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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-12-30 · 52 (30.12.1910) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
52 (30.12.1910)
Date
1910-12-30
Page
– (sequence 15)
Language
German
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' Nr. 52 Dr. Blochs Wvchachchrßft. Meile Ml A. Hartleben^s Bolksatlas, enthaltend 86 Karten in 125 Karten- - seiten, nebst 75 Spezialkarten und Plänen. Mit Text und alphabetischem Namensregister. Fünfte,- vollständig umgearbeitete und erneuerte Auflage. Groß-Folio-Format. DaS Werk wird komplett in 25 Lieferungen zu 60 H., in Halbfranzband K. 18. (Lieferungen 11 bis 15.) A. Hartleben'S Verlag in Wien und Leipzig. O. S. Morden, Vom frohgemuten Leben. Ins Deutsche übertragen von Dr. Otto Knapp. Preis M. 3.—, geb. M. 4.—. Verlag von Julius Hoffmann in Smttgart. Marden's Worte gehen daher wie der Ruf eines Propheten hinaus ins überlastete, matte, hoffnungsarme,' moderne Menschentum, richten überall die Sinkenden auf und führen sie als frohe, tapfere Kämpfer dem Land der Sonne, der Freude, der Kraft und des Sieges zu. Es ist unter den Europäern nicht einer, dem diese Art so liegt und der für sie so unwiderstehlich zu werben weiß. x, Friedrich-Huch, „Enzio". München 1910, Martin Mörikes Verlag. -M. 4.89, geb. M. 6.—. Das Buch enthält eine Fülle heiterer und ernster Erlebniffe der Liebe, und auch die ernsten Szenen durchleuchtet und durchwärmt Huch's Humor. Was in dem Buche über Musik gesagt wird, auch über damusikalische Problem der Gegenwart, wird Beifall und Widerspruch wecken. Man legt das Buch mit dem Dank für genußreiche Stunden aus der Hand. x. Die Tagesfrage ist gegenwärtig die Teuerungsfrage. In allen Familien, in allen Versammlungen und in allen Gasthäusern wird über die Preissteigerung der Lebensmittel geklagt; ja sogar der Reichsrat begann seine Session mit dem Bericht des Teuerungsausschusses. Da ist eLerfreulich, zu bemerken, daß die auf dem Gebiete der Kalenderliteratur maßgebende Firma, k. u. k. Hofbuchhandlung Moritz Perles, Wien, I. Seilergaffe 4, bei ihrer reichhaltigen Kalenderkollektivn iür das Jahr 1911 keine Preissteigerung eintreten ließ. Zu den seit Jahren gewohnten Preisen werden die seit Jahrzehnten eingefüyrten Kalenderforten auch für das Jahr 1911 abgegeben. Ein Kalender von Perles gehört ja zum eisernen Bestand, zur Ordnung eines Comptoirs, einer Haushaltung usw. Jeder Geschäftsmann schätzt den Universalblockkalender mit Raum zu Notizen und historischen Daten, den Comptoir-Wandkalender, den Bureaukompaß mit zahlreichen wichtigen Tabellen, und als Schreibunterlage ist die Pultmappe sehr praktisch eingerichtet. Die Hausfrauen und Damen von Welt sind mit dem Haushaltungsnotizbuch, dem Haushaltungsbuch und dem Damenalmanach sehr zufrieden, es sind das eben praktische und elegante Kalender. Für die studierende Jugend sind der Mentor, der Notizkalender für die Mädchen und der Merkur für Handelsakademiker bestimmt. Aeußerst reichhaltig ist die Kollektion von Blockkalendern und verschiedener Fachkalender. Welchen Kalender man immer wünschen mag, man tut gut, sich an die Hofbuchhandlung Moritz Perles in Wien. I. Seilergasse. 4, zu wenden und dieselbe um Zusendung eines illustrierten Verzeichnisses der Kalender für 1911 zu ersuchen; diese erfolgt portofrei und gratis. „Die Hilfe." Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 51. 