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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1911-07-14 · 28 (14.7.1911) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
28 (1911)
Issue
28 (14.7.1911)
Date
1911-07-14
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 28 Dr. Bkochs Wochenschrift Sette 471 Isaac und Lerlda Glazier-Stiftung. Aus der Isnnc und Bertha Glazier-Stiftung in Frankfurt a. M. sollen demnächst Vergebungen erfolgen; Zweck der Stiftung ist es, aus den Einkünften bedürftige Israeliten beiderlei Geschlechts in der Erlangung und Aufrechterhaltung eines ehrenhaften Lebenserwerbs durch entsprechende Ausbildung und durch Beihilfen zu fördern. Demgemäss sollen die Mittel der Stiftung in erster Leihe zur Ausbildung bedürltiger Israeliten und zwar vorzugsweise des weiblichen Geschlechts verwendet werden. In zweiter Reihe soll insbesondere auch durch Gewährung unverzinslicher Darlehen für die Anfrecbterhaltnng eines ehrenhaften Lebenserwerbs bedürftiger Israeliten und auch hier vorzugsweise von Frauen gesorgt werden, wobei die Verabfolgung dauernder Unterstützungen zu vermeiden ist. — Die Wohltaten der Stiftung sind zuzuwenden: a) in erster Reihe bedürftigen Bewerbern, die von den sei. Eheleuten Joachim Glaser und Marie Glaser, geb. Augstein, sowie von den Eheleuten Moses Lohn und Eva Lohn, geb. Löhner abstammen. b) weiterhin solchen Bedürftigen, die in Frankfurt a. M- oder dessen nächster Umgebung bis zu einer Entfernung von 50 Kilometer wohnen; daneben aber auch > in 'besonders berücksichtigungswerten Fällen Personen, bei welchen diese Erfordernisse nicht vorliegen. Hilfsbedürftige Bewerber werden hierdurch aufgefordert, schriftliche Gesuche bis zum 1. September 1911 au den Aktuar der Stiftung, Herrn Direktor Dr. Adler, Frankfurt a. M., Hebelstrasse 15, einzureichen und die zur Glaubhaftmachung ihrer Angaben erforderlichen Unterlagen beizufügen. Frankfurt a. M. im Juli 1911. Der Vorstand der lsaac und Bertlia Glazier-Stiftung. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Pohrlitz, Mähren, gelangt mit 1. September 1911 die Stelle eines Rabbiners und Predigers zur Besetzung. Bewerber, welche den gesetzlichen Bedingungen entsp: eehen den Doktortitel besitzen und befähigt sind, den Religionsunterricht an den Volks- und Bürgerschulen zu erteilen, wollen ihre gehörig instruierten Gesuche bis spätestens 31. Juli d; J. an den Kultusvorstand einbringen. — Gehalt 1500 K nebst den Emolumenten, aus Stiftungen 1500 L, ausserdem freie Wohnung und Erträgnisse aus der Matrikenführung. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Pohrlitz, am 26. Juni 1911. Der Kultusvorsteher: Hermann Schnabl KONKURS. Bei der Israel. Kultusgemeinde Strassnitz gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten Kantors der zugleich Koreh, Schochet und Bodek ist und die Approbation eines orthodoxen Rabbiners hat, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von L 1400.— nebst Nebenemolumeuten und Naturalwohnung verbunden. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Anschluss von Zeugnissen über ihre bisherige Verwendung bis 1. August 1. J. an den gefertigten Kultusvorstand übersenden. Die Reisespesen werden nur den zum Probevortrag Berufenen und Akzeptierten vergütet. Strassnitz (Mähren), am 10. Juli 1911. Der Knltusvorsteher: Sig. Rebenwurzel. Verein der SabbatMretuid« „Scttomre Scbabbos“. Wien, II., Kleine Schilfgasse 10. 