Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-12-06 · 49 (6.12.1907) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
49 (6.12.1907)
Date
1907-12-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3020846-3021710-3021760--16904-3041750
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 49 Wr. Bloches Wortzrnfrtzrlfi. Seile 823 Ein wichtiges Preisausschreiben erläßt der D. I. G. B. in Berlin.' Ein Preis von 800 Mark wird ausgesetzt auf die beste Arbeit über die „Methodik des jüdischen Religionsunterrichtes ". Moritz Anlscherl. Elise Herz oder Geschichte einer Schule in Jerusalem, enthaltend Erzählungen, Lebensbilder und Schilderungen für unsere Jugend. Mit Illustrationen. Verlag der Jugendzeitschrift „Jung Juda", Prag. Von dem jungen Prager Schriftsteller Dr. Max B r o d ist in dem bekannten Verlage Axel Juncker (Berlin, Stuttgart, Leipzig) soeben ein neues Buch erschienen, das sich „Der Weg des Verliebten" betitelt. Dieses geschmackvoll ausgestattete Büchlein, eine Sammlung schöner Gedichte, dürfte Interesse erregen und Freunde finden. M. KriefKastrrr. E. M. Aus New Jork wird uns berichtet: Morris Rosenfeld arbeitet soeben im Aufträge des jüdischen Schauspielers und Theaterdirektors Boris Tomaschewsky an einem Libretto für eine große jüdische Oper. Die Mali! hierzu wird von dem bekannten jüdischen Komponisten Platon Brnnoff geschrieben. Die Opir dürfte noch in dieser Saison zur Aufführung gelangen. Als Grundlage für den Text der neuen Oper dient Osip Dmrrotv's sogenanntes Pogromdrama „Schema Israel", das gegenwärtig in Rew-Iork mit großem Erfolge gegeben wird. Bekanntlich wurden Tschirikoffs „Juden" durch den Warschauer Tondichter Mathias Bensen ebenfalls zur Oper verarbeitet. Auch diese Oper soll noch m dieser Saison in den Spielplan des New-Porker Jüdischen Tbeaters ausgenommen werden. Moskau. Schalom Asches Drama „Sabathai Z'wi" wurde auf Befürwortung des bekannten russischen Schriftstellers Nemirowitsch- Dantschenko zur Aufführung im hiesigen Künstlertheater angenommen. I. Stern. Schill ist gestattet, Aal verboten. I. Jellinek, Oberhollabrnnn. Besten Dank für das Dokument, Mrrkns Benedikt, Lokal- und Landesrabbiner. A. M. in Wien. Die Familie des Verstorbenen hat sich beim Bürgermeister das Recht erwirkt, die Leiche, welche auf dem jüdischen Friedhof bereits beerdigt war, nach der Exhumierung aufdem Pötzleinsdorfer Friedhof beerdigen zu dürfen — natürlich abseits der allgemeinen Gräber — an der Mauer. Als Grund wurde angegeben, daß die Kinder das väterliche Grab häufiger besuchen wollen und der jüdische Friedhof hierfür allzu entlegen ist. Was mit dem Worte „Provisorium" ausgedrückt werden soll, ist auch uns unklar. Offenbar wird der Ankauf einer Familiengruft beabsichtigt, wo die definitive Beisetzung erfolgen soll. Daniel Mandl, Gablonz. Wir halten alle diese Münzen für Falsifikate. D. L., Kolin. In dem Sinne Ihrer Anregung wird jedenfalls in den nächsten Tagen vorgegangen werden. L. S. in R. 2. Februar 1868 Sonntag 9 Schewath 5628. Mitglied ves Vereines M. Wir können der Tatsache nicht nachforschen. G. B. in P. Unverwendete Manuskripte werden weder aufbewahrt noch retourniert. „Streber". Sie wollen den Namen jenes Täuflings wissen, welcher im Czernowitzer polnischen Verein sich selber jämmerlich ins Gesicht gespuckt hat? Es ist Professor Dr. Adler, den die „Reichspost" als Kronzeugen für den „großen Wiener Bürgermeister" anruft. Kitte! Viele Hunderte israelitische Kinder in der Brigittenau find der bittersten Not preisgegeben und leiden Hunger. Wir bitten unsere Glaubensgenossen: Nehmet Euch dieser armen zarten Kinder an und helfet nach Euren Kräften, damit die im Lokale XX., Kluckygasse 7 bereits begonnene Ausspeisung im notwendigen Umfange fortgeführt werden könne. Spenden nimmt entgegen: Das gefertigte Komitee für die Verköstigung israelitischer Kinder in der Brigittenau und die Kasse der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, I., Seitenstettengasse 4, I. Stock. Dr. Alfred Berger Heinrich Weiner Kultusvorstand Obmann des Vereines „Brüder" I., Judenplatz 8 IX., Pramergasse Nr. 1. Notiz. XXXVIII. Staatslotterie. Die einzige in Oesterreich gestattete Geldlotterie ist bte St.iatswohiläligkeitslotterie, deren nächste Beiaiu ftaltUiig für H v'lwobltätigkeitszwecke der diesseitigen Reichshälfte bestimmt ist. