Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 27 (2.7.1909)
- Date
- 1909-07-02
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Sette 476 Dr. Blochs Wochenschrift. irr 27 Aufruf. Ein jüdischer Sportklub ist in Bildung begriffen, der einem längst fühlbaren Mangel im Sportleben Wiens abhelfen will. Allgemein bringt man diesem Plane das lebhafteste Interesse entgegen. Es soll insbesondere das Fußballspiel, dann Leichtathletik (wie Laufen, Spnngen rc.) und auch Schwerathletik gepflegt werden. Erstklaffige Spieler und begeisterte Freunde des Sports, zahlreiche unterstützende und ausübende Mitglieder sind bereits gewonnen. Zwei komplette Mannschaften sind bereit, ihre jungen Kräfte im Training zu stählen. Diesem Verein die ersten Schwierigkeiten zu ebnen, und sein Bestehen zu sichern, fordern die Unterzeichneten Proponenten Me Diejenigen, welche an der vornehmen Arbeit der körperlichen Hebung des jüdischen Volkes terlnehmen wollen, auf, dem jüdischen Sportklub als ausübende oder unterstützende Mitglieder oeizutrctcn. Dr. Fritz Löhner, L. Weisz, S. Rufeisen, S. Weinberger Zuschriften sind zu richten an S. Weinbergcr, Beamter, ll., Rembrandtstraße 19, Tür 9. Ignaz und Eleonore Fluss'sches Techniker Stipendium. Anzahl der P ä t z e : Einer im Betrage von K 80.— p. a. Bewerbungsberechtigt sind: Mittellose. israelitische Hörer der k. k. technischen Hochschule in Wien — Bevorzugt siud: Verwaiste, insbesondere doppelt verwaiste und unter gleichen Verhältnissen in Galizien heimatsberechtigte Bewerber. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsscheiu , Armutszeugnis , Siudienzeugnisse und eventuell Totenscheine der Eltern, — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juli 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoil). — Näheres in den von der Einreichuugsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Katfiarina und Lazar Goldstern Stiftung für Witwen. Anzahl der Plätze: Drei im Betrage von je K 398.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Israelitische dürftige, im Polizeibezirke Wien wohnhafte Witwen, aus dem Zivilstande von nachgewiesen moralischer Haltung, deren Ehemänner in der Zeit vom 16. Juli 1908 bis 15. Juli 1909 verstorben sind. — Bevorzugt sind: Witwen nach ßabbinern oder israelitischen Lehrern; bei gleicher Bedürftigkeit haben jene Bewerberinnen den Vorzug, welche die grössere Anzahl Kinder besitzen. —Verleihungstag: 15. Oktober 190s. — Gesuchsbeilagen: 1. Totenschein <tes Gatten. 2. Geburtsschein der Bewerberin. 3. Trauungsschein der Bewerberin. 4. Geburtsscheine der Kinder, ö. Ein von der Polizetdirektion Wien ausgeste ltes Sittenzeugniss. 6. Abhandlungsbehördlicher Bescheid, dass die Verlassenschaft nach dem verstorbenen Gatten armutshalber abgetan wurde. 7. Legales Armutszeugniss. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 3l. Juli 1909. — Einreichungsstelle: Magistrats-Abteilung XIII. Neues Rathaus. — Auf verspätet oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Der Vorstand der israelitischen Aultusgemeinde Wien. Jüdische Volksbank für Mähren u. Schlesien R. G. m. b. H. Brünn, Krapfengasse 19. Wechseleskompte Faktureneskompte Personal kr edite Spareinlagen gegen Sparbücher. Die Rentensteuer zahlt die Jüdische Volksbank aus Eigenem. Gutgehendes Spezereigeschäft in Wien Tageslosung hundert Kronen, Lage best geeignet für Sabbath haltenden Geschäftsmann, preiswert zu verkaufen. Anfänger wird abgerichtet. Anbote unter „W. E.