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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-05-01 · 18 (1.5.1908) · page 23

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
18 (1.5.1908)
Date
1908-05-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Nr. 18 Dr. Blocb’s MocbensiLrM. Seite 343 Monatsschriften Wilna, besprochen von L. S. Makebeth. Jüdischer Volkskalender für das Jahr 5668, besprochen von I. W. Rundschau: Jeschajohu Berschadski und Jehuda Steinberg gestorben. Eine jüdische Ausstellung in Baltimore. Nachrichten aus Palästina. Korrespondenzen: Wien. Graz. Berlin. Bern. Petersburg. New-Aork. Literarische Notizen. Briefkasten. Hermann Blumenthal. Knabenalter. Roman. Marquardt & Co. Verlagsanstalt G. m. b. H. Berlin W. 50. I. Jahresbericht des „Verein zur Gründung und Erhaltung des Kaiserin Elisabeth- Institutes für israelitische Krankenpflegerinnen", Wien, nebst einem Vortrage von Hofrat Dr. L. Oser 1907. Selbstverlag des Vereines. Wien 1908. Tebron. Samson Cohn christlicher Religion. Eine Metamorphose. Verlag von Louis Lamm. Berlin 1908. Krirfkaste«. F. C. Laut einer Erklärung des russischen Senats können Eltern, die bei ihren Kindern wohnen, nicht zu deren „Hausgesinde" gerechnet werden und haben daher nicht das Recht, mit ihren Kindern außerhalb des Ansiedlungsrahons zu wohnen. ,,Kolonie". Der Herausgeber der »Jewish Daily Press«, Julius Liebling tu Chicago wurde von der dortigen republikanischen Partei zum Wahlmann für die kommende Präsidentenwahl gewählt. Liebling, der heute 56 Jahre alt ist, ist der erste russische Jude, dem in Amerika eine solche Ehre zuteil wird. Ein alter Leser, Proßnitz. Die Erzählung, daß auf den: Wiener Friedhofe in der Seegaffe ein Grabstein eines dort begrabenen Fisches sein soll, welcher beim Oeffnen »Schema Jisroel« gerufen hat, ist eine Sage ohne allen historischen Hintergrund. D. Steinhart, Wien. Ueber den Sofer nachträglich Gericht abzuhalten, ist nicht unsere Aufgabe. Regierungsrat. Wir empfehlen Ihnen das im „Berliner Generalanzeiger" annonzierte Werk „Der kleine Täufling in der Westentasche oder die Kunst, in fünfzehn Minuten ein guter Goj zu werden". Viele Anerkennungsurteile! Erfolg garantiert!! „Leser". Helene Kelle, hat die Geschichte ihrer Studien in einem interessanten Buch geschildert. Dort werden Sie auch die Lehrmethode eingehend gezeichnet finden. Notiz. XXVI. Militär-Staatslotterie. Am 14. Mai 1908 findet die Ziehung der XXVI. Staatslotterie für gemeinsame Milirär-Wohltätigkeitszwecke statt, deren günstige Kewinnstchancen (18.390 Geldtreffer im Gesamtbeträge chon 513.580 K) bereits in einer früheren Nummer unseres Blattes hervorgehoben wurden. Lose ä 4 K sind in Sotto* kollekturen, Tabaktrafiken, Wechselstuben, bei Postämteni rc. erhältlich. Vergnügungs-LtabUssement „Venedig in Men" Gesellschaft m. b. H. Eröffnung am 1. Mai. permanenzkarttil ä K 15.— an der Tagcskassa I., llotcilturmflr. lf> (Lasar) und in der virektionskanzlei II,, k k. Prater (Eingang Uiesenradtar). » u B B V B Konkurs. Mit 1. September d. J. ist an der isr. deutschen einklassigen Privatvolksschule zu Dobris der Posten eines Lehrers resp. Schulleiters zu besetzen. Die Bemessung des Gehaltes bleibt der beiderseitigen Vereinbarung Vorbehalten. Bewerber, die den Lehrbefähigungsnachweis zu erbringen in der Lage und der böhmischen Sprache vollkommen mächtig sind, wollen ihre Ofierte nebst Zeugnisabschriften, die nicht retourniert werden, bis 15. Mai d. J. bei dem gefertigten Vorstande überreichen. Dobfis, 28. April 1908. Vorstand d. isr. Mlisgsm. Dobris A. BONDY. Aufruf. Ter Lemberger Verein zur Unterstützung armer jüdischer Mittelschüler hat die Gründung eines Schülerheimes nach