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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-02-26 · 9 (26.2.1909) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
9 (26.2.1909)
Date
1909-02-26
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 9 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 159 X. V Z Vielleicht erteilt Ihnen Herr Rabbiner Dr. Grunwald, XV.. Mariahüferstraße 167. Rat und Auskunft. „Purim". Am Purimfeste finden keine Trauungen statt. „A R." Die Hundertjahrfeier des großen MusikdichtersFelix Mendel s s o h n-B a r t h o l d Y hat die antisemitischen und besonders die nationalistischen Blätter in arge Verlegenheit versetzt. Sie wußten nicht recht, wie sie sich über diese heikle Sache hinweghelfen sollen. Am Originellsten hat sich das ungarische Antisemitenblatt „Alkotmany" aus der Affaire gezogen, indem es schrieb: „Mendelssohn war zwar seiner Abstammung nach Jude, aber eine so sehr arische Individualität in seinem Leben, seinem Wirken und seinen Werken, daß wir ihn mit Recht einen gut arischen Christen nennen und ihn als solchen für uns reklamieren dürfend. .. ." Diese originelle Definition ist allerdings sehr billig, um so mehr, als es ja bekannt ist, daß Felix Mendelssohn bereits ein Genie war, als fein Vater den Namen Me delssohn durch die Taufe — arisch gemacht hat. Konkurs. (Rabbinats-Kandidaten-Stipendium.) Vom Vorstande der Israel. Knltnsgemeinde in Czernowitz (Bukowina) als Exekutor der Löw Friedfertigkeiten Stiftung wird hiemit* der Konkurs zur Verleihung eines Stipendiums per K 200 jährlich, für heuer (1909), eventuell auch für die ganze normalmassige Dauer des Studiums an einen Rabbinats-Kandidaten ausgeschrieben. Anspruch auf dieses Stipendium haben würdige, arme Rabbinats-Kandidaten, welche in WibnödePräPrag den zur Erlangung des Rabbinates gesetzlich vorgeschriebenen Studien obliegen und welche die Heimatszuständigkeit nach einem der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder besitzen. Bewerber . um dieses Stipendium haben ihre Heimatszuständigkeit, Mittellosigkeit und ihr tadelloses Verhalten nachzuweisen, ferner über die von ihnen betriebenen Studien entsprechende Zeugnisse beizubringen. Auch wird derjenige Bewerber, welchem dieses Stipendium zuerkannt werden wird, einen Revers darüber auszustellen haben, dass er sich dem Rabbinats-Studium auch weiterhin widmen werde. Demselben wird übrigens das verliehene Stipendium für ein weiteres Jahr über die normalmässige Dauer des Studiums hinaus belassen werden, falls er die Erlangung des Doktorgrades anstreben sollte. Gehörig adstrnierte Gesuche sind bis längstens 28. April 1. J. beim Unterzeichneten Kultusvorstande einzubringen. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Czernowitz, am 18. Februar 1909. Der Präsident: Dr. Straucher. Konkursausschreibung. Durch das Ablebeu des bisherigen Direktors des Allgem. österr. - israel. Taubstummen - Institutes in Wien, ist die Stelle eines Institutsdirektors vacant geworden. Bewerber um diesen Posten wollen ihre mit Zeugnisabschriften und Referenzen belegten Gesuche bis längstens 31. März d. J. an den gefertigten Vorstand, III. Bez., Rudolfsgasse 22, richten. Bei Besetzung dieser Stelle werden jene Bewerber, die einen akademischen Grad erlangt haben und überdies auf dem Gebiete des Taubstummenunterrichts oder einer anderen pädagogischen Tätigkeit bereits mit Erfolg gewirkt haben, bevorzugt. Die Besoldung bleibt dem besonderen Uebereinkommen überlassen, Pensionsansprüchen wird Rechnung getragen. Jüdische Toynbee-Htlle, Wbn. XX , Otlunarpsss 46 Beginn der Vorträge: An Wochentagen 7,8 Uhr, Samstag an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für leden Erwachsenen. für die Zeit vom 26. Februar 1909 bis 5. März 1909. Freitag, 26.: Bibelvortrag, Lehramtskandidat 1. Müller Samstag, 27 : Konzert Sonntag, 28.: „Was. erzählen die jüdischen Inschriften in den Katakomben Roms? (Mit Lichtbildern). Rabbiner Dr. M. Rosenfeld Montag, 1.: Literarischer Abend, Schriftsteller Leon Schlein-Saville Dienstag, 2.: „März-Erinnerungen eines Achtundvierzigers“ von J. Steinschneider Mittwoch, 3.: „Ueber Hygiene“ (Zyklus) Dr. J. Samuely Donnerstag, 4 : Das Buch Esther mit talmudischen Erläuterungen, Rabb.