Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 22 (29.5.1908)
- Date
- 1908-05-29
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Nr. 33 Dr. Llocb's Mocdenscbrtn. Sette 411 Zur gefälligen Beachtung! Wir ersuchen diejenigen unserer Abonnenten, welche noch mit der Abonnementsgebflhr im Rückstände sind, die zur Einhebung derselben von uns versendeten Postaufträge gefälligst honorieren zu wollen. Die Administration. Israelitische KullnsgemeinLe Wieu. Wien, 25. Mai 1903 Z. 5506 ex 1908. Kundmachung Die Privatisten-Prüfungen aus israelitischer Religion für Schüler (Schülerinnen) an Volks- und Bürgerschulen finden für das II. Semester des Schuljahres 1907/8 nach folgender Einteilung statt: Für Schüler (Schülerinnen) wohnh. i. Bez. Tag und Stunde der Prüfung Ort der Prüfung I., 11., XI. XX. Sonntag 31. Mai von 9-10 h Mittwoch 10. Juni „ 11-12 „ <3onntagl4. „ | oon 9 : ä i /bis io i 1., Seitenstettengaffe 4, (Parterre links) Hl. bis inkl. X.und XIX. für Bürgerschüler (Schülerinnen) Dienstag 16. Juni von 2-4 h Freitag 19. „ „ 4-6 „ für Volksschüler Dienstag 23. Juni von 2-4 „ Donner». 25. „ „ 2-3 „ Freitag 26. „ 4-6 Dienstag 30. „ „ 2-4 „ I., Seitenstettengasse 2 (11. St. Religionsschule) XII.—XV. Dienstag 9. Juni 11—12 h Donners. 18. „ 11—12 h XV., Turnergasse 22 (Gemeindehaus) XVI. u. XVII. Donnerstag, 18. Juni von 9 bis 10 h XVI., Hubergaffe 8 (Gemeindehaus) XVIII. Sonntag 14. Juni 12 - 1 h .. 21. * 12-1 „ XVIIL, Schopenhauerstraße 39 (Gemeindehaus) Die Prüfungstaxe beträgt K 6 - und wird im vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengaffe 4, oder bei der entsprechenden Amtsleitung im XV., XVI. oder XVIII. Bezirke zwischen 9 und 12 Uhr vormittags entrichtet. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. Der im I. Semester gelöste Erlagschein über die Prüfungstaxe gilt auch für das II. Semester des laufenden Schuljahres. Da nur eine geringe Anzahl von Schülern an einem Prüfungstermine geprüft werden kann, wird dem p. t. Publikum im eigenen Interesse dringend st empfohlen, die Prüfung in der betreffenden Kanzlei vorher anzumelden. Die Semestralprüfungen für Schüler (Schülerinnen) an öffentlichen Schulen finden ab 15. Juni statt. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien Konkurs, Bei der Israel. Kultusgemeinde in Lomnitz (Mähren) gelangt die Stelle eines Vorbeters und Schames, Koreh mm »m® mit 1. August 1908 zur Besetzung. Bewerber nm diesen Posten, die österr. Staatsbürger sein müssen und das 50. Lebensj abr nicht überschritten haben, müssen bis längstens 15. Juni 1908 diesbezügliche Gesuche beim gefertigten Kultusvorstande einbringen. Die Gesuche haben zu enthalten: 1. Heimatschein. 3. Nachweis bisheriger Verwendung. 3. Familienstand (vidiert vom Gemeindevorsteher). Mit diesem Posten ist ein Jahreseinkommen von K 1300 nebst freier Wohnung verbunden. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. GEORG DEUTSCH Kultus-Vorsteher. Moriz RICZKA II. Bezirk, Obere Donaustrasse 69. Streng koscher. Vorzügliche Küche. Billigste Preise. Aufruf! Der im Jahre 1862 vom Prediger J. N. Mannheimer gegründete »Verein zur Unterstützung mittelloser israelitischer Studierender in Wien« hat sich zur Aufgabe gesetzt, den unbemittelten israelitischen Studierenden der Wiener Hochschulen die Vollendung ihrer Studien durch Gewährung von Beiträgen zur Zahlung der Rigorosen- und Promotionstaxen, sowie anderer Gebühren, bezüglich welcher eine Befreiung nicht