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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1908-08-17 · 16 (17.8.1908) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
25 (1908)
Issue
16 (17.8.1908)
Date
1908-08-17
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Rr. 16 Vr. Vloch's Wochenschrift. Sette 303 Theresia Neumann’sciie Lehrerswttwen-Stlftung. Seitens der israel. Kultusgemeinde Wien gelangen aus der obgenannten Stiftung am 11. Thamus (10. Juli 1908) zwei Stiftplätze im Betrage von Je K 84-— an arme israel. Lehrerswitwen zur Verleihung. Die mit dem Geburtsscheine, dem Nachweise der Witwenschaft nach einem Lehrer und dem Armutszeugnisse belegten Gesuche sind bis längstens 30. April 1908 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeiude Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich erhältlich sind, während der Amtsstunden zwischen 9 und 13 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs¬ und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien, sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, sondern es genügt die g e n a u e Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Marie Daffinger’sche Armen-Stlftung. Die Zinsen aus obgenannter Stiftung für vier arme Familien der hiesigen israel. Kultusgemeinde für jede im Betrage von K 42. — kommen am Sterbetage des sei. Herrn Sigmund Wertheimstein, das ist am 18. Juni d. J., zur Verteilung. Die diesfälligen mit dem Geburtsscheine und dem Armutszeugnisse belegten Gesuche sind bis 30. April 1908 im Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde, I, Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich ausgefolgt werden, in den Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken der israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Sigmund Edl. von Werthelmsteln-Stlftung für arme Verwandte. Am 18. Juni d. J. gelangen die Zinsen obiger Stiftung per K 420.— an die nächsten Anverwandten des Stifters, Herrn Sigmund Edl. von Wertheimstein, welche ihre Armut nachweisen können, zur Verteilung. Die mit dem Armutszeugnisse und dem Nachweise der Verwandtschaft mit dem Stifter belegten Gesuche sind bis 30. April 1908 iw Einreichungsprotokolle der israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags erhältlich sind, zu üben eichen. Auszüge aus den Geburts-, Trauungs- und Sterbematriken dtr israel. Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich und genügt die genaue Angabe der betreffenden Daten. Nicht entsprechend belegte oder verspätet überreichte Gesuche finden keine Berücksichtigung. Wien 1. April 1908. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Israelitischer Tempelverein für die Bezirke Wieden und Margarethen, Wien. Nach jahrelangen mühevollen Vorarbeiten hat der Tempelverein für den IV. und V. Bezirk, Wien, ein Grundstück erworben, welches für die Erbauung des für beide Bezirke bestimmten Gotteshauses vollkommen geeignet ist. Die Kosten dieses Baugrundes wurden fast vollständig von der israelitischen Kultusgemeinde zur Verfügung gestellt, wogegen der Verein die Verpflichtung übernommen hat, die erforderlichen Mittel für den Bau, für die Einrichtung und Erhaltung des Gotteshauses aufzubringen. In allen anderen Bezirken bestehen bereits würdige und entsprechende jüdische Gotteshäuser, nur unsere beiden Bezirke mussten sich bisher mit zwei unzulänglichen und durch ihre Lage ungeeigneten, gemieteten Betlokalen begnügen. Der Umstand nun, dass eines dieser beiden Betlokale, u. zw. das grössere demnächst demoliert we rden muss, erhebt dieErrichtungeinesneuenGotteshauses von einem blossenWunsche zu einer dringenden Notwendigkeit. . Wer hätte noch nie das Bedürfnis empfunden, m lagen der Freude, in Zeiten der Trauer und der Bedrängnis die Stätte der Andacht und des Trostes aufzusuchen, seinen Lieben an gottgeweihtem Orte eine Stunde treuen Gedenkens zu widmen. Und wenn bei solchen Anlässen der in jedem Menschen wohnende Drang, Gutes zu tun, besonders lebendig