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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-07-22 · 29 (22.7.1910) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
29 (22.7.1910)
Date
1910-07-22
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. r-9 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 495 Steinschneiders, Poznanskis» Bondis und Eppensteins, der jüngst in der Monatsschrift eine Abhandlung über „Saadias Leben und Schriften" zu publizieren begann. Es wäre auch noch die Richtigstellung einer großen Anzabl falsch und entstellt überlieferter Namen hervorzuheben. Znm Beispiel Hilai ben Mischael für Hilei beu Natronai, Kobed für Kavadh, Hormisda für Hormiz, Tschubin für Kobin, Chiwwi für Chejatveih, Dara für Jzdundat, Kahira für Kajjara, Josef ben Jakob Alkerkassani für Josef Ha-Roeb und Jakob Kirkissani u. v. a. Die vielfache und berechtigte Beiückslchiigung der hebräischen Uebersetzung des Gr ätz von S. P. Rabbinowitz, die sich durch reichliche, wissenschaftliche Verbesserungen und Anmerkungen auszeichnet, gereicht der Neuausgabe nur zum Vorteil. Als Beispiel für interessante Versehen durch falsche Interpretation sei angeführt, daß Grätz aus Scheriras Worten : n'c-ra bff rrtres Tara mm ■Tfvpra schließt, daß der Mystiker Jost pH ben Abba schon in der Jugend Mübe hatte, sich im Talmudstudium zurecht zu finden, während diese Tradition in Wirklichkeit natürlich das Gegenteil sagt, daß er schon in der Jugend den größten Fl iß auf das Talmudstudium verwendete. So ist an allen Ecken und Enden zu emend i e r e n; k e i n Kapitel, in welchem n i ch t i n t eres s a n t e N o t i z e n, Erweiterungen und H i uw ei se äuge b r a ch t wären. Die Urteile G ätzens üb r „Tanna di be Elia! u" zum Beispiel müssen nach Fricdmann über „Halachot Gedolot" nach Epstein, über das geistige Leben der Juden in Süditalien nach Neubauer richtiggestellt werden, nsw. Wir wollten nur zeigen, daß der Gelehrte ohne Neuausgabe des Grätzschen Geschichtswerkes nicht mehr auszukommen vermag und daßinEppensteins Besorgung von Band V den höchsterr Anforderungen wissenschaftlicher Genauigkeit und Verläßlichkeit, soweit die Literatur dis heute gediehen ist» erreicht wird. Dr. D. F e u ch t w a n g. Dr. Mühsams Predigten» Graz. In inniger Verehrung ihres unvergeßlichen Gatten, des vor drei Jahren verstorbenen Rabbiners von Graz. Dr. Samuel Mühsam s. A.» hat die Witwe desselben, Frau Marianne Mühsam, nunmehr den zweiten Teil seiner Predigten dem Drucke übergeben. Während der erste Teil die fünf Bücher Moses behandelt, enthält der zweite Frstpredigten, die, gleich gediegen an Inhalt und Sprache, ein reiches, talmudisches, philosophisches, wie pädagogisches Wissen, wie eine tiefe ungeheuchelte Religiosität verraten. Frau Dr. Marianne Mühsam hat durch Herausgabe dieser Predigtsammlung, denen ein dritter Teil, Gelegenheiis- und Hochzeitspredigten enthaltend, folgen wird, ihrem unvergeßlichen Gatten nicht nur eine oparte Ehrung, sondern auch allen Jenen, die Freunde gediegener Predigten sind, einen großen Dienst erwiesen. Oft und West. Illustrierte Monatschrift für modernes Judentum. Herausgegeben von Leo Winz. Verlag Ost und West. Berlin, 8. 42. Wasstrtorstraße »0. Organ der deutschen Konferenzgemeinschaft der Alliance Jsraelite Universelle". . Heft Nr. 7. X. Jahrgang. Juli 1910. Inhalt: Prof. Dr. Kalischer: Judenkörperschaft. Franz V a l l e n t i n: Luisens Ehrenpforte und die Huldigung der Juden. Zum 100. Todestag der Königin Luise (mit 4 Illustrationen). Prof. Dr. K a l i s ch e r: Abraham Geiger und die rumänischen Juden. Ein Gedenkblatt. Max S ch a ch e r l: Max Livi (mit 13 Illustrationen). B. Samuel: Die Märtyrer von Berlin, (l.) Benjamin Segel: Elisa Orzeszko. Chasstdische Melodie (Noten). Dr. Emanuel Lasker: Schach. Berichtigung. Albert Keller mann: Der Verein zur Pflege hebräischer Musik in Berlin. Bücherschau. Mitteilungen aus dem Bureau der „Alliance Jsraelite Universelle: Erklärung. Die Wirren in Sannah (Persien) und Hamadan. Notizen: Auszeichnung. Jubiläumsfonds der Deutschen Konferenzgemeinschaft der A. I. U. Von den Alliance-Schulen. Caffel. Neue immerwährende Mitglieder. Inserate. Die nächste Ausgabe von „Ost und West" erscheint wie in früheren Jahren für die Monate August und September als Doppelheft am 1. September. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Inden. Berlin 6 2. An. der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur R u p p i n, redigiert von Dr. Brunno Blau. VI. Jahrgang, Heft 7, Juli 1910. Inhalt: I. Abhandlungen. 