Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 16 (22.4.1910)
- Date
- 1910-04-22
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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>Jir. 16 Dr. Blechs Wochenschrift. Seite 387 Hermann Eibschntz, Sereth. Der Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Alois Ruziczka ist Mitglied der israel. Kultusgemeinde. Sektionsrat Dr. Egon Zweig hat vor einigen Jahren seinen Austritt aus dem Judentum angemeldet. F. 10. In Bezug auf das Zusammenfallen von Erew Pessach mit Sabbath verweist Herr Rabbiner B. Winter in Wien auf die Jeruschalmistelle Pessachim VI. 1. Daß in einem Zeiträume von 14 Jahren der Erew Pessach mindestens einmal auf Sabbath fallen muß, wobei allerdings die Tatsache, daß im laufenden Jahrhundert der im Jahre 1930 auf Sabbath fallende Erew Pessach erst wieder im Jahre 1950 auf Sabbath fällt, also durch 20 Jahre von einander getrennt — ein Fall, der übrigens sich später wiederholt — eine besondere Erklärung erfordert. Das- „Jüdische Freiland" wurde in Rußland laut ministeriellem Ukas verboten. l.88e- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien IX., Hahngasse Nr. 15. Wie bereits angekündigt, hat der Ausschnnss ein „Seminar für die Kulturgeschichte der Juden in Oesterreich“ und ein „Informatives, jüdisches Seminar“ errichtet. Das erste wird am 22. d. M. eröffnet. Das Einleitungsreferat über „Zweck und Wesen des Seminars“ hält Herr phil. Mayer Präger, anschliessend spricht Herr J.U.C, Heinrich Schiffmann über die „Juden in Oesterreich“. Im Kähmen dieses Seminars sind für das laufende Sommersemester noch folgende Themen angemeldet: „Herzl als Dramatiker“, „Geschichte der Juden in Polen“, „Die Weltanschauung Kichard Beer-Hofmanns“, „Juden im österreichischen Drama“, „Die Judenfrage im modernen Roman“. Das „Informative jüdische Seminar“ beginnt seine Tätigkeit Mittwoch den 27. d. M. Nach einem einleitenden Referat des Herrn phil. Mayer Präger wird Herr iur. Lippner über „Die Renaissance der Juden“ sprechen. Dieses Seminar wird vorläufig noch über folgende Themen referieren lassen: „Judenpogrome“, „Der jüdische Nationalfond und seine Ergebnisse“. Wir dürfen es uns wohl erlassen, auf die grosse Bedeutung dieser beiden Seminare noch in besonderen Worten hinzuweisen, und fest darauf vertrauen, dass die jüdische Studentenschaft durch regste Beteiligung beweisen wird, wie ehrlich sie es mit der Geschichte ihrer Nation meint. Anmeldungen für Referate (in beiden Seminaren) sind zu richten, an Herrn phil. Mayer Präger, Lese- und Redehalle. Alle Vorträge finden im Lokal der Halle pünktlich 7y2 Uhr abends statt. Lill Ffledmannsche Mädcben-AasstaUungsstiftiMo. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 400. — Bewerbungsberechtigt sind in erster Reihe arme unbescholtene isr. Bräute, welche die Verwandtschaft mit der Familie Friedmann-Ferrö nachzuweisen vermögen; in Ermanglung dieser arme unbescholtene israel. Bräute, welche Kinder oder Waisen von Mitgliedern der Temesvarer israel. Kultusgemeinde sind. — Verleihungstag: 17. Mai 1910. (Die Auszahlung erfolgt nach stattgehabter Trauung.) — Gesuchsbeilagen: Die üblichen Nachweisungen betreffend die Braut und den Bräutigam, — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 5. Mai 1910. — Einreichungsstelle: Präsidium der isr. Kultusgemeinde