wird, wo fände sich, ihn zu betätigen, eine geeignetere Stätta als das Gotteshaus - In diesem Sinne entspricht die Errichtung des geplanten Tempels aber den Intentionen unseres erhabenen, geliebten Monarchen, ii dessen 60. Regierungsjahre das Gotteshaus erstehen soll. Ist auch die Förderung der Errichtung desselben zunächst Ehrenpflicht unserer Glaubensbrüder in Wieden und Margarethen, so war es andererseits zu allen Seiten edler Brauch, dass auch ferner stehende Glaubensgenossen einem solchen Werke ihre Mithilfe freudig widmeten. Wir richten daher an unsere Glaubensbrüder die ergebene Bitte, sich durch Zuwendung eines Beitrages (Stifter-Beitrag von K 500.— aufwärts, Gründer-Beitrag K 200.—) an der Vollendung dieses Tempels zu beteiligen, damit er baldigst zur Ehre Gottes erstehe und als ein äusseres Zeichen der Liebe und Verehrung für unseren erhabenen Monarchen, der sich durch seinen Ausspruch : „Meinem Herzen stehen alle meine Untertanen ohne Unterschied des Glaubens gleich nahe“, ein unvergängliches Denkmal in unser aller Herzen errichtet hat. Hochachtungsvoll für den Israelitischen Tempelverein für die Bezirke Wieden und Margarethen, Wien: Oberrabbiner Dr. Moritz Gudemann Ehrenpräsident. Adolf Hofmann kais. Rat Adolf Lichtblau Obmann. Obmann-Stellvertreter. Franz Frankl Schriftführer. utiv-Komitee für den Tempelbau- Rabbiner H. L. Reich Josef Sonnenschein Obmann- Stellverti et er. Alexander Tausky Schriftführer. Die eingelaufenen Spenden werden in geeigneter Weise ver öffentlicht werden. — Geldsendungen an Kassier Emil Wieselthier Wien, VI/2, Mollardgasse 22 oder durch Postsparkassa-Konto Nr. 813.878 erbeten. (Telephon Nr. 2385.) Für das Exek Friedrich Wiener Obmann. Aufruf! Zu Gunsten der Hinterbliebenen des hebräischen Schriftstellers JEHÜDA STEINBERG. Vor einigen Wochen starb in Odessa im besten Mannesalter einer der sympathischesten, begabtesten und feinsinnigsten, neuhebräischen Schriftsteller Jehuda Steinberg, dessen Essais und Erzählungen von den Hebraisten in der ganzen Welt als wertvolle Bereicherung unserer Literatur geschätzt werden. Als armer Lehrer hatte er bei Lebzeiten sich und die Seinigen kümmerlich ernährt und nun, nach seinem frühzeitigen Hinscheiden, sind seine in gänzlicher Mittellosigkeit gebliebene Witwe nebst drei unmündigen Kindern dem grössten Elende preisgegeben. Ein in Odessa von dem Schriftsteller A. Lewinsky, dem bekannten Dichter Oh. N. Bialik und dem Buchhändler Oh. Rawnicki gebildetes Komitee appelliert an edle Wohltäter, besonders an alle Freunde der hebräischen Literatur, zu einem Fonde für die Versorgung der armen Witwe und der Waisenkinder beizutragen. In Oesterreich, wo der Verblichene zahlreiche Leser und Bewunderer hatte, werden hochherzige Spenden für diesen Zweck dankend in Empfang genommen von Rabb. Dr. Kaminka, Wien, III., Obere Weissgärberstrasse 24. Kundmachung. Es wird hiemif zur Kennfnis gebracht, daß ausschließlich die nachbenannten Verkaufsstellen für Koscherfleifch unter der besonderen Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinates der Kultusgemeinde stehen: Im I. Bezirke II. „ Ignaz Weinstein A. Lipschütz Alexander Fuchs Ignaz Gerstl Sigmund Schworz Nathan Lustig Ignaz Reiß Wilhelm Schäfer Julius Gold Seitenstettengaffe 3; Krummbaumgaffe 2; Untere Augaäenstraße 7 Malzgasse 5; Gr. Pfarrgaffe 1; LeopoldSgaffe 49; Leopoldsgaffe 31; Adamsgaffe 20; Viadukt 43; * H. „ „ U. . „ II- * II. „ if II. „ „ HI. „ „ ni. „ „ V. „ Johann Fleischhacker Schönbrunnerstraße 15; „ X. „ Max Steffel Columbusgaffe 18; * XIV. „ Ernst Fuchs Sechshauserstraße 35; „ XVI. „ Edmund Danzinger Hofferplatz 10; „ XVIII. „ Sigmund Kornmehl Gentzgasse 9; » XX. „ Ignaz Reiß Klosterneuburgerstr. 10 a. „ XX. „ Salamon Burghäuser Jägerstraße 26. Rur für die hier genannten Verkaufsstellen übernimmt das ehrwürdige Rabbinat die Verantwortlichkeit in Betreff des KafchruS» Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien.

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