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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-05-22 · 21 (22.5.1908) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
21 (22.5.1908)
Date
1908-05-22
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette 386 VL. BloLL's WortzeMrrM» Nr. 21 Jesaia: Kap. 2, Vers 1— 5 » 11. » 1-10 » „ 58, „ 1—14 Jeremia: „ 17, „ 1—15. Dritte Klaffe. I. Biblische und nachbiblische Geschichte. Wiederholung des geschichtlichen Stoffes bis zur Zerstörung des ersten Tempels. Ueberblick über die hervorragendsten Momente der Geschichte der Juden bis auf die neueste Zeit mit besonderer Berücksichtigung der Juden in Oesterreich und in Wien, und zwar: 1. Johannes Hyrkan, Synhedrion. Die Pharisäer, Saducäer und Effäer. 2. Hyrkan IX und Aristobul. Einmengung der Römer. Herodes. 3. Die Landpfleger. Zerstörung des zweiten Tempels. Untergang des Reiches. 4. Hillel und Schammai. R. Jochanan ben Sackai und seine Schüler. R. Gamliel II. 5. R. Akiba. Bar Kochba. Die Märtyrer. 6. Die Mischna und der Talmud. 7. Saadia Gaon. Die Karäer. Die Juden in Arabien. Die Chazaren. 8. Die Juden in Spanien. 9. Moses Maimonides. 10. Die Juden in Frankreich. Raschi. 11. Die Vertreibung der Juden aus Spanien. Isaak Abravanel. 12. Die Juden in Deutschland. (Die Kreuzzüge. R. Meier aus Rothenburg.) 13. Die Juden in der Türkei und in Italien. (R. Josef Karo, Sabbatai Z'wi.) 14. Die Juden in England und Holland. (Menasse ben Israel.) 15. Die Juden in Polen und Rußland. 16. Die Juden in Oesterreich. 3.) in Wien und Niederösterreich. 17. 5) in den einzelnen Krouländern. 18. Moses Mendelssohn und die neueste Zeit. Hiezu noch das jüdische Kalenderjahr und gelegentliche Erklärung der Fest- und Fasttage, insbesondere bei ihrem jeweiligen Eintritte. II. Religionslehre. Erklärung des Dekalogs. Bibelkunde. (Jona uud Hiob.) Der Gottesdienst. Die Pflichten: a) gegen Gott; b) gegen den Nebenmenschen; e) gegen das Vaterland; ä) gegen sich selbst. Die meffianische Zeit. III. Hebräisch Lesen. Hebungen im Gebrauche des Gebetbuches, insbesondere im Auffuchen der bereits durchgenommenen Gebetstücke. Angabe der Gebetordnung. Bekanntmachung mit dem Inhalte der durchzunehmenden Gebetflücke. 1. Gebete für nw.n twn; a) nb“cn und vnp .nrea d) c) ,mnw b) 2. Gebete für bt> tttfi: rfr30 e) ,nn:a d) «spio c) ,rmn» b) .a'-iya a) IV. Uebersetzen und Memorieren. Wiederholung der auf den früheren Stufen übersetzten und memorierten Stücke. Dazu neu: Der Rest von pai, und zwar alle fünf Teile, UTiirjrt? bna irmax viVxi irnbx V. Deutsche Bibellektüre. a) Pentateuch: V. B. M. Kap. 5, Vers 1—18 „ „ „ „ 10, „ 12-22 , - . 22, „ 1-10 n n n n 24, „ 10 22 n n n n ^4, „ 1 12 b) Sprüche Salomos: Kap. 1, Vers 1— 9 - 6, „ 1—11, 20, 21, 22, 23 „ 31, „ 10-31 c) Ezechiel: Kap. 33, Vers 1 — 20 „ 37. „ 1—28 d) Sprüche der Väter. Abschnitt 1, Mischna 2, 3, 6, 12 „ 4, „ 1, 3, 4, 8, 27, 28. Ikorrespondenzen. „Für das Kiud." Die Völker Oesterreichs rüsten sich, das 60jährige Regierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers getreu dem Wunsche des erhabenen Monarchen durch Werke edler Nächstenliebe zu feiern, die dem Wohle des Kindes gewidmet sein sollen. Wie immer, wenn es gilt, Patriotismus und treuen Bürgersinn zu