Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 47 (19.11.1909)
- Date
- 1909-11-19
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 812 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 47 Konkurs. Konkurs. Im neuerbauten Tempel des Israel. Tempelvereines für die Bezirke Wieden und Margarethen in Wien gelangt die Stelle eines ersten Kantors znr Besetzung. Bewerber, die nicht älter als 34 Jahre sein dürfen, müssen über gediegene musikalische Bildung, vorzügliche Stimme (Tenor bevorzugt), umfassendes hebräisches Wissen verfügen und zur Schulung und Leitung eines Chores befähigt sein. Gehalt nach Uebereinkommen. Gesuche wollen bis spätestens 15. Dezember d. J. an den Schriftführer des Vereines (Wien, V/2, Schön! irunnerstrasse 125) gesendet werden. Franz Frankl Adolf Hofmann Schriftführer. Obmann. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Triesch in Mähren ist der Posten eines Rabbiners u. ReligionsBehrers ab 1. Jänner 1910 zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein fixer Gehalt von 2400 Kronen pro Jahr nebst üblichen Emolumenten verbunden. Die mit Zeugnissen versehenen Offerte sind bis 10. Dezember 1909 an den gefertigten Vorstand einzusenden, und wird noch bemerkt, dass die Kenntnis der böhmischen Sprache gefordert wird. Beisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. 1065 Triesch im November 1909. Der. Kultusvorstand. Uanrioloata/lDmilfor Äe®letetenJaUrgangee unteriHIIIUCldQlVQllGllllIVGl richtet in allen Gegenständen der Bürger¬ und Realschule und in allen Handelsfächern. „J. Z.“ II., Nestroygasse 8, III. Stock, Tür 14. G. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde in Stanislau schreibt hiemit — auf Grund Beschlusses des Kultusrates vom 81. Oktober 1909 — behufs Besetzung des Postens eines Rabbiners der Stanislauer israelitischen Kultusgemeinde einen Konkurs aus Die Kompetenten müssen in den an den Verstand bis Ende Dezember!. J. zu richtenden Gesuchen nachweisen: 1. Die österreichische Staatsbürgerschaft; 2. Allgemeine Bildung im Sinne des § 11 des Gesetzes vom 21. März 1890, Nr. 57, R.-G-Bl.; 3. Die Befähigung zur Ausübung des Kabbineramtes durch drei von in der talmudischen Wissenschaft hervorragenden, in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern angestellten Rabbinern, von denen wenigstens 2 in Galizien oder in der Bukowina wohnen, ausgestellte Atteste. Gehalt nach Uebereinkommtn. Stanislau am 1. November 1909. 1064 Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde. K i e s 1 e r. Zar Lektüre für unsere Jagend in unseren Familien. ELISE HERZ oder Geschichte einer Wohltäterin. Mit wahrheitsgetreuen Erzählungen, Biographien und Schilderungen, schön ausgestattet, mit Illustrationen versehen und in echt patriotischem und jüdischem Geiste von einem erfahrenen Schulmanne geschrieben. Zum Preise von K 1 und bei auswärtigen Bestellern nach Vorhereinsendung von K 1.10 franko zu beziehen von der Buchhandlung J. ÄL. BELF, Wien, I., Rabensteig z. Zweckmässige Ernährung. Es gibt nicht wenige Krankheiten, die ausschließlich durch Ernährung überwunden w rden. Thomas Sydenham, 1625/1689. Sydenham, ein berühmter Arzt, den die Engländer gern ihren Hippokrates nennen, war der erste, der in einer zielbewußten Ernährung die Möglichkeit der Heilung von Krankheiten erkannte. Wie recht er mit seiner Anschauung hatte, das wird von der Gegenwart mehr und mehr anerkannt. Ist doch neuerdings in der Diätetik eine besondere Wissenschaft geschaffen worden, welche die Lehren, durch zweckmäßige Ernährung Krankheiten zu verhüten und zu heilen, ausgestaltet hat. In der Tat hängt in vielen Fällen Besserung und Genesung ganz allein