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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1907-11-22 · 47 (22.11.1907) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
24 (1907)
Issue
47 (22.11.1907)
Date
1907-11-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 47 m. Llocd's Mocdenscvrm. Sette 779 », 1814 Franz Fröhlich, Feldwebel; Samuel Hammer, Wachtmeister; Georg Kessenheimer, Corporal; Jos. Kiss, Wachtmeister; Joseph Nathan, Corporal; Salomon, Feldwebel. 1814 Anton Zukowski. 1815 Jos. Deutschmann, Corporal; Kraus, Corporal (rettet den Fürsten Karl Liechtenstein). [Wir fügen sogleich aus späterer Zeit hinzu: 1848 Georg Bauer, Jos. Berger, Feldwebel; Moritz Gramm er, Feldwebel; Thom. Eisler, Corporal; Jos. Grünwald, Oberfeuerwerker; Ignaz Kaufmann, Anton Mayer, Marcus Mayer. *84 9 Math. Händler, Wachtmeister; Mor. Hayek, Alb. Jellinek, Corporal; Moritz Jesser, Oberfeuerwerker; Ferd. Klein, Feldwebel; Elias Matkowski, Corporal; Bernhard Metz, Corporal; Karl Michel, Joach. Pollak, Feldwebel; Jos. Scheiner, Corporal; Jos. Schweitzer, Ferd. Seeliger, Karl Unzeitig, Corporal; Nachim Wagner, Jos. Wagner, Clement Noe, Corporal, Jos. Schreiner, Corporal, Casimir Schuh, Corporal; Taubner, Corporal; Jos. Wallisch, Corporal; Rud. Weissmantel, Ignaz Ziffer, Feldwebel, später Oberleutnant; Andreas Bloch, Corporal; Ferd. Böhm, Feldwebel später Hauptmann; Joh. Brenner, Anton Chaule. Stabstrompeter; Drechsler, Corporal; Jos. Duschek, Gottfried Zimmermann, Mich. Weiss, Feldwebel; Wilh. Zsidek, Corporal. 1 85 9 Peter Grünwald, Gabriel Imre, Aron Jaköts, Feldwebel (auch das Porträt zeigt ausgeprägt jüdische Züge); Jos. Pataky, Corporal, Fahnenträger; Benjamin Slamnik, Corporal. 1864 Behr und Heine (Preussen). 1866 Wolf Bardach v. Chlumberg, Moses Braunstein, Guttmann Fischer, Führer; Josef Hanke, Führer; Jul. Honig, Jos. Reinhold, Wenzel Frank, Fahrkanonier; Jacob Sieg, Gustav Morgenstern, Offiz.-Stellv. (offiziell als der Tapferste der gesamten Armee bezeichnet); Gabr. Schindler, Offiz.-Stellv.; Emil Moritz, Offiz.-Stellv.] ZN den Rätseln der Königin non Saba. 1883 veröffentlichte Wilhelm Hertz eine sehr wertvolle Abhandlung über die Rätsel der Königin von Saba; sie wurde in seinen Gesammelten Abhandlungen (Stuttgart und Berlin 1905. Cotta. S. 413 f.) ausgenommen. Hertz ging darin aus von einem Teppich aus dem Jahre 1566 im Besitz des Fürsten von Neuß j. L., aus der Kirche zu Kirschkau, einem Dorf bei Schleiz, der die Rätsel darstellt, welche die Königin von Saba dem Salomo aufgibt. „Er ist 86 Zentimeter hoch und 120 Zentimeter breit. Wie die noch unverblichene Rückseite zeigt, prangte er dereinst in buntester Farbenpracht. In einem üppigen Garten voll Blumen und Fruchtbäumen sitzt rechts (vom Beschauer) ein König aus goldenem Thron, in reicher Tracht, die Krone auf dem Haupt, den Szepter in der Rechten. Drei Hofleute stehen hinter ihm. Am Fuße des Thrones ist ein Affe angekettet. Daneben sieht man im blumigen Grase weiße Hasen und einen Pfau. Dem Thron gegenüber auf der linken Seite des Bildes steht eine gekrönte Frau in prächtiger Tracht des 16. Jahrhunderts. Sie hält in der Linken einen Blumenstrauß, über dem eine (kaum mehr zu erkennende) Biene fliegt. Hinter ihr stehen vier Edelfrauen, deren eine, eine jugendliche Gestalt, ihr die Schleppe trägt. Ein weißes Hündlein mit rotem Halsband läuft nebenher; im Grase tummeln sich Eichhorn und Feldhuhn. In der Mitte des Bildes, unter einem Apfelbaum vor den mit rotem, grünumsäumten Teppich belegten Stufen des Thrones sind zwei gleich große Kinder beschäftigt, Aepfel aufzulesen, beide mit kurzen, blonden Lockenhaaren, beide mit gegürteten gelben Knabenröcken mit blauen Säumen, in weißen Strümpfen und gelben Schuhen. Das eine steht aufrecht und steckt einen Apfel in den Busen; das andere bückt sich und sammelt Aepfel in seinen wie eine Schürze aufgenommenen Rockschoß. Oben in den Bäumen sitzen und flattern verschiedenartige Vögel, darunter eine Eule. In den oberen Ecken find zwei Wappenschilde angebracht, rechts eine goldene Lilie auf rotem Dreiberg in kleinem Feld, links ein stehendes goldenes Kreuz in schwarzelk Feld. Ueber und zwischen den Personen windet sich ein vielgeschlungenes weißes Spruchband mit einer Inschrift in schwarzen gotischen Buchstaben. . . . Ueber der Königin, die mit der Rechten