Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 40 (7.10.1910)
- Date
- 1910-10-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 40 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 671 Jüdische Volksmusik! Von der Verwaltung des Vereins der jüdischen Volksmusik in Petersburg erhalten wir folgende Zuschrift: Im Moment des Erwachens des nationalen Bewusstseins der Juden, welches sich durch das lebhafte Interesse an der jüdischen Kulturarbeit ausdrückt, muss auch die jüdische Kunst und in erster Linie die Musik in Erwägung gebracht werden. Das jüdische Volkslied, welches vollständig die Stimmung und die Erlebnisse, die Leiden und Freuden des jüdischen Volkes wiedergibt, dient als Gegenstand des ernsten Studiums. „Der Verein der jüdischen Volksmusik“, welcher sich zum Ziel die Mitwirkung der Entwicklung der Jüdischen Volksmusik gestellt hat, hat schon bei Beginn seiner Tätigkeit verschiedene Volksmotive zu sammeln angefangen. Jetzt hat der Verein die erste Serie von jüdischen Volksliedern herausgegeben. Indem der Verein überzeugt war, dass er den sich bemerkbar machenden Bedürfnissen entgegentritt, hat der Verein mit keinen Hindernissen gezählt. Die Verwaltung des Vereins der jüdischen Volksmusik ruft alle, denen das Interesse des Judentums nah ist, auf, ihm bei der Verbreitung der erschienenen Volkslieder energisch zu helfen. Auf allen musikalischen Abenden, in der jüdischen Schule, in der Familie, kurz überall soll man das jüdische Lied hören und man soll dasselbe in den Vordergrund schieben. Der weitere Erfolg der Tätigkeit des Vereins in dieser Richtung hängt ausschliesslich von dem Widerhall, welchen die ersten Versuche finden werden, ab. Es ist die erste Serie von jüdischen Volksliedern erschienen (Nr. 1—15). 1. „Die gildene Pawe“ > 2. „Die alte Casche“ { 3. „Verjommmert, verklagt* | 4. „Chazkele“ ( 5. „Hatikwo“ | 6. „Steh auf, mein Volk“ J 7. „Dem Bebens Nigun“ für Streichquartett (Orchester) von A. Shitomirsky... . 50 „ 8. „Unter Sorele’s Wigele“ für Stimme und Streichquartett von L. Ssaminsky.- . ..40 „ 9. „Chssiedisch“ für Violine und Piano von L. Ssaminsky 35 „ 10. „As ich wolt gehat“ für Stimme, Violine und Piano von A. Shitomirsky . . ...50 „ 11 „Du Meidele du schöns“ für Stimme und Piano von A. Shitomirsky ..- . .... 45 „ 12. „Sog mir, du schön Meidele“ für Stimme und Piano von P. Ljwoff ... . 25 „ 13. „Eili, eili“ für Stimme und Piano von M. Schalitt . . 45 „ 14. „Der Parom “ 1 für Stimme und Piano 80 „ 15. „Jeruscholaim“ j von E. Schkliar 50 „ Die Noten sind auch mit Text mit jüdischen und lateinischen Buchstaben versehen. Als. Porto wird für eine jede Nummer zwei Kopeken, als Eingeschrieben wird 10 Kopeken erhoben. Bei einer Bestellung in Höhe von 5 Rubel wird kein Porto erhoben. Gesellschaften erhalten 20% Rabatt. Mit Bestellungen und nach Auskünften wende man sich an die folgende Adresse: »An die Verwaltung des Vereines der jüdischen Volksmusik. Russland.« St. Petersburg. Nicolaistrasse 12 qu. 23. Mit Bestellungen wende man sich an die jüd. nat. akad, Verbindung »Zephirah«, Czernowitz, (Bukowina) Liliengasse 17. Die Verwaltung. K. W. Josef Kainz war der Sohn einer jüdischen Familie, deren ursprünglicher Familienname war Singer. Am 2. Jänner 1858 in Wieselburg in Ungarn geboren, zog er mit seinen Eltern schon als Kind nach Wien. Sein Vater war- Beamter der Staatseisenbahn- Gesellschaft. Seine erste Gattin Sara Hutzler, wie auch seine zweite, Margarethe Nathansohn, waren Jüdinnen. Glaubensgenosse. Der Verein zur Bekleidung armer, alter Männer befindet sich II., Zirkusgasse 30. — Der Verein zur Bekleidung armer, alter Frauen befindet sich II., Fischergasse 2, zu Händen der Frau Präsidentin Gerber. T- Die Trauung des Oberkantors Jenö Weisz aus Neutra fand in Oedenburg und nicht in Budapest statt. F. Z. Seit dem Jahre 1905 sind in Rußland 4000 moderne Marannen zum Judentume wieder