Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 39 (30.9.1910)
- Date
- 1910-09-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 652 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 39 „Die Hilfe." Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nummer 38 vom 25. September 1910: Aus dem Inhalte: Paul Rohrbach: Diamantkrisis in Südwestafrika? — Margarethe von Gottberg: Alkohol und Beruf auf Grund amtlicher Statistik. — Gottfried Traub: Freundschaft. — Andreas Sönnichsen: Vorortsmilieu. — Paul Zschorlich: Reise in Siebenbürgen. IV. — Karl Wilh. Fritsch: Um Michelburg. — Verlag der „Hilfe". Berlin-Schöneberg. Dr. Ludwig Lazarus, Rabbiner. Patriotische Reden, gehalten an vaterländischen -Festtagen. Verlag von Louis Lamm, Berlin. Richard Charmatz, Adolf Fischhof. Das Lebensbild eines österreichischen Politikers. Mit zwei Abbildungen. Verlag I. G. C o t t a'sche Buchhandlung Nachfolger. Stuttgart und Berlin 1910. -»■’BKtxVs -ijn rtsröTviy: bystfac sNS"N2 pj Ll'71'L J1B p'ID'Hp *ljn J’X 33Hj?^pB,lK “iWbttSXraMW jr3 .tt .*.713 ptottnp oki .js'Sst« :->KLpKip-> .k2->nii pa pi -nK"p .ll'133'^ .p'Ö-rtra ,11'3VNV-^3 ,fr-\b »pl- /D,123*T’3 .0 pH .V ,p*6jnto .V Bitte! Zwei arme Waisenkinder, welche geistig nicht ganz normal sind und deshalb in kein Waisenhaus ausgenommen wurden, benötigen dringend Kleidung für den Winter. Es werden alle edlen Menschen gebeten, ihr Scherflein beizutragen, um diese bedauernswerten Geschöpfe zu kleiden. Der liebe Gott wird es allen vergelten. Spende« übernimmt Moriz Salamou, Lehrer in Battelau, Mähren, oder Herr Professor Moriz Antscherl in Wien, I!., Schiffamtsgaffe 10, 1. Stock. Notiz. „Auftro American«." Wie uns aus Triest mitgeteilt wird, hat die Schiffahrts-Gesellschaft „ Austro-American a", welche einen regelmäßigen Paffagierdienst mit erstklassigen Doppelschraubendampfern von Triest nach Nordamerika (New- Jork) und von Triest nach Südamerika (Brasilien und Argentinien) unterhält, Vorkehrungen getroffen, daß ebenso, wie gelegentlich des Aufenthaltes der Paffagiere in Triest im Auswandererheim der Gesellschaft, auch an Bord der Dampfer eine rituelle Küche für jüdische, religiös fromme Passagiere vorgesorgt wird. Die betreffenden Einrichtungen stehen unter ständiger Kontrolle der in Betracht kommenden Triester Kultusgemeinde. Kriefkafte«- I. O, Lemberg. Die Wiener Rabbiner lehnen es grundsätzlich ab, bei einer Feuerbestattung eine religiöse Funktion zu übernehmen. Der Kultusvorstand gestattet jedoch die Abhaltung einer Trauerfeier in der Zeremonienhalle, wenn die Angehörigen es wünschen. Wir glauben nicht, daß mit der Veröffentlichung Ihrer Zuschrift dem Judentum ein Dienst erwiesen wäre. H. F. Die israel. Gemeinde O. Tura zählt nicht mehr zu den Status quo-Gemeinden. Infolge besonderer Propaganda des Oberrabbiners Dr. Ph. Rosenberg von Waag-Neustadtl hat sie sich als orthodoxe Gemeinde konstituiert. Z. Die^ Ausschmückung jüdischer Friedhöfe war in alten Gemeinden nicht üblich; in neuerer Zeit findet man in allen modernen Großgemeinden eine gärtnerische Pflege des Gottesackers. Ploni. Wir haben die Angelegenheit im eigenen Wirkungskreis hinreichend erledigt und möchten die Diskussionen nicht weiter fortspi-men. P. D. Betreffs der im Briefkasten der Wochenschrift in Nr« 34 vom 26. August erschienenen Anfrage wegen der Abkunft und Verwandtschaft^ des R. Seinwil Pick ist folgendes zu bemerken: Seinwil Pick war nicht, wie der Fragesteller anzunehmen scheint, der Schwiegervater des Finanzmannes Hermann Todesko, sondern dessen Vaters Aron Wellisch - Todesko aus Preßburg. Dessen Frau Blume war nämlich die Tochter des Seinwil