nach den Kindern zeigt, stehen die (jetzt großen teils zerstörten, aber mit Hilfe derselben Inschrift auf einem andern Teppich wiederherstellbaren) Verse: Bescheids mich, kinig, ob die blumen und kind von art gleich oder ungleich sind des Königs Antwort lautet: Die bienn die rechte blum nicht spart, dieses kindt zeigt an sein weiblich art Dabei deutet er mit der Linken auf das Kind, das die Aepfel im aufgehobenen Rocke sammelt" (Wilh. Hertz a. a. O. 413 bis 415). Salomo unterscheidet also den Knaben und das Mädchen, die sich gleich sehen und gleichgekleidet find, an der Art, wie sie die Aepfel auflesen: Der Knabe nimmt sie sofort in den Busen, das Mädchen legt sie erst in den aufgenommenen Rockschoß. — Die echten Blumen erkennt Salomo daran, daß nur zu ihnen, nicht zu den künstlichen, die Biene fliegt. Von diesen Rätseln ist das eine, das Kinderrätsel, sehr alt und, wie W. Hertz zeigt, jüdischer Herkunft — die unmittelbare Vorlage des Künstlers der unseren Teppich herstellte, kennen wir aber nicht —, das andere, das Blumrätsel^ ist unbekannter Herkunft, in der Literatur begegnet es zuerst im 17. Jahrhundert, bei Calderon, der in einem Auto und in einem berühmten Schauspiel (W. Hertz, S. 447) die Königin von Saba verherrlichte. Von anderen bildlichen Darstellungen des Rätsels waren Wilhelm Hertz zwei bekannt: 1. ein Gobelin aus dem Jahre 1506 aus Amsterdam, über den Karl Becker 1878 in der Zeitschrift für deutsches Altertum, Bd. 23, S. 48, kurz berichtet. Dieser war dem Kirschkauer sehr ähnlich: links fitzt Salomo auf goldenem Thron, Szepter und Krone in der Hand, in reichem Blumengarten, zu ihm tritt die Königin, sie hält in der Hand die Blumen, um die die Biene schwirrt, hinter ihr geht eine Dienerin, vor ihr, zu ihren Füßen, find Knabe und Mädchen, die Inschrift auf dem Spruchband ist die gleiche wie auf dem Kirschkauer Gobelin. — 2. Eine Wandmalerei in der Trausnitz, dem alten Wittelsbacher Schloß über Landshut an der Isar, im Hauptkabinett des Herzogs, das mit Wandmalereien aus dem Leben des Herzogs geziert ist. die Franz Gröger 1672 vollendete. Diese Wandmalerei stellt aber nur das Blumenrätsel dar — vielleicht in Anlehnung an Calderon? Während eines kurzen Aufenthaltes in London in April dieses Jahres sah ich nun einen, so viel ich weiß, bisher unbekannten Teppich, auf dem auch die Rätsel der Königin abgebildet find, im South-Kensington-Museum. Auf meine Bitten übersandte mir Hr. Walter Dolch die folgende ausführliche Beschreibung. „Der Londoner Teppich wurde von Pierpont Morgan dem Museum geliehen. Er ist 77 cm hoch, 103 breit. Rechts (vom Beschauer) steht die Königin, blauäugig, blondhaarig, in rotem Gewand mit blauen Aermeln; von ihren Schultern wallt ein Zobelpelz bis zum Boden, sie trägt eine fünfzackige Krone. In der rechten Hand hält sie zwei gleichartige, rote Blumen; mit der linken zeigt sie auf zwei gleichgekleidete Kinder, die zu ihren Füßen Grar atäpfel auflesen: das rechte Kind in die Hand, das linke kniend ins Kleid. Links fitzt der König unter einem Thronhimmel, eine fünfzackige Krone auf dem Haupt, in blauem, braunverbrämten Rock, roten Hosen, blauen Schuhen. In der linken Hand hält er ein Kreuz als Szepter, mit der rechten zeigt er leicht aufwärts auf eine Biene, die einer der beiden Blumen zufliegt. Die Landschaft zeigt ein reiches Bild; den Mittelpunkt bildet ein blühender und zugleich fruchttragender (Granatapfel-?) Baum; am Boden blühen links Maiglöckchen, Löwenzahn, eine Steinbrechart und oben Maiglöckchen, in der Mitte Spitzwegerich, weiße und rote Nelken, rechts Wegebreit, gelbe Zauke, rote Nachtkerzen und ein rotundweißes Blümchen (Gänseblümchen?). Der Hintergrund bietet mannigfache Aussicht. Links öffnet sich der Blick auf ein hochgelegenes Schloß, von dem ein Weg durch Schluchten herüberführt; in der Mitte ragt fern ein einzelner Baum zwischen Hügeln, rechts steigt eine zerriffene Höhe empor Der Himmel ist leicht bewölkt. Das Bild wird umrahmt von einer schmalen Leiste, in der die einzelnen Farbfäden zu einfarbigen Dreiecken verwoben find. Der Teppich ist gewebt, hineingewirkt find samtartige Erhöhungen für das Gewand der Königin, den Rock und die Haare des Königs und die vorngelegenen Teile des Baldachins. fc.i ' r-E I; j,!‘ ‘;*if I V I : n!:» j - \- r-:. i; | i.;

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