Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 43 (28.10.1910)
- Date
- 1910-10-28
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 43 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 719 Die Bedeutung des Judentums für den religiösen Fortschritt der Menschheit. Vortrag von Dr. Hermann Coh.en, ordentlicher Professor der Philosophie, Geh. Reg.-Rat. Universität Marburg. Sonderausgabe aus dem Protokolle des 5. Weltkongresses für Freies Christentum und Religiösen Fortschritt. Berlin 1910. Preis 60 Pfennige. Berlin-Schöneberg. Protestantischer Schriftenvertrieb. G. m. b. H. Voranzeige! Mitte November 1. J. erscheinen im Selbstverläge des Heraus' gebers Herrn Moritz Frühling, Wien,' I., Postfach 31, „Militär" biographische Daten der k. u. k. Offiziere, Militärärzte, Truppen* rechnnngsführer und sonstigen Militär-Beamten jüdischer Natio" nalität“, (zirka 30<J0) von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, nach Chargengraden geordnet, mit Angabe ihrer Verdienste und Auszeichnungen. Die Auflage dieses Druckwerkes wird durch die Anzahl der eingehenden Subskriptionen geregelt, dem Buchhandel somit nicht übergeben werden. Preis Kl.50 (auch in Briefmarken) an angegebene Adresse. KrirfKaftrrr^ Max 100. Im Jahre 1898 stiel Rosch Haschanah auf den 17. September. „Judaeus". Leider gibt es tatsächlich unter den deutschen Juden Leute, die nervös werden, wenn sie einen Juden des Ostens sehen, und nichts mehr fürchten, als die persönliche Berührung mit diesen Elementen. Vielleicht ist das psychologisch dadurch zu verstehen, daß diese nagelneuen Aristokraten nicht durch diese Leute daran erinnert werden möchten, wie ihre Vorfahren vor hundert Jahren ausgesehen haben. Gerade Diejenigen, deren Eltern und Großeltern noch „geschachten oder gelochten" haben, möchten sich besonders vornehm geben und alles Jüdische sogar vor den eigenen Dienstboten verleugnen. K. M. Die zionistische Zentrale kommt nach Berlin, auch die Redaktion der „Welt" wird dorthin verleat. H I. I. I. A. St., Bahnhof-Oderberg, lieber den fraglichen Prozeß haben wir in Nummer 17 der „Oenerreichschen Wochenschrift" unter der Ueberschrift: „Eine traurige Gerichtsverhandlung" ausführlich berichtet. M. Schl., Wien. II. Wir sind weder in der Lage, diese Predigt abzudrucken, noch auch Predigten überhaupt. Wünschenswert ist, daß gebildete Männer von Geschmack die Tempel besuchen, um dort die Predigten anzubören. Architekt. Wir haben Ihr Schreiben der zuständigen Stelle übermittelt. Notizen. Indisches Theater, Hotel Stefanie, II., Taborstraße 13. Ab Freitag den 2«. Oktover 1910 gelangt zur Aufführu g „Gott. Mensch und Teufel" von I. Gordin. Studenten zahlen an Wochentagen die Hälfte. — In Vorbereitung: „Ben Hador". Eine Palästina-Nummer der „Welt“, Zentralorgan der zionistischen Bewegung ist soeben zur Ausgabe gelangt. Die Nummer ist 144 Seiten stark und enthält folgende Beiträge: Agronom Aaronsohn-Jaffa: Eine landwirtschaftliche Versuchsstation, i. Abrahams-Cambridge: Eine jüdische Hochschule in Palästina. J. Aharoni-Jerusalem: Forschungsreisen in Nordsyrien. Dr. Elias Auerbach-Haifa: Entwicklungsaussichten der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Regierungsbaumeister Alex. Baerwald - Berlin: Bauprobleme in Palästina. Dr. Simon Bernfeld-Berlin: Palästina in der jüdischen Beligionsgeschichte. Dr. M. 1, Bodenheimer-Kolin: Der jüdische Nationalfonds, ein Volksschatz. Dr. M. Glücksohn-Odessa: Das Werk der Chowewe Zion. Dr. J. Grünhut-Jerusalem: Die jüdische Bevölkerung Palästinas. Dr. Jellin-Berlin: Die hebräische Sprache in Palästina. Dr. 8. Joffe Sichron-Jakob: Sanitätswesen in Palästina. Dr. N. Katzenelsohn-Libau: Die Anglo-Palestine-Company in Palästina: Oberingenieur Lau-Baden bei Wien: Palästina im Knotenpunkt des Weltverkehrs. Sarah Lea: Tel-Awiw, der Hügel des Frühlings. D. Levontin-Jafia: Das Kreditwesen Palästinas. Dr. Heinrich Loewe-Berlin: Bibliotheken in Erez Israel. Dr. Mettmann-Jaffa: Das hebräische Gymnasium. J. Meerowitsch: Der Weinbau Palästinas. Dr. Hane Mühsam-Berlin: Das-hygienische Institut Palästinas. Dr. Niemirower-Jassy: Eine jabueistische Akademie für Palästina. Dr. A- Ruppin-Jaffa: Die Rückkehr der Juden znr Landwirtschaft und die