Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 20 (15.5.1908)
- Date
- 1908-05-15
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 20 Wr. Llocv s MocvenscvrM. Sette 375 Hall garten: Nachruf. Abschiedsworte des Präsidenten der Deutschen Konferenz-Gemeinschaft Ludwig Max Goldberger an der Bahre. — Die Totenfeier Friedrich Naumann: Charles L. Hallgartens Lebenslauf. (Mit Porträt.) — A. Donats: Siegfried Wagner (mit 15 Illustrationen). — Dr. Th. Zlocisti: Ein Buch der Erinnerungen. — Grete Masse: Sabbalhweihe. Benjamin Segel: Der Seder in der Fremde. — Dr. Max Jungmann: Literarische Rundschau. — Hartwig Derenbourg. — Ein Gruß aus Sibirien. (Jüd. Volkslied. .Noten.) — Mitteilungen aus dem Deutschen- Bureau der „Alliance Jsraolite Universelle": I. Rumänische Vertragstreue. II. Das Hilfswerk in Marokko. III. Die Schule der „Alliance Jsraölite Universelle" in Seneh (mit 3 Illustrationen). IV. Der Brand von Hasköy. V. Notizen. Kriefkastrrr. Justitia ohne Binde. Sie irren, verehrte Frau, wenn Sie glauben, daß der Staatsanwalt Pollak in der Feilbogenaffaire wegen Verbrechens der Aufreizung gegen eine Religionsgenossenschaft die nötigen Schritte gegen das „Deutsche Volksblatt" eingeleitel hat. Dieser Irrtum mag darauf zuruckzuführen sein, daß eine so energische Konfiskation einer harmlosen Simplizissimusnummer in der vorigen Woche erfolgte. Eines schickt sich aber bekanntlich mcht für alle. Sie sind »och immer schrecklich naiv, verehrte Frau .... Verein „Einheit". In dem Bericht in Nummer 19 über die Generalversammlung soll es richtig heißen Jüdischer Verein „Einheit" und nicht „Einigkeit". Neugieriger Leser. Sie vermissen jedesmal beim Namen Porzer im „Deutschen Volksblatt" das Ausrufszeichen. Herr Dr. Porzer hat sich das ausdrücklich verbeten. Dies ist jedoch necht der Grund, weshalb er in Disziplinaruntersuchung steht. Ella P. in Zabreh. Der Komponist von „Walzertraum", Oskar S t r a u s, ist Jude, er tst ein Shffe des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Alfred Stern. LItsI Goidrelmiiai-Stiftung für Schüler der Wiener höheren Gewerbeschulen. Aus der obgenannten Stiftung sind zwei Stipendien ä K 200.— an israelitische Schüler der höheren Gewerbeschulen in Wien zu verleihen. Die Bewerber haben ihre mit dem Geburts¬ und Armutszeugnisse, sowie den Studienzeugnissen belegten Gesuche bis 31. Mal 1908 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich verabfolgt werden, während der Amtsstund n zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber bereits in dem Genüsse eines Stipendiums ist, bejahenden Falles, wie hoch der Betrag desselben sich beläuft. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der Kultusgememde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Salomon Altmannsche Walsen-Stiftung. Am Sterbetage des seligen Herrn Salomon Altmann, d. i. am 21. des Monates Ab (18. August 1908), gelangen aus obiger Stiftung zwei Plätze ä K 63.— an zwei vater- und mutterlose israelitische Waisen ohne Unterschied des Geschlechtes, welche das 15. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und sich über guten Schultortgang ausweisen können, zur Verleihung. Den Vorzug erhalten: in erster Linie Verwandte des seligen Herrn Salomon Altmann, in zweiter Linie aus Oesterr.