von dem vorhandenen Kräftevorrat und von der Möglichkeit ab, den Körper bei Kräften zu erhalten. Auch bei dem menschlichen Körper gilt der physikalische Grundsatz, daß bei jeder Krastentwicklung Stoff verbraucht wird; das bezieht sich auf jede menschliche Lebensäußerung, die von den Nerven und Muskeln ausgeführt wird. Der Körper gleicht diesen Verbrauch durch zweckmäßige Ernährung ' aus und der gesunde Körper ist im stände, sich diese Ersatzstoffe aus den gewöhnlichen Nahrungsmitteln herauszulösen. Der geschwächte und kränkliche Körper bedarf eines leichter ausnutzbaren Nähr- und Kräftigungsmittels, um die gewollten Zwecke zu erreichen. Von allen Nähr- und Kräftigungsmitteln hat unstreitig das Eiweiß den höchsten Wert, und das alte Wort Liebig's/ daß es die Quelle der Muskelkraft fei, wird auch heute noch als voll zu recht bestehend anerkannt. Hat doch noch ganz vor Kurzem der berühmte Kliniker Prof. Dr. von Noorden davor gewarnt, die Eiweißernährung im Volke dauernd geringer werden zu lassen, indem er schrieb: „Fast alle Volksstämme, die in der Weltgeschichte durch Ausdauer und Energie Jahrtausende lang Großes geleistet haben, sind von jeher große Eiweiß-Konsumenten gewesen." Eiweißreiche Kost ist also in erster Linie geeignet, die menschliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen und .das ist ja auch für die Aufbesserung der Kräfte bei Schwäche- und Krankheitszuständen das Hauptziel. Während aber die anderen Hauptgruppen der Ernährungselemente, Fetts und- Kohlenhydrate, in Form von Butter, Pflanzenölen oder Stärke und Zucker stets genügend rein erhältlich sind, ist es schwer, ein ganz reines Eiweiß für Ernährungszwecke zu erhalten, da die wichtigsten Eiweißquellen, Fleisch, Eier und Pflanzeneiweiß. für den' in seiner Verdauung geschwächten Organismus schädliche Nebenprodukte bilden. Den Forschungen moderner Wissenschaft und der Anwendung moderner Technik ist es gelungen, in großem Maßstabe ein solch reinstes Eiweiß herzustellen, es löslich zu machen und ihm einen weiteren Nährstoff anzugliedern, dessen leicht verdauliche Ileberführung in den Säftestrom des Körpers die stets willkommene Kräftigung des Nervensystems herbeiführt. Dieses Präparat ist das Sanatogen und die Erfahrung, die die Aerzte mit diesem ausgezeichneten Präparat gemacht haben, bewahrheiten den Ausspruch Sydenhams noch heute. Tausendfältig ist es gelungen, durch Sanatogenernährung Schwache und Kranke wieder zu stärken. Mehr als 12.000 Aerzte haben ihre Zufriedenheit mit der Wirkung des Sanatogens schriftlich zum Ausdruck gebracht und nachweislich nehmen nahe an 50.000 Menschen täglich dieses Präparat zu sich, das ihnen neue Leistungskraft verleihen soll. Sanatogen ermöglicht es, dem Körper schnell und leicht Kräftigung und Stärkung auf dem Wege der Ernährung zuzusühren. Es ist deshalb angezeigt als Stärkungsmittel bei allen Schwächezuständen der Kinder und der Erwachsenen, bei Blutarmen, Nervösen und Neurasthenikern, während oder nach erschöpfenden Krankheiten, nach Blutverlusten und Operationen. In der Verbesserung der allgemeinen Ernährung und des allgemeinen Befindens liegt auch das Geheimnis der Sanatogenwirkung bei vielen nervösen Beschwerden. Durch die Ernährung mit Sanatogen können die Nerven ihren durch Ueberarbeitung herbeigeführten Kräfteverlust ausgleichen. Sie verlieren ihre krankhafte Reizbarkeit und gewinnen die Wiederherstellung ihrer Energie. Ausführliche Mitteilungen sind in einer übersichtlichen, reich illustrierten, interessanten Broschüre zusammengestellt, die von den Sanatogen-Werken, Berlin SWl 48, kostenlos versandt wird. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VII,