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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-09-16 · 37 (16.9.1910) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
37 (16.9.1910)
Date
1910-09-16
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite «22 .r Dr. BIpchs MMenkchkift Nr. »7 zückender Farbenspiele! Wie,für uns geschrieben. , heißt es S. 170 : „Es geht nichts über die Abgötterei, die das Volk treibt. Weiß man, wie viel Altäre und Grabdenkmäler dem toten Marat errichtet wurden? — Vierundzwanzigtausend!" und S. 187 : „Ich trat in eine Synagoge. Man bekommt den Eindruck, als trete man in eine Amsterdamer Religionsgemeinde. Der Atem Rembrandts und der Atem des Orients. Es hat den Anschein einer glücklichen Religion. Eine Art Vertraulichkeit mit Gott. Im katholischen Bekenntnis sieht das Gebet stets so aus, als bitte es um Verzeihung für eine Schuld. Hier plaudert man, ruht sich aus, mau sitzt wie im „Cafe zum Glauben". — Die neueste Gabe, die uns der Verlag belcheert, erzielt eine Wirkung, die nur dem geborenen Schriftsteller glückt. Jeder liest das Buch mit Genuß, auch wenn nicht um des Gegenstandes, so um der Darstellung willen. Die behandelten Künstler waren zum Teil selbst dem Fachmann mit kaum mehr als dem Namen bekannt. Es si ed Gravelot, Cochin, Eisen, Moreau, Debucourts, Fragonard und Prudhon. Die Bilderproben sind mit Geschmack gewählt und musterhaft wiedergegeben. Sie umschwebt echt Goncourt'icher Geist. So verschieden in ihrer Künstlerart unter einander, webt der Geist des Arcient Regime seine Fäden um sie alle. Unter dem lustigen Geplauder merkt man gar nicht, mit welch hingebender Sorgfalt hier 'angst vergilbte Blätter, Akten, Briefe aus ihrem staubbedeckten Versteck hervorgeholt und mit Bienenfleiß durchforscht und verwertet sind. Man muß, wie die genialen Verfaffer, so ganz im Geiste dieser Zeit aufgegangen sein, um die letzten Geheimnisse dieser Künstlerpsychen mit so sicherer Hand entfalten zu können. R. 8. LfiVy, Original virtue and other short studies, Lond n 1907, Longmans, Green and Co., 39 Paternoster Row. Sh. 3,6. In elf Aufsätzen, die, bis auf die ersten Seiten, Neudrucke von Zeitungsartikeln darstellen, behandelt der Verfasser sehr lichtvoll und gründlich 1. den Begriff des „Zekut abot", 2. die Erbsünde und die Stellung des Judentums zu diesem Fundamentaldogma des Christentums, ferner 3. und 4. den Begnff der „jüdischen Literatur", den er weiter als Karpeles faßt, indem er auch die Arbeiten nichtjüdischer Autoren über jüdische Gegenstände miteinbeziehen will. Zur Maimonides-Literatur werden 5. in einer Erörterung über Maimonideö' Geburts- und Todesdatunl und einer historischen Erinnerung an seiucn 100. Geburtstag Beiträge geliefert. 6. und 7. streifen die Geschichte der Wiederaufnahme der Juden in England, die übrigen Ausführungen betreffen die Feste Pesach. Roschhaschanah. Chanuka und Purim. Das Buch bietet eine belehrende und zugleich feffelnde Lek-üre. x. Essay and Speech on Jewlsh Disabilitles by Lord Macaulay. Ed by Isr. Abrahams and the Rev. 8. Levy. Edinburgh 1909. Druck von Ballantyne, Hansor u. Co. Durch diese mit Macaulays Porträt und Autograph gezierte Ausgabe der berühmten beiden Ehrendenkmäler für den großen Lord ..Protektor" nicht minder als für seine Schützlinge hat sich die „Jewish Historical