Temesvar (Erzebetudvar). — Verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 10. April 1910. Der Vorstand der israel. Knltusgemeinde. Konkursaussehreibung- Bei der neu gegründeten israelitischen Knltusgemeinde Oderberg Bahnhof-Schönichel gelangt die Stelle eines zweiten Kantors zur Besetzung. Bewerber müssen befähigt sein, das Sekretariat zu leiten, Religionsunterricht an öffentlichen Volksschulen zu erteilen und nebstdem die rituellen Schlachtungen vorzunehmen. Mit der Stelle ist ein Anfangsgehalt von K 1600 und ein Wohnungsbeitrag von K 400 verbunden. Der Beamte hat nebstdem Anspruch auf die statutenmässig festgesetzten Emolumente. Musikalisch gebildete Bewerber werden bevorzugt. Die mit dem Nachweise der bisherigen Verwendung versehenen Gesuche sind bis spätestens 1. Juni 1910 an den gefertigten Kultusvorsteher zu richten. Viktor Lustig Kultusvorsteher. Konkurs. Die israelitische Kultusgemeinde Marienbad beabsichtigt, für die Dauer derKnrsaison (Mai—Septemb. inkl.) einen töffl anzustellen. Meldungen mit Original von orthodoxen, in Galizien oder Russland anerkannten, streng orthodoxen sowie mit Nachweisen über die bisherige Tätigkeit sind bis längstens 7. Mai d. i. einzusenden. Gehalt nach Uebereinkommen. Marienbad im April 1910. Der Vorsteher: Otto Wolfner. Konkurs. Die israel. Kultusgemeinde in Mähr.-Weisskirchen beabsichtigt, die Stelle eines T empeldieners 1212 (Schames) zu besetzen. Verlangt wird, dass derselbe die Funktionen eines Schächters und Bandek versieht, ferner an Wochentagen vorbetet und im Verhinderungsfälle des Oberkantors auch an Sabbathen und Feiertagen den Gottesdienst versehen kann. Reflektiert wird nur auf einen jungen, ledigen Mann, der österreichischer Staatsbürger ist. Gehalt K 800 jährlich und freie Wohnung. Offerte sind zu richten anden Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Mähr.-Weisskirchen. Der Verstand: 8. Kober. I nB(«|| bestehend aus I oder 2 Zimmern, in der *■101 Umgebung des Hohen Marktes oder Kohlmessergasse, Parterre oder I. Stock, im Notfall II. Stock, für ein Bethaus von Bernhard Hofbauer. Fa. Ad. & B. Hofbauer, I., Tuchlauben 20, zur sofortigen Benützung gesucht. Russischer Tee mvi-ig.-i'adliingse nvs'? 1V2 der bestbekannten russischen Tee-Gesellschaft W. Wissotzky & Co., Generalvertreter f. Oesterr.-Ung. G. Lubetzky, Wien, IX., Rö&erg. 23. __1216 L? koscher Selchwarenu. Geflügelgeschäft ohne Konkurrenz ist passendes Verkaufslokal samt möblierter Wohnung, auf frequentem Posten zu vermieten. Reflektant, welcher auch zugleich Vorbeter und Schächter ist oder solchen engagiert, stehen diverse Betutensilien s. Sefer etc. zur Verfügung. Zuschriften an J. Deri, Kurort Aussee. In7ninn Ois in Nr. 14 dieser Zeitschrift vom 8. April be- AllLulUua sprochenen, im Verlage von Otto Baass erschienenen z: Klavier-Kompositionen ZZ des jugendlichen Komponisten op.l. „Nocturne“, op.2 „Gamins“ Marche de salon, op. 3 „Serenade“ Morceau de salon s'nd durch alle Buchu.Musikalienhandlungen,wie auch durch den Verleger OTTO MAASS, Wien,VI., Marlihllfentr.91, » mum. Grosse Sederfeier an den ersten zwei Pessacbabenden in der ii46 Restauration ip: E. HERL1NGER, IX., Rote Löwengasse 5 Anerkannt vorzügliche Küche. Gute hm bw-Weine. Massige Preise. Vereins-Zahnarzt Dr. Max Weisz. Wien, II., Circusgasse 47. 1178 Ordination von 9—6. Telephon 18399.