1. Dr. ökon. publ. Jakob Sega!, Berlin : Die E gebnisse der Berufszählung von 1907 für die Juden in Preußen. 2. Dr. Hugo Nathansohn, Berlin: Die unehelichen Geburten bei den Juden. 3. Jüdische Studierende an den Hochschulen und sonstigen höheren Lehranstalten in Wien. 4. Die Tätigkeit des Hilfsvereines der deutschen Juden im Jahre 1909. — II. Statistisches Archiv: Die Bewegung der Bevölkerung in Amsterdam von 1899 bis 1908. Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Lemberg in den Jahren 1906 und 1807. Organisation und Personalverhältnisse der israelitischen Kultnsgemeinden in Ungarn mit Ende des Jahres 1908. Austritte von und Uebertritte zum Judentum in Ungarn im Jahre 1908. — III. Zeilschriftenübersicht. Das nächste Heft erscheint als Doppelheft im September. „Die Hilfe". Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, Berlin-Scköneberg. Aus dem Inhalte der Nr. 27: Georg Wolf, M. d. L.: Die Wahlrechtskomödie des elsässischen Zentrums. Friedrich Naumann: Das Herrenhaus If. Reinhard Strecker: Schule und Elternhaus. Fritz W e r t h e i m e r: Deutsche Kulturaufgaben in China. Eugen K a tz: Im Orient VI. Gottfried T r a u b: Gütig. Samuel L u b l i n s k i: Moderne Politik und moderne Literatur. Theodor H e n ß: Brüflel V. Fritz P h i l i p p i; Unser Ebrenmitglied. — Ans dem Inhalte der Nr. 28: Theodor H e u ß: Die Präsidialkrisis im Reichstag. Friedrich Naumann: Das Herrenhaus. III. Paul R o h r b a ch: Landwirtschaftsausstellung in Südwest. Otto Karstädt: Ein Waldeck-Rousseau-Denkmal. Gottfried Traub: Blind. Bertha Göring: Königin Louise. Johannes W. H a r n i s ch. Die Schlacht von Tannenberg. Fritz P h i l i p p i: Unser Ehrenmitglied. Krirfkaftrn^ PH., Franzensbad. Ta er eine getaufte Jüdin zur Frau sich erwählt bat. wird sein teutonischer Rassenhaß kaum echt fein. A. F. Eine systematische und kritische Sammlung der nachbibliichen hebräischen Literatur existiert noch nicht. Der Herausgeber der bekannten „Jewish Enclycopedia" Dr. Isidor Singer in New Aork bereitet jetzt eine solche Sammlung vor. Einer seiner jüngsten Mitteilungen entnehmen wir, daß das Werk aus 25 Großoktavbänden bestehen und die nachbiblische hebäische Literatur in der Ursprache, mit hebräischen Kommentaren und einer englischen Uebersetzung enthalten wird. Angeblich soll dieses große literarische Unternehmen finanziell gesichert sein und mit der Publikation demnächst begonnen werden. Emgesendet. W.r werden um Veröffentlichung nachstehender Zuschrift gebeten. Löbliche Redaktion der „Oesterreichischen Wochenschrift", Wien. Durch falsche Berichterstattung brachten vor Kurzem mehrere Tagesblätter die Nachricht, daß sich in einem Kurorte ein meinem Onkel (ein achtzigjähriger Greis) gleichnamiger Herr entleibt hat. War schon unsere Familie durch diese falsche Nachsicht in große Aufregung zufolge der vielen telegraphischen und telephonischen Anfragen, die von Freundesseiten kamen, versetzt, so wurde diese noch dadurch gesteigert, daß sie am nächstfolgenden Tage von einem Herrn Erwin Singer ein Traueralbnm mit für fünfzig Jahre vorberechneter Jahrzeittabelle eingesandt erhielt. Finde ich es für unstatthaft, daß Trauernde schon zu einer Zeit, wo der Tote noch nahezu warm ist,, ein solches Traueralbum aufgedrängt erhalten, so finde ich es in einem solchen Falle, wo der Tod durch Selbstmord herbeigeführt wird, rücksichtslos und grausam. Es wäre endlich an der Zeit, diesem Unfug zu steuern und hoffe ich, daß durch freundlichen Abdruck dieser Zeilen dies herbeigeführt wird. Ich empfehle mich Ihnen mit aller Hochachtung Julius Leitner. Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnementsqebüstr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich der bereits zugesandten Posterlaqscheiiie bedienen. Die Administration. Israelitische Kultus gemein de Wien. Konkurs. Vom Vorstände der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird für den Leopoldstädter-Tempel wegen Krankheitsurlaub eines Oberkantors für die diesjälirigen hollen Feiertage (Rosch Haschono, Jom Kippur, eventuell Snkkoth) ein , - Kantor — . mit guten Stimmitteln uni entsprechender musikalischer Bildung aufgenommen. Bedingungen Vorbehalten. Bewerbnngsgesnche sind unter Anschluss der Nachweise über die bisherige Tätigkeit und religiösen Lebenswandel bis längstens 10. August 1910 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seifenstettengasse 4, einzubringen. Der Vorstand.

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