Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 17 (23.4.1909)
- Date
- 1909-04-23
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 304 Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 17 als Dividende zu verteilen, mithin den Kupon Nr. 28 mit K 26 — ab 19. April l. I. zur Einlösung zu bringen und den Rest von K 53.319-85 auf Rechnung des Jahres 1909 vorzutragen. Wiener Lebens- und Renteu-Verficherungsaustatt. Die 27. ordentliche Generalversammlung dieser Anstalt wurde am 17. d. M. unter dem Vorsitze des Verwaltungsrats-Präsidcnteu Herrn Paul Ritter von S ch o e! l e r abgehalteu. Der vorgelegte Bericht des Vorstandes gedentt zunächst in warmen Worten des Ablebens des Herrn Johann Edlen von Medinger, welcher den: Verwaltungsrate der Anstalt seit fast zwei Dezennien angehört batte, und weist sodann darauf bin, daß sich die Anstalt im Berichtsjahre 1908 in befriedigender Weise weiter entwickelt, ihren Geschaftsstock erheblich vermehrt und die Reserven und Rücklagen um ein Bedeutendes vergrößert hat. Die Neuproduttion des Jahres 1908 betragt K 15,673.631-56 versichettes Kapital und K 23.329-94 Rente; der Reinzuwachs beläuft sich rund auf 3-7 Millionen Kronen versichertes Kapital und K 6255.— versicherte Rente, so daß Ende 1908 der Gesamtversicherungsbestand K 130,447.818-62 versichertes Kapital und K 397.925-02 Rente umfaßt. Die Gewährleistungsfonds der Anstalt betragen Ende 1908 K 39,095.71486. Von dem Gewinnfonds der Versicherten per K 545.911-59 gelangt ab 15. Juli a. c. ein Gewinnanteil in der Höhe von 40 Prozent der Jahresprämie an die bezugsberechtigten Parteien zur Verteilung. Die seiten« der Anstalt bisher geleisteten Auszahlungen beziffern sich auf K 32,277.014-79. Nach Erteilung des Absolutoriums wurden die Vorschläge bezüglich der Verwendung des Reingewinnes per K 375.987 61 genehmigt und wird der Koupon Rr. 27 ab 19. April a. c. mit K 30.— eingelöst. Von den nach Abzug der 7Vz°/vigen Dividende per K 2 5.000 und der statutarischen Dotationen per K 15.717 94 verbleibenden K 135.269-67 werden K 40.000 dem Fonds der mit Gewinnanteil Versicherten überwiesen, K 20.000 dem Pevsionsfonds der Beamten und Diener der Anstalt zugeführt und K 25.000 in die Hauszinssteuer- und Jmmobilienreserve hinterlegt, während der verbleibende Restbetrag von K 50.269 67 auf Rechnung des nächsten Jahres vorgetragen wird. Der bisherige Revisionsausschuß wurde wiedergewählt. Auftro-Amerieana. Ausweis über die Betriebs-Einnahmen des Monates Februar 1909. Einnahmen: 1909: Februar Kronen 2,280.235-—, hiezu Jänner K 1,992.384-—. zusammen K 4,272.619—. 1908: Februar U*2,300.694'—, hiezu Jänner K 1,805.171-—, zusammen K 4.1ÄW65-—. Zurückgelegter Weg: 1909: Februar 139.146 Seemeilen, hiezu Jänner 141.709 Seemeilen, zusa men 280 855 Seemeilen. 1906: Februar 144.005. Seemeilen, hiezu Jänner 137.584 Seemeile«, zusammen 281.569- Seemeilen. Ansstattbngs-Beltrag. Aus der vom Herrn Adolf Friedmann gestifteten weiland „Liii Ftiedmann’schen Mädchenausstattungs-Stiftung“ wird die Temesvarer israelitische Kultusgemeinde am 17. Mai 1. J. als am ' Geburtstage des am 14. August 1906 iu seiner Jugendblüte dahingeschiedenen Fräuleins Liii Friedmann einer armen unbescholtenen fttaelitischen Braut einen Heiratsausstattungsbeitrag von 400 Krohen zuurteilen (welcher jedoch erst am Tage der stattgehabten Trauung ausgefolgt wird). Im Sinne des Stiftungsbriefes sollen in. erster Reihe solche Mädchen berücksichtigt werden, die ihre Verwandtschaft zur Familie Friedmann-Ferro’ nachweisen können. Falls solche Reflektantinnen sich nicht melden, soll der Ausstattungsbeitrag solchen Mädchen zugeurteilt werden, welche Rinder oder Waisen von Mitgliedern der Temesvarer israelitischen Rultasgemeinde sind. Auf diesen Ausstattungsbeitrag reflektierende Bräute wollen ihre schriftlichen Gesuche bis längstens 5. Mai 1. J. an das Präsidium der Temesvarer Israel- Kultusgemeinde (Stadt „Ersebetudvar“) einreichen und in denselben — nebst Nachweisung der obbestimmten Qualifikation — auch Namen, Beschäftigung und Wohnort des Bräutigams anführen. Verspätet einlangende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. Temesvar, 1. April 1909. Präsidium der Religionsgemeinde in Temesvar: Eümmelheimm. p., Steinthal m. p., Obernotar. Präses. Heirat. Religiöse, intelligente, alleinstehende Witwen und nicht dur'-h ihr Verschulden geschiedene Frauen, im Alter von 40 bis 45 Jahren, mögen ihre Adresse samt Schilderung ihrer Lebensverhältnisse unter „S. T.