Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 27 (1910)
- Issue
- 4 (28.1.1910)
- Date
- 1910-01-28
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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■UW!U!.!" Sette 80 Dr. Vlochs Wochenschrift. Air. i Notiz. Jüdisches Theater, Regie M. Siegler, Hotel Stefanie, H, Taborstrahe 12. Ab Freitag den 28. Jänner 19>0 Premiere: „Der Skandal im Theater" von I. Rakow. Sonntag den 30. Jänner 1910: Volkstümliche literarische Nachmittagsvorstellung halb 4 Uhr unter Arrangement des akademischen Vereines »Jüdische Kultur"; zur Aufführung gelangt „Sulamith" von A. Golfaden, halbe Preise. In Vorbereitung: „Das lustige Weibl" von Wilensky. Geschäftsveränderung. Die Zweigniederlassung in Brünn, der Möbelfabrik Heinrich Bäck ist mit heutigem Tage in den Alleinbefitz des früheren Kompagnons, Herrn David Soffer, übergegangen, während die Niederlage in Wien, VII., Mariahllferstraße 74 a und Fabrik XIII., Goldschlagstraße 183, unter der Firma Heinrich Bäck, wie bisher, weiter geführt wird. Aufruf. An Wohltäter und Menschenfreunde! Ende Dezember starb hier eines plötzlichen Todes der Bücheragent L. N. und hinterließ eine Frau mit drei Töchtern in solchem Elend, daß am 17. d. M. eine von den Töchtern durch einen Sprung vom fünften Stockwerk ihrem Leben ein Ende machte, worüber auch die Tagesblätter berichteten. Das Elend der Hinterbliebenen wurde dadurch nicht geringer, umsomehr als die erneuerte und gesteigerte Aufregung sie aufs Krankenlager warf. Rasche Unterstützung ist hier dringend geboten und es ergeht an edle Menschenfreunde wie auch an Wohlt^tigkeitsvereine die dringende Bitte, Spenden ehest an die Adreffe der Herren Planer u. Bruder, KL, Glockengüsse 2 gelangen zu lassen, welche sie ihrer Bestimmung zuführen werden. Konkurs. In der israelitischen Kultusgemeinde zu Krakau ist die Stelle eines Rabbjneps zu besetzen. Die Bewerber wollen spätestens bis zum 28. Februar 1910 die üblichen Zeugnisse nebst Lebensbeschreibung an den Unterzeichneten überreichen. Alle sonstigen Bedingungen sind ans unseren Gemeindestatuten — welche auf Verlangen eingesendet werden — zu ersehen. Die Bezüge werden mit dem Kandidaten vereinbart werden. Der Präsident: Dr. T i 11 e s. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Ung.-Ostra (Mähren) gelangt die Stelle eines Rabbiners znr Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von K 1800 — nebst schöner Amtswohnung und sonstigen Nebenemolumenten verbunden. Bewerber, welche das 38. Lebensjahr nicht überschritten haben, österreichische Staatsbüreer sind, wollen ihre Gesuche mit Nachweis über die gesetzliche Bildung, des Doktorgrades und der Familienverhältnisse bis längstens 15. Februar d. J. an den gefertigten Vorstand einbringen. Dem Akzeptierten werden die Reisespesen vergütet. Vom Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Ung.-Ostra am 18. Jauner 1910. 1132 Der Vorsteher: Josef Grünfeld. Konkurs. Salomon Fränkische Helratsstiftung Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 370.—..— Bewerbungsberechtigt sind arme israelitische Mädchen, welche sich im Brautstande befinden. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sitteuzeugnis. — Letzter Tag der Ei nr eichungsfrist: 15. März 1910. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 16. Mai 1910. — Bewerberinnen, welche sich vor dem Verleihungstage verehelichen, werden jeden Anspruches an diese Stiftung verlustig. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltich erhältlichen Gesuchsbögen. Elise Herzsche Aasstattungsstlftimg. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 780.—. Bewerbungsberechtigt sind moralisch untadelhafte, dürftige, verwaiste, in Wien oder in Böhmen geborene Töchter jüdischer Eltern, welche sich im Brautstande befinden. — G esuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenschein des, beziehungsweise der verstorbenen Elternteile, Armutszeugnis, Verlobungsnachweis, Sittenzeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 18. Februar I9i0. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungs-Protokoll der israelitischen Kultusgemeinde). - — Auszahlungstag: 20. Dezember 1910. — Bewerberinnen, welche sich vor der Entscheidung über die Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. — Näheres in den von der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehenden Gesuchsbögen. Wien im Jänner 1910. Der Vorstand der Israel. KultusgemeLde. Gesucht wird für amtierenden Rabbiner passende Lebensgefährtin. Reflektiert wird auf hübsches, junges Mädchen aus konservativem feinen Hanse mit entsprechend hoher Mitgift. Mchtanonyme Anträge unter „L.“ an die Expedition dieses Blattes. Für ein streng religiös erzogenes, gebildetes, zwanzigjährige ü, d. c li e n. sprachenkundig, musikalisch, akademische Porträtmalerin, 20.000 Kronen Mitgift, wird passender Bewerber (am liebsten fix angestellter Rabbioer oder gut situierter Kaufmann) aus religiösem Hause gesucht. Nichtanonyme Anträge an die internationale Reklame-Annonzen-Expedition in Szentgotthärd, Ungarn. In der israelitischen Kultusgemeinde Baden, Niederösterreich kommt der Posten eines II. Kantors ,, mit Tenorstimme, der ein tüchtiger Koreh sein muss, zur Besetzung. Von den Bewerbern, die das 35. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, wird verlangt, dass sie über musikalische, deutsche, hebräische und pädagogische Kenntnis verfügen und haben sich dieselben über streng religiösen Lebenswandel, wie über die Kenntnis aller gottesdienstlichen „Minhägim“ durch entsprechende Zeugnisse auszuweisen. Reflektanten müssen befähigt sein, als Chordirigent, Religionslehrer, wie als Hilfskraft im Sekretariate verwendet werden zu können. Gehalt nach Uebereinkommen. Die Spesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Gesuche mit Belegen sind bis zum Endtermin, 1. März 1. J., an den Kultusvorstand zu richten. Baden, 12. Jänner 1910. 1131 Moriz Leitner Kultuspräsident. ln der Provinz wohnhaft suche für mein mutterloses Mädchen, 14 Jahre alt, sympathisches Aeussere, mit glänzendem Entlassungszeugnis der Volksschule, bei ausgesprochen ehrlicher, jüdischer Familie einen Platz, sei es zu Kindern oder zu älteren alleinstehenden Leuten. Beansprucht wird gute Behandlung und moralische Beaufsichtigung mehr als Lohn. Anträge unter „Sicheres Heim Wien oder Provinz“ an die Redaktion. Hnnhe/aVWilöva tüchtiger Philolog, guter Hebräer, mit IlUvjlIöpIJ Lilö/. den besten Referenzen, sucht einen Hauslehrer- oder Hofmeisterposten, wo er Gymnasialgegeristände und Hebräisch unterrichten könnte. Zuschriften an E. S., II., Untere Augartenstrasse 23/10. G. Tanz-Lehranstalt § J- HEI MANN emer. Mitglied der k. k. Hofoper Telephon 18.684 Wien,!!., Praterstrasse 43 Telephon 18.684 Kurse für Erwachsene. Jugendkurse. Kinderkurse. Einzelunterricht* Herausgeber und Verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef E. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VII.