Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 11 (17.3.1911)
- Date
- 1911-03-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3020846-3021927-3021939--20050-3045067- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette 182 Dr. Blochs Wochenschrift Nr. 11 Die Lehren des Essener Meineidsprozesses II. — Ernst Haeekel: Kernfragen der Philosophie, — W. Beck: Das Hinterkalissengebiet der Lebensdauer. — Kleine Mitteilungen. — Inhaltsverzeichnis des X. Jahrganges. — Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Frankfurt am Main. „Die .Hilfe“. Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 10. 9. März 1911. Aus dem Inhalt: Friedrich Naumann: Junger Liberalismus. — Hermann Fern au: Das Kabinet Monis — Paul Rohrbach: Die Kolonialdenkschrift. — Erich Schlaikjer: Die dänischen Bauemhochschulen, II. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Zu viel Menschen? — Paul Schubring: Ein deutscher Vasari, — Paul Hubert: Aut der Lokomotive. Eine Studie, — Karl Wilhelm Fritsch: Um Michelburg. Roman. — Reinhold Braun: Abschied. Gedicht. — Karl Friedrich Nowak: Else Lehmann. — Paul Alfred Me r b ach: Zur Psychologie des Kaffees. — Büchertisch. —.Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“ Berlin-Schöneberg, r - Kriefkakr« Moriz Kulka, Holleschau. Das Ausgebot einer großen Synagoge zum Verkauf als «Fabriksgebäude" in der «Neuen Freien Presse" vom 11. März d. I. ist zweifellos ein pietätloser Akt, der in vielen Kreisen Aergernis erregen muß. Nicht bloß in Holleschau, sondern auch anderwärts wurde darüber aeivrocken. daß das frühere Gotteshaus doch lieber für ein jüdisches WohlfaMZIWttut verwendet werde, zum Beispiel als Schule oder Lehrhaus. In der Tat hat man noch nie das Ausgebot einer Kirche gelesen „zum Verkauf als Fabriksgebäude". Indessen ein offenes Schreiben an den anonymen Inserenten zu senden, erachten wir als nicht geschmackvoll- * Prof. M. St. in Preßbnrg. Nachträglich auf den Vortrag zurückzukommen, ist untunlich, nachdem inzwischen bereits viele andere Vorträge gehalten wurden, über welche ebenfalls nicht berichtet worden ist. M. H. in Nürnberg. Das liberale und tolerante Verhalten der Bewohner Reichenhalls unseren Glaubensgenossen gegenüber wird allgemein rühmend hervorgehoben; und es ist nur eine vereinzelte Ausnahme, daß die Besitzerin des «Cafe Thalfried" in Reichenhall sich über die Juden im Allgemeinen in einem Jargon ausläßt, dessen man sich sonst in liberalen, christlichen Kreisen nicht bedient. Vielleicht genügt diese Erinnerung, um Wandel zu schaffen. Besten Gruß. Jndäas. Der verstorbene Schauspieler Josef Kainz war der Sohn christlicher Eltern. K. Diese Aufgabe sollte vor allem von den Herren in Prag übernommen werden, welche nach dieser Richtung viele Versäumnisse sich zu schrllden kommen ließen. Notizen. Jüdisches Theater. Regie: M. Siegler Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Freitag den 17. März, Samstag den 18. März und Sonntag den 19. März: „König Ahaschwerosch“, Operette von A. Goldfaden. — Sonntag nachmittag, halb 4 Uhr: „Gott. Mensch und Teufel" von I. Gordi«. Aus besonderer Gefälligkeit Austreten des Herrn Sam. Halm als Uriel Masek. — Montag den 20. März: „Ben Jakoj w", Operette von I. Latainer. — Dienstag den 21. März: „Rabi Joselman", Operette von A. Goldfaden. — Mittwoch den 22. März: Ehrenabend der Brüder A. und L. R o s e n st e i n. Zur Aufführung gelangt: «König Lear" von I. Gordin. Herr A. R o s e n st e i n als König Lear". — Donnerstag den 23. März: „Die Goldene Hochzeit", komische Operette von I.Latainer. In Vorbereitung: „Ch a i m in Ameri k a". Emission der kaiserlich ottomanischen 4°/0igen Zoll-Anleihe. Der erste Teil der im Vorjahre von der kaiserlich ottomanischen Regierung mit einem Konsortium deutscher und österreichischungarischer Finanz-Institute abgeschlossenen vierprozentigen Anleihe von 11 Millionen türkischen Pfunden im Betrage von Pfund türk. 7,040.000*— gleich K 153,120.000 — ist vom k. k. Finanzministerium zum Handel und zur Notierung an der Wiener Börse zugelassen worden und gelängt am 21. März d. J. zur Subskription. Zinsendienst und Tilgung der Anleihe sind sichergestellt durch Verpfändung der Zolleinnahmen des Vilayets Konstantinopel an das Bankenkonsortium. Die verpfändeten Zolleinnahmen haben in den letzten Jahren durchschnittlich jährlich 837.281 türkische Pfunde ausgemacht, übersteigen also weitaus den zur Sicherung des Anleihedienstes nötigen Betrag von 550.000 türkischen Pfunden jährlich. Die Zahlung der Zinsscheine und der zur Rückzahlung aufgerufenen Stücke erfolgt nach Wahl der Inhaber in