Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 31 (30.7.1909)
- Date
- 1909-07-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Sette 532 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 31 VI. und VII. Bezirk. Obmann: Dr. Jakob Engel Obmann-Stellvertr.: Hermann Liebermann Schriftführer: Ignaz Klein Bacbrach Wilhelm, Seidenwarenfabrikant Bäck Heinrich, Möbelfabrikant Badio Marko, Fournierfabrikant Barkan Josef. Hutfabrikant Berger Alfred, Exporteur Bloch Samuel, Edelsteiuhäudler . Eisenberger Max, k. k. Kommerzialrat Felsenburg Moriz, Kürschner Fischer Markus, Modewarenerzeuger Fleischner Max, Metallwarenfabrikant Foges Rudolf, Garnhändler Gewitsch Siegmund, Lederhändler Haas Friedrich, Exporteur Hirsch Paul. Schuhwarenfabrikant Janowitzer Bernhard, Exporteur Khuner Friedrich, Fettwarenfabrikant Knöpfelmacher Markus, Schuhwarenfabrikant König Hermann, Kürschner Kraus Karl, k. k. Kommerzialrat Läufer Simon, Wäschewarenfabrikant Löbl Sal.. Dr., Arzt Pollak Friedrich, Modewarenfabrikant Pjllak Friedrich, kais. Rat Schüller Ernst, Wirkwarenfabrikant Sonnenschein Josef, Huthändler Toffler Josef, kais. Rat Waller Leopold, Lederfabrikant Weisz Samuel, k. u. k. Hoflieferant VIII. und IX. Bezirk. Obmann: Oonat Zifferer Obmann-Stellvertr.: Gottlieb Bettelheim Schriftführer: Jakob Modern Beck Adolf, k. u. k. Hoflieferant Beck Hermann, k. u k. Hoflieferant Bettelheim Philipp, Handelsagent Brecher Julius, Börseeffektenhändler Brod Salomon. Installateur Fröhlich Arnold, kais. Rat Glogau Alfred, Dr., Hofu. Gerichtsadv. Götzl Ernst, Spediteur Granichstädten Julius, Großhändler Hiller Max, Grosshändler Hendl Leopold, Uhrmacher Horch Ludwig, Direktor Klinger Norbert. Dr., Hofu. Gerichtsadvokat Landau Alexander 8., Privatier Leinkauf Josef J., Spediteur Lownberg Josef K , General-Direktor Melcher Edmund. Architekt Möller Josef, Fabrikant Pappenheim Wilhelm, Produktenbäudler Quittner Josef, k. u. k. Hoflieferant Schnepp Moriz, Dr., Arzt Trebitsch Isidor, Wäsche Warenhändler Wilhelm Ignaz, kais. Rat Witrofsky Josef, Branntweinschänker XII. bis XV. Bezirk. Obmann : Samuel Mohr Obmann-Stellvertreter: Anton Pick Schriftführer: Samuel Bernhard Bass Leopold, k. k Kommerzialrat Blasskopf Edmund, Privatier Duschinsky Jakob, Weinhändler Hofbauer Filipp, Fabrikant Hoffmann Samuel, Brauereivertreter Neufeld Heinrich, Geflügelhändler Popper Jakob, Hausbesitzer Reichenfeld Siegfried, Eierhändler Simon Alexander, Eierhändler Sonnenfeld Ignaz, Rohproduktenhändler Spitzer Ludwig, Weiuhändler Turner Isidor, Viehhändler Weinberger Hermann, Privatier Zirner Max, Juwelier XVI. und XVII. Bezirk. Obmann: Leopold Trebitsch Obmann-Stellvertr.: Dr. Jakob Deutsch Schriftführer: Siegmund Schickler Fischer Samuel, Buchhändler Goldblatt Alex, Pfandleihänstalt-Inhaber Katz Ottomar, Rauchrequisitenhändler Kohn Adolf, Konfektionär Medak Moriz, k. k. Hoflieferant Pick Moriz, Hausbesitzer. Poilatschek Rudolf, Eisenhändler Pollitzer Eduard, Lederhändler Sittig Josef, Knopffabrikant Trnka Bernhard, Bauholzhändler Weiler Siegmuud, Kleiderhändler Weizmann Salomon, Photograph XVIII. und XIX. Bezirk. Obmann: Anton Koretz Obmann-Stellvertreter: Dr. Ignaz Winter Schriftführer: Jakob Renner Breuer Moriz, Dr., städt. Bezirksärzt Duschnitz Max, kais. Rat Engel Edler v. Janosi, Alex., kais. Rat Gassinger Eduard, Oberbuchhalter Gr )tte Jacob, Branntweinschänker Kohn Edmund, Holzhändler Markstein Wilhelm, Kohlenhändler Möller Moriz, Handelsagent Nossig Josef, Kaufmann Schermann Josef, Pfaidler Stern Siegmund J., Bauunternehmer XXI. Bezirk. Obmann: Dr. Jakob König Obmann-Stellvertreter: Gabriel Dukes Schriftführer: Emil Fanto