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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-03-19 · 12 (19.3.1909) · page 21

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
12 (19.3.1909)
Date
1909-03-19
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Nr. 12 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 317 Auszüge LUS den Geduits-, Trauungs- und Sterde-Mati iken der Israel. Kultusgemeiude W i e n sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der bezüglichen Daten. Später einlangende oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Sigmund Edler von Wertheimsteinsche Stipendien-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien verlautbart hiermit, dass am 18. Juni 1909, als dem Sterbetage des Herrn Sigmund Edler von Wertheimstein aus dem Zinsenerträgnisse dieser Stiftung acht Stipendien ä 84 K und zwar zur Hälfte an studierende Jünglinge jüdischen Glaubens an der hiesigen Universität, vorzüglich an solche, welche mit gutem Erfolge der mosaischen Theologie sich widmen, zur anderen Hälfte a) an israelitische Schüler des hiesigen Konservatoriums und b) an israelitische Jünglinge, welche sich der bildenden Künste an der hiesigen Akademie befleissigen, zur Verleihung gelangen. Bei gleicher Befähigung sind vorzüglich Angehörige des Stifters und seiner Gattin, Herrn Sigmund und Erau Nanette Edlen von Wertheimstein, sowie hiesige eitern- oder vaterlose Waisen zu berücksichtigen. Die mit dem Geburts- und Armutszeugnisse, sowie mit dem von der zuständigen Lehranstaltsleitung ausgestellten Moralitätszeugnisse (eventuell dem Verwandtschafts- Nachweise) belegten Gesuche sind bis 81. März 1909 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der - Israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien, 1. März 1909. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. An das wohltätige jüdische Herz! Die gefertigte Vereinsleitung, welche alljährlich zu rtca (Osterfeiertage) eine grosse Anzahl armer, hilfsbedürftiger Glaubensgenossen mit den nötigen Lebensmitteln beteilt, erlaubt sich aucn diesmal mit der höflichen Bitte heranzutreten, es der gefertigten Vereinsleitung möglich zu machen, den an sie gestellten Bittgesuchen nur teilweise Rechnung tragen zu können, und zu diesem edlen Zwecke eine gütige Spende zu führen zu wollen. Jüdischer humanitärer Hilfsverein „Treue Brüder“ Wien, II., Schreigasse 9 Adolf Biber, Schriftführer. Salo Strauss, Präsident. Oberrabbiner-Posten. Der Ausschuss des Synagogen-Verbandes in London wünscht einen Oberrabbiner, der seine ganze Zeit zu Gunsten dieser Gemeinde widmen soll. Muss Orthodoxer, Talmudist in vollem Sinne sein und auch den Titel Doktor der Theologie haben. Soll beherrschen und auch fähig sein, Predigten zu halten in Jüdisch-Deutsch wie auch in Englisch (letztere nach Verlauf einer gewissen Periode laut Vereinbarung). Der Posten wird vorläufig für eine Dauer von 10 Jahren übergeben, mag aber unter günstigen Umständen erneuert werden Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Vertrag für 10 Jahre gleich geschlossen wird. Kandidaten im Alter von 45 Jahren werden vorgezogen, ältere aber nicht verweigert. Agitieren in irgend welcher Weise ist verboten. Nur diejenigen Bewerber werden als Kandidaten anerkannt, die offiziell vom Sekretär verständigt werden und die Reisespesen werden nur denjenigen rückerstattet, die eine offizielle Einladung vom Sekretär erhalten. Offerten mit Abschriften von Zeugnissen (auch Photographien wenn möglich) werden bis zum 19. April 1909 an den Sekretär Joseph E. Blank, 119. Farleigh Road, Stoke Newington, London N., erbeten. Jüdische Taynbee-Halle, Wien, XX-, Othnargnsse 46. Beginn der Vorträge: An Wochentagen */,8 Uhr, Samstag an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für Jeden Erwachsenen, für die Zeit vom 20. März 1909 bis 26. März 1909. Samstag, 20 : Konzert, Arragement Herr Zerner Sonntag, 21.: Thema Vorbehalten, Kustos Dr. 8. Frankfurter Montag, 22.: „Das Strafrecht (Zyklus) Dr. M. Heiss Dienstag, 23.: Literarischer Abend, Schriftsteller und Akad. Maler Fürst Mittwoch, 24.: Konzert, Arrangement Fran Eise Freund-Funk Donnerstag, 25.: „Goethe als Erzieher“, Bibliothekar Dr. B. Münz Freitag, 26.: Bibelvortrag Durch besondere Umstände veranlasste Aenderungen Vorbehalten. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. J. Samuely, Wien. I. Bezirk Fischerstiege 6, gelangen lassen. Stiftungs - Verleihung. Mit 15. April 1909 gelangen bei der israelitischen Kultusgemeinde Turnan mBöhmen ans der Mayer und Mirl Goldman n-S t i f t n n g 864 2000 Kronen zur Verleihung. Anspruch hierauf haben nach der Reihenfolge ein armer braver Student zn den Rigorosen, und wenn kein Solcher vorhanden, ein Handwerker zur Ecablierung, oder ein Oekouom zum Ankauf oder Pachtung von Grund und Boden, und zwar in erster Reihe aus der Mayer und Mirl Goldmann’s Verwandtschaft, wo sich selbe immer auch in der österr.-nngar. Monarchie befindet, und wenn kein solcher mit vorstehender Qualifikation vorhanden, haben die Söhne der hierortigen Kultusbeamten den Vorzug. Bewerber haben ihre Gesuche, beziehungsweise mit Nachweis des Verwandtschaftsgrades längstens bis 1. April 1909 bei dem benannten Kultus Vorstände einzureichen. Der Kultusvorstand der Israel. Kultusgemeinde zu Turnau in Böhmen. Verein für «mchMrhe» Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 Am 13. März 1909 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 3 Anstreicher — Aulpaper 4 Bäcker — Branntweinverschl. 2 Buchbinder — Buchdrucker 2 Bürstenbinder — Cartonagearbeiter — Fleischauer 15 Baukueebte, BeicbSfts- und Burnandlennr 20 Hilfsarbeiter — Kutscher 2 Laufburschen 2 Lederzurichtei 3 Magazineure 2 Monteure 11 Schlosser 7 Schneider 1 Schmied — Spengler 2 Tapezierer — Taschner 2 Tischler 1 Uhrmacher — Zimmermaler — Zuckerbäcker Tüchtige und verlässliohe Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 10 Buchhalter u. Korrespondenten 4 Kanzlisten und Schreiber 43 Kommis 6 Manipulanten und Expedienten 10 Komptoiristen u. Strazzisten 4 Platz-Agenten und -Vertreter 4 Inkassanten 2 Reisende Weibliche Abteilung. 24 Kontoristinnen u. Kanzlistinnen — Praktikantinnen 84 » Anfängerinnen 21 Verkäuferinnen 9 Expedientinnen u. Manipulant. — Verschleisserin — Hilfsarbeiterinnen 3 Wirtschafterinnen und Stütze 4 Kassafräuleins der Haustrau. Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 13. März 1909 25003 Vermittlungen durchgeführt. Ein durch die Insolvenz seines Chefs brotlos gewordener, selbständiger Buchhalter n AiZMrat verheiratet, beste Referenzen, bittet innigst seine Glaubensgenossen,, ihm zur Erlangung irgend eines Erwerbes behilflich zn sein. Gütige Anträge unter H. 8. an die Administration dieses Blattes.

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