“ au die Admiu. des Blattes Für die Leitung eines jüdischen Knabenwaisenhauses wird eine Wiener Tempel sucht musikalisch gebildeten, stimmbegabten Kantor als Aushilfe für die nächsten Jemim neureim. Honorar 4- bis 500 K. Anträge unter „M. Sch. 21“ an die Expedition des Blattes. 9öi Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Polna ist die Stelle eines autorisierten Rabbiners der zugleich, Kantor, Koreh, geprüfter Religionslehrer und Matrikenführer sein muss und der böhmischen und deutschen Sprache vollkommen mächtig ist, binnen 3 Monaten zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein fixer Jahresgehalt von K 1600 (Eintausendsechshundert Kronen; nebst freier, schöner Wohnung, Remuneration für den Religionsunterricht an Volks- und Bürgerschulen, Erträgnis der Matrikenführung und üblichen Emolumenten verbunden. Die Reflektanten haben ihre Gesuche nebst legalisierten Zeugnisabschriften bis zum 15. Juli I. J. an den israelitischen Kuitusvorstand in Polna eiuzusendeu. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Hermann Basch : Kultusvorsteher. Konkurs. Bei der grossen Synagogengemeinde zu Bukarest gelangt der Posten eines Oberkantors <rrn> mit einem fixen Gehalte von 3—4000 Franks jährlich, ausser den üblichen Nebenemolumenten von zirka bOOu Franks — ab i. August I. J. zur Besetzung. Bewerber soll musikalische Fachkenntnisse haben, eine klangvolle Stimme besitzen (Tenor bevorzugt), muss aucü befähigtsein, nach alt-jüd. Weise (polnischem Ritus) mit Chor vorzubeten und im Bedarfsfälle in der Tnora vorzulesen. Bewerber um diese Stelle haben ihre mit Zeugnissen belegten Gesuche nebst Photographie, curriculum vitae und Angabe des Familienstandes an den Kultusvorsteher Äser Abramovitz, Bukarest, Strada Carol Nr. 62, zu richten. Nur dem Akzeptierten werden Reisespesen vergütet. 949 Bukarest, Juni 1909. Israelitisches Schnlerhelm ln Graz (Steiermark) Vornehmes Knabeninternat auf pädagogischer und hygienischer Grundlage. Vollständige Vertretung der Eltern. Strenge Aufsicht. Nachhilfe und Vorbereitung zu Prüfungen vuri Fachprotessoren. Fremde Sprachen, Musik. Während der grossen Ferien täglich Ausflüge, Exkursionen. Referenzen erteilt Üniv.-Dozeiit, Laudesrabbmer Br. Herzog, enaz. Prospekte durch „Israelitisches Schülerheim“, Graz, Feuerbachgasse 16)11. „Zankl Baiais“.. 966 Für die Ferienzeit. Junger Lehramtskandidat sucht in guter Landluft, in religiösem Hause, als Reisebegleiter oder Hofmeister Stellung. In Untergymnasial-Gegenstauden, Hebräisch, Zeichnen besonders versiert, vorzüglicher Turner, war schon in Stellung. Gefällige Anträge unter „Verlässlich 10“ an die Administration. G Gewesene Leiterin und Lehret in einer Wiener Erziehungs-Anstalt nimmt mit dem beginnenden Schuljahre junge Mädchen des Mittelstandes welche hiesige Lehranstalten besuchen, in gewissenhafte Verpflegung und Beaufsichtigung. Nähe der besten Lehranstalten (wie Handelsakademie des II. Bezirkes), Gefällige Zuschiiften sinn zu richten an Flora Schafranik, II., Taborstrasse 22. in mittleren Jahren und mit pädagogischen Erfahrungen per sofoi t W* aufzunehmen gesucht, Anträge mit Bedingungen sind zu richten an die Adresse L. Bernstein, Stanislau, Galizien. Geprüfter Religions- und Voiksschullehrer übernimmt Ferialunterricht hier und Umgebung. Auch Barmizwah^ Vorbereitung billigst. II., Scholzgasse 12, Tür. 2.. Herausgeber und Verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck Von L. Beck L Sohn, Wien, VH.