrabbiner Dr. Güdemann (Wien), Rabbiner Dr. Kahan (Znaim), Rabbiner Dr. Kaminka (Wien), Jnsp. Prof. Kanitz (Wien), Schulrat Prof. Kollek (Wien), Dr. Kupfer (Wien), Rabbiner Doktor Lazarus (Göding), Dr. M. Löwy (Wien), Rabbiner Dr. Mandl (Wien), Wilhelm Neumann (Wien), Prof. Dr. Pollak (Wien), Dir. B. Planer (Wien), Rabbiner Prof. Reich (Wien), Rabbiner Dr. Roseumaun (Wien). Prof. Dr. Nosenfeld (Wien), Rektor Pwf. Dr. Schwarz (Wien), Rabbiner Dr. Schwarz (Prag). Rabbiner Dr. Schwenger (Lundenburg), Rabbiner Dr. Sp tzer (Frauzensbad), M. Stengel (Wien), Rabbiner Jnlp. Dr. Taglicht (Wien), k. u. k. Feldprediger Dr. Templer (Wien), N. Vogl (Wien), Prof. Dr. Weschler (Wien) u. a. Entschuldigt hat sein Fernbleibeu Laudesschulrat Vizepräsident Dr. Gustav K o h n. Nach Begrüßung der Mitglieder und Gäste, insbesondere des Oberrabbiners Dr. M. Güdemann und des Pektors Prof. Dr. Schwarz, eröffnet der Porfitzende, Obmann Prof. Dr. H. Pollak die Verhandlungen mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, in welches die Versammlung begeistert eiustimmte. Der hierauf durch den Obmann erstattete Rechenschaftsbericht erwähnt zunächst die Verleihung des Schulratstitels an Prof. A. K o l l e k, die Beförderung des Herrn Prof. Weiß in die VII. Rangsklcsse, Personalveränderungen im Ausschüsse, die erfolgte Annäherung des Verbandes an den böhmischen Religionslehrer-Verband und wendet sich dann den größeren Aktionen des Verbandsausschusses zu. Der in der letzten Generalversammlung gefaßte Beschluß, es möge eiue Petition wegen der Altersversorgung der nichtdefiaitiven Religionslehrer ausgearbeitet und der hohen Unterrichtsbehörde unterbreitet werden, wurde in höchst genauer und präziser Weise ausgeführt. Se. Exzellenz der Herr Unterrichtsmiuister Graf Stürgkh. bei dem die Deputation vorsprach, zeigte sich in der Angelegenheit genau versiert und stellte eine Lösung dieser Frage in irgend einer Form baldigst in Aussicht und versicherte dieselbe seines größten Wohlwollens und Interesses. Die Deputation begab sich hierauf zu den Hofräten Huemer uud Zweig, die sich wärmstens für unsere Sache zu interessieren versprachen. Zur Ergänzung möchte ich noch anführen, daß eine Deputation des galizischen Religionslehrerverbandes für Mittelschulen bei Sr. Exzellenz dem jetzigen Unterrichtsminister Dr. Hussarek wegen Systemisierung von Lehrstellen vorstellig wurde, und daß der Bescheid auf eiue baldige Systemisierung hoffen läßt. In Angelegenheit des vom allgemeinen österr. isr. Gemeindebunde ausgearbeiteten Gesetzes für den Ausbau der israelitischen Religionsgesellschasten wurde vom böhmischen Verbände ein Protest dem Ministerium für Kultus uud Unterricht unterbreitet. Wir schloffen uns aus Formgründen diesem Protest uicht an, sondern haben gleichzeitig ein Memorandum der hohen Unterrichtsbehörde vorgelegt. Unser Ausschuß hat ferner die Anregung gegeben, an den Vorstand der Wiener isr. Kultusgemeinde in einer Resolution heranzutreten, der gemäß der Vorstand ersucht wurde, für Religionslehrer, denen eine drfinitive Lehrstelle derzeit nicht verliehen wurde, durch eine materielle Schadloshaltung subsidiarisch eiuzutreten, bis zur Erreichung des Dcfinitivums. Die Resolution hat eine günstige Beantwortung in mündlicher Form gefunden. Der Vorstand sei nämlich gerne bereit, unter Voraussetzung von Gegeuleistungen, den betreffenden nichtdefinitiven Religiouslehreru die Schadloshalmng zu leisten. Ju der letzten Generalversammlung wurde auch beschloffen, eine Normaliensammlung betreffend den Religionsunterricht an Mittelschulen anzulegen und herauszugeben. Kollege Professor Dr. Goldhammer hat sich dieser großen Mühe unterzogen und die Sammluug ist bereits druckfertig. Dem Professor Dr. Gold Hammer sei für seine außerordentliche Mühewaltung und für die ganz ausgezeichnete