1541 B u r e a u s t u n d e n: 8 — 9 Uhr vorm, und 1—2 Uhr nachm. Offene Stellen: Buchhalter, Strazzisten, Kontoristen, Kontoristinnen, Reisender aus der Damenmodebranche, Praktikanten verschiedener Branchen, Schneiderinnen, Glaserergehilfe. Bewerber: Kommis aus der Eisenbranche, Kontoristen und Kontoristinnen, Verkäufer aus der Spezereibranche, Ratenagenten und Kassiere. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Pilsen gelangt der Posten eines Sekretariats-Beamten zur Besetzung. Bewerber dürfen das vierzigste Lebensjahr nicht überschritten haben und müssen beider Landessprachen in Wort und Schrift vollkommen mächtig sein. Solche, welche fähig sind, den israel. Religionsunterricht zu erteilen, erhalten den Vorzug. Der Anfangsgehalt beträgt jährlich K 3000.—. Nach der Dienstpragmatik und dem Pensionsnormale für die Beamten der israel. Kultusgemeinde Pilsen ist mit der Stelle der Bezug von fünf Quinquennalien und die Pensionsberechtigung — eventuell in absehbarer Zeit die Vorrückung auf den Posten des ersten Sekretärs verbunden. Bewerbungsgesuche, welche mit dem Gebnrtszeugnisse und den Belegen über zurückgelegte Studien, über Befähigung und bisherige Verwendung versehen sein und Mitteilungen über den Familienstand enthalten müssen, sind bis 20. August 1911 beim israel. Kultusvorstaude iu Pilsen einzureichen. Der Kultusvorsteher: Der Direktor: Dr. Schanzer m. p. Wm. Arnstein m. p., Konkurs. Bei der israel. Kultusgemeinde Ung.-Ostra (Mähren) gelaugt mit 1. September 1911 die Stelle eines I. Kantors und Religionslehrers der zugleich auch die Fähigkeiten eines Sekretärs und als Schocket und Bodek haben muss, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von K 1700.—, den üblichen Nebenemolumenten und einer schönen Naturalwohnung verbunden. Bewerber, die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche mit Zeugnisabschriften un i curriculum vitae bis längstens 1. August 1911 an den gefertigten Kultusvorstaud einreichen. Ung.-Ostra, am 4. Juli 1911. Für den Knltnsvorstand: J. Diamant, Kultusvorsteher. CI«« Vs ff tat* möchte gerne iu einer grösseren VlH l|wRIUI Gemeinde Oesterreichs als ©ow Inkassant* für kleinere Gottesdienste zu verrichten und tsmw maiy (ist auch K"np bj?2) engagiert zu werden. Derselbe ist 38 Jahre alt, aus Miskolcz (Ungarn) gebürtig, verheiratet, jedoch kinderlos, ist. der deutschen Sprache in Wort und Schrift vollkommen mächtig, verfügt über 1000 Kr. Kaution. Adresse: Josef Spitzer, Kantor, Nagylok (Csanader Com.) Ungarn. Wohltätigkeitslotterie das jSd> Vereines „Einheit1*. Dem jüdischen Verein „Einheit“ zur Erhaltung jüdischer Volksspeisehallen wurde mit Erlass des k. k. Finanzministeriums, Z. 71.745 ex 1910 die Bewilligung zur Veranstaltung einer Effekteu-Lotterie erteilt, deren Reinerträgnis zur Erhaltung der in Wien, II., Malzgasse 12, bereits bestehenden und zur Errichtung weiterer jüdischer Volksspeisehallen in Wien bestimmt ist. Heute schon verabreicht der Verein „Einheit“ in seiner mit allen hygienischen Einrichtungen ansgestatteten Speisehalle und den den jüdischen Studenten zur Verfügung stehenden eigenen Mensaräumen täglich durchschnittlich 1000—1200 Speiseporti men. Jeder Jude, in dem noch ein jüdisches Herz schlägt, in dem das alte jüdische Humanitätsgefühl nicht ausgestorben ist und der Sinn hat für eine modern-soziale Fürsorge, wird dieses dem Gemeinwohl dienende Unternehmen durch Ankauf und Verbreitung der Lose fördern. Die ersten vier Haupttreffer im Werte von K 30.000.-, K 5000—, K 2000.— und K 1000.- können auf Wunsch des Gewinners in barem Geide abgelöst werden. Lose äKl.- sind in allen k. k. Tabak-Trafiken und Im Bureau der Lotterieverwaltnnfj, Wien, I, Wollzeile 24 (Telephon 11356) zu haben.

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