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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-02-19 · 8 (19.2.1909) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
8 (19.2.1909)
Date
1909-02-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Dr. Blochs Wochenschrift. Nr. 8 -Seite 134 eine werktätige Propaganda zur Aufgabe stellen solle, die edlen Bestrebungen des Vereines zu fordern. Namens des Jüdischen Turnvereines gab dessen Obmann Herr Elkan die Erklärung ab, daß die Vereinsmitglieder gerne bereit sind, die Bestrebungen der Jüdischen Toynbee-Halle zu unterstützen. Bei den * vorgenommenen Wahlen wurden zum Obmann Herr Oberrevident Strach, zum I. Obmann- Stellvertreter Herr Kommerzialrat Direktor Leopold Baß, II. Obmann- Ltellvertreter Herr Börsenrat Sal. Beer, I. Schriftführer Herr Hof- und Kerichtsadvokat Dr. Hermann Drucker, II. Schriftführer Herr Dr. Carl Ruzek, Kassier Herr Isidor Duschinski. ferner zu Mitgliedern des engeren Aktionskomitees die Herren S. Mohr, Obmann-Stellvertreter der Bezirkskommission, Pick, Obmann-Stellvertreter der Bezirkskommission. Rudolf Elkan, Obmann des Jüdischen Turnvereines, Bank, Landsberger, Emauuel Schnabel, Max Zirner, Straschnow, Hönigsberg und Gelbart. Endlich wurde noch die Schaffung eines Damenkomitees beschlossen und die Damen Stefanie Strach, Margarethe Grunwald, Frau Kommerzialrat Baß, Frau Jni Schnabel sollen ersucht werden, die leitenden Schritte zur Gründung eines Damenkomitces zu machen, um nach dem Vorbilde der Brigitteuauer Toynbee-Halle auch im XV. Bezirke Teeabende einzuführen. * * * > . Samstag, den 13. d. M. las vor einem Publikum, das die beiden Säle der Toynbee-Halle dicht füllte, Schriftführer Herr Uork- Steiuer eigene Dichtungen vor. Uork-Steiuer versteht es, den innig Warmen Ton echt jüdischen Empfindens, der seinen Dichtungen das Gepräge gibt, durch musterhafte Vortragsweise noch zu heben. Kein Wunder, wenn nach jeder Erzählung ein Beifallssturm sich erhob. Zum Schluffe mußte noch der Vortragende eine humoristische Erzählung, sein treffliches „Moischele", in der die Leiden und Freuden eines jüdischen Lehrbuben meisterhaft geschildert werden, zugeben. Der musikalische Teil des Abend schloß sich dem literarischen würdig an. Die durch ihre herrliche Stimme und wohlgeschulten Vortrag bestbekannte Sängerin Fräulein Laura Klein gab zuerst die Pagenarie aus „Hugenotten" zum besten und wurde dann noch durch anhaltenden Applaus zur Draufgabe folgender 3 Piecen gezwungen. 1. „Postillon' von Abt, 2. „Hoho, Du stolzes Mädel" und 3 „Winterlied" von Koß. Die Klavierbegleitung hatte Herr Hans Baß in bekannt meisterhafter Weise besorgt. Der Abend zählte zu den schönsten der Saison. Samstag den 20. d. M. spricht Herr Oberlehrer Riesenseld über „Mohamed und der Islam". Beginn der Vorträge 772 Uhr abends. Eintritt frei. Bethaus „Montefiore". II., Taborstraße 38. Samstag den 20. Februar, 10 Uhr vormittags, Predigt des Herrn Rabbiner Schöufeld. Sonntag, halb 6 Uhr Vortrag: Midrasch Rabba. Mittwoch, halb 6 Uhr abends Psalmen. Gäste willkommen. Wien. (Trauerandacht.) Der Vorstand des israelitischen Bethausvereines „Chewra Bet Hatfilah" im IX. Bezirke veranstaltet Sonntag den 28. Februar d. I., abends halb 6 Uhr, in der Vereinssynagoge, IX., Grünethorgasie 13, eine T r a u e r