- Schlesien stammende, endlich in deren Ermanglung jene, deren Eltern der israelitischen Kultusgemeinde Wien als Mitglieder angehört haben. Die mit dem lieburts-, Armuts- und Sittenzeugnisse, sowie mit Schulzeugnissen belegten Gesuche sind im Einreichungsprotokoll der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags bis längstens 15. Juni 1908 zu überreichen. Auszüge aus den Metriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht eiforderlich, sondern es genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Kuratorium der L. D. Könlgsbergscben Stiftung. Im L. D. Königsbergschen Mädchenerziehungs-Institute in Wien gelangen vier Stiftplätze zur Besetzung. Aufnahme finden mittellose Mädchen im Alter von 10 — 12 Jahren. Gesuche, belegt mit Geburtsschein, Impfschein, Gesundheitszeugnis, Schulausweis und Mittellosigkeitszeugnis, sind bis 31. Mal 1908 im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, einzubringen. Auf verspätet eingelangte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Das Kuratorium der L. D. Königsbergschen Stiftung. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Z. 2500, ex 1908. Wien im Mai 1908. Kundmachung betreffend die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetempeln. Die diesjährige Konfirmation findet statt: I. Bezirk, Stadttempel, Seitenstettengasse 4, Sonntag den 24. Mai um 10 Uhr vormittags, II. Bezirk, Leopoldstädtertempel, Tempelgasse 3, Donnerstag den 28. Mai um 10 Uhr vormittags, XV. Bezirk (Fünfhaus), Turnergasse 22, Sonntag den 31. Mai um 10 Uhr vormittags, XVI. Bezirk (Ottakring), Hubergasse 8, Sonntag den 17. Mai um V210 Uhr vormittags, XVIII. Bezirk (Währing), Schopenhauerstrasse 39, Donnerstag den 28. Mai um 10 Uhr vormittags, XXI. Bezirk (Floridsdorf), Holzmeistergasse 12, Donnerstag den 28. Mai um 10 Uhr vormittags. Der Eintritt in den Stadt- und Leopoldstädtertempel kann wegen Raummangels nur gegen Abgabe der Eintrittskarte gestattet werden Der Vorstand. Zine Jiitte an Menschenfreunde! Vor einigen Tagen wurde vom Wiener Landesgericht der Student Jakob Perez aus Russland wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz zu einem Monat Arrest verurteilt, welche Strafe am 8. Juni 1908 abgebüsst sein wird. Der genannte Jakob Perez hatte das Unglück, bei seinen Manipulationen mit Sprengstoff deu rechten Arm zu verlieren, und der Wiener «Verein zur Unterstützung entlassener Sträflinge“ will aus Menschlichkeit, im Sinne sek er Intentionen, dem Verurteilten einen künstlichen Arm als Ersatz herrichten lassen. Da der Verein mit Rücksicht auf seine grosse anderweitige Inanspruchnahme für eine Person einen derartigen Betrag nicht aufwenden kann, wenden wir uns an menschenfreundliche Glaubensgenossen mit der Bitte, durch Spenden diese humane Leistung zu fördern. Durch dieselbe soll auch dem Jakob Perez ermöglicht werden, für die erste Zeit, bis er sich einen Erwerb verschafft, den allernotwendigsten Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die Spenden werden von der Administration der »Oesterreichischen Wochenschrift« und von der Direktion des »Vereines zur Unterstützung entlassener Sträflinge« in Wien, VIII., Landesgerichtsstrasse 21 angenommen und in diesem Blatte ausgewiesen. Achtung. Ich erlaube mir die P. T. Kunden aufmerksam zu machen, dass ich die Nikolsburger Spezialitäten als: Mohn- und Nusstangen, Inquer, Kücheln und Magronen, II., Novaragasse 32, II. Stiege, Parterre 15, erzeuge und speziell nur bei mir zu haben sind. Bette Fehl, Mohn- und Nusstangenerzeugerin, II., Novaragasse 32. Jüdische Waise ans gutem Hause, 27 Jahre alt, Absolventin eines Handelskurses, bittet um Posten in einem besseren Geschäfte oder bei jüdischer Familie. Geht auch gerne zu Kindern. Zuschriften an die Administration dieses Blattes unter »Bescheiden«.