erlangt werden kann, zu ermöglichen und hat hiedurch in der bisherigen Zeit seines Bestandes eine äusserst segensreiche Tätigkeit entfaltet. Tausende von isrealitischen Studierenden, welche andernfalls trotz ihres eifrigen Studiums aus materieller Notlage die Fortsetzung der Studien hätten unterlassen müssen, wurden durch den Verein in den Stand gesetzt, dieselben zu vollenden und haben sich von denjenigen, welche seinerzeit vom Vereine unterstützt wurden, nicht Wenige hohes Ansehen erworben, so dass sie dem gesamten Judentum zur Ehre gereichen. Leider haben sich die Mittel des Vereines in den letzten Jahren gegenüber den Erfordernissen als durchaus unzureichend erwiesen und war das Entstehen eines nicht unbedeutenden Defizits nicht zu vermeiden, wenn nicht die Unterstützungen auf ein Mass reduziert werden sollten, welches geradezu der Würde der akademischen Jugend Hohn spricht. Einerseits hat sich die Mitgliederzahl dieses segensreich wirkenden Vereines in den letzten Jahren geradezu verringert, anstatt sich zu steigern und andererseits müssen wir die betrübende Wahrnehmung machen, dass von Seiten derjenigen, welche vor Jahren vom Verein unterstützt wurden, nicht genügend daran gedacht wird, die vom Verein erwiesenen Wohltaten durch Rückzahlung der erhaltenen Beträge und durch Beitritt als Mitglied zu vergelten. Während seines nunmehr 46 jährigen Bestandes hat der Verein bei 400.000 K an Unterstützungen ausbezahlt. Im Vorjahre betrugen die ausbezahlten Unterstützungen 13.582 K, welchen im Ganzen Rückzahlungen im Betrage von 400 K entgegenstanden. Wir glauben, dass die Erinnerung an die ehemals vom Vereine erwiesenen Wohltaten diejenigen unserer einstigen Schützlinge, welche es zu Ansehen und Stellung gebracht haben, veranlassen sollte, dem Vereine in seiner heutigen schwierigen Lage hilfreich zur Seite zu stehen. Wir hoffen keine Fehlbitte zu tun, wenn wir alle Freunde und Gönner der israelitischen Studierenden ersuchen, dem Vereine als Mitglieder beizutreten. Der Vorstand des Vereines zur Unterstützung mittelloser israelitischerstudierender inWien: Dr. Hermann Wolf, Fritz Singer, k. Rat Leop. Langer, Hof- und Ger.-Adv. Schriftsteller. Börserat, Bankier. Dr. Richard Grünfeld. Dr. Julius Bermann, k. k. Notar. Hofrat Dr. Emil Zuckerkandl, k. k. Universitätsprofessor. Dr. L. Königstein, Hofrat Siegm. Taussig. k. k. Univ.-Professor. Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Eibenschitz in Mähren gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten n. Kantors der zugleich die Funktionen eines Chordirigenten, Sehochet, Bodek und Koreh, sowie das an Jahrzeittagen übliche Mischnalesen zu versehen hat, mit einem fixen Jahresgehalte von K 1000 nebst einem weiteren Einkommen aus den Zuflüssen der Stiftungen und Schechita von zirka K 800, welcher Jahresbezug durch Kreierung einer namhaften Stiftung in kürzester Zeit bedeutend erhöht werden würde, nebst freier Wohnung und Nebenemolumenten zur Besetzung. Bewerber, um diesen Posten, welche die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, eventuell sich dieselbe nach erfolgter Akzeptierung verschaffen müssten und das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Gesuche unter Anschluss der Atteste über vorhergegangene Tätigkeit mit Angabe des Alters und Familienstandes bis 30. Juni I. J. an den gefertigten Vorstand gelangen lassen. Eibenschitz am 19. Mai 1903. Der Kultusvorsteher: Gustav Neubauer - Samek.