bekunden, werden unsere jüdischen Mitbürger gewiß auch diesmal nicht zurückstehen und getreu ihrem traditionellen Wohltätigkeitssinne, jeder nach seinen Kräften, am Altar der Nächstenliebe ihr Opfer darbringen. Da sei es uns nun gestattet, die Aufmerksamkeit auf den Verein zur Errichtung und Erhaltung von Horten für schulpflichtige Kinder in Wien zu lenken, der sich die Aufgabe stellt, in seinen Horten die ärmsten jüdischen Schulkinder durch Beaufsichtigung, Verköstigung, Erziehung und zweckentsprechende Beschäftigung der Not und dem Elend, den schädlichen Einflüssen der Gasse, der Entsittlichung und Verrohung zu entreißen, um sie zu nützlichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft heranzubilden. Angesichts des furchtbaren .Kinderelends in Wien können die fünf Horte, welche während des zweijährigen Bestandes des Vereines errichtet wurden — es sind in diesen 260 Kinder untergebracht — nur als Anfang des angestrebten Werkes angesehen werden. Das Jubeljahr Sr. Majestät des Kaisers soll nun für Ausgestaltung dieser dem Wohle des Kindes gewidmeten Institution Ansporn und Förderung sein. In diesem Sinne hat der israelitische Humanitätsverein Eintracht „B'nai B'rith" in Wien, dem die genannte Institution Gründung und Patronanz verdankt, als Grundstock eines aufzubringenden Kaiser Franz Joseph Jubiläumsfonds zur Errichtung von Kinderhorten den Betrag von 10.000 K gestiftet. Wir richten nun an alle jüdischen Mitbürger den warmen innigen Appell, zur Stärkung dieses Fonds nach Kräften beizutragen. Jede, selbst die kleinste Gabe, wird dankbarst angenommen und ausgewiesen. Schließt sie ja die Erfüllung des Wunsches in sich, den unser geliebter Kaiser in edelsinnigster Weise als Impuls für das schöne Werk der Kinderfürsorge ausgesprochen hat. Mögen Opferwilligkeit und Nächstenliebe, im Jubeljahre die Ausgestaltung und Erweiterung dieses begonnenen Werkes veranlassen, zum Wohle der großen Zahl schütz- und fürsorgebedürftiger armer Kinder des jüdischen Proletariates. Spenden wolle man an den „Verein zur Errichtung und Erhaltung von Horten für schulpflichtige Kinder in Wien", IX., Universitätsstraße 4 oder an die Kassa der israelitischen Kultusgemeinde Wien gütig st senden. Jirbiläumsftistuirgerr der israelitischen Kultusgemeinde Czernowitz. Vorige Woche hielt der Kultusrat der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde unter dem Vorsitze ihres Präsidenten Doktor Straucher im neuen jüdischen Gemeinde- und Nationalhause eine außerordentliche Sitzung ab; es war dies die erste Sitzung im neuen Heim. Die Kultusräte waren fast vollzählig erschienen, als einziger Gegenstand stand auf der Tagesordnung: Der Bericht des Kultusvorstandes über aus Anlaß des 60jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers ins Leben zu rufende Wohltätigkeitsstiftungen, lieber Antrag des Vorsitzenden Dr. Straucher faßte nun der Kultusrat einstimmig und debattelos unter lebhafter Akklamation folgende Beschlüsse: 1. Aus Anlaß des 60jährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers stiftet die israelitische Kultusgemeinde zu Czernowitz aus eigenen Mitteln zwecks Versorgung armer gebrechlicher und unterstandsloser oder erwerbsunfähiger jüdischer

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