Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 5 (29.1.1909)
- Date
- 1909-01-29
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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N. 5 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 87 Briefkasten« S. Schlesinger in M. W. Der junge Mann mutz in der jüdischen Religion unterrichtet und in aller Form in den Bund Abrahams ausgenommen werden. Wenden Sie sich an Ihren Rabbiner. H. G. Gegen die in der Minderzahl sich befindlichen Italiener, Slovenen oder Juden betätigen die deutsch-nationalen Studenten ihren teutonischen „Heldenmut". Gegenüber dem Grafen Sternberg, welcher diese Studenten „Lausbuben" genannt hat, ducken sie sich. Das sollte man sich in der Tat merken. Sind. Phil. Die Einsendung müssen wir ablehnen. Ihre Polemik erinnert an das Sprichwort der Marokkaner: „Das Kameel sieht seinen eigenen Buckel nicht, aber es sieht sehr gut den Buckel seines Nachbars." Eingesendet. I. Wiener isr. humanitärer Heirats-Ausstattungs - Verein no»n“ Wien, II., Gr. Sperlg 32—3 t. Anlässlich des Sterbetages des unvergesslichen weil. Kronprinzen Kudolf hat der Vorstand' des obigen Vereines beschlossen, Sonntag den 31. Jänner 1. J. zwei Waisenmädchen auf Kosten des Vereines auszusteuern. Die Trauung dieses Waisenmädchens findet Sonntag den 31. Jänner 1909 im isr. Tempel, Wien, II., Tempelgasse, um ^4 Uhr nachmittags, statt, wohin unsere Gönner und Mitglieder höfi. eingeladen werden. Aufruf. Verein „Jüdische Bühne“. Der vor kurzem in Wien gegründete Verein „Jüdische Bühne“ hat sich zur Aufgabe gestellt, jüdische Kunst zu fördern und zu propagieren. Unter jüdischer Kunst verstehen wir alle diejenigen Schöpfungen jüdischer Dichter und Künstler, die vom jüdischen Milieu ihren Ausgangspunkt nehmen, die besondere jüdische Note zu Kunst verdichten. Es ist selbstverständlich, dass diese Nuance bei den jüdischen Dichtern, die nur für das jüdische Publikum, in den jüdischen Umgangssprachen Osteuropas, Hebräisch und Jüdisch, schreiben, am deutlichsten hervortritt. Und deshalb wenden wir dieser osteuropäisch-jüdischen Literatur hauptsächlich unsere Aufmerksamkeit zu, wobei wir natürlich auch künstlerische Produktionen jüdischer Dichter in den westeuropäischen Sprachen nicht ausschliessen. Da wir nun überzeugt sind, dass die Volksseele und Volksstimmung sich am plastischesten im Drama ausdrückt, so bildet die Förderung und Pflege des jüdischen Dramas die Hauptaufgabe des Vereines „Jüdische Bühne“. Wir laden hiermit alle, die sich für unsere Sache interessieren ein, dem Vereine beizutreten. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für ein Jahr 6 Kronen. Beitrittsanmeldungen Werden imVereinsbureau, IX., Porzellangasse 38, Tür 28, täglich von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen. Die Aufführungen finden jeden Sonntag nachmittag im Intimen Theater statt und beginnen am 24. Jänner 1. J. Es werden folgende Stücke zur Auffahrung gelangen: Schalom Asch: „Mit dem Strom“ (Schauspiel in 2 Akten). A. Coralnik: „Roter Schnee“ (Einakter) und „Sünde“. J. L. Perez: „Die Schwestern“ (Einakter). David Pinski: „Eisik Scheftel“ (ein jüdisches Arbeiterdrama in ö Akten) und „Vom Glück vergessen“ (Einakter). Scholem Aleichem: „Die Versprengten“ (Lustspiel in 3 Akten). P. Hirschhein: „Der Schinder“ (Tragödie in 4 Akten). Für kinderlose Witwe aus hochachtbarer, reichsdeutscher Familie, Anfang 40, äusserst sympathisch, charaktervoll