a n d a ch t für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder. Wien. Der für Sonntag den 21. Februar im Festsaale des Gewerbevereines anberaumte Liederabend der Konzertsängerin Grete Modliuger mußte wegen andauernder Heiserkeit der Sängerin auf Mittwoch den 20. März verschoben werden. Die Karten behalten ihre Gittigkeit. Wie«. („Bet-Hamidrasch Talmud-Thora", II., M a l z g a s s e 16.) Am Freitag den 18. Februar d. I. um halb 8 Uhr abends findet daselbst ein Vortrag von Sr. Ehrwürden Heirn Rabbiner H. Schenk statt. Thema: „Agadah aus dem Talmud." — Am Freitag den 26. Februar d. I. um halb 8 Uhr abends wird Herr Professor Moritz Antscherl einen Vortrag abhalten. Thema: „Aus dem Lande unserer Väter". — Am Freitag den 5. März d. I. um halb 8 Uhr abends beschließt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Goldstei« die diesjährige Wintersaison der Freitagabende mit dem Vortragsthema: „Esras Leistungen für das Judentum". Wien. Der Akad. Verein „Jüdische Kultur" veranstaltet zugunsten der Witwe Abraham Goldfadens eine Vorstellung im jüdischen Theater (II., Taborstraße, „Hotel Stefanie"), die am 2. März 1909 stattfinden wird. Zur Aufführung gelangt „S u l a m i t h". Dieses Stück von Abraham Goldfaden wurde auch für das Raimund-Theater zur Aufführung erworben. Karten zu X 4, X 2.50, X 2 und X 1.20 sind im Lokale des Vereines (Schreigasse 9), „Cafä Stefanie", Moses Hammer (Rotenturmstraße 6), sowie an der Abendkaffe erhältlich. Wien. Der Erste Wiener israelitische humanitäre Heirats- Ausstattungsverein „Hachnusas Xalu“, II, Große Sperlgass« 32- 34, hat dieser Tage bewiesen, daß er neben der Förderung der Interessen seiner ordentlichen Mitglieder auch im Sinne des edlen jüdischen Gebotes „Hachnusas Xalu" humanitär zu wirken versteht. Anläßlich des 20. Sterbetages des verewigen Kronprinzen Rudolf hat der Verein 2 arme eltern- und familienlose Waisen ausgestattet und diesen Mädchen zur Gründung eines eigenen Heimes verholfen. Im Beisein des Herrn Präsidenten Oskar Rubin, der zwei Vizepräsidenten Herren Siegfried Lengsfelder und Aron Rauch, sowie des Gesamt Vorstandes des Vereines, zahlreicher Gäste und Publikums fand am 31. Jänner a. c. im Leopolbstädter Tempel die Trauung der zwei verwaisten Mädchen Sali Nelken und Rosa Sachs statt. Im Zeremoniensaal des genannten Tempels überreichte Herr Präsident Oskar Rubin den beiden Bräuten nach einer sehr warmen Ansprache das Ausstattungspräsent; auch Vizepräsident Herr Aron Rauch stellte sich mit einem reichlichen Hochzeitsgeschenke ein. Beide Ehepaare, denen der Verein zur Gründung eines eigenen Hausstandes verholfen hat, haben den innigsten Dank ausgesprochen. Der Gesamtvorstand sieht sich veranlaßt, allen seinen Gönnern, sowie den unterstützenden Mitgliedern, die es ihm ermöglichen, alljährlich viermal je zwei armen Waisenmädchen zur Gründung eines Hausstandes durch Spenden und Beiträge zu verhelfen, den herzlichsten Dank auszusprechen. Verein der Sabbathfrennde„Schomre Schabbos". Das Komitee beehrt sich bekannt zu geben, daß die Statuten die behördliche Genehmigung erhalten haben und die konstituierende Generalversammlung am 28. Februar statifinden wird. Nur die bis dahin beigetretenen Mitglieder haben Stimmrecht. Anmeldungen erbeten an Herrn Julius Steinfeld per Abreise Herrn Kohn