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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-02-19 · 8 (19.2.1909) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
8 (19.2.1909)
Date
1909-02-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 8 Dr. Blochs Wochenschrift (Sette 139 Ettel Goldschmidt’sche Stiftung für Mittelschüler. Vom Vorstande der israel. Kultusgemeinde Wien wird hiermit zur Kenntnis gebracht, dass aus der obengenannten Stiftung für das laufende Schuljahr 3 Stipendien ä K 100.— an Gymnasialschüler israel. Konfession zu verleihen sind. Die mit dem Geburtsschein, Studienzeugnissen und einem Mittellosigkeitszeugnisse versehenen Gesuche sind bis 28. Februar 1909 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. Vater- und mutterlose Knaben, ebenso Verwandte des Stifters, Herrn Moritz Ritter von Goldschmidt oder seiner Gattin Nanette, geh. Landauer, erhalten den Vorzug. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag desselben ist. Auszüge aus den Matriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet eingelangte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Konkursausschreibung. Durch das Ableben des bisherigen Direktors des Allgem. österr. - israel. Taubstummen - Institutes in Wien, ist die Stelle eines Institutsdirektors vacant geworden. Bewerber um diesen Posten wollen ihre mit Zeugnisabschriften und Referenzen belegten Gesuche bis längstens 31. März d. J. an den gefertigten Vorstand, III. Bez., Rudolfsgasse 22, zu richten. Bei Besetzung dieser Stelle werden jene Bewerber, die einen akademischen Grad erlangt haben und überdies auf dem Gebiete des Taubstummenunterrichts oder einer anderen pädagogischen Tätigkeit bereits mit Erfolg gewirkt haben, bevorzugt. Die Besoldung bleibt dem besonderen Uebereinkommen überlassen, Pensionsansprüchen wird Rechnung getragen. Wien, im Februar 1909. Der Vorstand des allgem. österr.-israel. Taubstummen-lnstitutes in Wien. Josef und Gäcilie Adler-Stiftung. Am 28. April 1909 gelangen bei der israelitischen Kultus" gemeinde Wien die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung per K 240.— in Beträgen von 40—60 K an arme Personen israel. Konfession behufs Bezahlung der Wohnungsmiete zur Verteilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armut und dem Geburtsscheine versehenen Gesuche bis 28. Februar 1909 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Gäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere, hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeiternähren, endlich d em Le hr f a c h e an g e h ö ri g e P er s o n e n werden in erste Linie berücksichtigt. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 15. Februr 1909. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Allgemeine Depositen-Bank Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, II., Taborstrasse 59 Am 13. Februar 1909 standen in Vormerkung: I. Klasse: Manuelle Arbeiter. 3 Anstreicher 4 Bäcker 2 Branntweinverschl. 4 Buchbinder 1 Buchdrucker 1 Fleischhauer 2 Friseure 1 Glaser 2 Goldarbeiter 15 Hausknechte, Seschüttsend Bureaodleoer 28 Hilfsarbeiter 1 Hutmacher 2 Kellner 3 Kutscher 3 Laufburschen 5 Magazineure 2 Mechaniker 16 Schlosser 4 Schneider 3 Schuhmacher 6 Spengler 4 Tapezierer 2 Taschner — Tischler — Uhrmacher — Zimmermaler Tüchtige und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse: Kaufmännische Angestellte. 10 Buchhalter u. Korrespondenten 10 Kanzlisten und Schreiber 46 Kommis 8 Manipulanten und Expedienten 10 Komptoiristen u. Strazzisten 6 Platz-Agenten und -Vertreter 5 Inkassanten 3 Reisende Weibliche 48 Kontoristinnen u. Kanzlistinnen — » Anfängerinnen 8 Expedientinnen u. Manipulant. 3 Hiifsarbeiteruinen 3 Kassafräuleins 4 Näherinnen Abteilung. 3 Praktikantinnen 23 Verkäuferinnen — Verschleisserm . — Wirtschafterinnen und Stütze der Hausfrau. Der Verwaltungsrat beehrt sich hiemit, die stimmberech- Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 tigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen-Bank zur bis inklusive 13. Februar 1909 24684 Vermittlungen durchgeführt. AAAlll. UlMÜMÜll tiullGrcl-V OiodllillllUllg. welche Mittwoch, den 24. Februar 1909, vormittags II Uhr, im Sitzungssaale des Anstalts-Gebäudes (I., Schottengasse 1) stattlinden wird, einznladen. Tages-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht undBilanz für das Geschäftsjahr 1908. 2. Bericht des Revisoren. 3. Beschlussfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahl eines Mitgliedes des Verwaltungsrates. 5. Wahl des Revisionsausschusses, bestehend ans drei Mitgliedern und einem Ersatzmanne. Die Herren Aktionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden eingeladen, nach § 18*) der Gesellschafts-Statuten ihre Aktien wenigstens 8 Tage früher, d. i. bis spätestens inkl. 17. Februar 1909 bei der Allgemeinen Depositen-Bank in Wien (I., Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungsabschluss pro 1908 wird den zur Generalversammlung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. Wien, am 4. Februar 1909. Der Verwaltungsrat. *) § 18. — Jeder Aktionär ist in der General-Versammlung zu so vielen Stimmen berechtigt, so vielmal er 10 Aktien besitzt. — Aktien, auf Grund deren in einer General-Versammlung ein Stimmrecht ansgeübt werden soll, müssen samt den noch nicht fälligen Coupons wenigstens 8 Tage vor dem Tage der Versammlung an einem vom Verwaltungsrate kundgemachten Orte deponiert werden. (Nachdruck wird nicht honoriert.) Schadchen welche in besseren jüdischen Kreisen eingeführ1 sind, werden ers cht, ihre Adressen unter Chiffre „Lediger, gut situierter Kaufmann!., Hauptpostlagernd anzugeben* Jüdische Tcynbee-Hallc, Wien. XX-, Othraargasse 48. Beginn der Vorträge: An Wochentagen V28 Uhr, Samstag an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. für die Zeit vom 20. Februar 1909 bis 26. Februar 1909. Samstag, 20.: Konzert, Arrangement Herr Salo Lemberger Sonntag, 21.: „Eine Reise durch Sizilien“ mit Lichtbildern Professor Dr. Ludwig Singer Montag, 22.: „Das Strafrecht“ (III) Dr. M. Reiss Dienstag, 23.: Vortrag eigener jüdischer Dichtungen Dr. Ludwig Riess Mittwoch, 24.: „Unsere Schulgesetze“ Sekr. Guido Fuchsgelb Donnerstag, 25.: „Ein neuer Seeweg nach Nordamerika“ mit Lichtbildern, Schriftsteller Jacques Jäger Freitag, 26.: Bibelvortrag. Durch besondere Umstände veranlasste Aenderungen Vorbehalten. Anmeldungen von Vorträgen and Mitwirkungen bei Konzerten wolle man an den Obmann Herrn Dr. J. Samuely, Wien, I. Bezirk Fischerstiege 6, gelangen lassen. Jungverheirateter, musikalisch, mit prachtvoller Stimme begabter Kantor » praktischer am» xven und Reiigionslehrer österreichischer Staatsbürger, in ungekündigter Stellung, wünscht seinen Posten zu verändern. Gefällige Zuschriften unter ’q'P bp* an die Administration des Blattes.

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