Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 45 (11.11.1910)
- Date
- 1910-11-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Sette 746 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 48 Vermischtes. Aranzablösuugsspenden zugunsten der Chewra-Kadischa in Wien I., Seiteustettengasse 4 für arme kranke Glaubensgenofsen- Anläßlich des Ablebens des sel. Salomon Meisels: Von Amalie Kahane X 20, Dr. Geza Winter 20, Dr. Alexander Mintz 20. Zusammen X 60. Anläßlich des Ablebens der sel. Fanny Stern: Von Adolf Löwenstein X 20, Sigmund Schweitzer l(j, Samu und Karl Wellesz 20. Zusammen X 60. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Frank: Von ihren Söhnen X 20. Anläßlich des Ablebens der sel. Malvine Saxl: Von Dr« Maximilian Saxl X 10, Gerhard Lothar Wollner seiner unvergeßlichen Tante 6, Marie und Wilhelm Saxl 10. Zusammen X 25. Anläßlich des Ablebens des sel. Anselm M a r c u s : Von kais. Rat Paul Lemberger X 20, Familie kais. Rat I. Weil 20. Sigmund Löwy und Frau 20, Leopold Louric 20, Dr. PeriS 10. Marie Weiroda 5, Dr. Ignaz Bardach 20. Zusammen X 115. Anläßlich des Ablebens des sel. Bela Egger : Von Julius Löwensteiu X 20, Julius Neumann 20, Richard Heller 20. Zusammen X 60. Wien. (Vortrags-Zyklus der „O e st e r r.- Jsraelitischeu Union".) In der Wintersaison 1910/11 veranstaltet die „Oesterr.-Jsraelitische Union" eine Reihe von Vorträgen, welche mit Rücksicht auf die Aktualität mtd soziale Bedeutung der zu behandelnden Themen gewiß das allseitige Interesse unserer Mitglieder und Freunde erregen werden. Es werden sprechen im November: Dr. Ignaz Zollschau über „Taufe, Rasse, Zukunft". Im Dezember: Reichsratsabgeordneter Dr. Arthur Mahler über „Die Volkszählung und die Juden". Im Jänner: Frau Else Jerusalem über „Die Versorgungsmöglichkeit jüdischer Mädchen". Im Februar: Dr. Oskar Kaunitz über „Die bosnischen Juden". Tag und Ort der Vorträge werden noch in besonderen Einladungen bekanutgegeben werden. Wien. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Oktober d. I. dem Vorsteher der israelitischen Kultus ge m eind e Roztok, Oberpostverwalter Karl K o h n, den Titel eines kaiserlichen Rates mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Vorlesungen im Beth-Hamidrasch. (Winter-Semester 1910/11). Rabbiner Dr. Armand Kaminka: Mittwoch von 7—8 Uhr: Religionsphilosophie. (Maimonides, More Nebuchim, III. Teil). — Donnerstag von 6—7 Uhr: Babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin. Herr Lektor Dr. S. Rubin hat seine Vorlesungen am Beth- Hamidrasch wiederaufgenommen, und zwär liest er Samstag von 11 bis 12 Uhr die laufende Parascha, Sonntag von 6 bis 7 Uhr Midrasch und Montag von 6 bis 7 Uhr Talmud Baba Meziah, K. V, Das Wuchergesetz. Dienstag und Mittwoch 6 bis 7 Uhr abends: Herr Gemeinderabbiner Lektor Dr. Gelbhaus: „Die Psalmen". Für Lehramtskandidaten für Volks- und Bürgerschulen. Wien. (Beth-Hamidrasch „M o u t e f io r e", II., Taborstraße 38.) Vortrag des Herrn Vereinsrabbiners Moriz Flesch jeden Sonntag 1j25 Uhr nachmittags Midrasch und jeden Mittwoch Ts*» Uhr nachmittags Chowos Halwowps. Gäste willkommen. Wien.(Beth-Hamidrasch „Talmud-Thora" II., Malzgaffe 16 ) Se. Ehrw. Herr Rabbiner M Schenk spricht außer bei seinen Abendvorträgen während der Woche auch Sonntag von 11—12 und an jedem Sabbat 11—12 für junge Leute in unserem Beth-Hamidrasch. Derselbe beginnt auch Freitag den I I. d. M. 1/28 da selbst, die Reihe der diesjährigen populär-wiffenschaftlichen Freitag- Abend-Vorträge, die sich seit ihrem Bestehen einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Am 2. Freitag-Abend den 18 d. M. zur selben Stunde spricht Professor Moritz Avtscherl über: „Schemen Rokeach, ein großer Rabbiner in der allen mährischen Gemeinde Trief ch." Wien. (Ein Wort an unsere Väter.) Die Festeszeit ist vorüber und die ernste Arbeitszeit für unsere Jugend ist nun gekommen. Einer Disziplin möchten wir jetzt das Wort besonders reden; der Einführung unserer Jugend in die Sprache unserer Bibel und unserer Liturgie. Daß unsere zwei obligaten Religionsstunden in der Woche nicht hierzu ausreichen, liegt auf der Hand. Ein gründlicher hebräischer Separat-Unterricht muß und kann auch Abhilfe bringen. Unsere Großgemeinde erhält und subventioniert in allen Bezirken besondere Bibel- und hebräische Sprachschulen, besondere Vereine entfalten auch hierin eine segenbringende Tätigkeit, da muß von unseren Familien aus eine rege Förderung dieser eminent wichtigen und heiligen Sache stattfinden. Aber nicht nur für unsere Heranwachsenden Söhne, auch für unsere Töchter muß etwas geschehen, besonders für letztere, die in den meisten Fällen nach Abschluß des 14. Lebensjahres nichts Jüdisches mehr lernen und das früher Gelernte total vergessen. Wo es nicht im Familienhause durch besonderen Privatunterricht geschehen kann, sollen unsere Söhne und Töchter zum Besuche der oben genannten Anstalten von ihren Eltern angehalten werden, ein. guter Erfolg, der beide Teile befriedigt, kann und wird nicht ausbleiben. M. A..... 1. Jüdische Toynbeehalle. XX., Othmargrsse 46. Das Wochenprogramm ist, wie folgt, festgesetzt: Samstag den 12. d. Di.: Konzert. Arrangement: Frau Freund-Funk. — Sonntag den 13. d. M., I. Teil: „Die Liebe in der Bibel." — II. Teil: Eigene Dichtungen. Schriftsteller H. Uork - Steiner. — Montag den 14. d. M.: „Die Frauenbewegung." (Zyklus,.) Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Karl Lifcsis. — Dienstag den 15. d. M.: Lichtbildervortrag: Londoner Eindrücke. Sekretär Guido Fuchsgelb.— Mittwoch den 16. d. M,: „Sklaverei und freie Arbeit." Dr. Otto Neurath. — Donnerstag den 17. d M.: „Macht die Kultur glücklich?" Universitätsprofeffor Dr. Josef Pollak. — Freitag den 11. d. M.: Bibelerklärung. Beginn an Wochentagen um halb 8 Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen um 7 Uhr abends. — Anmeldungen voy Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten an den Obmann Doktor I. Samuely, I., Fischerstiege 6, erbeten. „Hasowir", Verein zur Förderung jüdischer Literatur und Kunst. Die nächste Gesangsprobe findet Dienstag den 15. d. M. um halb 8 Uhr abends im „Cafs Dohan", II., Untere Augartenstraße 26, statt, Jene Damen und Herren, die der Gesangssektion beitreten wollen, werden zu dieser Probe höfischst eingeladen. Samstag den 12. d. M. findet im „Cafe Mocca", I., Schottenring 12, ein Vortrag über Gordins „Gott. Mensch und Teufel" statt. Referent: Schriftsteller I. A. Loubetzky. Beginn präzise 8 Uhr abends. Gäste willkommen. Montag den 21. d. M. veranstaltet der Verein „Hasomir" im Jüdischen Theater, II., Taborstraße 12, eine Theatervorstellung. Zur Aufführung gelangt „Muschiachs Zeiten" von Schalom Asch. Karten zu 4, 3, 2 und 1 Kr. find bei allen Ausschußmitgliedern und an der Theaterkasse erhältlich. Verein zur Ausspeisung armer isr. Schulkinder für den XVI. und XVII. Bezirk. Wien, XVI. Bezirk, Hubergasse Nr. 8. Der Vorstand des Vereines zur- Ausspeisung armer israel. Schulkinder für den XVI und XVlI. Beürk veranstaltet Sonntag den 27. November um V*3 Uhr nachmittag im Ronacher-Theater, I., Himmelpfortgasse 25, eine Wohltätigkeits-Vorstellung, bei welcher nebst dem brillanten und äußerst reichhaltigen Abendprogramm die beliebte vieraktige, von Direktor Gabor Steiner in Szene gesetzte Operette Frühling Stuft zur Aufführung gelangt. Das Erträgnis dieser Vorstellung dient dem eminent wohltätigen Zweck der Ausspeisung armer hungernder Schulkinder und Beaufsichtigung derselben im eigenen Kinderhorte. Der Verein speist zur Zeit 125 Kinder täglich aus. Anfragen wegen Karten sind an den Verein, XVI., Hubergasse 8, oder au die Theaterkassa zu richten. Erster jüdischer Hausbesorger-und Portierverein. Auf Grund der von der hohen k. k. Statthalterei genehmigten Vereinsstatutcn fand am 1. November d. I. die konstituierende Generalversammlung des Ersten jüdischen Hausbesorger- und Portiervereines statt. Im Namen der P oponenten berichtete Herr Karl Zerkowitz über die Vorarbeiten des Komitees und war in der Lage, zu melden, daß die Idee der Vereinsgründung in der jüdischen Bevölkerung Anklang gefunden hat und daß sich bereits zahlreiche Mitglieder gemeldet haben. Ebenso sei mit Freude zu konstatieren, daß die jüdischen Hausbesitzer sich zum größten Teile bereit erklärt haben, die Bestrebungen des Vereines zu fördern. Mit besonderer Befriedigung hebt Redner hervor, daß sich in der Sektion für Arbeitsnachweis eine stattliche Anzahl äußerst tüchtiger, verläßlicher Bewerber gemeldet hat, die befähigt sind, den weitestgehenden Anforderungen an einen Hausbesorger oder Portier zu entsprechen. Die Versammlung votiert hierauf dem Präsidenten der Wiener Kultusgemcinde Herrn Dr. Alfred Stern für seine erfolgreiche Intervention bei Besetzung von Portierstellen durch jüdische Bewerber den Dank und spricht auch der jüdischen Presse ohne Unterschied der Parteistellung für die freundliche Unterstützung der Vereinsbestrebungen den Dank aus. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl wurden die folgenden Herren in den Ausschuß gewählt: Herr Zerkowitz als Obmann, Herr Schwarz als Obmannstellvertreter, Herr Zwillinger als Schriftführer. Herr Großmann als Schriftführer-Stellvertreter, Herr Ullmann als Kassier, Herr Halpern als Kassierstellvertreter, Herr spollak, Herr Hermann, Herr Wertheimer als Ausschüsse, Herr Färber, Herr Hirsch als Revisoren.