Palestina Land Development-Company. Dr. A. Sandler-Breslau: Heilquellen und Hygiene in Palästina. Prof. Boris Schatz-Jerusalem: Der Bezalel. Dr. Schlesinger-Jaffa: Die Tachkemoni-Schnle. N. Soloiow-Warschau: Palästinismus und Nationalsprache. Dr. Täubler-Berlin: Palästinabestrebungen im 16. Jahrhundert Dr. B. Thomsen-Dresden: Palästina-Bibliographie, Dr. Jakob Thon-Jaffa: Schulwesen in Palästina. Dr. Osias Thon-Krakau: Die Palästina-Arbeit im Rahmen unseres Programmes. Frau Sarah Thon: Jüdische Frauen-Kulturarbeit in Palästina. Erwerbsaussichten der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Aus „Altneuland“, Roman von Theodor Herzl. Ferner enthält die Nummer etwa 100 Illustrationen, darunter eine ganzseitige Kunstbeilage von E. M. Lilien, Radierungen von Hermann Struck, photographische Aufnahmen aus den Kolonien, Schulen und sonstigen Anstalten, Porträts, Kartenskizzen etc. Der Preis der Nummer beträgt für Oesterreich-Ungarn und Deutschland 65 Pfennig, für alle übrigen Länder 75 Pfennig. Exemplare auf Kunstdruckpapier Mk. 1 50. Bestellungen (nur gegen Voreinsendung des Betrages) richte man ausschliesslich an den Verlag der „WELT“ in Köln a/Rh. Karolingerring 31. Osias II. Schorrsehe Stiftung für Hörer der israelit.-theol. Lehranstalt, Wien. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Gesamtbeträge von K 11.400, u. zw. a) für Rabbinatskandidaten im Betrage von je K 601).—, b) für Lehramtskandidaten im Betrage von je K 400.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Seminaristen, welche sich an der israelit.-theol. Lehranstalt, a) zu Rabbinern oder b) zu Lehrern heranbilden und sich zumindest im zweiten Jahrgange ihrer Studieuepoche befinden. Dieselben müssen aus dem ersten Studienjahre guten Fortgang und sittliches Verhalten ausweisen und arm sein. -- Bevorzugt sind: In eine galizische Gemeinde zuständige Bewerber, welche sich mittelst schriftlicher Erklärung verpflichten, nach Beendigung ihrer Studien in Galizien wirksam zu sein. — Gesuehsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnisse der israel.-theol. Lehranstalt und der k. k. philos. Fakultät Wien, Indizes dieser Unterrichtsanstalten, Bestätigung des Rektorates der israel.-theol. Lehranstalt über das sittliche Verhalten des Bewerbers. - Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Oktober 1910. Elisabeth Ungar-Stiftung für Rabbinatskandidaten. Anzahl der Plätze: unbestimmt, in Beträgen von K 200 bis K 500, zusammen K 2000.—. — Bewerbungsberechtigt sind: 1. ordentliche Hörer a) der israelitisch-theologischen Lehranstalt in Wien oder anderer israel.-theol. Lehranstalten der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft: b) einer in Ungarn oder in Deutschland befindlichen israel.-theol. Lehranstalt, vorausgesetzt, daß nach dem Lehrplane und den Einrichtungen dieser Anstalt der Unterricht des Talmuds daselbst für alle Hörer und in allen Jahrgängen einen obligaten Lehr- und Prüfungsgegenstand bildet; 2. absolvierte Hörer der vorbezeichneten Lehranstalten, insoferne seit Ablauf der vorgeschriebenen Studienzeit in der betreffenden Lehranstalt ein Zeitraum von zwei Jahren noch nicht verstrichen ist, die Absolventen die Rabbinatsprüfung noch nicht abgelegt und das Amt eines Rabbiners noch nicht bekleidet haben oder bekleiden; 3. sonstige Israel. Studierende, welche sich durch ein Zeugnis eines in amtlicher Stellung befindlichen Rabbiners über eingehende Kenntnisse des Talmuds, sowie mit glaubwürdigen Bestätigungen darüber auszuweisen vermögen, daß sie sich für den Beruf eines Rabbiners heranbilden. Bewerber, welche als ordentliche Hörer eine der sub 1 b bezeiehneten Lehranstalten besuchen oder absolviert haben, sowie Bewerber der sub 3 bezeiehneten Kategorien müssen dem österreichischen Staatsverbande angehören. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Nachweis über sittlich-religiösen Lebenswandel, sowie die für die Kompetenzberechtigung im Sinne der vorstehenden Bestimmungen erforderlichen Studiennachweise. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. November 1910. — Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock. (Einreichungsprotokoll.) — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Oktober 1910.