Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 26 (1909)
- Issue
- 3 (15.1.1909)
- Date
- 1909-01-15
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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Nr. 3 Dr. Vlochs Wochenschrift. Seite 55 Baurat Max Flslschsrsclie Wohltätigkeits-Stiftung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit bekanntgegeben, dass am 29. März 1909 die Zinsen der obgenannten Stiftung per K 154.— an einen oder mehrere mittellose, würdige israel. bandel- oder gewerbetreibende Bewohner der Wiener Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau und in Ermanglung solcher au sons ige stiftbrieflicb geeignete Mitglieder der israel. Kultusgemeinde Wien zur Verleihung gelangen. Unter den Bewerbern gemessen ehemalige Mitglieder des Tempelvereiues für die beiden Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau oder Angehörige von solchen oder endlich Angehörige von Angestellten des bezeichnten Tempel Vereines den Vorzug. De mit den legalen Nachweis über den Betrieb eines Handels- oder Ge werbe Unternehmens in den Bezirken Mariahilf und Neubau, die Mittellosigkeit und die eventuelle Vorzugsberechtigung sowie mit dem Geburtsscheine des Bewerbers belegten Gesuche sind bis längstens 31. Jänner 1909 im Einreichungsprotokolle der israel. kultusgemeinde Wien. I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matrikeu der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich: es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Stiftung des Herrn Samuel Kollsch zum Andenken an seinen Bruder, Ignaz Freiherrn von Kollsch. Am 29. Nissan 1. J. (20. April 1909) als dem Sterbegedächtnistage des Herrn Ignaz Freiherrn von Kolisch, gelangen die Jahreserträgnisse dieser Stiftung im Betrage von K 800.— a) in erster Reihe an arme Verwandte des Stifters, das sind 1. Deszendenten desselben ohne Be Schränkung auf den Grad, 2. Abstämmlinge der Grosseltern des Stifters bis zum 6 Grade der Seitenlinie von dem Stifter ab gerechnet, und b) in Ermanglung solcher an vier arme israelitische Familien, zur Verteilung. Sämtliche Bewerber haben ihre Armut und Würdigkeit durch Beibringung von Zeugnissen nachzuweisen. Bewerber ad a) haben überdies den legalen Nachweis der Verwandtschaft mit dem Stifter zu erbringen. Bewerber ad b) haben durch eine Bestätigung des zuständigen Rabbinates ihre Zugehörigkeit zum Judentume zu erweisen. Die mit den vorstehenden Ausweisen, sowie mit den sonstigen Personenstands-Dokumenten belegten Gesuche sind bis 31. Jänner 1909 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Sofie Barascü Witwen-Stffuing. Vom Vorstande der israel. Kultusgemeinde Wien wird hiermit zur Kenntnis gebracht, dass ans der obengenannten Stiftung die halbjährigen Zinsen per K 500.— an in Wien wohnhafte unterstützungswürdige Witwen israel. Konfession im Mindestbetrage per K 100.-- am 16. April 1909 zur Verleihung gelangen. Die mit dem Geburts-, Armuts- und Trauschein, sowie mit dem Totenscheine des verstorbenen Gatten versehenen Gesuci e sind bis 31. JäDDOr 1909 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind, zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet eingelangte Gesuche werden nicht berücksichtigt. für Braut - Ausstattungen für Hotels, Villen, Sanatorien, Anstalten, für Bureaux, Aemter und Aerzte. HAUS 500 Musterzimmer I 2000 Original Entwürfe zur __ freien Besicht!- II ging! ßß Kunstmöbel- Fabrik J. Feilbogen kunsf'U.sfilgemässe Anfertigung bei massigen Preisen! strasse er- 31 Konkurs. Vom Israeliiischen Xultusvorstande Pilsen wird hiemit e i n Stipendium, im Betrage von 400 Kronen, abzüglich der Insertionskosten und des Gebührenäquivalentes, der Heiratsansstattnngs- Stiftung nach dem am 18. November 186 J in Pilsen verstorbenen Hermann Mayläuder ansgeschrieben. Anspruch auf dieses Stipendium haben diejenigen Kinder und Erbfolger mosaischer Religion der nachbenannten Schwestern des Stifters ohne Unterschied des Geschlechtes welche im Jahre 1909 in den Ehestand treten, und zwar: Hanna Mayländer, verehelichte Feigl, in Königsberg; Rickl (Regina) Mayländer, verehelichte Baruch in Königswart, respektive deren Tochter Esther, verehelichte Wallach, in Freistadt a. d. W. in Ungarn, und deren Sohn Samuel Baruch, respektive dessen Tochter Elisabeth in Wien; c) Minna Mayländer, verehelichte Feigl in Schönbach. Bewerber haben ihre Gesuche mit den Nachweisen über .-.bstammung, Religionsbekenntnis, Vermögensverhältnisse und Eheschliessung, beziehungsweise Verlobung bis 1. April 1909 bei dem gefertigten Kultusvorstande einzubringen. Israelitische Kultusgemeinde Pilsen am 1. Jänner 1909. Der Sekretär : Der KnltnsvoiSteher: Wm. Arnstein m. p. Dr. Sch§nzer m. p. Israelitische Knltnsgemeinde Wien. Z. 177, ex 1909. Wien, 7. Jänner 1909. Kundmaehung. Auf Grund des Statutes der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat in der Plenarsitzung vom 6. Jänner 1909 die Wahl der Vizepräsidenten und Vertreter stattgefunden. Das Vertreterkollegium besteht nunmehr aus nachbenannten Mitgliedern: Präsident Dr. Alfred Stern (gewählt in der Plenarsitzung vom 6. Jänner 1907 für eine 3 jährige Funktionsdauer); I. Vizepräsident Dr. Gustav Kohn; II.Vizepräsident k.k. Baurat Theodor Ritter v. Goldschmidt; Vertreter: Dr. Alfred Berger, Salo Cohn, Max Frank, Dr. Leopold Kohn, Dr. Felix Katzau, Wilhelm Kuffner, k. k. Hofrat Dr. Benjamin Rappaport, Dr. Maximilian Steiner. Dr. Theodor Liehen Der Präsident: Erster Sekretär. Dr. Alfred Stern. Vorzügliche Pension für Schüler, Schülerin oder Handelsangestellten bei streng religiösem, kinderlosen, geprüften Lehrer um massigen Preis. Klein, Wien, II., Grosse Sperigasse 10, Tür II. Für ein fesches, gebildetes Mädchen aus sehr geachteter und frommer israelitischer Familie mit einer Mitgift von 14.000—15.000 Kronen wird passender Bewerber gesucht. Kultus- oder Privatbeamte in gesicherter Steilung werden bevorzugt. Gefällige Anträge unter „Vertrauen" an die Admiuistr. d. Bl -.Wer seiner Tochter«IVIitgift leicht beschallen will, trete dem Isr. Humanitätsverein zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen Wien, II., Schmelzmasse Nr. 9 als Mitglied bei. Dieser Verein bezahlte in der Zeit vom 6. September 1908 bis 4. Jänner a. c. an 126 Bräute lt8.000 Kronen (für eine Gegenleistung von 42 Kronen pro Braut). Mitgliedsalter unbegrenzt. Auskünfte mündlich (eventuell brieflich gegen Einsendung einer Retourmarke) in der Vereinskanzlei täglich von 3 Uhr nachmittags bis halb 7 Uhr abends. Telephon 13074.