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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1909-01-15 · 3 (15.1.1909) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
26 (1909)
Issue
3 (15.1.1909)
Date
1909-01-15
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 3 Dr. Blochs Wochenschrift. Seite 49 aktuell und reizvoll war, wie in unseren Tagen. Der Zutritt zu dem interessanten Vortrage ist frei und werden Karten zu demselben im Vereinsbureau der „Oesterreichisch-Jsraelitischen Union", IX., Univerfitätsstraße 8 verabfolgt. Oe.-J.-U. Wien. (Todesfall.) Dienstag den 5. d. M. fand unter zahlreicher Beteiligung die Beerdigung des im III. Bezirk allgemein geachteten Privatiers Herrn Eduard Stein herz statt. Der Verstorbene war Mitbegründer der Grazer israelitischen K u l t u s g e m e i n d e und hat sich als langjähriger Präsident stellvertreter Verdienste um diese Gemeinde erworben, die bis auf den heutigen Tag daselbst nicht vergessen find. Er hinterläßt fünf Söhne, die allesamt hervorragende soziale Stellungen bekleiden. Einer derselben ist der bekannte Professor an der deutschen Universität in Prag Dr. Samuel S t e i n h e r z, ein treuer Anhänger des Judentums. An der Bahre entwarf Herr Rabbiner Dr. Armin Abeies in einer ergreifenden Rede das getreue Lebensbild des Verstorbenen. Wien—Mariahilf. (Therese Toffler.) Montag den 11. d. M. wurde Frau Therese Toffler, die Gattin des Herrn kaiserl. Rates Josef Toffler unter imposanter Beteiligung eines vornehmen Publikum zu Grabe geleitet. Diese außerordentliche Teilnahme galt nicht bloß dem tieftrauernden Gatten, der sich der allgemeinsten Sympathien erfreut und durch das Vertrauen seiner Mitbürger zu mannigfachen Ehrenstellen berufen, sondern vornehmlich dem Gefühle der Trauer ob des Heimganges einer wahrhaft edlen Frau, die vorzeitig und unerwartet ihrer Familie entrissen wurde. Therese Toffler war ausgezeichnet durch die Gaben eines selten guten Herzens, von vornehmer Gesinnung, aufopfernd für ihre Familie, voll warmer Empfindung für jedes fremde Leid; sie gestaltete ihr gastfreundliches Haus zu einer Stätte des Glückes für ihren Gatten und Kinder, zu einer Quelle der Freude für alle, die sich ihrer Freundschaft, ihrer werktätigen Fürsorge zu erfteuen hatten. B-y. Wie». Die Chanukafeier im L. D. Königsberg'schen Institute, Wien, II., Valeriestraße 21, nahm auch Heuer einen schönen und würdigen Verlauf. Nach dem Anzünden der Chanukalichter hielt in Vertretung des leider erkrankten Obmannes des Kuratoriums, k. k. Baurat Theodor Ritter v. Goldschmidt und des gleichfalls durch Unwohlsein am Erscheinen verhinderten I. Vizepräsidenten Dr. Gustav K o h n das Kuratoriumsmitglied Kultusvorsteher Dr. Markus Spitzer die Festrede, die, dem kindlichen Verständnisse der Jnstitutszöglinge angepaßt, auch auf die anwesenden Herren und Damen des Kuratoriums und die zahlreichen Gäste einen erhebenden Eindruck machte. Die Zöglinge absolvierten ihr reichhaltiges Programm, das aus Gesangsvorträgen — unter der Leitung des Oberkantors Philipp Kläger — Klaviervorträgen und deutschen und französischen Rezitationen bestand, in tadelloser Weise und ernteten reichen Beifall. Der Direktorin des Institutes Fräulein Henriette Lipschitz wurde der Dank für ihre Bemühungen ausgesprochen. Wien. Bei der am 7. Jänner a. c. stattgebabten Konstituierung des Vereines „Chewra Kadischa" für den XVI. Bezirk wurden Siegfried Weiler zum Präses, Eduard Politzer zu deffen Stellvertreter, Rudolf Pollatschek zum Kassier, Moritz Pick und Leopold Trebitsch als Revisoren einstimmig wiedergewählt. Weiters gehören dem Vereinsvorstande an die Herren: Moritz Auspitz, Samuel Brandl, Dr. Jakob Deutsch, Markus Glücksmann, Wilhelm Mandl, Heinrich Kornmehl und Salomon Weitzmann. Als Ersatzmänner die Herren Ottomar Katz. Samuel Fischer, Fruchthändler, Hermann Gertler und Arthur Unterberg. Wie». Die Lese- und Redehalle jüdischer H o ch s ch ü l e r veranstaltet am 27. Jänner d. I. im Sophiensaale eine Wohltätigkeitsakademie mit nachfolgendem Ball, deren Reinerträgnis der Unterstützung armer jüdischer Hochschüler zufließt. Karten zu K 10.—, 8.—, 7.—, 6.—, 4.—, 3.