Konstantinopel, Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Wien, Prag, Budapest, Paris, London, Amsterdam, Brüssel und Zürich in der Währung des Zahlungsortes zum festen Satze von Pfund türkisch 22*— Mark 406*— =K 478*50 — Francs 500'— Pfd. St. 20*— holL Gulden 240*—. Die Zinsen sind halbjährig am 2. Jänner und 1. Juli zahlbar, der Zinsen- und Tilgungsdienst (letzterer durch Rückkauf unter pari oder im Wege jährlicher Auslosungen zu pari) beginnt ab 1. Jänner 1911. Als Subskriptionsstellen werden fungieren: in Wien die K. k. priv. allgem. österr. Boden-Credit- Anstalt, die Anglo-Oesterreiehische Bank, die K. k. priv. Oesterreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, die Kais. Kön. priv. Österreichische Länderbank, die Niederösterreichiscbe Escompte-Gesellschaft, das Bankhaus 8. M. v. Rothschild, die Union-Bank, der Wiener Bank-Verein; in Prag die K. k. priv. Böhmische Union-Bank, ferner die Filialen der Anglo-Oesterreichischen Bank, der K. k. priv. Oesterreichischen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, der Kais. kön. priv. Oesterreichischen Länderbank und des Wiener Bank-Vereines. Der Subskriptionspreis beträgt 88'600/o vom Nominalkapitale in Kronen, d. i. K 414*38 für jede Obligation von K 478 50 zuzüglich der laufenden Zinsen vom 1. Jänner 1911 bis zum Tage der Abnahme. Die Subskription erfolgt mittels des für dieselben bestimmten Anmeldungsformulares, welches bei den vorgenannten Stellen erhältlich ist. Jeder Subskriptionsstelle ist die Befugnis Vorbehalten, nach ihrem Ermessen die Höhe des Betrages jeder einzelnen Zuteilung zu bestimmen. Bei der Subskription ist eine Kaution von 5% des gezeichneten Nominalbetrages zu hinterlegen. Die zugeteilten Obligationen sind durch die Zeichner vom 28. März d. J. bis längstens 15. April d. J. abzunehmen. Nach vollständiger Abnahme wird die hinterlegte Kaution verrechnet, beziehungsweise zurückgegeben. Im Falle die Zuteilung weniger als die Anmeldung beträgt, wird die überschiessende Kaution rückerstattet. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Klara Kakaos Ausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Zwei, jeder im Befrage von K 415.—. Bewerbungsberechtigt sind: mittellose Israel. Waisenmädchen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandsnachweis, Sittenzeugnis und Nachweisung der Verwaisung. — Verleihungstag : 14. Thamus 10. Juli 1911. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1911. — Einreichstelle: I.. Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). — Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen, werden jedes Anspruches auf diese Stiftung verlustig. — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Sigmund Edler von Wertheimstein’sche Stipendien-Stiftung. Anzahl der Plätze: Acht, im Betrage von je K 84.—. — Bewerbungsberechtigt sind: a) an der hiesigen Universität studierende jüdische Jünglinge, b) Israel. Schüler der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, c) Israel. Jünglinge, welche an der hiesigen Akademie der bildenden Künste ihren Studien obliegen. — Bevorzugt sind: 1. bei gleicher Befähigung Angehörige des Stifters Sigmund Edlen von Wertheimstein und seiner Gattin, Nanette von Wertheimstein, 2. hiesige eitern- oder vaterlose Bewerber, 3. unter den an der Universität studierenden Bewerbern solche, welche mit gutem Erfolge der mosaischen Theologie sich widmen. — Verleihungstag: 18. Juni 1911. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse, von der zuständigen Lehranstaltsleitung . ausgestelltes Moralitätszeugnis, event. Verwandtschaftsnachweis bezw. Totenscheine. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1911. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Otto Oohn'sche Stiftung für mittellose jüdische Realschüler errichtet, von Herrn Salo Cohn. Anzahl der Stiftplätze: Drei, jeder im Betrage von K 130.— — Bewerbungsberechtigt sind: würdige, arme, fleissige, jüdische Realschüler. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. — Verleihungstag : 30. Mai 1911.—Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1911. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Ignatz L. Pollak’sche Stipendien-Stiftung zum Andenken an seine Tochter Adele, verehelichte Grab. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 80.—. — Bewerbungsberechtigt sind: arme Israel. Schüler der in Wien bestehenden Gymnasien. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse. — Verleihungstag: 11. Siwan 7. Juni 1911. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1911. — Einreichstelle. I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle zu beziehenden Gesuchsbögen.