Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 21 (22.5.1908)
- Date
- 1908-05-22
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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Rr. 21 Vr. Vloch's Wochrnschrifk. Sette 395 „Germanist". Notieren Sie sich den deutschen Stil eines deutschen Gymnasialprofessors in Oesterreich. Der Herr Reichsratsabgeordnete E. Z ein er ist Gymnasialprofessor.in Beden, er hat sich in der Mödlinger Versammlung zu folgenden Apercus aufgeschwungen: „Ihrem Irade getreu.' riefen Juden die Wilsten Lärmszenen in Wien hervor und schändeten dabei noch den deutschnationalen Namen, den sie zur Rückendeckung vorbrachten. Die Erregung in den Tiroler Bergen, das Bauernblut von Graz, aber auch die dem Judendiktat gefälligen unterschiedlichen „Rektorenanschläge" schreien auf: Zeit ist's, daß die Phalanx der antisemitischen Wähler sich erhebe!" Wippchen, der Unerreichte, ist geschlagen, übertroffen von dem Herrn Gymnasialprofessor Zeiner, der Namen zur Rückendeckung vorbringt — wie macht man das? — und Rektorenanschläge aufschreien läßt. Arnold Müller in Tp.: Sie beklagen sich, daß die Jüdisch- Nationalen in Lemberg in einer dortigen jüdischen Restauration es übel vermerkt haben, als Sie von „polnischer Wirtschaft" wegwerfend sprachen. Wir können es den Leuten nicht übelnehmen und ihr Verhalten nicht.mißbilligen. VlSmimg der aufgelösten Abendbörse für Lehramtskandidaten. Die Zinsen der obgenannten Widmung im Betrage von K 100.— gelangen an einen israelitischen Lehramtskandidaten zur Verleihung. Die mit einem Geburts-, Armuts¬ und Moralitätszeugnisse, sowie mit den Studienzeugnissen belegten Gesuche sind bis 31. Mal 1908 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kültusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, vielmehr genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Benedikt Karplus’sche Gewerbeschul-Stlpendien. : Am 30. Juli 1. J. gelangen zwei Benedikt Karplus’sche Stipendien per je K 50.— an zwei junge- Leute mosaischer Konfession, welche mit Vorzugsnoten die Gewerbeschule besuchten oder besuchen', zur Verleihung. Bewerber um dieselben haben ihre Gesuche, welche mit dem Geburtsscheine, dem Armutszeugnisse und dem Nachweise, dass sie die Gewerbeschule mit vorzüglichen Erfolge besuchen oder besucht haben, bis längstens 31, Mal 1908 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstettengasse 4, III.. Stock, woselbst auch innerhalb der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber im Bezüge eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch dieser Stipendienbezug sich beläuft. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern genügt die genaue der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Albert Gansl’scüe Widmung für Israelitische Arme. Am .28. Thamüs, das ist am. ,27. Juli 1908, werden aus der Albert Gansl’schen Widmung die Jahreserträgnisse in der Höhe von K 4 0 0.— an mehrere israelitische Arme zur Verleihung gebracht. Die Bewerber um diese Stiftung haben ihre mit einem Geburtsscheine und einem Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Mal 1908 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde* I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Gesuchsteller, welche mit der Albert Gansl’schen Familie oder mit den Heinrich und Begine Kohn’schen Nachkommen verwandt sind und dies durch legale Dokumente nachzuweisen vermögen, erhalten den Vorzug. Nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. L. G. ßoldsteln’sche Helpatsausstattungs-Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, dass am 4. August d. J. die Zinaeu der L. G. Goldstein’schen Stiftung zur Ausstattung armer israelitischer Mädchen im Betrage von K 2 8 0.— zur Verleihung gelangen. Die Bewerberinnen haben nachzüweisen, dass sie 1. der israelitischen Konfession angehören, 2. arme Waisen (yäter- oder mutterlos) und 3. streng sittlich sind, sowie dass sie sich im Brautstande befinden. Verwandte des seligen Stifters, des Herrn L. G. Goldstein, geb. zu Altstadt in Böhmen (ehern. Taborer Kreises) oder seiner Gattin Katharina geb. Landauer bis .zum dritten Grade, erhalten den Vorzug und muss der diesfällige Nachweis dem Gesuche beiliegen. Bewerberinnen, die sich vor dem 4. August 1809 verehelichen, habnn auf die Stiftung keinen Anspruch. Die entsprechend belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, III Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags bis 31. Mal 1908 zu überreichen. Auszüge aus den Matriken 'der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien; Bei der israelitischen Kultusgemeinde in Eibenschitz in Mähren gelangt die Stelle eines musikalisch gebildeten II. Kantors der zugleich die Funktionen eines Chordirigenten, Schochet, Bodek und Koreh, sowie das an Jahrzeittagen übliche Mischnalesen zu versehen hat, mit einem fixen-Jahresgehalte von K 1000 nebst einem weiteren Einkommen aus den Zuflüssen der Stiftungen und Schechita von zirka K 800, welcher Jahresbezug durch Kreierung einer namhaften Stiftung in kürzester Zeit bedeutend erhöht werden würde, nebst freier Wohnung und Nebenemolumenten zur Besetzung. Bewerber, um diesen Posten, welche die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, eventuell sich dieselbe nach erfolgter Akzeptierung verschaffen müssten und das Bö. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Gesuche unter Anschluss der Atteste über vorhergegangene Tätigkeit mit Angabe des Alters und Familienstandes bis 30. Juni I. 1. an den gefertigten Vorstand gelangen lassen. Eibenschitz am 19. Mai 1908. Der Knltusvorsteher:' Gustav Neubauer - Samek. Heirat! Kaufmann, 27 Jahre alt, intelligent, aus gutem Hause mit grösserem, gutgehenden Gemischtwaren- und Getreidegeschäft;. in grösserem Orte der Alpenländer, wünscht sich mit häuslich erzogenem, israelitischen Mädchen im Alter von 18 bis 26 Jahren, welches eine Mitgift von 20- bis 25.000 K besitzt und Freude zum Geschäfte hat, baldigst zu verehelichen. Diskretion verbürgt und erwünscht. Anträge unter „S. B. B. 1882“ an die Administration dieses Blattes. MARIENBtD™ Erstes VOv. (Lafö-Restaurant Fardinandbrunnstr. 119 ln näohster Näh» de» Kreuzbrunn, Ferdinandsbrunn und der Bäder. Hiemit erlaubt sich der ergeh. Gefertigte,, den geehrt. Kurgästen zur gefl. Kenntnis zu bringen, dass er obiges Geschäft am 1. Mai eröffnet und daselbst, wie in Wien, die beste Küche führen und Original-Getränke zum Ausschank bringen wird. Um gut. Zuspruch bittend, zeichnet hochachtend Eduard Herlinger (zuletzt Wien, , Restaurant z. gold. Widder“) II., Taborstrasse 36. Hotel Kommunal) Vöslau "ityj RESTAURATION "1^3 streng rituelle, anerkannt beste Küche, neuerbauter Cafesaal, herrlicher schönster Garten. Grosse Säle für Hochzeiten und Diners Elegante Zimmer, massige Preise. — (Int. Telefon Nr. 26) Jiotelier, Vöslau, J-lochstrasse ID. In einem guten, jädiscfcen jtanse in einer Marktgemeinde nächst Gaya in Mähren wird ein Kommisaus der, Gemischtwarenbranche unter guten Konditionen sofort auf genommen. Anfragen in der Redaktion._ Botel und« Restauration Tolopkon 13702. M. 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