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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-06-11 · 24 (11.6.1909) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
24 (11.6.1909)
Date
1909-06-11
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 428 Dr. Vlochs Wochenschrift. Nr. 24 die neuesten Erfahrungen auf den Gebieten der Völker- und Staatengeschichte, des sozialen Lebens, in Moral, Religion, Kunst und Wissenschaft, hauptsächlich an der Hand der Beilagen zur (Münchener) „Allgem. Zeitung". Hieraus erklären sich die Vorzüge sowie die Mängel d:r Schrift, als deren empfindlichste die Beschränkung auf die von jenem Blatte gewürdigten Personen und Werke und diu etwas einseitige Betrachtungsweise zu nennen sind. Wenn Schnitzler und andere mit dem Vermerk „Jude" angeführt werden, so hätten wir folgerichtig diesen Hinweis auch bei Grätz, Liebermann usw. erwartet oder für überflüssig gehalten. Dem Judentum läßt H., soweit er es kennt, Gerechtigkeit widerfahren. Daß er aus dem behandelten Zeitraum außer dem Zionismus nichts von einer Bewegung im Judentum zu melden weiß und an ihm nur Erstarrung wahrnimmt, ist freilich nicht seine, sondern der Juden Schuld. Der Antisemitismus und alle anderen reaktionären Mächte finden in H. einen eifrigen Gegner. Das Buch ist für jeden, der sich in unserer Zeit zurechtfinden will, unentbehrlich. R. M. §vitfkafktn* A. M. In den letzten 2ü Jahren ist die Zahl der Juden in Indien von 12.000 auf J8.000 gewachsen. Dieser Zuwachs kann nicht auf Einwanderung zurückgeführt werden, da Indien für den fremden Juden nur wenig Anziehungskraft besitzt. In Aden wohnen 3059 Juden, in Bombay 5357 bei einer Gesamtbevölkerung von 750.000. In Kalkutta sind 1889 Juden ansässig, in ganz Zentralindien nur insgesamt 24. Die Zahl der Juden in Cochin beträgt 1137. In Ernakulam wohnen 412, in Mettancheri 474 weiße und „schwarze" Juden. Im Staate Mysor wohnen 3t Juden, im Bezirk Bombay 609, im Staate Sind 426. S. L. Sie müssen sich in dieser Angelegenheit an Herrn Rabbiner Dr. Bach wenden. M. Sch. In vorliegender Nummer lesen Sie über H ö n i g Dokumente. Frau Leuthold in Breme«: Das ist ein russisches Sprichwort: „Der Kopf der Frau ist so leer wie die Börse des Tartaren." Der russische Volksmund hat mehrere derartige' weiberfeindliche „Denksprüche". Max Ritter von Pfeiffer-Stiftung für Juristen des zweiten oder eines höheren Jahrganges. Anz ahl .der . Plätze: Einer im . Betrage - von K. 390.—. — Bewerbungsberechtigt sind: mittellose israelitische Hörer der juridischen Falkultät in Wien des zweiten oder eines höheren Jahrganges. — Bevorzugt: Nach Wien zuständige Bewerber. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Index, Studienzeugnisse, eventuell Heimatsschein L e t z;te r Tagder Einreichungsfrist: 15. Juli 1909. -■£- Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Verleihungstag: 18. Oktober 1909, Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Andreas Feigei’sche Witwen-Stiftung. inzahl der Plätze: Acht im Betrage von je K 100. —. — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, in Wien wohnhafte israelitische Witwen. — Gesuch sb eilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Gatten. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Fanny von Hofmannsthal-Dornitzer’sche Witwen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Ein bis vier im Betrage von zusammen K 840.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, israelitische in Wien wohnhafte Witwen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Gatten. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I.. Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle. unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Rosalia Pollak-Widmung für blinde Frauen. Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von je K 80. . — Bewerbungsberechtigt sind: Arme israelitische, erblindete oder durch schwaches Sehvermögen erwerbsunfähige Frauen oder Mädchen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis und ärztliches Zeugnis über die Erblindung oder die durch schwaches Sehvermögen hervorgerufene Erwerbsunfähigkeit. — Letzter Tag der -Einreichungsfrist: 30. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, IL Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Josef Spitzer-Stiftung für des Ernährers beraubte Familien. Anzahl derPlätze: Drei oder vier im Betrage von zusammen K 252.-Be werbuugsb ere chtigt sind: jüdische Familien, welche des Ernährers, sei es durch Tod, sei es durch andere Umstände beraubt wurden. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein des einschreitenden Familienmitgliedes, sowie Bescheinigung über den Abgang des bisherigen Familienernährers, Armutszeugnis. — Letzter Tag d er Einreich ungsfrist: 30. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von der Einreichungsstelle unentgeltlieh erhältlichen Gesuchsblanketten. Rosalia Mintz Witwen-Stiftung. Anzahl der Plätze: Vier im Betrage voji je K 176.—. — Bewerbungsberechtigt sind: Arme, israelitische Witwen. — Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Totenschein des Gatten. — Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1909. — Einreichungsstelle: I., Seitenstettengasse 4, II. Stock (Einreichungsprotokoll). — Näheres in den von derEinreiehnngsstelle unentgeltlich erhältlichen Gesuchsblanketten. Der Vorland der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Konkurs. Die Kultusgemeinde Pirnitz akzeptiert perl.Juli a. c. einen Vor beter prim rrniw '«“np mit einem Fixum von K 1020.— samt Emolumente. Gesuche sind an den Kultusvorstand Pirnitz bei Iglau im Mähren zu richten. Simon Kälbl, Kultusvorsteher. Verein der Sabbathfreunde „Scbotnre Scbabbos“. Wien, II., Kleine Schiffgasse 10, Bureaustunden: x/s2—x/a3 Nachmittags 8—§ Uhr Abends. Stellengesuche: Komptoiristen, Reisende,Volontäre, Komptoiristinnen. Offene Stellen: Reisender für Tapeziererzugehör, Wäschemanipulantin, Lehrjungen, Kappenarbeiter, Mädchen zum Abrichten für Kappenarbeiten, Näherinnen, Schneiderinnen, Kellr er. Israelitisches Schülerheim Graz (Ste' ' Vornehmes Knabeninternat. Beständige Kontrolle über die Klassenleistungen. Nachhilfeunterricht. Während der grossen Ferien täglich Ausflüge. Grössere Exkursionen. Besonders geeignet zur Erlernung der deutschen Sprache. Prospekte versendet: Israelitisches Schülerheim, Graz, Feuerbachgasse 16/IL „Zanckl Palais“. <' 940 Stellengesuch. Ein Mann, der gegenwärtig die Stelle eines Religionslehrers, Sekretärs, Kultus-, Tempel- und Friedhofdieners in einer Kultusgemeinde bekleidet, wünscht aus Familienrücksichten seinen Posten zu wechseln. Derselbe kann auch vorbeten und die Thora vorlesen. Gefällige Zuschriften an die Redaktion dieses Blattes. Antrag. Wünsche mit einem sehr soliden Schadchen bezüglich einer Einheiratung in ein gutes, altrenommiertes Geschäft in Verbindung zu treten. Schadchens aus österreichischen Provinzen, als auch Böhmen und Mähren werden bevorzugt. Zuschriften unter D. K. an die Expedition dieses Blattes zu richten. BucMruckerel und litograph. Anstalt L. Beck & Sohn Wien, VII», Burggasse Np. 31. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef S. Bloch. — Druck von L. Beck & Sohn, Wien. VIT. 58

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