u. Schiff, I., Neutorgasse 5. Austritte aus dem Judentum. Vom 7 bis 13. Februar 1909. Berger Anna, Private, geb. 24. Februar 1878, Xarlstadt (Xroatien), I, Führichgasse 3. Czerwenka Ignaz, Revident der k. k. Südbahn-Gesellschaft, geb. 29. März 1874, Wien, IV., Schönburgstrasse 42. Freund Harry, Privat, geb. 26. August 1876, Wien, XVIII., Xarl Ludwigstrasse 27. Hobler Olga, geb. Porges, Arztensgattin, geb. 18. August 1874, Reichenberg (Böhmen), IX., Währingerstrasse 15. Lustig Heinrich, geb. 23. April 1884, Wien, X., Inzersdorferstiasse 114. Nagelstein Moriz, Goldarbeiter, geh. 10. Juli 1859, Jaroslau, VII., Hermaungasse 21. Reichenberger Berthold, Prokurist, geb, 16. Jänner 1870, Idingen Bez. Durlach in Baden, III., Marxergasse 17. Reichenberger Johanna, geb. Simon, geb. 22. September 1879, Frankfurt a. M., III., Marxergasse 17. Sandhaus Mathilde, geb. 4. November 1894, Wien, derzeit Chrzanow, Schwarz David Julius, Magister der Pharmazie, geb. 29. August 1877, Jaroslau (Galizien), II., Wolfgang Schmälzlgasse 19. Spiegel Ottilie, Xorrespondentin, geb. 21. Dezember 1876, Wien, XVII l., Messers chmidtgasse 15. Steiner Emil, Elektromonteur, geb. 6. Juli 1884, Wien, II., Sterneckplatz 5. Winkler Ferdinand, Dr., Arzt, geb, 17. Juni 1870, Wien, II., Praterstrasse 21. Preßburg. Das am 24. v. M. im Festsaale des Hotels „König von Ungarn" in Preßburg vor einem alle Räume füllenden Publikum veranstaltete Konzert des unter der rührigen Leitung des Dirigenten Kijewski stehenden Männergesangvereines stand auf der Höhe künstlerischer Darbietungen. Herr M. Stricks von der k. k. Hofoper und Herr E. Kischner boten geradezu vollkommene gesangliche Darbietungen, welche von dem großen, eleganten Publikum mit stürmischem Beifall gelohnt wurden. Die Chöre des Ver ines mit dem mustergiltigen und feinfühligen Akkompagnement des Herrn I. Herle, Mitglied der k. k. Hofoper, wurden glänzend gesungen, ebenso fand Herr Wertheimer mit heiteren Vorträgen Beifall. Der vielverdiente Chormeister Herr Kijewski wurde wie die beiden Sänger Stricks und Kischner überaus gefeiert. Herr Stricks, der durch seinen schönen, weichen Tenor das Publikum entzückte, mußte auf stürmisches Verlangen einige Zugaben machen. Prof. Naschär (Wien), der mit jseiner trefflichen Betrachtung „Der Witz und seine Geschichte", das Publikum zur vollsten Begeisterung entflammte, trug durch seine geistsprühende humoristische Vorlesung viel zur Verschönerung des Abends bei. Zum Schluffe dankte die Vorstehung des israelitischen Waisenhauses, Frau Präsidentin Babette Wellisch, Herr Dr. Stein, Herr Ludwig Wiener, dem Komitee für sein selbstloses Wirken und spendete besonderen Dank dem israelitischen Männergesangverein „Schirchadasch", der unter der Leitung des Kantors Kijewsky schon seit einigen Jahren steht und eine Zierde der beiden jüdischen Gemeinden Pozsonys bildet. Klattau. (Konzert.) Der hiesige jüdische Cbor- und Geselligkeitsverein, der auf eine langjährige, ersprießliche Tätigkeit Hinweisen kann, veranstaltete am 14. d. M. im großen Saale des „Hotel M-ncik" ein Konzert, das äußerst animiert war. Der Oberkantor Herr Leo Kornitzer und dessen Gemahlin aus Prag entzückten das Publikum durch den Vortrag einer Reihe klassischer und humoristischer

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