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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-12-13 · 50 (13.12.1907) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
50 (13.12.1907)
Date
1907-12-13
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Nr. 50 Dr. Llocb's Mocdenscvrm. Seite 839 Dr. Adolf und Emanuel Stern’sche Stiftung für Rigorosanten der Medizin und Chirurgie. Aus den Zinsen der me d. Dr. Adolf und Emanuel Stern’sehen Stiftung für Rigorosanten der Medizin der Wiener Universität gelangen für das Jahr 1908 sechs Plätze zu je K 207.— als Beitrag zur Bestreitung der Rigorosentaxen zur Verleihung. Bewerber haben ihre mit den Zeugnissen über ihre Studien an der medizinischen Fakultät der k. k. Wiener Universität, sowie mit einem Geburts¬ und Mittellosigkeitszeuguisse versehenen Gesuche bis zum 31. Dezember 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, UI. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. In dem Gesuche ist anzugeben, ob der Bewerber in dem Genüsse eines Stipendiums steht, bezw. wie hoch der Betrag dieses Stipendiums ist. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Iraelitische Kultusgemeinde Wien. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt hiemit zur Kenntnis, dass am 20. Februar 1908 aus den Jahreszinzen der Ignaz Baum’schen Armen-Stiftung zehn Plätze im Betrage von je K 39.— an arme Personen jüdischer Religion zur Verleihung gelangen. Bei der Verleihung der Stiftung wird vor allem auf Verwandte des Herrn Ignaz Baum von väterlicher oder mütterlicher Seite, sodann aut diejenigen, weiche zwar in Wien wohnhaft, aber aus der Vateistadt des Stifters „Bielitz“ gebürtig sind, endlich auf verheiratete und mit zahlreichen Kindern gesegnete Bewerber Rücksicht genommen. Die mit einem Armutszeugnisse und Geburtsscheine belegten Gesuche sind bis längstens 31. Dezember 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, 1, Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf nicht gehörig belegte oder verspätet überreichte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Josef Spitzer’sche Stiftung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien verlautbart hiemit, dass aus den Zinsen der obigen Stiftung ein Betrag von zusammen K 252.— an 3 oder 4 in Wien wohnhafte arme, des Ernährers beraubte jüdische Familien zur Verleihung gelangt. Die Bewerber, bezw. Bewerberinnen haben ihre mit dem Nachweise, dass der Ernährer, sei es durch Tod oder Krankheit oder durch sonstige Umstände der Familie entzogen ist, sowie mit einem Armutszeugnisse versehenen Gesuche bis 31. Dezember 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultnsgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Auf verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Wien, 1. Dezember 1907. Vorstand der isr. Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Das Unterzeichnete Kuratorium verlautbart hiemit, daes die Jahreserträgnisse der Jakob Fischel’schen Stiftung im Betrage von K 390.— an bedürftige und würdige Personen israelitischer Konfession, welche mit dem am 18. Mai verstorbenen Herrn Jakob Fischei oder mit einem Bruder oder mit einer Schwester desselben in absteigender Binie blutsverwandt sind, zur Verleihung gelangen. Die Bewerber haben ihre mit Dokumenten über diese Verwandtschaft und mit einem legalen Armutszeugnisse belegten Gesuche bis 31. Dezember 1907 im Einreichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Bewerber, welche ihre Verwandtschaft und ihre Bedürftigkeit nicht entsprechend nachweisen können oder verspätet einschreite n, werden nicht berücksichtigt. Wi e n, 1. Dezember 1907. Das Kuratorium des Jakob Fischel’schen Stiftung Aufruf! Am 