Grünwald Emanuel Grünwald Ignaz Weininger Salomon Wodak Adolf Wodicka Ignaz Glaser Jakob Czuczka Simon Epler Jakob Mandl Heinrich Korrespondenzen Cine Delegation des türkischen Parlaments bei der „Alliauee Jsraelite Universelle". Eine Delegation von gegenwärtig in Paris weilenden ottomanischen Parlamentsmitgliedern hat sich am Donnerstag den 15. Juli nach dem Bureau der „Alliance Jsraelite Universelle" begeben, wo sie von dem Präsidenten Herrn Leven und Mitgliedern des Zentralkomitees empfangen wurde. Die Delegation bestand aus den Herren Dr. Riza Tewfi! Bey, Deputierter von Adrianopel; Midhat Bey. Deputierter von Serres; Saffoon Effendi, Deputierter von Bagdad; Bustani Effendi, Deputierter von Beyrut; Mazliah, Deputierter von Smyrna. Die Herren waren begleitet von dem Kapitän Ismail Djanbulet Bey und von Herrn Assüe, Mitglied der nach Frankreich entsandten ottomanischen Finanz-Studien- Kommiffion. Herr Leven drückte den Delegierten auch im Namen seiner Kollegen vom Zentralkomitee seine Freude über diesen spontanen Besuch aus. Er begrüßte die ottomanischen Deputierten als Vertreter eines Landes. . das den verfolgten und bedrückten Juden jederzeit im Wettesten Maße Gastfreundschaft gewährt habe. Wenn diese Auffassung brüderlicher Duldsamkeit unter den verschiedensten Regierungen der Vergangenheit geherrscht habe, wie viel mehr werde sie jetzt in Ehren gehalten werden, da die Türkei nach dem großartigen Aufschwung zur Freiheit, der in aller Wett Bewunderung gefunden, die Bürgerrechte proklamiert und sich ihre Stellung als konstitutioneller Staat erworben habe. Die „Alliance" hat seit fast fünfzig Jahren an diesem Werke des Fortschrittes mitgearbeitet. In zahlreichen Schulen, die nacheinander während dieses Zeitraumes im Lande gegründet wurden, hat sie die intellettuelle und moralische Emanzipation der Juden angestrebt, und nichts kann die Resultate der „Alliance" besser vor Augen führen als die Zugehörigkeit der Deputierten zum ottomanischen Parlament, die ihren ersten Unterricht in den Instituten der „Alliance" genossen haben. Herr Dr. Riza Tewfik Bey, Deputierter von Adrianopel, dankte dem Präsidenten der „Alliance" für seine sympathischen Worte. Er erklärte, daß er das Erziehungswerk d'er „Alliance Jsraelite Universelle" in der Türkei sehr zu schätzen wisse, weil er, ein Muselmann, seine erste Erziehung diesem Werk verdanke; auch habe er nicht aufgehört, ihm seine große Spmpathie öffentlich zu bezeigen. Das Wohlwollen, das die Türkei den Juden entgegenbringe, ist nur gerechtfertigt. Ihre intellektuelle Täiigkeit, ihre reinen und friedlichen Sitten werden viel dazu beitragen, um den Fortschritt des Landes zu entfalten. Wie bisher, so könnten sie auch in Zukunft auf den Geist menschlicher Brüderlichkeit aller Mitbürger zählen, welcher konfessionellen oder Volksgruppe diese auch angehören. Eine Andeutung auf die zionistische Bewegung beantwortete der Redner dahin, daß es geraten sei, diese Bewegung nicht zu unterstützen. Die Türkei habe im Sinne, ihre Türen allen Verfolgten offen zu halten, die zu ihr kommen, um ihre Kräfte zu brauchen oder ihre Kapitalien nutzbar zu machen. Sie würde eine Bewegung nicht dulden, die das Aufrollen einer in Wirklichkeit nicht existierenden jüdischen Frage bezwecke, einer Frage, die hervorzurufen nicht im Interesse der Israeliten liege. Herr Leven erklärte, daß diese Auffassung den Ansichten der „Alliance" voll entspräche. Die „Alliance" habe es bisher verstanden, dem Zionismus fernzubleiben, und habe vermieden, ihn in irgend einer Art zu ermutigen. Die Unterhaltung, die sich beinahe zwei Stunden hinzog, trug den Stempel großer Herzlichkeit.