Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 14 (3.4.1908)
- Date
- 1908-04-03
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3020846-3021764-3021779--17237-3042100- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette 266 Dr. Llocb s Mocbenscbrtrr. Nr 14 C. K. Von den 16.765 Einwanderern, welche im Monate Februar d. I. in New-Dork landeten, waren 3685 Juden. Im Februar des Vorjahres waren 5802 Juden in New-Iork eingewandert. Von den 3685 jüdischen Einwanderern kamen 2893 aus Rußland. 434 aus Oesterreich, 158 aus Ungarn, 192 aus Rumänien und 8 aus Deutschland. Von den Neuankömmlingen blieben 262«, in New-Iork P. 9k.» Petersburg. Wie der „Fraind" mitteilt, hat der Vorsitzende der Umaner Stadtverwaltung angeordnet, daß in der dortigen SpitalSapotheke an Juden keine Medikamente ausgefolgt werden dürfen. Ist diese Verordnung an sich schon eine bodenlose Roheit, so wird sie noch größer durch den Umstand, daß die nächste Apotheke im Umkreise 12—17 russische Meilen vom Orte entfernt ist. IsrueliLischer Tempelverein für die Bezirke Wieden und Margarethen, Wien. Nach jahrelangen mühevollen Vorarbeiten hat der Tempelverein für den TV. und V. Bezirk, Wien, ein Grundstück erworben, welches für die Erbauung des für beide Bezirke bestimmten Gotteshauses vollkommen geeignet ist. Die Kosten dieses Baugrundes wurden fast vollständig von der israelitischen Kultusgemeinde zur Verfügung gestellt, wogegen der Verein die Verpflichtung übernommen hat, die erforderlichen Mittel für den Bau, für die Einrichtung und Erhaltung des Gotteshauses aufzubringen. In allen anderen Bezirken bestehen bereits würdige und entsprechende jüdische Gotteshäuser, nur unsere beiden Bezirke mussten sich bisher mit zwei unzulänglichen und durch ihre Lage ungeeigneten, gemieteten Betlokalen begnügen. Der Umstand nun, dass eines dieser beiden Betlokale, u. zw. das grössere demnächst demoliert werden muss, erhebt die Errichtung eines neuen Gotteshauses von einem blossen Wunsche zu einer dringenden Notwendigkeit. Wer hätte noch nie das Bedürfnis empfunden, in Tagen der Freude, in Zeiten der Trauer und der Bedrängnis die Stätte der Andacht und des Trostes aufzusuchen, seinen Lieben an gottgeweihtem Orte eine Stunde treuen Gedenkens zu widmen? Und wenn bei solchen Anlässen der in jedem Menschen wohnende Drang, Gutes zu tun, besonders lebendig wird, wo fände sich, ihn zu betätigen, eine geeignetere Stätte als das Gotteshaus? In diesem Sinne entspricht die Errichtung des geplanten Tempels aber den Intentionen unseres erhabenen, geliebten Monarchen, in dessen 60. Regierungsjahre das Gotteshaus erstehen soll. Ist auch die Förderung der Errichtung desselben zunächst Ehrenpflicht unserer Glaubensbrüder in Wieden und Margarethen, so war es andererseits zu allen Seiten edler Brauch, dass auch ferner stehende Glaubensgenossen einem solchen Werke ihre Mithilfe freudig widmeten. Wir richten daher an unsere Glaubensbrüder die ergebene Bitte, sich durch Zuwendung eines Beitrages (Stifter-Beitrag von K 500.— aufwärts, Gründer-Beitrag K 200.