Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 48 (2.12.1910)
- Date
- 1910-12-02
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 48 Dr. Bkochs Wochenschrift. Seite 807 Schopenhauers Leben von Wilhelm v. Gwinner. Der einzige noch lebende persönliche Freund Schopenhauers (und einer seiner intimsten), Geheimrat Dr. Wilhelm von Gwinner in Frankfurt a. M., hat seine vor dreißig Jahren in zweiter Auflage erschienene meisterhafte Biographie Schopenhauers einer neuen Bearbeitung unterzogen. Zum fünfzigsten Todestag des Philosophen ist sie soeben im Verlag der Schopenhauerschen Werke, F. A. Brockhaus in Leipzig, erschienen. Gwinners Biographie ist hervorgewachsen aus dem unmittelbaren unauslöschlichen Eindruck der starken Persönlichkeit des großen Philosophen. Die ner e Bearbeitung hat die zuverlässigen Ergebnisse der mächtig angeschwollenen Schopenhauer-Forschung in den letzten drei Jahrzehnten mit Sorgfalt berücksichtigt, aber auch, besonders in dem Vorwort des Verfassers, zu ihren mancherlei unerfreulichen Begleiterscheinungen kritisch Stellung genommen. Wie das Werk jetzt vorliegt, ist es eine notwendige Ergänzung zum Lebenswerk des Philosophen selbst und darf (besonders bei seinem niedrigen Preise von 6 Mark und seiner gediegenen, vornehm einfachen Ausstattung) in keiner Schopenhauerbibliothek fehlen. „Die Hilfe." Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 47. 27. November 1910. Aus dem Inhalte: Friedrich Naumann: Vergangene Kämpfe. — Erich E h k r England vor der Entscheidung. — Adolf Pohlmann: Der Hausbesitz demonstriert. — Wilhelm Bl o ch: Die Jugendgerichte. — Gottfried T r aub: Zufriedenheit. — Theodor H euß: Wilhelm Rabe, — Paul S chub r i n g: Paulinzella. — Karl Wilhelm Fritsch: Ums Michelburg. — Buchverlag der „Hilfe". G. m. b. H. Berlin-Schöneberg. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Begründet von Z. Frankel. Organ der Geselljchast zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Herausgegeben von Dr. M. Brann. -54. Jahrgang. Heft 9/10, Neue Folge, achtzehnter Jahrgang. September- Oktober 1910. Inhaltsverzeichnis: L. H o ro w i tz: Landrabbiner und Landschreiber in Kurhessen. — D. Feuchtwang: Das Wasferopfer und die damit verbundenen Zeremonien. — A. Aptowitzer: Die talmudische Literatur der letzten Jahre. (Fortsetzung). — M. G aster: Die Ketubbah bei den Samaritanern. (Fortsetzung). — Simon Epp enstein: Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. (Neue Folge). (Fortsetzung). — Weitere Untersuchungen über Mose Taku's. Von S. Poznanski und H. Tykocinski. — I. H. Simchovitz: Zur Biographie R. Jakob Josua's, des Verfassers der Besprechungen: D eil a Tor re, Lelio, Serriti Sparsi, preceduti da uno Studio biografico intorao all’autore. Von I. Ellbogen. — Lange, Gerson, Sefer Maaffei Choschew. Die Praxis des Rechners. Bon Otto T r e i t e l. — Maybaum, S., Predigten und Schrifterklärungen. Von S. Behrens. — Auslobung des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes. — Bibliographische Uebersicht über die im Jahre 1009 erschienenen Schriften. Von M. Brann. — Berichtigung. Von A. Ehrlich. — Koeberu'sche Verlagsbuchhandlung (Barasch und Riesenfeld). Breslau, Schmiedebrücke 17/18. „Das freie Wort". Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Carl Sänger. Herausgegeben von Max H e n n i n g. X. Jahrgang, Nr. 17, erstes Dezemberheft 1910. Inhalt: Die praktische Bekämpfung des Klerikalismus. — Die nationalliberale Partei und das Freidenkertum. Von K. I. Friedrich Wilhelm Jv. Bon Gottes Gnaden König von Preußen. — Zur Entstehungsgeschichte des Christentums. Bon Prof. Dr. A. Drew s. — Freies Christentum. II. Von P. Iensen. — Ursprung des Skarabäenkultus. Von Prof. Karl S a j o. — Kleine SJtit* teilungen. — Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H. Frankfurt am Main. _ Kriefkafte«» Dr. F. Schon Cicero (de natura deorura II, 37) macht die Bemerkung, daß es gerade so undenkbar sei, die Welt sei aus einer zufälligen Verbindung der Atome entstanden, wie die Annahme, aus einem Haufen auf die Erde geschütteter Metallbuchstaben könnten die Annalen des Ennius werden. Fritz Fürst. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde verfügt über keine Machtmittel, die öffentliche Ausstellung des erwähnten Bildes zu verhindern. M. P. Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an Herrn Rabbiner Dr. Eschelbacher in Berlin. „F. L. 2/XII". I. und A. sind Juden. ' Wien. Der gefertigte Bethausvorstand des XVIII.^Bezirkes erklärt die von L. Hirschbein in einer Wählerversammlung vorgebrachten Beschwerden über angebliche Zustände im Tempel für vollkommen unbegründet. . Für den Bethausv or stand: Der Obmann: Emanuel Hoffmann. Notiz. jüdisches Theater. Regie: M. Siegler. Hotel Stefanie. II., Taborstraße 12. Ab Freitag den 2. Dezember täglich: „Die Jüdische N e s ch o m e" von I. Gordin. — Sonntag den 4. Dez., nachmittags halb 4 Uhr, halbe Preise. Zur Aufführung gelangt: „D i e Seder-Nackt". — Dienstag den 6. Dezember 1910. Zuguusten des Vereines „Achwa" gelangt zur Aufführung: „Ben Hador" von I. Lateiner. Ab Mittwoch den 7. Dezember 1910: „Opfer u n g Isaaks" von A. Goldfaden. Donnerstag den 8. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr, halbe Preise. Zur Aufführung gelangt: „Die Jüdische N e s ch o m e." In Vorbereitung: „D i e- S ch e ch i t e" von I. Gordin. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Bei der k. k. n.-ö. Statthalterei ist eine Heisch Barach’sc'he Stiftung für dürftige Studierende israelitischer Konfession mit einem Stiftplatze im Betrage von K 316.— bis zur ordnungsmässigen Studienvollendung zn verleihen. Vorzugsberechtigt sind 1. Verwandte des am 29. Mai 1845 verstorbenen Herrn Hersch Barach, Sohn des Chajim Barach, 2. in Galizien gebürtige Studierende. Die mit einem Geburtsscheine, Mittellosigkeitszeugnisse, Impfungszeugnisse, Heimatsscheine, Scudiennaehweis der beiden letzten Semester, eventuell Prüfungs- und Fiequentationszeugnissen, eventuell Nachweisen bezüglich der angegebenen Vorzugsrechte versehenen Gesuche sind bis längstens 31. Dezember 1910 bei der k. k. n.-ö. Statthalterei zu überreichen. Die mit einem Armuts- oder Mittelloaigkeitszeugnisse belegten Gesuche sind stempelfrei. Im Vebrigen wird auf die in dem Amtsblatte der ,,Wiener-Zeitung“ vom 18. November K J. enthaltene Kundmachung betreffend diese, sowie mehrere interkonfessionelle Studienstiftungen, verwiesen. Wien, 18. November 1910. boty na man Synagogen-Verband in London. Oberrabbiner-Posten. Der Ausschuss des Synagogen - Verbandes id London wünscht einen Ober-Rabl>iner, der seine ganze Zeit zu Gunsten dieser Gemeinde widmen soll. Muss Orthodoxe, Talmudist in vollem Sinne sein und auch den Titel Doktor der Philosophie besitzen. Soli beherrschen und auch fähig sein Predigten zu brüten in Jüdisch-Deutsch wie auch in Englisch (letzteres würde von dem erwählten Kandidaten verlangt werden innerhalb einer vereinbarten Periode). Der Posten wird für eine Periode von ‘ elf Jahren vergeben zu einem Salair von Pfd. St. 500 (M. 10.000) per annum, welches bereits eingezahlt und angelegt ist; diese Periode würde eventuell verlängert werden, falls Umstände dies gestatten. Bevorzugt wird ein Herr im Alter von nicht über 45 Jahren, jedoch ältere Bewerber werden eventuell nicht verweigert. — Agitieren in irgend welcher Weise ist verboten. — Nur diejenigen Bewerber werden als Kandidaten anerkannt, die offiziell vom Sekretär verständigt werden und die Reisespesen werden nur denjenigen bezahlt, die eine offizielle Einladung vom Sekretär erhalten werden. Offerte mit Abschriften von Zeugnissen (auch Photographie wennmöglich; keine Verantwortlichkeit wird akzeptiert für irgendwelche Dokumente oder Photographien) werden bis zum 19. April 1911 an den Sekretär Joseph E. Blank, 119 Farleigh Road, Stoke Newington. London N. erbeten. Der Name des gewählten Kandidaten wird dem Very Rev., dem Haupt-Rabbiner Dr. Adler vorgelegt werden. Einladung zur General-Versammlung des Vereines zur Errichtung eines israel. Hospitales in Gleichenberg für Samstag den 10. Dezember 1910, 5 Uhr nachmittags in der Kanzlei des Herrn Dr. Gustav Kohn, 1., Fischerstiege 10. Gegenstand der Tagesordnung: 1. Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes und Erteilung des Absolutoriuma. 2. Wahl zweier Revisoren behufs Prüfung desselben. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Beschlussfassung über gestellte Anträge. 5. Diverse Kuirenzien. Der Vorstand des Vereines zur Erbauung eines isr. Hospitales in Kleiebenberg.