—, 1.50 zu haben in Guttmanns Hofmufikalienhandlung I., Opernhaus und im Vereinslokale IX., Grüne Thorgaffe 34.' Wien X. Die 33. ordentliche Generalversammlung des Israelitischen Tempelvereines für den X. Wiener Gemeindebezirk Favoriten findet Dienstag den 19. Jänner 1909, präzise 8 Uhr abends, im Lehrsaale des jüdischen Schulvereines X., Hasengasse 7 statt. Wien. Im Carltheater findet Sonntag den 17. d. M. um halb 3 Uhr nachmittags eine Wohltätigkeits - Vorstellung zugunsten des Kranken-, Witwen- und Waisen-Unterstützungsvereines »0tre8eä Level Emes« statt. Zur Aufführung gelangt Edmund Eyslers Operette „Johann der Zweite" mit Frau Mizzi Z w e r e n z als Elly. Wie». Der „Erste Wiener Jüdische Turnverein" veranstaltet zugunsten seines Turnhallenfonds eine Vorstellung im Theater an der Wien. Dieselbe findet Mittwoch den 20. Jänner 1909, um halb 8 Uhr abends statt. Zur Aufführung gelangt mit den ersten Kräften dieser Bühne „Der fidele Bauer", Operette in 2 Akten von Leo Fall. Karten sind im Vereinslokale, IX., Liechtensteinstraße 20, sowie an der Abendkaffa erhältlich. Beth-Hamidrafch „Montefiore II., Taborstraße 38. Sonntag abends halb 5 Uhr Vortrag des Herrn Rabbiners Schönfeld: Midrasch-rabba. Mittwoch abends halb 5 Uhr: Psalmen. Wien. Eingelaufene Spenden für den Brigittenauer israelitischen Unter st ützungsverein: Herr Ignatz Gold vermittelt X 50.—, Baron Gustav Springer 200.—, kais. Rat Sachs 50.—, Baron Rothschild 100.—, Kultusgemeinde 100.—, L. Brettauer 10.—, Dr. Bernhard Wald 2.—, I. Altschul 3.—, M. Deutsch 1.—, Moritz Blüh 1.—, S. Blum 4.—, Sigmund Frankel 2.—, Sigmund Brod 2.—, Anton Pick 2.—, M. Bloch 4.—. Dr. Julius Fodor 1.— , S. G. 2.—, R. F. I.—, Siegfried Dukes 1.-, Ignaz Buchwald 5.—, Jakob und Josesine Eisler 5.—, L. Selmer 4.—, Ungenannt 4.—, Alexander Ehrenfeld 1.—, Ober-Landesgerichtsrat Barber 2.—, Ludwig Bukowitsch 4.—. Bondy und Mayer 10.—, Jgn. Belgrader 2.—, Dr. Ludwig Beer 1. -, Dr. Hans Breuer 2.—, Paul L. Weiler 3.—, Singer 1.—, R. Schreiner 2.—, Emil Deutsch 2.— , Jul. Sauerbrunn 5.—, Dr. Brettauer 5.— , Moritz Winter 2.—. Mor. Schütz 2.—, Sigmund Blau 5.—, Moritz Selinko 2.—, Dr. Heinrich Trebitsch 10.—, Jos. Toch 5.—, Doktor Moritz Ludwig 2.—, Emanuel Brück 5.—, Mor. Weiß 5.—. M. Baum X 2.—. Frauen-Wohltätigkeitsverein „Zuflucht". Der seit neun Jahren in Wien existierende Frauen-Wohltätig» keitsverekn „Zuflucht" veranstaltete am 6. Jänner im großen Mufikvereinssaale zum achtenmale eine Akademie mit Ball. Die alljährlichen Veranstaltungen dieses Vereines sind durch die hervorragenden Kunstkräfte, die sich in uneigennützer und selbstloser Weise in den Dienst der Humanität stellen, und durch den zahlreichen Besuch des distinguiertesten Wiener Publikums gesellschaftliche Ereigniffe ersten Ranges. Die diesjährige Veranstaltung hat aber alle Erwartungen übertroffen. Die berühmte Wiener Hofopernsängerin Fräulein Selma Kurz, die Ehrenmitglied des Vereines ist, hat gemeinsam mit dem Verernsvorstand, an dessen Spitze die rührige Präsidentin Frau Laura Goldschmied steht, dafür gesorgt, daß die ersten Kunstkräfte der Metropole an diesem Abende ihr bestes Können den Besuchern geboten haben. Außer dem Fräulein Kurz wirkten mit die Damen Frau Hanfi Niese, Fräulein Tilli Kutscher« vom Burgtheater, die Herren Hofopernsänger Leopold Demuth, Hofburgschauspieler Otto Treßler, k. k. Kammervirtuose Alfred Grünfeld und Max Pallenberg vom Theater an der Wien, sowie das Beamt-Quartett. Der Verein „Zuflucht", der es sich zur Aufgabe gestellt hat, verschämten, armen Familien, die in ihren Berufen zugrunde gegangen find oder vor dem Zusammenbruch stehen, mit Geldunterstützungen aufzuhelfen, hat während der neun Jahre seines Bestandes viel Ersprießliches, besonders im II. und XX. Wiener Gemeindebezirke, geleistet, er ist aber leider noch immer nicht in der Lage, allen an ihn gestellten Anforderungen mangels der ihm zur Verfügung stehenden Mittel zu entsprechen. Es ist daher Pflicht der Wiener gutsituierten Familien, diesen Verein, bei dem die Herkunft des Bewerbers gleichgültig, hingegen aber die Notwendigkeit alles ist, so reichlich als möglich zu unterstützen. Wien. Der „Israelitische Humanitätsverein für den zehnten Gemeindebezirk Wiens" veranstaltet am 28. Jänner im Etablissement Rosensäle, X., Favoritenstraße 89, wie alljährlich, eine Wohltätigkeit s-R k a d e m i e, deren Reinerträgnis den humanitären Bestrebungen des Vereines zugeführt wird. Wien. (Hebräischer Konversationsklub „Jwriah"). Bei der nächsten Zusammenkunft am Samstag den 16. Jänner 1909, präzise 7 Uhr abends, im Cafs Brammer (IX., Liechtensteinstraße 1) wird Herr Dr. Chaijm Tartakower einen Vortrag über das Thema: „Unser Verhalten gegenüber den religiösen Bräuchen" halten. Korreserent xdU. Arje Fiukelsteiu. Gäste herzlich willkommen.

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