Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 18 (6.5.1910)
- Date
- 1910-05-06
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 18 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 319 Ne»ie Bücher. A "Ein Buch Elisa Orzesko über die Inden. Die bekannte, Polnische Schriftstellerin EHsa Orzesko hat Zoor Kurzem ein großangelegtes Buch über die Judenfrage beendet. Das Buch? veffen Erscheinen mit großem Interesse entgegengeskhm Mird, -wich demnächst in.Warschau erscheinen. Elieser Beti Jehnda, Jerusalem. Grundwörterbuch der alt- und neuhebräischen 'Sprache. Berlin-Schöneberg. Langenscheidt'sche Verlagsbuchhandlung. Heft 1, 2 und 3 II. Jahrgang. Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der ■ Zudem Berlin. G 2. An cher Spandauerbrücke 15. Begründet von MMtchür R'wp p i n. Redigiert von Dr. -Brunno Blau. VI. Jahrgang, April 1910. Heft 4. Inhalt: I. Abhandlungen: 1. Dr. Ignaz Schwarz, Wien. Zur Mortalitätsstatistik der Wiener Ghettobewohner 1648 bis '1669. 2. Dr. Sa r ä R a b i n o w it s ch -M a rg o l i n St. Petersburg: Die Heiraten von Juden in Russisch- Polen. — II. Statistisches Archiv. Ehescheidungen in Berlin 1897 bis 1906. Dr. Nathan Birnbaum (Mathias A ch e r). Ausgewählte Schriften zur jüdischen Frage. Band I. Herausg geben auf Initiative eines Komitees. Verlag der Buchhandlung Dr. Birnbaum und Dr. Kohut. Czernowitz 1910. M. Benjamin. Das Schächtfach. Zweite Auflage neu bearbeitet von Salomon Neumann. Mit Holzschnitten und einer großen farbigen Tafel. Leipzig. Gustav Engel, 1910. Gustav Marburg. Soziale Reformen. Ein Programm für die Mittelstandsparteien des Staates. Neunte zeitgemäße Auflage. Erste Auflage 1880. Preis für Oesterreich 1 Krone, für Deutschland 90 Pfennige. 1910. Im Kommissionsverlag bei der t f. Universitäts-Buchhandlung Georg Szelinsky Wien, I., Tuchlauben 21. Benjamin Segel. Die Entdeckungsreise des Herrn Dr. Theodor Lesfing zu den Ostjuden. Preis 1 Mark. Lemberg 1910. Verlag „Hatikwa", Mickiewiczgasse 5. Approbiertes Lehrbuch. Das von Richard Feder. Rabbiner in Raudnitz, verfaßte, und herausgegebene y brätsche Lese- und Lehrbuch für Volksschulen mit böhmischer Unterrichtssprache wurde mit hohem Erlasse des k. k. Kultusministeriums ddo. 7. März 1910, «3 4028, approbiert. Dieses Lehrbu ch wird demnächst in deutscher Bearbeitung erscheinen. Krirfkastrn« Rabb. G. B in M. Die Stilisierung erscheint uns ungeeignet. K. S. Nach der Brandkatastrophe in Oeköritö hat die humane Gesinnung der N ttungsgroßaktionäre ihren Ausdruck in der propor- . tionellen Verteilung der eingegangenen Hilfsgelder gefunden. Von den zuströmenden Spendenbeträgen, die die internationale und interkonfessionelle Wohltätigkeit den unglücklichen Hinterbliebenen zuführte, wurden die Jütif jüdischen Waisen, deren Eltern beim großen Brande umkamen, einfach ausgeschlossen. Sie wurden mit einem großen. Dityrambos auf die Wohltätigkeit der Juden dem jüdischen „Patronageverein" nach Budapest überwiesen. L. B. Wie Amsterdamer Blätter melden, hat Fräulein Jeanette Hoofien, eine Glaubensgenossin, an der Amsterdamer Universität das Doktorat der Rechte mit Auszeichnung abgelegt. Fräulein Hoofien ist die erste Jüdin in Holland, die den Titel »Doktor juri»« führt. Kaph. In Böhmisch-Leipa haben sämtliche jüdischen Mitglieder der Ortsgruppe des deutschen Schulvereines ihren Austritt aus derselben angemeldet. Endlich einmal eine Tat voll Ehre und Mannesmut. Pilsen. Das neue Herrenhausmitglied Herr k k. Kommerzialrat Bernhard Wetzler ist Mitglied der Wiener israelitischen Kultusgemeinde und sein Name findet sich im Verzeichnis der Höchstbesteuerten vor. Alpha. Es geht dem Ende zu! Die Christlich-Sozialen haben . ihre Partergölter, den Fürsten Liechtenstein, den Bürgermeister Neumayer : und noch viele andere verraten. Alle diese Oberbonzen unterschrieben den Aufruf für Ernst Vergani und der brave Ehrenbürger von Mühldorf-fiel inklusive