Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1907)
- Issue
- 52 (27.12.1907)
- Date
- 1907-12-27
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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Nr. 52 Dr. Lwcv's Mocvenscvrtn. Seite 879 Bernhard Löwenthal. Erzählungen und Humoresken aus dem jüdischen Leben. Verlag von Louis Lamm, Berlin 1908. Giersch Der Weg zum Frieden. Verlag von Albrecht Giersch. Posen 1907. Dr. M. Brann. Ein kurzer Gang durch die jüdische Geschichte. Aus „Kulturgeschichtliche Bücherei". Verlag von H.F. Adolf Thalwitzer, Kötzschenb r o d a und Leipzig. Dr. Bernhard Wachstem. Wiener hebräische Epitaphien. (Sitzungsberichte der Kais. Akademie der Wissenschaften in Wien. Philosophisch-historische Klasse, 156. Band, 4. Abhaudl.) In Kommission bei Alfred Holder, k. u. k. Hof- und Universitäts-Buchhändler, Wien 1907. Dr. Julius Reiner. Z a r a t h u st r a. 3. Auflage. Verlag von Hermann Seemann Nachf. Berlin und Leipzig. _ Briefkasten« G. R. Der Physiker Professor Alb. A. Michelson aus Chicago, der als Entdecker einer neuen Methode für die Vestimmung der Geschwindigkeit des Lichtes den Nobelpreis erhalten hat, ist Jude. K. Sie irren sich, diese Tatsache ist längst konstatiert. Ans der Zeit der englischen Revolution insbesondere wird in Geschichte .... der Aufklärung in Europa von Lecky (d. U., Leipzig und Heidelberg, 1868, Bd. 2, S. 164) hingewiesen auf die merkwürdige „geschichtliche Tatsache, daß in der großen Mehrzahl die ersten protestantischen Verteidiger der bürgerlichen Freiheit ihre politischen Grundsätze hauptsächlich aus dem Alten Testament und die Verteidiger des Despotismus die ihrigen aus dem Neuen Testamente herleiten. Die Aufstände, welche häufig in der jüdischen Geschichte waren, bildeten die Lieblingsthemata der Einen, die rückhaltslose Unterwürfigkeit, welche Paulus eiuschärfte, die der Andern. N. S. Das jüngste Mitglied der Nothschild-Familie, die schöne Nagyvaraderin Rozsika W e r t h e i m st e i n, ist heule eine der populärsten Ladys in England. Von der „schönen Ungarin", wie man die jüngste Baronin Rothschild in England nennt, kursieren in der dortigen Gesellschaft allerlei Intimitäten. Kürzlich wurde Rozsika in Windsor auch dem deutschen Kaiserpaare vorgestellt. Der galante Monarch konoersierte längere Zeit mit der Baronin und sprach bei dieser Gelegenheit viel von Ungarn. Der englische Hofanzeiger veröffentlichte vor einigen Tagen die Ernennung der Baronin Rozsika Rothschild zur Palastdame. Die E i d e s l e i st u n g wurde auf dem darauffolgenden Samstag anberanmt Rozsika richtete nun an das Obersthofmarschallamt ein Gesuch, tu welchem die junge Baronin betont, daß sie am Samstag n ich t fahre und sich an diesem Rahetage keinerlei Funktion unterziehen könne. Der König von England nahm diese Anmeldung zue Kenntnis und verschob die Eidesleistung .der Palastl»äme auf kommenden Dienstag. Dieser feierliche Akt wird in Anwesenheit der Mitglieder der königlichen Familie vor fick geben. F. K. in Staniskau. Die „politische Tendenz" jenes „Judenvlattes" wünschen Sie ermittelt. Darüber gibt Ihnen gewünschten Aufschluß schon folgendes Zitat: „Bis an die höchste Stelle hinauf wird unumschränkt anerkannt, daß es in allererster Linie dem Bürgermeister Dr. Lueger zu danken ist, wenn sowohl die Wahlreform als auch der Ausgleich innerhalb der gesteckten Fristen parlamentarisch erledigt wurden. Insbesondere erkennt die Krone an, daß sich Doktor Lueger in den wichtigsten Fragen, die innerhalb Jahresfrist die österreichische Reichshälfte bewegt haben, niemals von persönlichen Stimmungen hat leiten lassen, sondern gerade in der Frage der Wahlreform und des Ausgleichs eine wirklich staatsmännische, auf große Ziele gerichtete Haltung eingenommen hat . . Aus der „Zeit"! „Verganew". Der Proviant-Offiziersstellvertreter Goldschmied ist zufällig ein guter Arier; im übrigen kann nicht jeder sich mit Hilfe gewisser Obligationen als Antikorruptim'ist answeisen. S. Eigner, Gr.