Leistung herzlichst gedankt. Was die Eisenbahulegitimation anbelangt, so haben sich wiederholt Kollegen diesbezüglich an den Verbandsobmann gewendet, und sei hierorts darauf hingewiesen, daß sich die Herren diese selbst im Wege der Statthalterei durch die Direktion beschaffen können. Wir dürfen keine Aktion in dieser Angelegenheit unternehmen, weil in der früheren Funktionsperiode ein solcher Schritt erfolglos geblieben ist. Was die Anregung von Elternabenden betrifft, so hat sich der Ausschuß damit beschäftigt, doch ist diese Angelegenheit nach seiner Ansicht noch nicht als spruchreif zu bezeichnen. Nach Anführung weiterer, minder wesentlicher Vorfälle dankt der Obmann seinen bewährten Mitarbeitern im Vorstande, insbesondere dem Schriftführer Dr. Rosenfeld und dem Kassaverwalter Prof. Dr. Goldhammer und schließt hierauf den Bericht mit folgenden Worten: „Das Beste wurde angestrcbt, wenn auch nur Manches teilweise erreicht. Gestatten Sie, daß ich Ihnen nochmals für das mir entgegengebrachte Vertrauen danke und zugleich bitte, das von mir innegehabte Mandat einer jüngeren Kraft anzuvertrauen." (Lange anhaltender Beifall.) Rabbiner Dr. Feuchtwang: Ich habe dem Rechenschaftsberichte nichts hinzuzufügen, als dem Herrn Obmann für seine ausgezeichnete Ausführung unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Wenn wir zur Wahl schreiten, so bitte ich Sie, meine Herren, daß Sie das, was Herr Prof. Pollak zum Schluffe seiner Rede gesagt hat, nicht zur Kenntnis nehmen. (Lebhafter Beifall.) Es folgt hierauf der Vortrag des Herr» Prof. Dr. Biach: „Die Behandlung der jüdischen Geschichte auf der Oberstufe der Mittelschulen". Am Schluffe des Vortrages großer, anhaltender Beifall. Hierauf folgt die Wahl des Obmannes und des Schriftführers. Proft Pollak erklärt abermals, die Obmannstelle nicht annehmen zu wollen, aber gerne im Ausschüsse zu verbleiben. Gleichzeitig teilt er mit, daß der bisherige Schriftführer Doktor R o s e n f e l d unter keinen Umständen eine Wiederwahl aumhmen könne. Die Sitzung wird darauf auf 10 Minuten unterbrochen. Dann wird unter allgemeiner, lebhafter Akklamation Professor Pollak zum Obmann wieder-, Dr. Kupfer mit Akklamation zum Schriftführer gewählt. Rabbiner Dr. Feuchtwang dankt dem scheidenden Schriftführer unter Hervorhebung seines Taktes und Pflichteifers. Hierauf verliest der Obmann ein Schreiben, in dem Profeffor Weiß infolge angegriffener Gesundheit seinen Austritt aus dem Ausschüsse anmeldet und erklärt, eine Wiederwahl deshalb nicht annehmen zu können. Der Obmann hebt unter allgemeiner Zustimmung die außerordentlichen Verdienste des scheidenden Ausschußmitgliedes hervor und spricht ihm den innigsten Dank aus, mit dem lebhaften Bedauern, auf seine Mitwirkung leider verzichten zu müssen. Ueber Antrag Dr. Feuchtwangs wird der Dank an Proftffor Weiß zu Protokoll genommen. Hierauf wird zur Wahl des Ausschusses geschritten. Die vorgeschlagenen Ausschußmitglieder, und zwar für Wien: Professor Dr. Pollak als Obmann, Rabbiner Jnsp. Dr. Feuchtwan g als Obmannstellvertreter und die Proftssoren Dr. Kupfer als Schriftführer, Dr G o l d h a m m e r als Kassier, Inspektor Kanitz, Rabbiner Dr. Rosenmann und Dr. Weschler, und für auswärts : Prof. Dr. Biach (Brüx). Rabbiner Dr. Lazarus (Göding) und Rabbiner Dr. Schwenger (Lundenburg) werden einstimmig gewählt. Generalversammlung des Brigittenauer israel. Tempelvereines. Mittwoch den 27. Dezember 1911 fand im Restaurationssaale K o h n, XX., Heinzelmanngasse 1, die Generalversammlung deS genannten Vereines statt, deren Verlauf neuerlich die Tatsache bestätigte, daß es dem rührigen Vereins- Vorstände gelungen ist, die ftüher ziemlich dispärate jüdische Bevölkerung dieses Bezirkes zu einigen und zu sammeln im Geiste

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