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am!9. Dezember d. I. Unter den I8.:i89 Gewinsten im Gesamtbeträge von 512.980 K sind Haupttreffer zu 200.(>00. 40 000, 2«>.' 00, 10.0< 0 X und außerdem eine betlächtliche Anzahl von namhaften anderen Tnffern verzeichnet Der Preis eines Loses beträgt 4 K Lose sind zu haben in Lottokollekturen, Tabaktrafiken, Wechselstuben, bei Steuer- und Postämtern rc., sowie bei der k. k. Lottoqefällsdirekiion (Abteilung für Staatslotterie). W:en, III. Bezirk, Vordere Zollamlsstraße Rr. 7. Lori Baumgarten-Stiftung. Am 18. Schebat, das ist am 21. Jäuuer 1908, srelanst aus deu Zinsen der obaenannteu Stiftung ein Betrag von K 38— an eine bedüiftige herzkranke Frau, israe itiseben Glaubensbekenntnisses zur Verleihiin-r. Die mit dem Getmrts-, Armuts- und Krankheitszengnisse belegten Gesuche sind bis längstens 15. Dezember 1907 im Einieichungsprotokolle der Israel. Kultusgemeinde Wien, I-, Seitejstetten^asse 4, III. Stoek, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstunden zwischen 9 uud 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matrikeu der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich, es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten Auf verspätet überreichte oder nicht entsprechend belegte Gesuche wird keine Rücksicht genommen. Salomon Horowitz-Widmung. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiemit verlaut »art, dass die Zinsen der obigen Stiftung per insgesamt K 70.— an dem Todestage des Herrn Salomon Horowitz, das ist am 1. Schebat (4. Jänner 1908) an würdige Arme zur Verleihung gelangen, wobei verarmte Deszendenten des Herrn Salomon Horowitz in erster Reihe berücksichtigt werden. Die mit dem Geburts- und Armutszeugnisse belegten Gesuche der Bewerber sind bis 15. Dezember 1907 im Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 4, III. Stock, woselbst auch Gesuchsblankette unentgeltlich behoben werden können, während der Amtsstuuden zwischen * und 12 Uhr vormittags zu überreichen. Auszüge aus den Matriken der israelitischen Kultusgemeinde Wien sind als Gesuchsbelege nicht erforderlich; es genügt vielmehr die genaue Angabe der betreffenden Daten. Verspätet überreichte oder nicht gehörig belegte Gesuche werden nicht berücksichtigt. Wien,]. Dezember 1907. Der Vor3,and der isr. Kultusgemeinde Wien. Konkurs. In dem Spitale der israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger.ürtel 97 gelangt an der medizinischen Krankenabteilung die Stelle eines externen Hilfsarztes zur Besetzung. Der Jahresgehalt beträgt 1200 Kronen. Bewerber müssen an einer österreichischen Universität promovierte und zur Praxis berechtigte Doktoren der gesamten Heilkunde sein, haben praktische Verwendung auf einer medizinischen Klinik oder Krankenabteilung nachzuweisen und dürfen das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben. Nur jene Bewerber, welche bei eventuellen Aperturen die Verleihung einer Sekimdurarztens-Stelle im Spitale der israelitischen Kultusgemeinde anstreben und im Falle vorübergehender Vakanzen zu supplieren in der Lage sind, können Berücksichtigung finden. Die näheren Bestimmungen können im Sekretariate der israelitischen Kultusgemeinde eingesehen werden. Mit den Personaldokumenten, Studien- und Verwendungs- Zeugnissen belegte Gesuche sind bis spätestens 20. Dezember 1907 in dem Einreichungsprotokolle der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, zu übergeben. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Ein tüchtiger jüdischer Lehrer unterrichtet Religion, Latein, Mathematik und alle anderen Mittelschulgegeustände gegen sehr massiges Honorar. Derselbe übernimmt auch die Vorbereitung zur Matura. Erfolg zweifellos. Durchfällen unmöglich. Rosen Rudolf, II., Im Werd 17, I. Stock, Tür 10.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.