-Enzersdorf. Nr. 17, Jahrgang 1902. G. Grünwald i. P. „Juda" von B. von Münchhausen erschien bei A. F. Lattmann in Goslar. Notiz. Die Perles-Kalender. Die Hofbuchhandlung Moritz Perles in Wien, 1., Seilergasse 4, ist bekanntlich die führende Firma auf dem Gebiete der Kalenderliteratur. Unentbehrlich sind für Fachleute die Taschenkalender, die die wichtigsten Vorschriften und Behelfe für die Praxis enthalten: die Kalender für Aerzte, Apotheker, Touristen, Landwirte, Lehrer, Eisenbahner, Mühlenbauer, Weinhändler :c. Nicht minder unentbehrlich haben sich für die schöneren Ehehälften die Kalender für Haus und Küche bewiesen: die Hausfrauenkalender, das Haushaltungsnotizbttch, das Haushaltungsbnch zc. Der Küchenblockkalender gibt gute Ratschläge für die täglichen Mahlzeiten. Der Illustrierte öfterreichtsche Volkskalender, redigiert von Rud. Holzer, bewährt seinen alten Ruf als gediegenes literarisches Jahrbuch. Für ästethische Anregung sorgt ein effektvoller Kunstkalender: Ein Jahr in Bildern. Portemonnaiekalender, Damenalmanach, Schnibunterlagskalender, Blockkalender in verschiedenen Ausstattungen sorgen für die Bedürfnisse des eleganten Publikums und der Geschäftswelt. Ta die Hofbuchhandlung Moritz Perles in Wien, I.. Seilergasse 4, einen vollständigen Kalenderkatalog auf Verlangen portofrei und unentgeltlich versendet, io hat jedermann Gelegenheit, die Wahl nach seinem Bedarf zu treffen. Wir ersuchen unsere geschätzten Abonnenten um rechtzeitige Einsendung der laufenden Abonnements gebühr, damit die Zusendung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Zur Einsendung der Betrage wolle man sich der in der beutigen Nummer beigelegten Posterfaq- ^chei^e bedienen. Die Administration der „Oesterr Wochenschrift". Jüdische Toynbee-Halle, Vien, XX., Ötbmaig. 46. Beginn der Vorträge: An Wochentagen 7,8 Uhr, Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. Vortrags-Programm für die Zeit vom 28. Dezember 1907 bis 3. Jänner 1908. Samstag, 28.: Konzert. Arrangement: Frau El86 Frcund-Fua!f. Sonntag, 29.: (Thema Vorbehalten) Rabb. i)r Frlsdlände». Montag, 30.: „Arbeitsrecht“ (VI) Dr. JQS. Jerusalem. Dienstag, 31.: „lieber den Kalender“ Dr. J. Samuely. Mittwoch, 1.: „Reiseeindrücke aas Holland“ Rabb. Dr.J Feucbtwang Donnerstag, 2.: „Der Chassidismus als Weltanschauung“ Kustos Dr. Bernbar d WacfistElo. Freitag, 3.: Bibelvortrag Rel.-Lebref Leopold t¥el$3. Anmeldungen von Vorträgen und Mitwirkungen bei Ko .zarten wolle mau an den Obmann Herrn Dr. J. Samuely, Wien, I. Bezirk, Fischerstiege 0, gelangen lassen. COMUIIITAISRAELITICA Dl TRIESTE No. 434 ex 1907. Avviso di Concorso. E aperto il Concorso alia caltedia di Rabbino Maggiore di questa Coinuuitä, con i’annuo emolutnento di Cor. 6000 (Seimila) I concorrenti dovranno comprovare : 1) di avere un’etänon inferiore ai 30, ne superiore ai 60 anui 2) di conoscere perfettamente la lingua italiana; 3) di aver assolto completamente e con buon esito almeno il Ginnasio superiore (Ordin. dell’ I. R. Ministero per il Culto e l’Istrnzione del 23 Dicembie 1896, N. 25.498, B. L. 0. P. N 15 ex 97); 4) di aver consegn ta la laurea rabbiniea da un collegio rabbinico; 5) di aver mantenuto una condotta ineccepibile sotto i riguardi rnorali e civili (§ 10 stella Legge 21 Marzo 1890, B. L. I. S. 57) Le istanze sarauuo da preaentarsi attuto il 29 Febbraio 1908 alla Cancelleria di questa Comunitä, ove gli interessati potianno rilevare ie altre condizioni, le attribuzioui inereuti a questa carica e i proventi accessors. Trleste, 31 Dicembre 1907. DALLA CANCELLERIA DELLA COMUNITÄ ISRAELITiCA I CAPI: Edmondo de Richetti m. p. Enrico Salem m. p. Cesare Dr. Sanguinetti m. p.