Society of England“ um die Geschichte der Juden in England ein neues Verdienst erworben. Die Herausgeber waren für dieses Amt die Berufensten. Die Unterdrückung einer Uebersetzung von Macaulays Effoy in Rumänien und die Folgen für den Uebersetzer, einen Sohn des Fürsten Johann Ghika, werden S. 67 behandelt: S. A. Hartlebeus Volks-Atlas enthaltend 86 Karten in 125 Kartenseiten, nebst 75 Spezialkarten und Plänen. Mit Text und alphabetischem Namensregister. Fünfte, vollständig umgearbeitete und erneuerte Auflage. Groß-Folio-Format. Das Werk komplett in 8, Lieferungen zu 60 H.ller. In Halbfranzband gebunden Kr. 18. (A. Hartlebeu's Verlag in Wien, I., Seilerstätte 19) Für den Gesamtpreis von Kr.! 5 wird in „A. Hartleben's Volks-Atlas", 5. Aufl., ein in jeder Hinsicht vorzügliches allen Anforderungen der Wissenschaft genügendes Kartenwerk geboten, wie es in solcher. Vollendung und. Schönheit zu so wohlfeilem Preise noch nicht besteht. Mit geringen Opfern, welche durch die Ausgabe in 25 Liefen ngen zu 61 Heller noch mehr erleichtert werden, vermag jedermann die fünfte Auflage von „A. Hartleben's Volks-Atlas" zu erwerben und sich damit ein Werk anzuschaffen, welches auf alle Fragen der weltkundlichen Gebiete erschöpfende Antwort gibt. Möge eine allseitige Teilnahme das Bestreben der Verlagshandlung lohnen, der deutschen Nation ein reichhaltiges, gutes und beispiellos wohlfeiles Kartenwerk, einen wahren Volks-Atlas zu liefern. Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum. Herausgegeben von Leo Winz. Verlag Ost und West Leo Winz, Berlin S. 42, Wässerthorstraße 50. Organ der Deutschen Konferenz-Gemeinschaft der „Alliance Jsraelite Universelle". Heft 8/9. August-September 1910. X. Jahrgang. Inhalt: 23 tu ja nun Segel: Zum 80. Geburtsage Kaiser Franz Joseph I, Ein Huldigungsgruß der Juden (mit zwei Porträts). — Bar-Ami: Kaiser Franz Joseph in der jüdischen Volkssage. — Siegmund H u s s e r l: Die israelitische Kultusgemeinde Wien (mit 42 Porträts). — Max Frank: Das Steuerwesen der Wiener Kultusgemeinde. — I u lins Rosenfeld: Die Bedeutung des jüdischen Matrikelamtes. — Siegmund Husserl: Das Beerdigungsweseu in der Wiener israelitischen Kultusgemeinde (mit zwei Illustrationen). — Dr. I g n. Schwarz: Die Wiener Juden und das Aufgebot 1797 (mit einer Illustration). — Mor iz Fr ühling : Wiener Juden für die öst-rreichisch-ungarische Armee (mit fünf Illustrationen). — Reichsratsabgeordneter Doc. Dr. Arthur Ma hier-Jüdische Politik. — E r n st Ältkirch: Die Bibliothekana Rosenihaliana in Amsterdam (mit vier Jll.istrationen). — Karl Schwarz: Benno Becker (mit neun Illustrationen). — B. Samuel: Die Märtyrer von Berlin (Schluß). — Dr. E m anuel Lasker: Paul Morphy oder die, objektive Kraft. — Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der „Alliance Jsre elfte Universelle" : Das fünfzigjährige Jubiläum der Alliance. „Das freie Wort." Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens. Begründet von Karl Sänger. Herausgegeben von Mox H e n n i n g. X. Jahrgang, Nr. 12. Zweites Septemberheft 1910. Inhalt: Nach vierzig Jahren. — Kulturpolitik. Von Hans Geiger. — Ein konfessioneller Bankkrach. Von N ap. — Die Beamten und die nächsten Reichsratswahlen. Von Erwin. Ein moderner Sisyphus. Von E. C Rupert. — Schönebeck-Hofrichter. Von Prof. Dr. Med. Mox F l e s ch. — Kleine Mitteilungen. — Frankfurt am Main. Neuer Frankfurter Verlag. G. m. b. H. „Die Hilfe." Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegebeu von Friedrich Naumann, M. d. N. Nummer 36 vom 11. September 1910: Aus dem Inhalte: Gerhard v. Schulze- Gaevernitz': Was fällt von Marx — was bleibt von Marx? — Fred F a k e r: Der neue politische Zustand Ungarns. — Frieda Radel: Das kommunale Wahlrecht der Flauen. — Gottfried Tr a u b: Kinder. — Hans W antoch: Lieblingsgedanken. — Georg Wolfs: Hygiene und Automobil. — Paul Z s ch o r l i ch: Reise in Siebenbürgen. II. — Karl Hans Strobl: Der lebendige Tote..— Verlag der „Hilfe". Berlin-Schöneberg. Kriefkafter^ F Sie haben Ihren Standpunkt bereits hinreichend klargelegt, ebenso wie Ihr Gegner. Eine Fortsetzung der Polemik hat keinen ersichtlichen Zweck. „Autikorruptionist". Der antisemitische Bürgermeister von Pottenstein. der Apotheker Anton Rainer, ein Angehöriger der christlichsozialen Partei, ist, nachdem er Freitag seines Amtes enthoben worden war, auf Weisung der Staatsanwaltschaft verhaftet worden Der Grund der Suspendierung wie der nachfolgenden Verhaftung liegt darin, daß Rainer, der als sehr angesehener Parteimann galt, Unterschlagungen begangen hat, die auf zehn Jahre zurückreichen und die Höhe von 80 000 bis 100.000 Kronen ausmachen sollen. Die genaue Feststellung der Schadenssumme ist noch nicht vorhanden, da mit den Malversationen auch Fälschungen der Bücher verbunden sind. Die große Höhe des Schadens ist dadurch ermöglicht worden, daß Rainer auch die Stellen eines Obmannes im Straßen.msschuß des Bezirkes sowie des Vorstandes im Armeninstitut vereinigte. Auf diese Institute vereilt sich auch der Schaden und zwar sollen beim Straßenausschuß 70.000 bis 80.000 Kronen, beim Armeninstitut etwa 20.000 Kronen fehlen. „Herrenhaus". Die Affäre von Gib ea wird von Richter, Cap. 19 ffg., behandelt. Ein Anführer wird nicht genannt. Dem Volke Israel zog der Stamm Juda voran. Priester war damals Pinchas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aharons. In der Ebene Jesreal kämpften auf Seite der Midjaniter die Häuptlinge Oreb (d. h. Rabe) und Ze'eb (d. h. Wolf), vergl. Richter, Cap. 6 fg. Weiteres ist nickts bekannt. P. K. Nach dem jüngst erschienenen „Levante-Handbuch" des Herrn Trietsch weist die Statistik der Juden in der Levante folgende Z ihlen auf: Europäische Türkei 190.000 Juden. Griechenland 7500 Juden, Bulgarien und Namelien 36.000 Juden, Rumänien 270.000 Juden, Serbien 5800 Juden, Bosnien und Herzegowina 8200 Juden, Kreta 730 Juden, asiatische Türkei 290.000 Juden, Cypern 200 Juden, Egypten 30.000 Juden, Tripolis 20.000 Juden. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Kundmachung. Die Betsitzkarten, die von den bisherigen Inhabern bis nun nicht erneuert wurden, gelangen ab 1. September a. c. zum allgemeinen Verkaufe und zwar: ftr den Gem«nde-len,pel Stadt SeitenätetMgasse 4. „ „ „ „ Fünfhaus XV., Turnergasse 22. „ „ „ „ Ottakring XVI., Hubergasse 8. „ „ „ „ . Währing XVIII., Schopenhauerstr. 39 „ „ „ „ Floridsdorf XXI., Holzmeisterg. 12. Der Kartenverkauf findet täglich, mit Ausnahme v^n Samstag, in der Zeit von 9 Uhr vorm, bis 2 Uhr nachm, statt. Wien im September 1910. Der Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien.

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