*1 an die Expedition einsenden. Fotografie erwünscht. Strenge Diskretion garantiert. Nicht entsprechende Anträge werden retourniert. (Vermittler nicht ausgeschlossen) Tüchtiger Chor-Dirigent mit Zeugnissen eines namhaften Konservatoriums sucht Posten. Gefällige Zuschriften unter „A . . .“ an die Expedition d. Blattes. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Josef Elkan Koppenstein’sche Heiratsausstattungs-Stiftung. Vom Israel. Kultusvorstande in Ung.-Brod wird hiemit die Heiratsausstattungs-Stiftung im Betrage von K 320 nach dem hierorts verstorbenen Herrn Elkan Koppenstein ausgeschrieben. Anspruch auf dieses Stiftungserträgnis haben brave, mittellose Mädchen oder Frauen, welche in erster Linie Verwandte des Erblassers oder dessen verstorbenen Ehegattin.Josefine, geborene Ziemlich, sind, in zweiter Linie in Ung.-Brod (Israel. Stadt) heimatsberechtigt oder dort wohnhaft sind. Die Beteilung erfolgt am Geburtstage des Erblassers, d i. am 18. Mai I. J. und kommen nur diese in Betracht, welche in der Zeit vom 15. Mai 1908 bis 15. Mai 1909 eine Ehe eingegangen sind. Die Gesuche mit Nachweisen über Verwandtschaft, Wohlverhaltung, Mittellosigkeit und Eheschliessung sind bis zum 15. Mai I. i. an den gefertigten Kultusvorstand einzusenden. Der Kultus Vorstand Ung.-Brod im April 1909. M. H. Brammer. Konkurs. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Saaz in Böhmen gelangt die Stelle eines l^eligionslehrers und zweiten Kantors mit musikalischer Bildung, der zur Erteilung des Religions- und hebräischen Unterrichtes an Volks- und Bürgerschulen vollkommen befähigt, zur Leitung eines Chores mit Orgelbegleitung vollständig geeignet ist und auch als Koreh zu fungieren hat, mit 1. September 1. J. zur Besetzung. Mit dieser Stelle sind ein fixer Jahresgehalt von K 1800 nebst schöner Naturalwohnung, ferner eine staatliche Remuneration für den Religionsunterricht von jährlich zirka K 200 und die üblichen Emolumente verbunden. Nur völlig geeignete Bewerber, welche das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre mit den Nachweisen ihrer Befähigung und ihrer bisherigen Verwendung versehenen Gesuche bis längstens 15. Mai I. J. bei dem gefertigten Kultusgemeindevorstande einbringen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Kuitusgemeindevorstand Saaz, am 8. April 1909. Der Kultusgemeindevorsteher: Eduard Kohn. Besseres Mädchen im Alter von 28 bis 35 Jahren, die gut kochen und nähen kann, wird von einer Familie in eine grössere Provinzstadt gesucht. Gute Behandlung und entsprechende Entlohnung zugesichert. Ausführliche Anträge, eventuell mit Fotografie, unter Chiffre M. R an die Administration dieses Blattes zu richten. Austro - Americana, Triest. 33 Ozeandampfer. Regelmässiger Passagier- und Warendienst zwischen Triest und Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Nord-. Zentral- und Süd-Amerika mit erstklassigen, neuerbauten Doppelschraubendampfern, auf welchen Marconi’s drahtlose Telegraphenapparate eingerichtet sind. Auskünfte bei der Direktion in Triest, Via Molino Piccolo 2 (Telegramm adresse: Cosullch, Triest), ferner bei den Generalagenten SGHENKER & Go., WIEN, I., Neathorgasse Rr. 17 im Passagebureau Wien, II., Kaiser Josefstrasse 36 und bei allen anderen Vertretern der Gesellschaft. 690 Ein Mädchen, eines Rabbiners Tochter, religiös, sittlich erzogen, schönes Exterieur, schöne Ausstattung, als auch Mitgift, sucht sich zu verehelichen. Anträge Brünn, Fröhlichergasse Nr. 37, I. Stock, Tür 4. Angenehmen Aufenthalt bietet: caf£ UNIVERSALE VII., Burggasse 30. Elegante rauchfreie Lokalitäten, Spiel n. Klabzimmer, Verabreichung exquisiter Getränke. Aufliegen der gelesensten iu- und ausländischen Zeitungen. Aumferksamste Bedienung. _ . Alois Pöltner, Cafetief. Telephon 7680. ' S. Bloch. — Druck von L. Beck L Sohn, Wien, VIL