zurückgekehrt. „Anthropolog". Die alten Juden waren Langschädel. Ein kurzer, runder Schädel galt als Mißbildung und als Merkmal der Häßlichkeit. Talmud Nedarim 66 II. Notiz. „Austro-Amerieana." Wie uns aus Triest mitgeteilt wird, hat die Schiffahrts-Gesellschaft „Austro-Americana", welche einen regelmäßigen Paffagierdienst mit erstklaffigen Doppelschraubendampfern von Triest nach Nordamerika (New- Dork) und von Triest nach Südamerika (Brasilien und Argentinien) unterhält, Vorkehrungen getroffen, daß ebenso, wie gelegentlich des Aufenthaltes der Passagiere in Triest im Auswandererheim der Geffellschaft, auch an Bord der Dampfer eine rituelle Küche für jüdische, religiös fromme Paffagiere vorgesorgt wird. Die betreffenden Einrichtungen stehen unter ständiger Kontrolle der in Betracht kommenden Triester Kultusgemeinde. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 5772 ex 1910. Wien, 6. Oktober 1910. Primararztensstelle im Spitale der Israel. Kultusgemeinde Wien, XVIII., Gürtel 97. Bewerber um diese Stelle haben ihre mit dem Geburtsscheine, dem Heimatsscheine, dem Nachweise über die Erwerbung des Doktorates der gesamten Heilkunde an einer österreichischen Universität, ferner mit dem Nachweise über geleistete Spitaldienste und die für die selbständige Leitung einer Abteilung nötigen Eigenschaften versehenen Gesuche bis längstens 31. Oktober 1910 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 4, II. Stock, zu überreichen. Der Pflichtenkreis des zu Ernennenden ist in dem Statute des Spitales der israelitischen Kultusgemeinde enthalten. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Die Einschreibung zum.an der .. II., Rembrandtstrasse 34 findet Sonntag den 30. Oktober a. c. von 10 bis 12 Uhr vormittags, Mittwoch den 2. November a. c. von 12 bis 4 Uhr nachmittags und Sonntag den 4. November a. c. von 10 bis 12 Uhr vormitags im Schullokale selbst statt. Einschreibung und Unterricht erfolgen unentgeltlich. An die ostjüdische Studentenschaft! Kollegen! Bei den jetzt stattfindenden Inskriptionen an allen Wiener Hochschulen ist es Pflicht jedes mannhaften und ehrlich denkenden jüdischen Studenten, seine Muttersprache wahrheitsgemäss anzugeben. Jeder Student, dessen Muttersprache die jüdische ist, muss daher ohne Scheu und offen sich zu derselben bekennen. Es muss endlich dem unwürdigen und entwürdigenden Vorgang ein Ende bereitet werden, dass eine grosse Anzahl Studenten ihre Muttersprache verleugnet und verheimlicht. Für ein derartiges Vorgehen kann jetzt nicht einmal der Zwang der Verhältnisse angeführt werden, da an der k. k. Technischen Hochschule in Wien laut der Dekanatskonferenz vom 15. Oktober 1908 Nationale mit der Muttersprache: Jüdisch bis auf weiters angenommen werden müssen, ebenso besteht auch an der k. k. Universität kein Hindernis für die wahrheitsgemässe Angabe der jüdischen Muttersprache nach den mehrfachen Bestätigungen der bisherigen Rektoren. Kollegen! Wer ein ganzer Mann und ein seiner Nationalität voll bewusster Jude sein will, muss der ganzen Wahrheit zur restlosen Anerkennung verhelfen. Denn durch Wahrheit können wir siegen. Akad. Verein „Jüdische Kultur“ in Wien. Vorbeter, ~und Schächter für eine kleineStadtinMähren, der böhm.u. deutschen Sprache mächtig zwird gesucht. ' Offerte mit Gebaltsansprüchen sind zu richten an :—.. .= D. Rübner, Marlenberg, Mähren. --- Hebräisehe Wandtabellen. Zum nächsten Schuljahre ist die fünfte Auflage meiner Wandtabellen als Hilfsmittel zur Leselehre meiner Fibel erschienen. Der Inhalt der 15 Tabellen korrespondiert genau mit dem Inhalte der ersten 15 Seiten der Fibel (I. Teil), was den Unterricht wesentlich erleichtert. Preis der Tabelle samt Leitfaden 5 Kronen. Bezugsbedingnisse wie bei meinen andern Lehrmitteln Rudolf Fuchs, II., Komödieng. 6 für Chor (Partitur), auch für Solo und Piano von E. Schkliar 35 k. 4o „ 30 „ 50 „ 40 „ 35 „ C^4D B25B 68232006