25. Dezember 1910. Aus dem Inhalte: Friedrich Naumann: Der Heiland der Hirten. — Georg Wolf, M. d. L.: Der Elsaß- Lothringische Verfassungsentwurf. — Adolf Rein: Englische Wahlmethoden. — Richard Calw er: Weltwirtschaft und Sozialismus. — Hans Nothardt: Kommunale Wohnungsfürsorge. — Gottfried T r a u b: Weihnachten. — Paul Zschorlich: Die Stunde des Gemüts. — Paula D e h m e l: Wie der alte Christian Weihnachten feierte. II. — Karl Wilhelm Fritsch: Um Michelburg. — Verlag der „Hilfe", Berlin-Schöneberg. Hrirfkaste«. L. S. in Brz. Im Jahre 18*2 erschien im Berlage B. Fontane u. Co. in Berlin das Werk: Paul Nathan: „Der Prozeß von Tisza-Eszlar" welches Sie durch jede Fuchhandlung beziehen können. Dr. Grünfeld in Brünn. . Sie haben recht, zu d^m Artikel des Herrn Dr. Ochser aus Kuttenplan über „Chanukka" wäre vielleicht noch folgendes zuzufügen: 1. Merkwürdigerweise sind in der „AI ha-Ni^im“ Formel Mattathias, genannt : Sohn des Hohepriesters Jochanan. Dieser war nie Hohepriester, also wird er mit seinem Urenkel Jochanan Hyrkanos (135—106), dem Hohepriester, verwechselt; ein Zeichen für die späte Entstehung dieser Gebetformel; 2. Die Legende von dem Oelkrüglein (Sabb. 21) findet sich schon in der Megillat Taanit, Kap. 9; 3. Die Anknüpfung an das von Jeremia aufgefundene hl. Feuer (II. Makk. 1. 2) scheint von dem damals üblichen Namen Lichter, d. i. Feuerfest, herzurühren; 4. Einzelnes aus der Judith-Sage vermischen spätere Ansichten mit dem Chanukafeste. B. in D. Herr Bezirksarzt Dr. Sebastian Harkany (früher Samuel Kohn) ist schon seit längerer Zeit getauft und zum Protestantismus übergetreten. N. Z. Daß die Angehöiigen der Wiener Bubokratie gelegentlich auch einander mit dem Schmutz bewerfen, den sie sonst für Andere bereit halten, ist keine neue Erscheinung. Es ist die einzige Kunst, die sie erlernt haben und auSüben. K in B. Die Chanuka-Berichte unserer Korr, aus der Provinz strotzen förmlich von Lobpreisungen der Meister- und Künstler-Leistungen der Funktionäre, die überschwänglichsten Redewendungen werden herbeigeholt, um jeden Redner und Sänger als hervorragendes Genie zu preisen. Der nichtjüdische Leser ist »st über die Fülle und Ueberfülle unserer Genies verwundert, noch mehr über den billigen, allzu billigen Weihrauch, den wir einander widmen. Man sollte sich vergegenwärtigen, daß. wenn die „Oesterr. Wochenschrift" auch am Freitag erscheint, sie doch keine SchabbeSkugel ist, die von Schmalz tri'fen soll. Man soll quch den guten Geschmack des zivilisierten Lesers einigermaßen schonen. Sind. M. Die Stelle findet sich im Talmud. Sabb. S. 144. „Wie kommt es, daß die Feste in Baby'on so mit Freude begangen werden? Darum, weil es dort meist unbemittelte Leute gibt." Notiz. Jüdisches Theater. Regie: M. Siegler Hotel Stefanie. II.. Taborstraße 12. Freitag den 3v. Dezember: „Der wilde Mensch" von I. Gordin. — Aus besonderer Gefälligkeit: Auftreten des Herrn Sam. Halm aus New-Park. — SamStag den 31. Dezember: „Der zweite H a m a n", Operette von I. Lataiuer. — Sonntag den 1. Jänner nachmittags: „Die jüdische Neschume" von I. Gordin. — Sonntag den 1. Jänner abends: „Der Schneider als Gemeinderat" von M. Richter. — Montag den2. Jänner: „Opferung Isaks" von A. Goldfaden. — Dienstag den 3. Jänner: „D e r j ü d i s ch e H a rr. l e t" von Zalatarewsch. — Mittwoch den 4. Jänner: „Bar Kochba" von A. Goldfaden. — Donnerstag den 5. Jänner: „Der zweite H a m a n". — In Vorbereitung: „Die Schechite" von I. Gordin. An unsere Leser! Mit dem 1. Jänner 1011 tritt die „Oefterreichische Wochenschrift" in das erste Quartal ihres 28. Jahrganges ein. Wir richte» au unsere geehrten Abonnenten, deren Abonnement, wie aus der Skadeuz ans der Adreßschleife ersichtlich, bereits abgelaufe» ist, die Bitte, dasselbe mittels des in der heutige« Nummer beigelegteu Posterlagscheines zu erneuern, damit in der Z« seudung des Blattes keine Unterbrechung eiutrete. Die Administration. Konkurs. Bei der Israel. Knltnsgemelnde Dotnawatta (Bukowina) gelangt die Stelle eines Rabbiners mit einem Jahresgehalte von K 2000.— nebst üblichen Emolumenten zur Besetzung. . Reflektanten, die. österreichische Staatsbürger sein müssen und den vorgeschriebeiten Grad allgemeiner Bildung naehweisen können, haben ihre gehörig instruierten Gesuche spätestens bis 15. Jänner 1911 an den israelitischen Kultuavorstand in Dornawalra einznsenden. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Der Kultusvorsteber-SteHvertreter M. Drucfcmann.

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