Pick, über dessen Aszendenz und Verwandtschaft man wohl in Breslau und Diernfurth Genaueres erfahren könnte. Os. At. in B. Der Hinweis auf die Worte, mit welchen PauletdieMariaStuart verabschiedet (V. Aufz. VIII. Austr.) ist ebenso wie die Erinnerung, daß der Appellationsrat Körner in Dre sden in seinen „Nachrichten von Schillers Leben" deutlich mitteilt: „Es verdient bemerkt zu werden, daß er vorzüglich in Luthers Bibelübersetzung die deutsche Sprache studierte", recht dankenswert. Die Schillersche Poesie ist deswegen mit biblischem Geist gesättigt. Dr. L. R. in Brünn. Marken mit Schmähinschriften gegen Juden sollten gerechterweise behördlich konfisziert werden. Gegen Inden ist indeß alles gestattet. Die Deutschen aller politischen Sekten scheinen darin übereinzustimmen, in der Judenschmähung insolange nicht abzulaffen, so lange noch irgend eine Stadt in Mähren mit Hilfe jüdischer Stimmen eine deutsche Majorität behauptet. Vielleicht werden die Juden doch zur Erkenntnis gelangen, wie undankbar doch eigentlich ihre Rolle ist bei solcher — Genossenschaft. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der lausenden Abonnementsgebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich des in der heutigen Nummer beigelegten Postertaq« scheines bedienen. Die Administration. Kundmachung. Die Einschreibungen für den Unterricht an der Bibel- und Talmudschule der israel. Knltusgemeinde, II-, Tempelgasse 3 und II., Ferdinandstrasse 23 finden Sonntag den 2. Oktober I. J. von 11—12 vormittags und Donnerstag den 6. Oktober von 5—6 abends im Beth-HAmidrasch-Lokale, II, Ferdinandstrasse 23, statt. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Stiftung zur Unterstützung israelitischer Studierender, gewidmet von Dr. Sem. Plolin, zum Andenken an seinen Vater Jacob Plohn. Anzahl der Plätze: unbestimmt im Betrage von insgesamt K 680.—. — Bewerbungsberechtigt sind: 1. israelitische hilfsbedürftige und unterstützungswürdige eheliche Nachkommen der Geschwister des Herrn Jakob Plohn, welche eine öffentliche Mittel- oder Hochschule in Oesterreich besuchen (Betrag des Stipendiums K 300.—). 2. Für den nach Beteilung des sub 1. bezeichneten Bewerbungsberechtigteil etwa verbleibenden Restbetrag israelitische hilfsbedürftige und unterstützungswürdige Studierende der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst. — Gesnchsbeilagen: Geburtsschein, Studienzeugnisse, Armutszeugnis und eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 1, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu bezeichnenden Gesuchsbögen. Dr. Adolf Schmiedl-Widmung für Talmudschüler. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je Kl 100.—. — Bewerbungsberechtigt sind: israelitische bedürftige Gymnasialschüler, welche Talmudstudien betreiben. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Nachweis des schulmäßigen Talmudstudiums, Studienzeugnisse. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, H. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Komponist Oskar Straus-Stiftung aus Anlaß des 60. Regierungsjahres Sr. Majestät des Kaisers, errichtet für dürftige Mittelschüler in Wien. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K. 60.—. — Bewerbungsberechtigt sind: arme würdige israelitische Wiener Gymnasialschüler. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Studienzeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Oktober 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 27. Marcheschwan — 29. November 1910. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 15. September 1910. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde, Wien.