Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 50 (16.12.1910)
- Date
- 1910-12-16
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 50 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 839 Dr. Adolf und Emanuel Stern’scbe Stiftung für Rlgorossnten der Medizin und Chirurgie. Anzahl der Plätze: Sieben im Betrage von je K 206.-. — Bewerbuogsberechtigt sind israel. Bigorosanten der Wiener medizinischen Fakultät; das Stipendium soll denselben als Beitrag zu den Bigorosentaxen dienen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Index, Maturitätszeugnis und Studienzeugnisse der medizinischen Fakultät Wien. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31« Dezember 1910. — Einreicbsteiik: I. Seitenstetteng. 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. David Neumann’sche Familien-Stlftung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt zusammen im Betrage von K 380 —. — Bewerbungsberechtigt sind die armen Verwandten des Stifters, Herrn David Neumann oder seiner Gattin Helene, geb. Kolm, — Yerlelhungstag: 7. März 1911 7. Adar. — Ge- Suchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verwaudtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Jakob Flschl’sche Familien-Stlftung Anzahl dsr Stiftplätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 390.—. — Bewerbungsberechtigt sind bedürftige und Würdige Israel. Personen, welche mit dem am 18. Mai 1893 verstorbenen Herrn Jakob Fischl oder mit dessen Geschwistern in absteigender Linie blutsverwandt sind. — Gesucbsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1910. — Einreichstelle: 1., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). Näheres in den von der Elnrelcbsteile unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Dezember 1910. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Mazzoth-Lieferung. Die Armenanstalt der israelitischen Kultusgemeinde gibt bekannt, dass sie Offerte für die Lieferung von zirka 285 Meterzentner Mazzoth entgegennimmt. Die Mazzoth müssen unter strenger Beobachtung der rituellen Vorschriften hergestellt werden, viereckig, 22—24 Stück per Kilo. Der Schluss des Einreichungstermines ist am 6. Jänner 1911. Offerte bleiben bis 17. Februar 1911 in Kraft. Die Lieferung wird im ganzen oder teilweise vergeben. Nähere Auskünfte in der Kanzlei, I, Seitenstettengasse 2, von 10—11 Uhr vormittags. Der Vorstand der Armenanstalt der isr. Kultusgemeinde in Wien. Nachruf. Durch das Hinscheiden des Mitgliedes unseres geschäftsführenden Ausschusses, des Herrn Dr. Hirsch Hildesheimer ist unser Verein von einem schweren Verluste getroffen worden. In echter Religiosität, in menschenfreundlichster Gesinnung, in wärmstem Mitgefühl mit unseren bedrückten und notleidenden Glaubensgenossen widmete sich der Verewigte unserer Arbeit mit Einsetzung aller Kräfte in aufopferndster Weise. Wir werden seinen klugen Bat und seine arbeitsfreudige Betätigung schmerzlich entbehren. Ein ehrenvolles Gedenken ist ihm bei uns, seinen Mitarbeitern, und bei denen, deren Not er gelindert, gesichert. Hilfsverein der Deutschen Juden James Simon. Generalkonsul Eugen Landau. Dr. Daul Nathan. Geh. Justizrat B. Timendorfer. Besseres, tüchtiges Mädchen für Kinder wird gesucht. II., Kl, Schiffgasse 2 T. 12. G. Voranzeige! Demnächst erscheinen im Selbstverläge des Herausgebers Herrn Moritz Frühling, Wien, I., Postfach 31, „Militärbiographische Daten der k. n. k. Offiziere, Mili»ärärzte, Truppenrechnungsführer und sonstigen Militär-Beamten jüdischer Nationalität“, (zirka 3000) von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, nach Chargengradeu geordnet, mit Angabe ihrer Verdienste und Auszeichnungen. Die Auflage dieses Druckwerkes wird durch die Anzahl der eingehenden Subskriptionen geregelt, dem Buchhandel somit nicht übergeben werden. Preis K 1.50 (auch in Briefmarken) an angegebene Adresse. Viele hunderte israelitische Kinder in der Brigittenau sind der bittersten Not preisgegeben, sie leiden Hunger und frieren. Wir bitten unsere Glaubensgenossen: Nehmet Euch dieser armen zarten Kinder an und helfet nach Eueren Kräften, damit die im Lokale XX., Klnckygasse 7 bereits begonnene Ausspeianng im notwendigen Umfange fortgefühlt werden könne. Spenden nimmt entgegen: Das gefertigte Komitee für die Verköstigung Israel. Kinder In der Brigittenau und die Kassa der israel. Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock. Dr. J. Samuely Heinrich Weiner Vorstandsmitglied d. israel. Obmann des Vereines „Brüder“ Knltusgemeinde IX, Pramergasse 1. I, Fischerstiege 6 Frau Dr. Emilie Weiss Präsidentin des Brigittenauer Frauen Wohltätigkeitsvereines. XX., Klosterneuburgerstrasse 11. Kundmachung. Für jüdische Kinder, welche der elterlichen Fürsorge entbehren, werden seitens der Wiener israel. Knltusgemeinde Jüdische Pflege-Parteien gesucht. Dieselben haben ihre Vertrauenswürdigkeit nachzuweisen und erhalten bei gewissenhafter Pflege für je ein Kind einen nach Vereinbarung festzustellenden monatlichen Pflegebeitrag. Schriftliche Anerbieten sind an das Wohltätigkeits-Amt, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock zu richten, woselbst während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags mündlich Auskünfte erteilt werden. Besonders wichtig wäre die Anmeldung von Parteien, welche Kinder In vorschulpflichtigem Alter (bis 2 Jahre und von 2 bis 6 Jahre) in Pflege nehmen würden. Wien, 13. Dezember 1910. Der Vorstand der Israel. Kuitusgemelnde Wien. na msa Synagogen-Verband in London. Oberrabbiner-Posten. Der Ausschuss des Synagogen - Verbandes in London wünscht einen Ober-Rabbiner, der seine ganze Zeit zu Gunsten dieser Gemeinde widmen soll. Muss Orthodoxe, Talmndist in vollem Sinne sein und auch den Titel Doktor der Philosophie besitzen. Soll beherrschen und auch fähig sein, Predigten zu halten in Jüdisch-Deutsch wie auch iu Englisch (letzteres würde von dem erwählten Kandidaten verlangt werden innerhalb einer vereinbarten Periode). Der Posten wird für eine Periode von elf Jahren vergeben zu einem Salair von Pfd. St. 500 (M. 10.000) per annnm, welches bereits eingezahlt und angelegt ist; diese Periode würde eventuell verlängert werden, falls Umstände dies gestatten. Bevorzugt wird ein Herr im Alter von nicht über 45 Jahren, jedoch ältere Bewerber werden eventuell nicht verweigert. — Agitieren in irgend welcher Weise ist verboten. — Nur diejenigen Bewerber werden als Kandidaten anerkannt, die offiziell vom Sekretär verständigt werden und die Keisespesen werden nur denjenigen bezahlt, die eine offizielle Einladung vom Sekretär erhalten werden. Offerte mit Abschriften von Zeugnissen (auch Photographie wennmöglich; keine Verantwortlichkeit wird akzeptiert für irgendwelche Dokumente oder Photographien) werden bis znm 19. April 1911 an den Sekretär Joseph E. Blank, 119 Farleigh Boad, Stoke Newington, London N. erbeten. Der Name des gewählten Kandidaten wird dem Very Bev., dem Haupt-Rabbiner Dr. Adler vorgelegt werden. ises