seiner vornehmen Protektoren mit Pauken und Trompeten durch. — Vergani ist durchgefallen, das „Deutsche Volksblatt" hat eine schwere Niederlage erlitten und die christlichsoziale Partei hat gegen den ihr von der Parteileitung empfohlenen Kandidaten gestimmt. Mehr Blamagen an einem Tage sind gar nicht möglich! Sehr lustig ist es, daß die „Reichspyst" so beiläufig bemerkt, daß die liberalen Juden für Vergani gestimmt hätten, während das „Deutsche Volksblatt" erklärt, Stahlich sei nur durch die jüdischen Stimmen zu seinem Mandat gekommen. Die Juden haben also in der Josefstadt die Entscheidung herbeigeführt. Es ist nur unbegreiflich, warum sie dann nicht ihren eigenen Kandidaten gewählt haben. Kantor In Wien sind mehrere Kantoren ausländischer Staatsangehörigkeit in Funktion, ohne irgendwie behindert zu werden. Notiz. Oesterreichische keonenrentenanleihe. Das Finanzministerium bat an die k. k. Postsparkasse Nominals 236,170.000 Kronen Rente begeben. Dies entspricht dem vom Reichsrate bewilligten Kredit von 200 Millionen bar. Die Postsparkasse hat die Wiener und Provinzbanken an dieser Emission beteiligt.; es haben sich diesesmal auch die k. b. priv. Kreditanstalt und ßoden-Kreditaustalt an dieser Anleihe beteiligt. Zur gefälligen Beachtung! Wirersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebühr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufiräqe gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Oeffentliehar Dank. Die Unterzeichneten Soldaten erlauben sich auf diesem Wege der löbl. Kultusgemeinde Wr.- Neustadt für die vollständige Verpflegung während der 8 Ostertage aus ganzem Herzen innigen Dank zu sagen. Insbesondere aber danken wir Seiner Hochwohlgeboreu Herrn Knltuspräses Dr. Wilhelm Wolf, der keine Opfer scheute, uns das schöne Fest auch fern vun der Heimat angenehm zu machen. Die jüdischen Soldaten der Garnison Wr.-Neustadt. Albert Gansl’sche Stiftung für israelitische Arme. Anzahl der Plätze: Unbestimmt im Betrage von zusammen K 320.—. — Bewerbungsberechtigt: arme würdige Israeliten. — Bevorzugt: Bewerber, welche mit der Familie Albert Gansl oder mit dem Heinrich und Regine Kohn’schen Nachkommen verwandt sin 1. — Verleihungstag: 17. Juli 1910 (28. Thamus). — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1910. — Einreichstelle: 1., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs- Protokoll), — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. L. G. Goldstein’sche Heiratsausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: einer im Betrage von K 300.—. — Bewerbungsberechtigt: arme, verwaiste, israel. Mädchen. — Bevorzugt: Verwandte des Stifters L. G. Goldstein, geboren zu Altstadt in Böhmen (ehemaliger Kreis Tabor) oder seiner Gattin, Katharina, geborene Landauer. — Verleihungstag: 4. August 1910. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis, Nachweis der Verwaisung (Totenscheine etc.), eventuell Verwandtschafts Nachweis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Mai 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll). — Gesuchsstellerinnen, welche vor der Verleihung heiraten, haben keinen Anspruch auf die Stiftung. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Benedikt Karplus Stiftung für Gewerbeschüler. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je K 50.—. — Bewerbungsberechtigt: Israelitische junge Leute, welche die Gewerbeschule mit vorzüglichem Ei folge besuchen öder besucht haben. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, letztes Studienzeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: LI. Mai 1910. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs- Protokoll). — Verleihungstag: 20. Juli 1910. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien, 1. Mai 1910. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde in Wien. Vereins-Zahnarzt Dr. Max Weisz. Wien, U., Circusgasse 47. Ordination von 9—6. Telephon 18399.