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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-07-21 · 29 (21.7.1911) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
29 (21.7.1911)
Date
1911-07-21
Page
– (sequence 15)
Language
German
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N. 29 Dr. Mochs Wochenschrift Seite 487 begleitet Leins Schüler in seinem Tagebuch auch in ihrer weiteren Entwicklung. Die Eisteren widmen sich dem Talmudstadium, gehen, auf: die berühmte Jeschivah nach Gross -Tapolcsäny — Mojsej der eine herrliche Stimme hat, widmet sich, obwohl vorzüglicher Tal-~ mudist, dem Kantorenfache; er wird „Meschorrer“ bei dem berühmten Tapolcsänyer Chasan, wird Chordirigent in Pressbnrg, endlich ein vorzüglicher. Kantor und Komponist. Schaje ebenfalls ein ausgezeichneter Talmudist, hebräischer und ungarischer Dichter. Er besucht nach der Jeschivah die Lehrerpräparandie in Budapest und wird Lehrer. Um das Glück dieser beiden jungen Leute uns vollständig zu zeigen, führt uns der Verfasser geradezu in dramatisch-humoristischer Weise ihren Liebesroman vor Augen, in welchem der alte Lehrer und seine würdige Gattin die Rolle des Deus ex machina führen. Und nun 66za und Imre. Beide besuchen das Gymnasium, entfremden sich der Religion und vergessen fast ihres Lehrers. Beide gehen dann auf die Universität, wo sie in dem Strudel des Grosstadtlebens untergeben. Geza wird infolge seines zügellosen Lebens leidend, Imre begeht einen Selbstmordversuch, wodurch er sein Augenlicht verliert, und wieder ist es der alte Lehrer, der hier als tröstender Ratgeber eingreift. Der berühmte Publizist Adolf Agai schreibt zu dieser naiv schönen Erzählung ein schwungvolles Vorwort und vergleicht diese mit Goldsmith „Vicar of Wackefield“. Wir unsererseits wünschen, dass der junge Verfasser nach diesem ersten glücklichen Versuche seine Feder nicht niederlege und weiter mit so schönen eindringlichen Jugenderzählungen, mit solch gelungenen Einkleidungen des wahren Lebens sein Scherflein zur geistigen und moralischen Hebung des Judentums beitrage. Eger (Erlau), Dr. Alois Schweizer Rabbiner „Das freie Wort“. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Saenger. Herausgegeben vin Max Henning. XL Jahrgang, Nr. 8. Zweites Juüheft 1911. Inhalt: Fcclesia triumphaLs? — Dr. Th. Butz: Ein Mahnruf an die Liberalen! — A f e r: Umschwung in Belgien. — Hermann R i h a r d : Zur Entscheidung im Fall Jatho. — Dr. A. Tavilet: Der demokratische Gedanke in Islam. — C. M. von Unruh: Zur Geschichte der Kämpfe zwischen Wissenschaft und Theologie. — Dr. Heinz Potthoff: Sprachökonomie. — Prof. Dr. Messer: Moderner und mittelalterlicher Idealismus. — Universitäts-Professor Doktor A. Wagner: Die Schule der Lächerlichkeit. — Kleine Mitteilungen. — Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Frankfurt am Main. iung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. Prag, den 14. Juli 1911. XII. Jahrgang, Nr. 14, Inhalt: Emanuel Gelbei.: Babel. — Agnes Arnstein: Gott sprach zu Abraham! H. Rosenbaum: Vor Semesterschluss. — H. J. Z.: Reb Hirsch Tschelin. (Schluss). — Dr. H. Graetz: Aus der französischen Revolution. — Simon Thieberger: Die alte Harfe. — Leopold Kompert: Korporal Spitz. — Briefkasten. — Uebersetzungsaufgabe. — Rätsel und Rätsel-Auflösungen. — Redaktion und Administration: Prag, II., Stephansgasse 680. j,Die Hilfe.“ Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nr. 28. 18. Juli 1911. Aus dem Inhalte : Friedrich N au mann: Industrielle Auseinandersetzungen. — Hermann Fernau: Das Ministerium Caillaux. Frieda Radel: Der internationale Frauenstimmrechtskongress..— Johannes Fischer: Evangelische Arbeitervereine. — Hanns Pottkoff, M. d. R.: Wer schafft Kinder richtig? — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Erich Franz: Das religiöse Opfer. — Paul Schub ring: Sizilien III. — Fred F a k 1 e r : Die Selbstmörderin. — Eine Berliner Skizze. — Paul Zschorlich: Rudolf Presbers Roman: „Die bunte Kuh“. — Büchertisch. Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“, Berlin-Schöneberg. Prof. Dr. M. Lazarus'. Die Ethik des Judentums. Zweiter Band. Aus dem handschriftlichen Nachlasse des Verfassers. Herausgegeben von J. W Inter und August Wünsche. Verlag J. Kanffm ann . Frankfurt am Main 1911. Dr. Sina Schiffer jun., Paris. Die Aramäer. Historischgeographische Untersuchungen (mit 1 Karte), Verlag J. C. Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig, Blumengasse 2. Preis M. 7.50, geb, 8.50. _ Martin Kuder, Drei Reden über das Judentum, Literarische Anstalt Rütten und Loening. Frankfurt am Main. Preis geh. M; 2.—, geb. M. 3.—. Rechtsprofessor Guston May, für seine Arbeit über den Frankfurter Vertrag 10. Mai 1871, zuerkannt. Germ. „Silberhochzeit" ist keine journalistische Sprachdummheit, findet sich schon bei Goethe. „Der arme Verfasser des goldn n Spiegels (Wieland) . . . maß, nun . . . die Schoßkinder seines Alters, die Produkte einer Silberhochzeit gleich namenlosen Liebeskindern verheimlichen." (B.iefwechsel zwischen Schiller und Goethe. Cottasche Ausgabe von 1856, Bd. II. Seite r<0). Dieser Brief ist von Goethe. C. B. Die amüsante Szene spielte sich im ungarischen Abgeordnetenhauie ab. Der Abg. Kelemen hat auf die Gefährdung des öffentlichen Friedens durch katholische Kongregationen hingewiesen; der Abgeordnete Henrik hat in einem Zwischenrufe diesen Hinweis als taktlos bezeichnet, ^weil Kelemen Jude sei. Dieser antwortete darauf, über den Frieden des Landes dürfe jeder reden; von ihm wiffe übrigens jedermann, daß er Jude sei. Ob aber Bela Henrik, der Sohn von Nudel Bernstein, sich schon zum Verteidiger des Ultramontanismus auswcrfen dürfe, lasse er dahingest-llt. Behagliches Schmunzeln im Hause. K., Alt Anssee. Ihren Beitritt als Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums wollen Sie Herrn Prof. Dr. Martin Philippsohu in Berlin schriftlich bekanntgeben. — Die Detailziffern der jüdischen Bevölkerung Wiens in den einzelnen Bezirken nach den Ergebnissen der letzten Volkszählung werden demnächst publiziert werden. M. Schapira. Jene „Taktlosigkeiten" waren offenbar erdichtet. Notiz. (Uniondank.) Bei der Unionbank bat die konstituierende Generalversammlung der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwer ks-Aktien-G esellschaft stattgefunden. Das Aktienkapital der Gesellschaft ist vorerst mit 6 Millionen Kronen festgesetzt. Die neue Gesellschaft erwirbt den der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks- und Eisenbahngesellschaft in Steyr gehörigen Kohlenbergbau am Hausruck in Oberösterreich. Der Betrieb dieses ausgedehnten Kohlenwerkes soll nach Vornahme technischer Verbesserungen in erweitertem Umfange fortgefurrt werden. Nach der konstituierenden Generalversammlung wurde eine Verwaltungsratssitzuug abgehalten, in welcher Doktor v. Derschatta zum Präsidenten und Direktor Otto Wiedmann zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrates gewählt wurden. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abonneinrnlsgebülrr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Beträge wolle man fick des in der letzten Nummer beigelegten PesteHaii« seSaeiaies bedienen. Bezugspreise r Für Oesterreich-Ungarn; Ganzjährig K 16.—, halbjährig K 8 —, vierteljährig K 4.—. — Für Deutschland und alle übrigen Länder: Ganzjährig K 20.—, halbjährig K 10.— Die Administration. Dr. Moriz Andreas Goldberger’sche Stiftung. Verteilt werden : K 3200.—. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Personen, welche von Franz (Perez) Goldberger, event. von Charlotte (Sehende!) Oesterreicher abstammen. Weibliche Verwandte gemessen den Vorzug. Dem Gesuche sind beizulegen: Geburtsschein, Heimatsschein, Nachweis der Verwandtschaft, Armutszeugnis. Einreichstelle: I., Neues Rathaus, Magistrats-Abteilung XIII. Einreichtermin: 12. August 1911. Verleihungstag: 28. Oktober 1911. Krirfkastrik K. Zum Präsidenten des Vorbereitungskomitees für den Internationalen Archäologenkongreß zu Nom wurde vom Kultusministerium Corado Ricci und zum geschäftsführendeu Präsidenten der berühnffe Archäologe an der römischen-Universität Prof. Emanuel Loewy ernannt. B. S. Die Akademie der Wiffenschaften in Prris hat dieser Tage den Drouyn de Lhuys-Preis, in der Höhe von 2000 Frcs., dem MP* Soeben erschienen!: *^P| Biographisches Handbuch der in der k. u. k. österr.-ungar. Armee u. Kriegsmarine aktiv gedienten Offiziere, Aerzte, Truppen-Rechnungsfübrer n. Militärbeamten jüdischen Stammes von Moritz: Frühling. — Preis inklusive Porto K 4.—. Zu beziehen vom Verfasser: Wien, II., Taborstrasse 20. .

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