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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-07-23 · 30 (23.7.1909) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
30 (23.7.1909)
Date
1909-07-23
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Sette 524 Dr. Blochs Wochenschrift. Tlx 30 Dr. L. Münz, früherer Rabbiner in Kempen ^Prov. Posen). Religiöse Zeitfragen. Zweite revidierte Auflage. Preis Mk. 2.—. Verlag Louis Lamm, Berlin 6 2. Briefkasten. S. Schwarzbaum in M. Uebersenden Sie Ihren Antrag an die Vereinsleitung der „Oesterreichisch-Jsraelitischen Union". Wenn von dieser Stelle aus ein Aufruf im Sinne Ihrer Anregung erfolgt, so dürfte er jedenfalls einen anderen Erfolg erzielen, als wenn der Aufruf von einer Privatperson gezeichnet ist. E. S. Der Artikel war ein Auszug aus dem Buche, welches wir aber selber nicht mehr besitzen. Palästina. Gegen einen gewissen Samuel T i k t i n, welcher in Europa reist, angeblich um für die „Allgemeine Männer-Jrrenanstalt" in Palästina Gelder zu sammeln, erläßt die Leitung jener Anstalt eine öffentliche Warnung, nachdem sie den betreffenden S. T i k t i n hiezu nicht beauftragt hat. A. F. lieber die Gesinnung des Zaren ist jeder Zweifel ausgeschloffen und die Demonstrationen der freiheitlichen Elemente in Europa gegen seine Person und seinen Besuch sind wohl begreiflich. Die Gesinnung deS Zaren erhellt auch aus nachstehender Tatsache: Die Abteilung des „Ruffischen Volksvereines" in Beßarabien hat aus Anlaß von Kruschewans Ableben am 19. Juni ein Ergebenheitstelegramm an den Zaren gerichtet. Auf einen diesbezüglichen Bericht des Ministers des Innern hat der Zar folgenden eigenhändigen Vermerk gemacht: „Ich bedaure sehr den Tod von Kruschewan. Ich danke für die ausgedrückten Gefühle." — Und das trotz Dubrowin und der bevorstehenden Englandreise! K. T. iu S. Die jüdische Abstammung des neuen deutschen Reichskanzlers beruht auf einem Mißverständnis, dagegen die semitische Blutmischung in den Adern Richard Wagners ist im hohem Grade wahrscheinlich; auch seine Physiognomie zeigte einen jüdischen Zug. Anfrage. Ist einer unserer Leser in der Lage, uns ein strenges Erziehungsinstitut in Deutschland zu empfehlen, welchem ein orthodoxer Jude, der auf eine religiöse Erziehung besonderes Gewicht legt, einen Knaben anvertrauen kann? Ignaz Klepetasch Helrats-Ausstattungs-Stlftung. Aas obiger Stiftung werden die Zinsen im Betrage von K 200.— an ein armes verwaistes Mädchen jüdischer Konfession, das sich zu verehelichen im Begriffe steht, als Ausstattungsbeitrag verliehen. Die mit einem Geburts-, Armuts- und Sittenzeugnisse sowie auch mit einem Verwaisungs- und Brautstandsnachweise versehenen Gesuche sind his 31. Juli 1909 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, woselbst auch in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, einzureichen. Auszüge aus den Matriken der Israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskünfte werden im Stiftungsamte der israel. Kultusgemeinde erteilt. M. L. Biedermann Walsen-Stiftung. Anzahl der Stiftplätze: Unbestimmt, im Betrage von zus. K 5900.—. — Bewerbungsberechtigt sind: In erster Linie hilfsbedürftige Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und direkte Nachkommen der nachbenannten Personen sind, und zwar der Herren M. L. Biedermann, Sim. Biedermann, Jos. Biedermann jun , Hermann Biedermann, Anton Biedermann, Josef Biedermann seu., Samuel Biedermann, J. Goldschmidt, 8. J. H. Goldschmidt, J. L. Hoffmann Edler v. Hofmannsthal, Aron Hermann, B. M. Kaula, Jacob Löwy, J. H. Mannheimer, M. Stross, H. Edler v. Wertheimstein und der Frau Amalie Lang. In zweiter Linie und insoweit nach Beteilung der oben bezeichneten Bewerbungsberechtigten noch ein Erträgnisrest verbleibt, hilfsbedürftige israel. Waisen, welche das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deren verstorbene Väter Mitglieder der israel. Kultusgemeinde Wien waren. — Gesuchs beilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein, Verwandtschaftsnachweis, Sittenzeugnis. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jflll 1909. — Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4, IL Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Streng orth, inteil., junger Mann, 28 Jahre alt, seit 10 Jahren in Deutschland, Beisender einer der bedeutendsten Fabriken Rheinlands sucht passende Partie Verlangt wird frommes, hübsches Mädchen aus erstklassiger Familie, mit grösserer Mitgift. Einheirat in gutfundiertem, grösseren Geschäft bevorzugt. Nur ausführliche Angebote. Diskretion Ehrensache. Unter Chiffre J, G. Rhld. an die Expedition des Blattes. Therese Werthelm’sche Brautausstattungs-Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von K 320.—. — Bewerbungsberechtigt sind: arme, mütterlicherseits oder gänzlich verwaiste israel. Mädchen aus der hiesigen Kultusgemeinde. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis, Totenscheine. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1909. — Einreichungsstelle: I, Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Bewerberinnen, welche sich vor Verleihung dieser Stiftung verehelichen, werden jedes Anspruches an dieselbe verlustig. Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Heinrich Klinger Widmung 1902 Kr Handels- oder Gewerbetreibende. Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je K 200.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Unterstützungsbedürftige und würdige Handels- oder Gewerbetreibende. Gesuchsbeilagen: Nachweis über den Betrieb eines Handels- oder Gewerbsunternehmens (Erwerbsteuerbogen, Gewerbeschein etc.) Geburtsschein, Armutszeugnis. — Letzter Tag der Einreichangsfrist: 31 Juli 1909 — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 1. Oktober 1909. — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten Wien, 1. Juli 1909. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Die israelitische Kultusgemeinde ip Jäjjerndorf, Oesterr.- Schlesien, beabsichtigt für das Schachris- und Minchagebet an den hohen Feiertagen einen Bal-Tfillah aufzunehmen. Es wird ersucht, Anbote von hiezu befähigten Herren unter Angabe des hiefür beanspruchten Honorares baldigst an den gefertigten Vorsteher zu richten. Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde der Vorsteher: Julius Krämer. Zweiter Bassist mit kräftiger, klangvoller Stimme, perfekter Blattleser, wird heim Synagogen-Verein Beth Israel (nach polnisch-jüdischem Ritus) in Wien, II., Leopoldsgasse 29, aufgenommen. Gehalt K 10 monatlich. Offerte mit Zeugnissabschriften sind an das Sekretariat obigen Vereines zu richten. Der Bethausverein von Oderberg-Bahnhof, Oest.-Schlesien, sucht einen Rabbinatskandidaten der an den hohen Feiertagen Predigten halten, als auchScharchreissim vorbeten soll. Honorar nach Uebereinkommen. Offerte sind zu richten an den Obmann das Vereines. Der Schriftführer: Smetana. Der Obmann: V. Lustig. Verein der Sabbaftfrennde „Zdnmre Schabbos“. 9ii Wien, II., Kleine Schiffgasse 10, Bureaustunden: 9—10 Uhr Vormittags?1^—ÖVa Uhr Abends. Arbeitgeber: Kommis der Manufakturwarenbranche. Provinz. Kommis der Pelzbranche, Wien. Lehrbursche für Kappenmacher, Wien. Komptoirpraktikant, Lagerpraktikant, Wien. Kommis in der Lederbranche, Provinzstadt. Arbeitnehmer: Bewerber: Buchhalter (Ungar), Kommis der Galanteriewarenbranche, Reisender der Konfektionsbranche, Kontoristinnen, Buchhalterinnen. Jüdischer Verein „Einheit“. Warnung. Es wird zur geneigten Kenntnis gebracht, dass derzeit niemand für diesen Verein in Galizien Beiträge sammelt. Geneigte Zuwendungen wollen gefälligst direkt an unserem Obmann, Herrn Bernhard Hofbauer, I., Tuchlauben 20, gesendet werden. Der Vorstand. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck L Sohn, Wien, VII.

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