2. Dezember 1907 entstand in Leitomischl ein grosser Brand, welcher binnen wenigen Stunden mehrere Gebäude ergriff und schwer erworbenes Eigentum vernichtete. In dem zuerst vom Brande ergriffenen Gebäude befand sich das Bethaus der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, woselbst seit Jahren der israelitische Gottesdienst abgehalten wird; dieses zu den gottesdienstlichen Zwecken vollständig eingerieatete Betlokal wurde samt den ganzen Einrichtungen binnen einigen Stunden ein Raub der Flammen und ging vollständig zu Grunde. Somit hat unsere Kultusgemeinde, welche nur mit Anspannung aller ihrer materiellen Kräfte es vermochte, bis heute ihre Existenz würdig zu behaupten, die Pflegestätte des Gottesdienstes mit einem Schlage verloren. Es tritt nun an uns die unumgängliche Notwendigkeit heran, wenn wir die Existenz unserer Kultusgemeinde erhalten wollen, ein neues Gotteshaus zu errichten. Selbstverständlich werden alle unsere Gemeindemitglieder nach ihren Kräften beitragen, um baldmöglichst mit dem Baue dieses Tempels beginnen zu können. Um jedoch ein dem Zwecke würdiges Gotteshaus aufzubauen, benötigen wir eine Summe, welche unsere Kräfte übersteigt. Wir wenden uns deshalb vertrauensvoll an alle diejenigen, welche unsere durch den unglücklichen Brand herbeigeführte Notlage mit uns empfinden, mit der Bitte, uns durch hochherzige Gaben in unserem Bestreben, ein neues Gotteshaus zu erbauen, und die Existenz unserer altehrwürdigen Gemeinde zu sichern, zu unterstützen. Mit dieser Bitte wenden wir uns gleichzeitig an die löblichen Kultusgemeinden, Vereine und sonstige Korporationen und hoffen, dass unser Ruf nicht ungehört verhallen wird. sämtliche Spenden wollen gütigst an den gefertigten Kultusvorstand gerichtet werden und sagen wir allen ihr jede Gabe im Voraus unseren herzlichsten Dank. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Leitomischl Dr. Folkmann, Dr. Wantoch, G. König, Rabbiner. Vorsteher. Kassier. KONKURS. Seitens des „Israelitischen Bethausvereines Odeibeig- Bahnhot“, Oesterr.-Schlesien, gelangt ab 1 März 1908, eventuell früher die Stelle eines Religionslehrers zur Besetzung. Bevorzugt werden solche Bewerber, welche eine Lehrbefähigungsprüfung für österr. Volksschulen nachweisen. Der Bewerber muss musikalisch gebildet, Vorbeter und befähigt sein, auch Sekietariatageschäfte zu versehen. Erwünscht wäre der Nachweis der Befähigung für die Scheehita. Bewerber sollen nicht älter als 35 Jahre sein. Gesuche, welche mit den Zeugnissen belegt sein und das curriculum vitae enthalten müssen, sind unter Angabe der Gehaltsansprüche an den „Israelitischen Belhausveretn in Oderberg- Bahnhof Oesterr.-Schiesien“ zn richten. Die seitens des obigen Vereines zur persönlichen Vorstellung einberufenen Bewerber erhalten auch für den Fall der Nichtanstellnng die Reisespesen vergütet. V. LUSTIG, Obmann. Zahnarzt Jr. jYiax fysenthal, ordiniert nicht mehr in dem alten Gebäude I., Rotenturmstr. 15 (Lichtensteg), sondern ausschliesslich Wien, I. Bez., Bauernmarkt Nr. 8. Bekannter hebr. Schriftsteller wärmstens empfohlen durch die Redaktion des Blattes, sucht hebräische Lektionen. Gefl. Zuschriften unter „A I.“ IX. Bezirk, Franz Josephs-Bahn, postlagernd. G HolnSlfi Ein intelligenter, jüdischer Kaufmann, mit reicher Erfahrung, viel gereist, mit belobter Konduite, 37 Jahre alt, gewesener Unteroffizier, mit einem Barvermögen von 100.000 Kronen, wünscht sich zu verheiraten. Am liebsten mit einer Dame, die es ihm ermöglicht, in ein bestehendes rentables Geschäftsnnternehmen einzutreten. Zuschriften und Anträge an die Administration des Blattes unter „Freier Mann 3“

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