-Eand. Rela Fischer Freitag, 5.: Bibelvortrag, Referent Lehrer H. Löw-Vogel Durch besondere Umstär de veranlasste Aenderungen Vorbehalten. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. J. Samuely, Wien, I. Bezirk Fischerstiege 6, gelangen lassen. Kundmachung. In der Versorgungsanstalt der israelitischen Knltnsgemeinde Wien, IX.. Seegaase 9, ist an einen armen oder gebrechlichen und den im Organisationsstatute dieser Anstalt festgesetzten Bestimmungen entsprechenden Verwandten des am 18. Oktober 1907 in Wien verstorbenen Herrn Donat Tauszig ein Freiplatz, eventuell an Stelle dieses Freiplatzes ein Jahresbetrag per K 320 bis auf weiteres zu verleihen. Als Verwandte des Herrn Donat 'lauszig sind in Hinsicht auf diesen Freiplatz diejenigen Personen anzusehen, welche nicht über den 6. Grad hinaus mit dem genannten Erblasser verwandt sind. Bewerber um diesen Freiplatz bezw. um den ausgeschriebenen Jahresbetrag haben ihre mit den erforderlichen Beilagen belegten Gesuche bis 15. März 1909 im Einreichungsprotokolle der israel. Knltnsgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Sachdienliche Auskünfte werden im Stiftungsamte der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 2, II. Stock, während der Amtsstunden erteilt. Wien, 1. Februar 1909. Der Vorstand der israel. Knltnsgemeinde Wien Verein für uneutgettltchen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 Wien, im Februar 1969. 857 Der Vorstand des allgem. österr -israel. Taubstummen-lnstitntes in Wien. Für das israelitische Mädchenheim zu Frankfurt a. M. wird zum baldigen Eintritt eine religiöse Dame als Hausmutter gesucht. Dieselbe muss befähigt sein, den rituellen Haushalt zu führen und den jungen Mädchen als mütterliche Freundin u. Beraterin zur Seite zu stehen. Bewerbungen mit Zeugnissen und Lebenslauf sind zu richten an Frau Maria Schissinger, Arndtstrasse 49, Frankfurt a. M. Heiratsantrag. Für ein 28jähriges, hübsches, streng religiös erzogenes Mädchen, von vorzüglichem Rufe, mit einigen 1000 Kronen Mitgift nebst schöner Ausstattung, wird ein passender Bewerber gesucht. Soll ein besser Angestellter, wenn auch Witwer sein. Unter „ W. 4944“ an die Annönzeu-Expedition Eduard Braun, Wien, I., Rotenturmstr. 9. Am 20. Februar 1909 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 3 Anstreicher 4 Bäcker 2 Branntweinverschl. .4 Buchbinder 1 Buchdrucker 2 Friseure 1 Glaser 2 Goldarbeiter 1 Gürtler 15 Hausknechte, Beschäftsuod Bureaudiener 28 Hilfsarbeiter 2 Kellner 3 Kutscher 3 Laufburschen 5 Magazineure 4 Monteure 16 Schlosser 9 Schneider 3 Schuhmacher 6 Spengler 4 Tapezierer 2 Taschner 7 Tischler 4 Uhrmacher 1 Zimmermaler 1 Zuckerbäcker TQohtiga und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 10 Buchhalter u. Korrespondenten 10 Kanzlisten und Schreiber 48 Kommis 8 Manipulanten und Expedienten 10 Komptoiristen u. Strazzisten 6 Platz-Agenten und -Vertreter 5 Inkassanten 2 Reisende Weibliche Abteilung. 43 Kontoristinnen u. Kanzlistinnen 3 Praktikantinnen 86 » Anfängerinnen 24 Verkäuferinnen 7 Expedientinnen u. Manipulant. — Verschleisserin 2 Hilfsarbeiterinnen 1 Wirtschafterinnen und Stütze 3 Kassafräuleins der Hausfrau. 1 Modistin Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 20. Februar 1909 24746 Vermittlungen dur hgciiilirt.

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