und herzensgut, mit 10.000 Mark Mitgift, wird streng religiöser, ehrenwerter, passender Lebensgefährte in gesicherter Lebensstellung gesucht. Witwer, eventuell mit 2—3 Kindern, nicht ausgeschlossen. Nichtanonyme Anträge unter „Streng religiös“ befördert die Administration dieses Blattes. Diskretion verlangt und zugesichert. (Reelle Vermittlung nicht ausgeschlossen.) Ilniuomtgtchnnir der in Deutschland und Paris studierte, UlliVClolldlolllll Ol lehrt (auch mittelst Konversation) Französisch, insbesondere Hebräisch nach seiner eigenen, von Pädagogen anerkannten Lehrmethode, Bibelkommentar und Talmud. Auch schreibt derselbe Jahrzeitstabellen und bittet edle Glaubengenossen in Anbetracht seiner Notlage um Bestellungen. Beia Fischer, II., Adambergergasse 1, II. Stiege, II. Stock, Tür 6. 832 Von der israelitischen Kultusgemeinde Pohrlitz in Mähren wird eiu Schächter aufgenommen. Gehalt nach Uebereinkommen. Bewerber müssen ledig sein und werden solche, die auch vorbeten können, bevorzugt. Mit Kaboloth, Yerwendungszeugnissen und ausführlichem currieulum vitae belegte Gesuche sind bis spätestens I. Februar a. c. au den gefertigten Kultus Vorstand einzusenden. Pohrlitz am 18. Jänner 1909. Hermann Schnabl, Kultusvorsteher. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Wien, Jänner 1909. Z. 175 ex 1909. Kundmachung Die Pribatisten-Prüfungen aus israelitischer Religion für Schüler (Schülerinnen) an Volks- und Bürgerschulen finden für das I. Semester des Schuljahres 1908/9 nach folgender Einteilung statt: Slit @d)ttlet || % „ni Stunde der i (ÄTS w. I Ort der Prüfung 1 j I., II., XI. I XX. Lonntag 31. Jänner) von 9 „ 7. Feber > bis „ 14. „ j lO Uhi I., Seitenstettengasse 4, (Parterre links) I , UI. bis inkl. : X.und XIX. für Bürgerschüler (Schülerinnen) Dienstag 9. Feber von 2-4h Freitag, 12. Feber von halb 4 bis halb 5 h für Volksschüler (Schülerinnen) Dienstag 12. Feber von 2-4 h Freitag 19. Feber von halb 4 bis halb 5 h Dienstag 23. Feber von 2-4 h Freitag 26. Feber von halb 4 bis halb 5 h 1., Seitenstettengasie 2! (II. St. Religionsschule) j XII.—XV. Dienstag 2. Feber v. 12—1 h Sonntag 21. „ „12—1„! XV., Turnergasse 22 (Gemeindehaus) jxVLu. XVII Sonntag, 31. Jänner von 11 — 12 h XVI., Hubergaffe 8 (Gemeindehaus) XVIII. i | Sonntag öl. Jänner 12—1 h „ 14. Feber 12—1 „ XVHI., Schopenhauerstraße 39 (Gemeindehaus) Die Prüfungstaxe beträgt K 6.- und wird int vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, oder bei der entsprechenden Amtsleitung im XV., XVI. oder XVIII. Bezirke zwischen 9 und 12 Uhr vormittags entrichtet. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der im I. Semester geloste Erlagschein über die Prüfungstaxe gilt auch für das U. Semester des laufenden Schuljahres. Der Vorstand der israelittschen Kultusgemeinde Wien C .-ftlegn für meine Schwester, ein hübsches Mädchen, aus gutem Hause, intelligent und sehr häuslich erzogen, mit einigen Tausend Kronen Mitgift, passende Partie. Gefällige Anträge unter Chiffre „J. P.“ postlagernd II., Stefaniestrasse. Nur gegen Schein. Für ein fesches, gebildetes Mädchen aus sehr geachteter und frommer israelitischer Familie mit einer Mitgift von 14.000—15.000 Kronen wird passender Bewerber gesncht. Kultus- oder Privatbeamte in gesicherter Stellung werden bevorzugt. Gefällige Anträge unter „Vertrauen“ an die Administr. d. Bl. Buchdruekerel and iltograpb. Anstaft » L. Beck & Sohn Wien, VII., Bueggasse Rp. 31. Telephon 10x43.