dem Muster der zahlreichen, schon bestehenden, jüdische Bewerber von der Aufnahme ausschließenden Anstalten dieser Art beschloffen. Durch die Gründung diesem Institution soll eines der dringendsten Augenblicksbedürfniffe, auf das von maßgebender pädagogischer Seite seit langem hingewiesen wird, befriedigt werden. Der der jüdischen Bevölkerung innewohnende Bildnngsdrang bringt es mir sich, daß sich sehr viele begabte und fleißige Jünglinge aus den ärmsten Volksschichten dem Studium widmen, dabei jedoch mangels entsprechender häuslicher Fürsorge Physisch und moralisch verkümmern. Ein jüdisches Schülerheim soll den ärmsten und hoffnungsvollsten jüdischen Studenten Obdach, Verpflegung und gewissenhafte moralische Fürsorge bieten. Die bisher zu diesem Zwecke veranstalteten Sammlungen haben ein E trägnis von zirka 17 000 Kronen geliefert, außerdem stehen einige Subventionen in Aussicht Da jedoct» unsere Gemeinde leider nicht über die Mittel verfügt, um die bedeutenden Errichtungs- und Erhaltnngskosten einer solchen Institution aus Eigenem anfznbringen, sehen wir uns genötigt, an die jüdische Allgemeinheit nm Förderung dieses Unternehmens zu appellieren. Die Verwaltung des zugunsten des Schülerheimes anfzubringenden Fondes und die Aufsicht über die Leitung der zukünftigen Anstalt ist einem Kuratorium überantwortet, dem angehören: a) zwei von der israelitischen Kultusrepräsentauz in Lemberg zu leiegierende Mitglieder, >») die Gemeinderabbiner fortschrittlicher Richtung, c) das Präsidium und die Anssch ßmitglieder des Vereines zur Unterstützung armer jüdischer Mittelschüler, <1) je 1 Vertreter derjenigen öffentlichen Korporationen, die das Schülerheim mit einer jährlichen Subvention von mindestens 200 Kronen beteilen, v) Personen, die zugunsten desselben eine einmalige Spende von mindestens 5000 Kronen zu widmen geneigt sind. Wer zugunsten des Baufoudes einen einmaligen Beitrag von mindestens 100 Kronen leistet, wird gründendes Mitglied des Unterstützungsvereines. Jnfolange nicht das zum Baue eines eigenen Hauses erforderliche Kapital anfgebracht ist, soll nach Möglichkeit durch Miete entsprechender Räume die provisorische Realisierung der so dringlichen Angelegenheit angestrebt werden. Augenblickliche Zusammensetzung des Kuratoriums: Vorsitzender: Emil Edl. von Mises» Jnspettor der k. k. Staatsbahnen; Stellvertreter des Vorsitzenden: Tottor Salomon Bund, Advokat, und Dr. Jech. Caro, Gemeinderabbiner; Schriftführer: Dr. Abr. Korkis, Vizesekretär der Handelskammer, und Ingenieur Mar F i s ch l e r; Kaffier: Jakob B o d e k, k. k. Postoffizial. Mitglieder: Dr. Samuel Guttmann. Rabbiner; med. Dr. Jonas Reiuhold, Kultusrat; Dr. Bernhard Hausner, k. k. Gymn.-Profeffor; Marcell Schaff. Privat; Dr. Atariin von H o r o w i tz Industrieller; Dr. Adolf S e g a 1, Advokat; med.Dr.Jakob Mahl, Gemeinderat; Karl Stand, Privat. Eventuelle Sammlungen sind zu senden an den Kaffier Jakob B o d e k, Hauptpostamt Lemberg. Konkurs Bei der israel. KultUSflemelnde ln LOÜQSltZ gelangt die Stelle eines Rabbiners der zugleich RellglonslGhrer, Kantor und Kar8h ist, zur sofortigen Besetzung. Mit dieser Stellung ist ein Jahresgehalt von K 2400 nebst der staatlichen Remuneration für die Erteilung des Religionsunterrichtes an den hiesigen Volks- und Bürgerschulen und dem Ertrage aus der Matrikenführung, sowie auch freie Wohnung verbunden. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet, Bewerber, welche österreichische Staatsbürger sein müssen? wollen ihre Offerten unter Beischluss der Zeugnisse, des Geburts-. Familien- und Bildungsnachweises einbriugen. Der Kaltusgemelnde-Yorsteber: Dp. Karl Glässner.

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