Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-08-14 · 33 (14.8.1908) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
33 (14.8.1908)
Date
1908-08-14
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3020846-3021764-3021798--17585-3042467
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

fix. 33 Dr. Mocd s Mocdenscdrirr. «eite 59t Krirfkaste«. Dr. S. A. In dem ehemaligen Parlament, das in den Jahren 1876 bis 1878 auf Grund der von Midhat Pascha ausgearbeiteten Konstitution tagte, befanden sich zwei Juden: der Bankdirektor David Adjiman, der in Konstantinopel, und Davidjon Effendi, der im Vilajet Janina gewählt wurde. R. F. Sie haben Recht, der „Suff" eine „völkische Pflicht". Im „Gablonzer Tagblatt" findet sich folgendes Eingesandt vom Freitag den 24. „Heumonds": „Deutsche Turnverbindung „Jahn" „Durch Reinheit zur Einheit". Einladung zu der Sonnabend den 25. Juli, 9 Uhr abends, int Vereinslokal, Schatzes Restaurant, Wustung, stattfindenden Hauplkneipe. In Anbetracht der völkischen Bestrebungen der Kneip-m ist es Pflicht eines jeden Jahners (!) pünktlich und vollzählig zu erscheinet,. Mit unverfälscht deutschem Turnergrnß: Das Kneipamt." Das Deutsch dieser Aufforderung z ichnet sich zwar gerade nicht durch besondere „Reinheit" ans, dafür ist aber der edle Zweck des völkischen Kannenschwingens um so mehr anzuerkennen. Wenn die alkoholische Leistungsfähigkeit im österreichischen Nationalitätenkampfe entscheidend wäre, so würden die Schönerianer ihre gesamten slavischen Gegner schon längst unter den Tisch ge—rungen haben. Eibenschitz. Moses M o n t e f i o r e ist am 27. Oktober 1784 (12. Cheschwan 5545) geboren und starb am 28. Juli 1885 (16. Ab 5645). A. H., Nürnberg. Wollen Sie sich an Herrn Redakteur Adolf Gelber in Mondsee wenden. stk. L., Meran Villa Ruth. Besten Dank für interessante Sendung. Erbitte das angekündigte Manuskript. Familie F. ist am Mittwoch von Gastein nach F. a. M. abgereist. Gruß, B. Sam. Aschkenasy. IX., Lustkandlgasse. Die Juden bilden eine Stammes- und Volksgemeinschaft mit religiösen Traditionen, die später Gemeingut der gesamten Menschheit geworden sind. Zahlreich sind aber die Juden, welche keine der konfessionellen Normen beobachten, aber innerhalb der jüdischen Gemeinschaft verharren, weil sie ihre Abstammung nicht verleugnen wollen. Ob der Eine als Deutscher, der Andere als Franzose geboren wurde, ist ein „Zufall" — aus dem Zufall erwächst dem Einzelnen eine sittliche Pflicht: ein treuer Sohn des eigenen Volkes zu sein. Die Abkehr von dem Volke ist eine „Infamie". Glauben Sie im Ernst, daß das jüdische Spital, Altersversorgungshaus überflüssig ist? Austritt aus dem Judentum bedeutet ein Verleugnen der Volksgemeinschaft. B. B. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt; wenn Sie Ihren Namen nennen, werden wir Ihnen nähere Aufschlüffe erteilen. Josef und Cäcilk Adler-SUftung. Am 26. Oktober 1908 gelangen bei der israel. Kultusgemeinde Wien die halbjährigen Zinsen der obigen Stiftung per K 240.— in Beträgen von K 40.— bis 60.— an arme Personen isiaelitischer Religion behufs Bezahlung der Wohnungsmiete zur Verteilung. Die Bewerber haben die mit dem Nachweise ihrer Armut versehenen Gesuche bis 31. AUQUSt 1908 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultnsgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich zu beheben sind, zwischen 9 und 12 U%r vormittags zu überreichen. Arme Verwandte der Stifterin, Frau Cäcilie Adler, sodann Witwen mit unversorgten Kindern, ältere hilflose Frauen oder Mädchen, die sich durch Handarbeit ernähren, endlich dem Lehrfache augehörige Personen werden in erster Linie berücksichtigt. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sindals Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf später einlangende Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Adam Herzfeld Ausstattungs-Stiftung. Aus der von Herrn Adam Herzfeld begründeten Ausstattungs- Stiftung ist ein Betrag von K 230.— an ein mit dem Stifter verwandtes, armes sittsames Mädchen israel. Konfession zu verleihen. Die Bewerberinnen haben ihre mit dem Geburts-, Armuts- und Sittenzeugnisse sowie dem authentischen Nachweise ihrer Verwandtschaft mit dem Stifter und dem Brautstandszeugnisse versehenen Gesuche bis 31. August 1908 im Einreichungsprotokoile der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, zu überreichen, woselbst Gesuchsblankette während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags unentgeltlich zu beheben sind. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, im August 1908. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Konkurs« Der Hietzinger Tempelverein sucht für die hohen Feiertage einen zweiten Kantor. Schriftliche Anmeldungen bei Direktor Dr. 8. Krenberger in Wien, XIII/8, bis zum 10. September. eas Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Andrychau gelangt die Stelle eines Kantors und Lehrers für sofortigen Antritt zur Besetzung. Bewerber, die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, über eine angenehme Stimme verfügen, musikalisch gebildet und dabei fähig sind, hebräischen Unterricht zu erteilen (event. auch p*Tm tarmtf), wollen ihre mit Zeugnisabschriften belegte Gesuche bis zum 25. August I. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Jahresgehalt 1500 Kronen nebst üblichen Emolumenten. Nur dem Akzeptierten werden Reisespesen vergütet. Andrychan den 3. August 1908. 696 Der Kultusvorsteher: Theodor Felix. Konkurs. An der israelitischen Knaben- und Mädchenschule in Brody Galizien, gelangt mit 1. Oktober 1908 die Stelle des Direktors and ReUgionslehrers zur Besetzung. Bewerber haben den Nachweis zu erbringen, dass sie das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben, haben ferner ein Gesundheitszeugnis vorzulegen, dann darzutnn, dass sie österreichische Untertanen sind, endlich den Nachweis zu erbringen, dass sie ein Rabbinerseminar absolvierten und die Lehrbefähigung in deutscher und polnischer Sprache besitzen. In Ermanglung des Nachweises der erfolgten Absolvierung eines Rabbinerseminars kann eventuell genügen, wenn der Bewerber in anderer Weise glaubhaft nachweist, dass er ein profundes Wissen der hebräischen Sprache, Geschichte und Literatur besitzt und einen religiösen Lebenswandel führt. Mit diesem Posten ist ein jährlicher Gehalt von 1800 Kronen nebst fünf vom Tage der Stabilisierung laufenden Quinquennien ä 150 Kronen, ferner eine vollkommen entsprechende Naturalwohnung im Schulhause samt Beheizung und Beleuchtung verbunden. Bewerber haben ihre ordnungsmässig belegten Gesuche an die Adresse der Schnlinspektion spätestens bis 1. September d. J. einzubringen. Brody den 23. Juli 1908. 692 Die Inspektion der israelitischen Knaben- und Mädchenschule. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Ung.-Hradisch gelangt der Posten eines Rabbiners welcher zugleich Prediger und Religionslehrer für Mittelschul-n sein muss, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 2800 Kronen nebst Nebenemolumenten verbunden. Bewerber, österreichische Staatsbürger, nicht über 35 Jahre alt, theologisch gebildet, welche das Doktorat an einer österreichischen Universität erworben haben, belieben ihre Offerte unter Beischluss der Zeugnisse und des curriculum vitae bis zum 1. September 1908 einzubringen. Diejenigen, welche der böhmischen Sprache mächtig sind, erhalten den Vorzug. Reisespesen werden bloss dem Akzeptierten vergütet. Der Kultusvorsteher: 697 Sigmund Fürst.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.