—) an der Vollendung dieses Tempels zu beteiligen, damit er baldigst zur Ehre Gottes erstehe und als ein äusseres Zeichen der Liebe und Verehrung für unseren erhabenen Monarchen, der sich durch seinen Ausspruch: »Meinem Herzen stehen alle meine Untertanen ohne Unterschied des Glaubens gleich nahe«, ein unvergängliches Denkmal in unser aller Herzen errichtet hat. Hochachtungsvoll für den Israelitischen Tempelverein für die Be zirke Wieden und Margarethen, Wien: Oberrabbiner Dr. Moritz Güdemann Ehrenpräsident. Adolf Hofmann kais. Rat Adolf Lichtblau Ohmann. Obmann-Stellvertreter. Franz Frankl Schriftführer. Für das Exekutiv-Komitee für den Tempelbau: Friedrich Wiener Josef Sonnenschein Obmann. Obmann-Stellvertreter. Alexander Tausky Schriftführer. Die emlaufenden Spenden werden in geeigneter Weise veröffentlicht werden. — Geldsendungen an Kassier Emil Wieselthier, Wien, VT/2, MoIIardgasse 22 oder durch Postsparkassa-Konto Nr. 813.878 erbeten. (Telephon Nr. 3385.) Aufruf! Die derzeit drückende Not auf wirtschaftlichem Gebiete macht sich besonders bei den Humanitären Vereinen fühlbar. Der gefertigte Verein, welcher nicht nur in Krankheits-, Not- und Delogierungsfällen nach Tunlichkeit helfend wirkt, hat sich seit Jahren auch zur Aufgabe gemacht, „verschämte Arme" zu den Osterfeiertagen mit Geld und Naturalien zu unterstützen, damit selbe an solchen Tagen nicht dem Hunger verfallen müssen! Infolge der an diesem Vereine in letzter Zeit massenhaft eingelangten Unterstützungsgesuche sieht sich derselbe veranlaßt, wegen seiner nahezu erschöpften pekuniären Mittel, um wenigstens den allerwürdigsten und allerbedürftigsten Bittstellern, deren drückendste Notlago teilweise lindern zu können, an die bekannte, besondere Mildtätigkeit des Wiener goldenen Herzens dieserhalb zu appellieren und hofft derselbe auf diesem Wege in die angenehme Lage versetzt zu werden, auch diesmal den so unglücklichen „verschämten Armen" deren unsägliche Leiden zu erleichtern! Auch die klein st e Spende in Geld, sowie Naturalien werden dankbar st angenommen nndausgewiesen. Es dankt im vornherein Der Vereinsvorstand des jüd. hum. Hilfsvereines „Treue Brüder" Wien, II., Schreigasse Nr. 9. — Clearingverkehr 832.376. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnementsgrbülir, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich der in der letzten Nummer beigelegten Postenlag« scheine bedienen. .. - Die Administration der ..Oesterr. Wochenschrift". Konkurs. Ein geprüfter Religionslehrer für Volksschulen, welcher auch in der Lage ist, einen Tempelchor zu dirigieren und das Gemeindesekretariat zu versehen, wird aufgenommen. Gehalt nach Uebereinkommen. Anträge sind zu richten an den Vorstand der Israel. Kultusgemeinde in “' ‘ Reichenberg, im März 1908. Konkurs. Beim israel. Kultusvereip ln Napagedl ist die Stelle eines V orbeters Loren und Schochet zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von K 960, ferner der Ertrag des Religionsunterrichtes mit K 500 nebst freier Wohnung und einigen Emolumenten verbunden. Ledige Bewerber werden nicht berücksichtigt. Die Reisespesen werden nur den Akzeptierten vergütet und zum Probevortrag nur die dazu Berufenen zugelassen. Offerte sind an den Israel. Kultusverein In Napauedl zu richten. fchranjtatt für die Wissenschaft des Morins in Berlin N. 24, Artilleriestp. 14. für mein am Samstag geschlossenes Manufaktur- *^*"**)B*^ geschäft Praktikanten. Böhmisch Bedingung. Leopold Biichler, Boikowitz, Mähren. 6o7 Das Sommersemester 1908 beginnt am 27. April. Anmeldungen nimmt der derzeitige Vorsitzende des Lehrerkollegiums Herr Dr. E. Baneth, Rosenthalerstrasse 25, entgegen. ^51462